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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-10-01 - 2023-03-31

Wildbienen sind weltweit wichtige Bestäuber für Nutz- und Wildpflanzen und dadurch für das menschliche Wohlbefinden unerlässlich. Gleichzeitig sind viele Bienenarten bedroht. Neben dem Verlust von Lebensräumen, der Intensivierung der Landnutzung, Stress durch Parasiten und Pestizide beeinträchtigt der Klimawandel die Verbreitung und das Überleben der Bienen. Über die genauen Wirkungsmechanismen und die Auswirkungen auf bestimmte Wildbienenarten ist jedoch nur wenig bekannt. Dieses Wissen ist jedoch unerlässlich, um konstruktive Maßnahmen für einen wirksamen Wildbienenschutz festzulegen und damit die Bestäubung zu gewährleisten. In Österreich sind auf sehr kleinem Raum unterschiedliche Auswirkungen des Klimawandels für Wildbienen zu beobachten. Im Osten, mit dem pannonischen Einfluss, findet man eine flächenhafte Ausbreitung mediterraner und osteuropäischer Arten, während im Alpenraum an kühlere Lebensräume adaptierte Wildbienen in höhere Regionen ausweichen. Ziel dieses Projektes ist es daher, historische und rezente Bienenverbreitungsdaten in ausgewählten Gebieten so weit zu verdichten, dass durch Klimaveränderungen verursachte Ausbreitungsverschiebungen nachgewiesen werden können und Modellierungen in die Zukunft möglich sind. Hinsichtlich der historischen Daten werden Bienensammlungen aus verschiedenen Landesmuseen, Literatur und Datenbanken aufgearbeitet. Zusätzlich werden Erhebungen an historisch gut untersuchten Standorten wiederholt, um rezente Bienendaten zu vervollständigen. Die Zusammenarbeit von Bienenexperten, Meteorologen und Klimamodellierern gibt einen Ausblick auf die Entwicklung der Wildbienenvielfalt in der Zukunft. Neue Erkenntnisse werden der wissenschaftlichen Gemeinschaft, den Interessengruppen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit den Ergebnissen werden die wissenschaftlichen Grundlagen für ein besseres Verständnis des Klimasystems und den Folgen des Klimawandels für Wildbienen geschaffen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-03-01 - 2021-02-28

Urbane Biodiversität auf Flächen der Wiener Linien Wien ist nicht nur Hauptstadt mit nahezu zwei Millionen Einwohnern, sondern auch Biodiversitäts-Hotspot. Städtische Grünflächen und ihre Pflege nehmen dabei einen zentralen Stellenwert ein. Die Wiener Linien besitzen und betreuen zahlreiche Flächen, denen als Lebensraum und mögliche Wanderkorridore eine wesentliche Bedeutung zukommen kann. Die Pflege und Bewirtschaftung dieser Flächen erfolgt jedoch mehr in praktischer als in biodiversitätsfördernder Hinsicht. Somit stellt sich die Frage, welchen Beitrag diese Flächen zur Biodiversität der Stadt Wien leisten und wie dieser eventuell verbessert werden kann. Welche Biodiversität kann anhand ausgewählter Indikatorgruppen (Gefäßpflanzen, Wildbienen, Tagfalter, Heuschrecken) auf repräsentativen Begleitböschungen der Wiener U-Bahn festgestellt werden? Gibt es bestimmte ökologischen Merkmale (traits), die bestimmte Arten oder Artengruppen auszeichnet, die besonders häufig und verbreitet auf diesen Flächen zu beobachten sind? Von welchen Faktoren ist die Besiedlung dieser Flächen durch die Indikatorgruppen abhängig? Welche Maßnahmen können daraus abgeleitet werden, um den naturschutzfachlichen Wert der Flächen zu steigern? Zur Beantwortung dieser Fragen wird auf 20 Flächen der Wiener Linien das Artenspektrum der Vegetation, Bienen, Tagfalter und Heuschrecken erfasst und analysiert. Ein Maßnahmenkatalog für eine optimierte Pflege wird mit den an der Umsetzung beteiligten Akteuren erarbeitet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2018-04-30

Microsatellite genotyping European (Erinaceus europaeus) and White-breasted hedgehogs (E. roumanicus) in next-generation sequencing data

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