Hilfestellung bei der Erstellung barrierefreier Dokumente

Barrierefreiheit für Dokumente bedeutet, dass der Zugang mit Hilfsmitteln aber ohne fremde Hilfe oder zumindest ohne besondere Erschwernisse möglich ist. Barrierefreiheit im Web bedeutet auch, dass Inhalte für alle Interessierten wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust gegenüber Veränderung gestaltet werden. 

für Word-Dokumente

  • Farben

    • Schriftfarbe: schwarz (Hervorhebungen kräftig und dunkel oder/und fettgedruckt)
    • Papierfarbe: weiß (oder leicht getönt)

  • Schrift

    • eine serifenlose Schriftart wird bevorzugt, da sie leichter lesbar ist (z.B. Arial, Calibri oder Tahoma)
    • Fettgedrucktes für Hervorhebungen verwenden
    • Formatvorlagen erleichtern das Erstellen

  • Absatz

    • Inhaltsverzeichnis auf Basis der Formatvorlage verwenden (verschafft Überblick)
    • einfache Aufzählungszeichen anstatt Sternchen oder anderen Symbolen
    • linksbündigen Fließtext anstatt Blocksatz (größere Abstände zwischen Wörtern können für diverse Programme zur Unterstützung problematisch werden)
    • Abstände und Tabulatoren über Formatvorlagen einstellen und Leerzeichen als Abstandhalter oder mehrere aufeinanderfolgende Leerzeichen tunlichst vermeiden
    • Textmarke und Querverweise mit den vorgesehenen Word-Funktionen einfügen

  • Bilder und Tabellen

    • Beschreibung für Tabellen oder Grafiken auch im Fließtext hinzufügen
    • Alternativtext für Bilder und Grafiken verwenden

  • Metainformationen

    • Titel für das Dokument erstellen (nähere Infos in der "Hilfestellung zur Erstellung barrierefreier Dokumente"
    • Kontrolle der korrekten Spracheinstellung des Dokuments

für Präsentationen

  • Farben

    • Schriftfarbe: schwarz (Hervorhebungen kräftig und dunkel oder/und fettgedruckt)
    • Hintergrundfarbe: weiß, leicht getönt oder Pastellfarben
    • Vermeiden von bunten Hintergründen

  • Schrift

    • große Schriftgröße verwenden
    • eine serifenlose Schriftart wird bevorzugt, da sie leichter lesbar ist (z.B. Arial, Calibri oder Tahoma)
    • Fettgedrucktes für Hervorhebungen verwenden
    • Formatvorlagen können gerne verwendet werden

  • Layout und Übergänge

    • Folienmaster für ein einheitliches Layout verwenden
    • einfache Übergänge wählen
    • Animationen vermeiden

  • Absatz

    • einfache Aufzählungszeichen anstatt Sternchen oder anderen Symbolen
    • Abstände und Tabulatoren über Formatvorlagen einstellen und Leerzeichen als Abstandhalter oder mehrere aufeinanderfolgende Leerzeichen tunlichst vermeiden

  • Bilder und Tabellen

    • verbale Beschreibung für Tabellen oder Grafiken immer in den Vortrag einbinden
    • Alternativtext für Bilder und Grafiken verwenden
    • verbundene Zellen vermeiden (nur einfache Tabellen mit Zeilen und Spalten)

Weiterführend zu den oben genannten Hilfestellungen gibt es informative Videos der Universität Potsdam zum Thema Barrierefreie Lehre, welche vor allem in digitalen Zeiten hilfreich sein können. 

Hilfestellung zur Erstellung barrierefreier Dokumente

Hilfestellung zur Erstellung barrierefreier Dokumente

Infos zur Web-Accessibility-Richtlinie auf: digitales Österreich

Infos zur Web-Accessibility-Richtlinie auf: digitales Österreich

Vor allem der Aufbau einer Website / mobilen Anwendung / App bestimmt deren Barrierefreiheit.

Folgende Grundsätze müssen erfüllt sein :

  • Wahrnehmbarkeit: die Informationen und Komponenten der Nutzerschnittstelle müssen den Nutzern in einer Weise dargestellt werden, dass sie sie wahrnehmen können;
  • Bedienbarkeit: die Nutzer müssen die Komponenten der Nutzerschnittstelle und die Navigation handhaben können;
  • Verständlichkeit: die Informationen und die Handhabung der Nutzerschnittstelle müssen verständlich sein;
  • Robustheit: die Inhalte müssen robust genug sein, damit sie zuverlässig von einer Vielfalt von Benutzeragenten, einschließlich assistiven Technologien, interpretiert werden können.

Quelle: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschafsstandort