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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-10-01 - 2024-09-30

Genotypisierung ist in der Forstwirtschaft im Rahmen der Bewirtschaftung, der kontrollierten Saatgutproduktion und der Einhaltung des Herkunftsprinzips sehr wichtig. Mit dem Aufkommen der zweiten und dritten Generation von Sequenzierungstechniken (NGS) stehen sequenzbasierte Ansätze für das Routine-Screening zur Verfügung. Besonders nützlich ist eine Methode, die traditionelle und neue Möglichkeiten verbindet, mit hohem Durchsatz und statistischer Aussagekraft, aber einfach zu verwenden und zu implementieren. Das Hauptproblem bei der Verwendung von Sequenzinformationen für die Genotypisierung ist die bioinformatische Verarbeitung. Ein Problem ist, Allele in heterozygoten Individuen eindeutig zu bestimmen. Eine Reihe von Pipelines und Vorschlägen wurden veröffentlicht, die meisten sind jedoch aufwendig oder können nicht die gesamten Sequenzen eines Markers verwenden, sondern einzelne SNPs oder Längeninformationen. Ziel des Projekts ist die Einführung des Genotyps durch Amplikon-Sequenzierung für die standardisierte Genotypisierung in der Forstwirtschaft (SSR-GBAS). Skripte, die wir in früheren Arbeiten entwickelt haben, bilden die Grundlage für Softwarelösungen mit breiter Anwendbarkeit. Eine Datenbank für die webbasierte Sammlung von Allelen, die von ganzen Sequenzen definiert werden, wird entwickelt und eindeutig reproduzierte Genotypen auf Eiche und Kiefer mit jeweils bis zu 200 Markern als Proof of Concept, dargestellt. Das Projekt wird auch Labormethoden verbessern, indem es optimierte Multiplex-Ansätze entwickelt und Kandidatengene sowie neutrale Marker einbezieht. Insgesamt ermöglicht der Ansatz eine flexible Genotypisierung forstlicher genetischer Ressourcen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-11-01 - 2022-07-31

Das Projekt legt seinen Focus einerseits auf die Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Förderung von Wildbienen und die Optimierung der Lebensräume am Beispiel der Wiener Donauinsel. Die Maßnahmen werden gemeinsam mit der Stadt Wien (MA 45) durchgeführt und ihre Wirksamkeit überprüft. Gleichzeitig werden auf ausgewählte Standorte Wildbienen-Erhebungen aus dem Jahr 2005 wiederholt, um auf längere Sicht eine durch den Klimawandel verursachte Verschiebung des Artenspektrums der Wildbienen sichtbar zu machen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-01-01 - 2021-12-31

DNA-Barcoding oder vergleichbare molekulargenetische Ansätze zur Determination von Organismen werden als vielversprechendes Hilfsmittel gesehen und international entsprechende Referenz-Datenbanken aufgebaut. Dabei erscheint die Möglichkeit zur Art-Bestimmung beispielsweise für juvenile Stadien von Insekten besonders attraktiv, weil hier oftmals Bestimmungshilfen und morphologische Differenzierungsmerkmale fehlen sowie Insekten weltweit eine sehr große Arten-Vielfalt aufweisen. Mit dem vorliegenden Antrag soll basierend auf einer vorhandenen Sammlung tropischer Höhlenheuschrecken (Rhaphidophoridae) getestet werden, inwieweit derzeit kaum bestimmbare Belege (z.B. Larven) bereits bekannten Arten zugeordnet werden können. Als Grundlage dient eine Sammlung von Tieren aus Südost-Asien, die im Rahmen einer Reihe von Expeditionen zusammengetragen wurden. Ziel ist es dabei, die folgenden Fragen zu beantworten: Welcher Anteil der vorhandenen Belege ist derzeit basierend auf bestehenden Gen-Datenbanken – das BOLD-System eingeschlossen – bestimmbar? Wie viele Genospecies können basierend auf entsprechenden molekulargenetischen Daten und unabhängig von der konkreten Benennung der Arten angenommen werden? Wie verteilt sich diese Diversität räumlich im Untersuchungsgebiet? Welcher grundsätzliche und weitergehende Bedarf lässt sich basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen für die Determination von Arten mittels genetischer Marker ableiten?

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