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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2018-12-31

Bertalanffy entwickelte in den 1940er Jahren ein universelles, biologisch motiviertes Wachstumsmodell, um das ontogenetische Wachstum verschiedener Tierarten zu beschreiben. Es ist durch die metabolischen Exponenten a = 2/3, b = 1 gekennzeichnet. West et al. (1997, 2001) schlug ein weiteres Paar metabolischer Exponenten vor (a = 2/3, b = 1) und lieferte biologische Argumente für diese Wahl. Dieses Projekt schlägt zwei weitere Exponentenpaare vor, die auf den Ideen von Bertalanffy und West über den Stoffwechsel und auf ein Modell von Parks (1982) über die Abhängigkeit des Wachstums auf die Nahrungsaufnahme basieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-03-01 - 2023-01-31

Human‐induced temperature increase has amplified during the past decades particularly at high elevations, whereas changes in precipitation patterns have been regionally more variable. Although alpine plants are long‐lived and persistent against both exceptionally warm and cold weather, they are sensitive to warmer conditions and drought over longer periods. The international monitoring network GLORIA has established permanent plots in mountains, enabling comparisons of species distribution and vegetation composition and their changes since the beginning of the century. To better understand the species’ response to the environment and to environmental changes, this project focuses on plant functional traits on GLORIA summits, that are related to the performance of plants and their response to environmental factors and also provide a link between species richness and functional diversity. For 2022 we aim to characterize c.60 species from Hochschwab, representing > 80% of the cover by vascular plants in GLORIA-plots. We will measure more traits than most comparable studies (there have been few on alpine plants) including “hard” traits with clear adaptive significance, and already sampled and tested for 57 species on the GLORIA site Schrankogel in 2021. We will not only examine differences in species adaptions, but also between different mountain ranges with different climatic and geologic conditions. Plant functional traits, combined with precise monitoring data, are a powerful basis for assessing directional, climate‐induced losses in biodiversity and ecosystem services and are important for adjustments of conservation strategies under accelerating climate change.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-09-01 - 2026-08-31

Studien zur Ökologie der Nahrungssuche von Wildtierarten sind von grundlegendem Interesse, da die Nahrungssuche von Tieren eng mit wichtigen ökologischen Fragen wie der Verteilung von Ressourcen und der Populationsdynamik verknüpft ist. Wildtierarten in alpinen Ökosystemen sind potenziell durch den fortschreitenden Klimawandel gefährdet, der unter anderem die Verfügbarkeit und Verdaubarkeit vieler Pflanzen verringern dürfte. Da bestimmte Pflanzenteile und deren Qualität die Populationsdynamik von Pflanzenfressern deutlich beeinflussen können, besteht ein Bedarf an Methoden, die sowohl die Zusammensetzung als auch die Qualität der Nahrung auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Ebenen bewerten können. FTIR ist eine bewährte Analysetechnik zur Bestimmung der chemischen und physikalisch-chemischen Eigenschaften einer Vielzahl von Biomaterialien. Analysen von Kot mit FTIR bieten einen klaren Vorteil gegenüber DNA-Metabarcoding-Ansätzen, da sie die Bestimmung spezifischer Pflanzenteile oder phytochemischer Zusammensetzungen ermöglichen. Zu diesem Zweck werden wir Proben von gepaarten Kropf-, Muskelmagen- und Kotproben von wildlebenden Birkhuhnindividuen verwenden, um spektrale Korrelationen von unverdautem, mechanisch verdautem und vollständig verdautem Pflanzenmaterial zu validieren, die die natürliche Variation in der Futterökologie von Raufußhuhnarten repräsentieren. Darüber hinaus werden wir Fütterungsexperimente mit in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln und Kotanalysen durchführen, um die spektralen Korrelationen zwischen unverdautem und verdautem Pflanzenmaterial zu validieren. Parallel dazu werden wir traditionelle mikroskopische Methoden anwenden und DNA-Metabarcoding zur Kalibrierung von FTIR für qualitative Analysen nutzen.

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