Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2022-12-31

Der Einsatz von Mitteln zur Pflege von Schutzobjekten bedarf einer Einschätzung der erforderlichen Mitteln um die Ziele zu erreichen. Schutzgebietsflächen, die nach vorheriger Verbrachung in einen "ausreichenden oder verbesserten Erhaltungszustand" rück-überführt werden sollen, brauchen unterschiedlich lange für ihre Regeneration. Für konkrete Entscheidungen darüber, ob sich bzw. in welchem Zeitraum sich eine Wiederherstellung erreichen lässt. braucht man Beispielsflächen, die solche Einschätzungen erlauben. Im Lainzer Tiergarten existieren Wiesen-Monitoringflächen, die in unterschiedlichem Ausmaß verbracht sind. Es soll nun in einem 3-jährigen Restaurationsversuch analysiert werden, ob die Wiederherstellung der pflanzlichen Diversität der wichtigsten Wiesentypen durch Entbuschung und Einrichtung der vormaligen Bewirtschaftung innerhalb von 3 Jahren erreicht werden kann. Diese Versuchsflächen bieten den seltenen Vorteil, dass sie bereits 20 Jahre lang sehr genau untersucht wurden. Man kann also auf einem sehr detaillierten Vorwissen und bereits eingerichteten Versuchsdesign aufbauen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-07-01 - 2023-12-31

Die Vegetationssukzession wird grundsätzlich von Pflanzenfressern beeinflusst. Größere Herbivoren, gleich ob Wildtiere wie Reh, Rothirsch oder Nutztiere wie Rind, Schaf, Ziege können durch Verbiss, Fegen, Schälen oder Losungsdeposition auf die Vegetation einwirken. Säugetiere prägen damit die Vegetation und ganze Ökosysteme. Mit Anwesenheiten und unterschiedlichen Frequenzen werden Artenzusammensetzungen und Produktivität über Nährstoffkreisläufe beeinflusst. Um die Ergebnisse der Vegetationsaufnahmen anderer Module auf den fix eingerichteten Dauerbeobachtungsflächen des Langzeitmonitorings NPHT sinnvoll interpretieren zu können, wird in diesem Projektteil (Modul 06) die Lebensraumnutzung von Großherbivoren erfasst. Da das Auftreten der Wildtiere stochastisch und der Nutzungsdruck durch sie oft unvorhersehbar ist, wird mit moderner Kameratechnik die gegenwärtige Wildtier Situation und Dynamik festgehalten und quantifiziert. Dazu wurde im Umfeld der Dauerbeobachtungsflächen ein Großherbivorenmonitoring mit Zeitrafferkameras etabliert. An den Dauerbeobachtungsfläche (3 Standorte) werden von der BOKU Wildtierkameras zum Monitoring eingesetzt. Neben den Arten und derer Anzahl selbst werden zeitliches Auftreten und Tätigkeiten (Äßung, Rast, Wanderung) festgehalten und analysiert. Tagesdaten wie Witterungen (Regen, Nebel, Sonne), Schneelagen, Dämmerungsbeginn, Anzahl an Besuchern ergänzen die Tiersichtungs-Daten. Für die verschiedenen Untersuchungsplots kann so der jeweilige Beäßungdruck dokumentiert und in Folge festgehaltene Änderungen anderer Module in ganzheitlicher Sicht analysiert und interpretiert werden. Zudem ergeben sich langfristige Analysen räumlich/zeitlicher Änderungen/Verschiebungen von Nutzungspräferenzen verschiedener Wildtiere.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-01-01 - 2023-12-31

Derzeit fehlen Langzeitstudien über die Besiedelung von neu angelegten ökologischen Ausgleichsflächen durch Insekten und damit auch eine wesentliche Grundlage für eine effektive Planung von Agrar-Umweltmaßnahmen. Dieses Projekt soll klären mit welchem Mix and kurz- und langfristigen Maßnahmen die Biodiviersität in der Agrarlandschaft optimal gefördert werden kann. REGRASS 2 baut auf das über drei Jahre durchgeführte Projekt REGRASS (2017-2019) auf, in dem der Beitrag von neu angelegten ökologischen Ausgleichsflächen für die Förderung der Biodiversität von Nützlingen und Ökosystemleistungen in der Agrarlandschaft untersucht wurde. Das erste Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Biodiversität von Nützlingen in den neu angelegten Wiesen in den Jahren 2021-22 zu untersuchen, und diese mit der Biodiversität in den bereits lange etablierten Wienerwaldwiesen zu vergleichen. Dies erscheint uns wichtig um zu sehen, ob und wenn ja in welcher Form sich die Trends aus den Jahren 2017-2019 weiter entwickeln. Das gleiche gilt auch für die Interaktionen zwischen den neu angelegten Wiesen und den angrenzenden Wintergetreideflächen. Hierbei wollen wir herausfinden, ob die Zahlen an Nützlingen im Getreide angrenzend an die neuen Wiesen ansteigen, sich das Nützlingspotenzial erhöht und als Konsequenz auch die Ökosystemleistungen biologische Schädlingskontrolle und Bestäubung über die Zeit hinweg ansteigen. Das zweite Ziel der Studie ist der Vergleich der Biodiversität zwischen den neu angelegten Wiesen und den bereits etablierten alten Wienerwaldwiesen und den ÖPUL-geförderten Biodiversitätsflächen in den Jahren 2021-22. Es werden Wildbienen, Honigbiene, Hummeln, Schwebfliegen, Laufkäfer, Spinnen, Schmetterlinge, Heuschrecken und Wanzen untersucht. Wie schon beim ersten Ziel geht es uns darum herauszufinden, wie sehr sich die Trends aus den Jahren 2017-2019 in den Jahren 2021-2022 weiter entwickeln.

Betreute Hochschulschriften