20. Mai 2026 | 9:00 – 17:30 Uhr 

Großer Hörsaal im TÜWI der BOKU, Peter-Jordan-Str. 76, 1190 Wien

Unter dem Titel „NO WASTE: Wie Bioengineering Kreisläufe schließt“ diskutieren am 20. Mai 2026 führende Forscher*innen, Unternehmer*innen, und Vordenker*innen, wie biobasierte Innovationen zur Kreislaufwirtschaft beitragen können.

Im Fokus stehen konkrete Lösungen: Von zirkulären Rohstoffen über Mikroorganismen als Zellfabriken bis zu neuen Technologien für klimafreundliche Bioprozesse und innovativen Materialien aus erneuerbaren Rohstoffen.

Führende BOKU-Forscher*innen, internationale Speaker sowie Studierende und Start-ups präsentieren Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft – von zirkulären Rohstoffen über Mikroorganismen als Zellfabriken bis hin zu neuen Technologien für klimafreundliche Chemie.

Ein spannendes Rahmenprogramm mit Kunstprojekten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kreativität macht sichtbar, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit Transformation beschleunigt.

Programm

  • Begrüßung
  • Eröffnungsimpuls
  • Visual Talk: Was ist Circular Bioengineering?  
  • Topic 1: Kreislaufwirtschaft – Die Zukunft?
  • Topic 2: Chancen und Risiken erneuerbarer Rohstoffe
  • Visual Talk: The Metabolic Guide to Space Survival
  • Topic 3: Raumschiff Erde: Kreislaufwirtschaft vermitteln und verstehen

9:00 – 9:30 Uhr 

Begrüßung

Eva Schulev-Steindl
Rektorin, BOKU University 

Josef Plank
Vorsitzender des Universitätsrats, BOKU University

N.N.
ÖH BOKU-Vorsitz 

Eva Maria Holzleitner 
Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung 

9:50 – 10:00 Uhr

Eröffnungsimpuls  

Eckart von Hirschhausen
Arzt und Wissenschaftsjournalist

10:00 – 10:30 Uhr

Visual Talk 

Johannes Richers 
Chemiker und Designer

Roland Ludwig 
Stv. Leiter Institut für Lebensmitteltechnologie, BOKU University  
Director of Research, Cluster of Excellence Circular Bioengineering

10:30 – 12:00 Uhr

Topic 1: Kreislaufwirtschaft – DIE Zukunft? 

In einer Kreislaufwirtschaft werden bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und rezykliert. In einem weiteren Kontext bezieht das auch die Rohstoffe selbst mit ein – so wie nachwachsende pflanzliche Rohmaterialien oder rezyklierte Reststoffe (z.B. Holzabfälle, Stroh, kommunale Abfälle). Die Ressourcen der Erde sind endlich, und müssen daher im Kreislauf geführt werden, um nachhaltigen Wohlstand zu sichern. Biogenen Rohstoffen und deren Verarbeitung kommt in der Kreislaufwirtschaft eine entscheidende Rolle zu. Wir diskutieren die Rolle der Lebenswissenschaften, und wie Bioengineering Lücken im Kreislauf schließen kann. 

Key Note 

Tristan Horx 
Zukunftsforscher

Diskussion 

Tristan Horx
Zukunftsforscher

Roland Ludwig 
Institut für Lebensmitteltechnologie & Excellence Cluster Bioengineering, BOKU University

Melanie Hall
Institut für Chemie, Universität Graz 

N.N.
Institut für Holztechnologie und erneuerbare Rohstoffe, BOKU University

Simone Bachleitner 
Institut für Mikrobiologie und Mikrobielle Biotechnologie, BOKU University 

12:00 – 13:30 Uhr 
Mittagspause

13:30 – 15:00 Uhr

Topic 2: Chancen und Risiken erneuerbarer Rohstoffe 

Was sind erneuerbare Rohstoffe? Alles Erneuerbare basiert auf biologischer Synthese, insbesondere der Photosynthese von Pflanzen und Mikroalgen. Wir Menschen haben uns jedoch abhängig gemacht von fossilen Rohstoffen und bringen das System Erde damit mehrfach aus dem Gleichgewicht: Wir setzen riesige Mengen an gebundenem Kohlenstoff in Form von CO2 frei, mit bereits stark spürbaren Auswirkungen auf das globale Klima. Es wurden mit über zwei Billionen Tonnen bereits mehr CO2 aus Erdöl freigesetzt als die Summe der gesamten Biomasse und der Masse an menschengemachten Materialien auf der Erde zusammengenommen. Erneuerbare Rohstoffe können den Kohlenstoffkreislauf stabilisieren und im besten Fall CO₂ wieder in Produktkreisläufe einbinden. Wir diskutieren Chancen für neue biobasierte Werkstoffe, Baustoffe, Materialien des täglichen Gebrauchs, neue Wege der Nahrungsmittelproduktion sowie den Einfluss verschiedener Wirtschaftsmodelle auf globale Stoff- und Energieströme.

Key Note (in Englisch mit Live-Übersetzung)

Ron Milo 
Dean of Education & Director of Institute for Environmental Sustainability, Weizmann Institute of Science

Diskussion

Ron Milo
Dean of Education & Director of Institute for Environmental Sustainability, Weizmann Institute of Science

Karlheinz Erb
Institut für Soziale Ökologie, BOKU University 

Hermine Mitter
Institut für Umweltsystemwissenschaften, Universität Graz

Thomas Rosenau
Institut für Chemie nachwachsender Rohstoffe, BOKU University 

Thomas Jankl
Abteilung V/5 Chemiepolitik und Biozide, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

15:00 – 15:30 Uhr 
Kaffeepause 

15:30 – 17:00 Uhr 

Visual Talk 

Kristina Pulejkova im Talk mit Barbara Stöckl 
Künstlerin

Topic 3: Raumschiff Erde: Kreislaufwirtschaft vermitteln und verstehen

Die Raumfahrt wird immer wieder als ideales Muster eines geschlossenen Kreislaufsystems herangezogen. Auf Langzeit-Raummissionen muss komplettes Recycling durchgeführt werden. Alle chemischen Elemente, die für das Überleben der Besatzung notwendig sind, müssen im Kreislauf geführt werden, z.B. wird CO2 aus der Atemluft in Nahrung rückgeführt, ebenso wie Stickstoff, Schwefel oder Phosphor wiederverwertet werden (müssen). Das Raumschiff gilt zugleich als Metapher für das System Erde, das auf Dauer nur im Kreislauf stabil bleiben kann. Wir diskutieren die Wege der Vermittlung von Verständnis und Wissen anhand von anschaulichen Beispielen, Visualisierungen und künstlerischer Umsetzung.

Key Note 

Ruth Grützbauch 
„Science Busters“ & Astronomin 

Podium 

Ruth Grützbauch 
„Science Busters“ & Astronomin 

Johannes Richers
Chemiker & Designer

Diethard Mattanovich 
Institut für Mikrobiologie und Mikrobielle Biotechnologie, BOKU University

Ruth Hutsteiner
ORF Wissenschaftsjournalistin 

 

17:00 – 17:15 Uhr 

Schlussworte 

Eva Schulev-Steindl
Rektorin, BOKU University 

 

Ab 17:15 Uhr 
Ausklang  & Abendveranstaltung 

Die BOKU Future Conference als Green Meeting

Diese Veranstaltung wird nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings ausgerichtet.

Nähere Informationen zur BOKU Future Conference als Green Meeting finden Sie hier.

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