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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-03-01 - 2021-02-28

Urbane Biodiversität auf Flächen der Wiener Linien Wien ist nicht nur Hauptstadt mit nahezu zwei Millionen Einwohnern, sondern auch Biodiversitäts-Hotspot. Städtische Grünflächen und ihre Pflege nehmen dabei einen zentralen Stellenwert ein. Die Wiener Linien besitzen und betreuen zahlreiche Flächen, denen als Lebensraum und mögliche Wanderkorridore eine wesentliche Bedeutung zukommen kann. Die Pflege und Bewirtschaftung dieser Flächen erfolgt jedoch mehr in praktischer als in biodiversitätsfördernder Hinsicht. Somit stellt sich die Frage, welchen Beitrag diese Flächen zur Biodiversität der Stadt Wien leisten und wie dieser eventuell verbessert werden kann. Welche Biodiversität kann anhand ausgewählter Indikatorgruppen (Gefäßpflanzen, Wildbienen, Tagfalter, Heuschrecken) auf repräsentativen Begleitböschungen der Wiener U-Bahn festgestellt werden? Gibt es bestimmte ökologischen Merkmale (traits), die bestimmte Arten oder Artengruppen auszeichnet, die besonders häufig und verbreitet auf diesen Flächen zu beobachten sind? Von welchen Faktoren ist die Besiedlung dieser Flächen durch die Indikatorgruppen abhängig? Welche Maßnahmen können daraus abgeleitet werden, um den naturschutzfachlichen Wert der Flächen zu steigern? Zur Beantwortung dieser Fragen wird auf 20 Flächen der Wiener Linien das Artenspektrum der Vegetation, Bienen, Tagfalter und Heuschrecken erfasst und analysiert. Ein Maßnahmenkatalog für eine optimierte Pflege wird mit den an der Umsetzung beteiligten Akteuren erarbeitet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2018-04-30

Microsatellite genotyping European (Erinaceus europaeus) and White-breasted hedgehogs (E. roumanicus) in next-generation sequencing data
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2015-10-01 - 2019-09-30

Die Steppenrasen des Pannonischen Beckens sind Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten und stellen einen bedeutenden Beitrag zur Biodiversität Europas dar. Vegetations-geschichtlich betrachtet waren Steppen im Verlauf des Quartärs in weiten Teilen Europas die meiste Zeit über die vorherrschende Formation. Inwieweit diese zeitliche Kontinuität der Steppen auch auf ihre Artenzusammensetzung zutrifft, ist allerdings unklar. Meist wird angenommen, dass ein Großteil der wärmeliebenden Arten, welche heute in den pannonischen Steppenrasen vorkommen, den Höhepunkt der letzten Eiszeit in Refugien nahe dem Schwarzen Meer überdauert hat und erst gegen Ende der Eiszeit oder im frühen Holozän in das zentrale Pannonikum zurückgewandert ist. Andererseits haben einige Autoren vermutet, dass zumindest einige wärmeliebenden Steppenarten die Eiszeit an den warmen Südhängen der die pannonische Tiefebene umgebenden Mittelgebirge überdauert haben könnten. Das beantragte Projekt verfolgt deshalb die folgenden sich gegenseitig ergänzenden Ziele: (1) eine Klassifikation aller pannonischen Steppenrasen unter Verwendung von multivariaten Methoden und einem supra-nationalen Netzwerk von Vegetationsaufnahmen; (2) die Identifikation von Mustern der regionalen Artenvielfalt, der genetischen Vielfalt und von Zentren des Endemismus, die Analyse des Erklärungswerts von ausbreitungs-historischen versus rezent-ökologischen Faktoren für die beobachteten Diversitätsmuster, und die Validierung potenzieller eiszeitlicher Refugien mit Hilfe von populationsgenetischen Analysen von repräsentativen Vertretern der verschiedenen Steppenrasentypen. Zusätzlich zu den phylogeographischen Mustern werden auch die infraspezifischen genetischen Diversitätsmuster Einblicke in die Migrationsrouten erlauben, welche rezente Populationen mit wahrscheinlichen Refugialgebieten verbinden.

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