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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-09-01 - 2020-08-31

GBS ist ein sehr nützliches Werkzeug für die Erforschung von Pflanzen und Tieren. Das Protokoll von Poland et al. (2012) eignet sich gut für Taxa mit kleinen und großen Genomen, da die PstI-Fragmente weniger häufig sind (Truong et al. 2012). Es ist keine Größenauswahl von verdauten Fragmenten erforderlich. Durch die Anwendung von GBS möchten wir die Ausbreitung von Individuen zwischen Populationen verstehen. Das vorgeschlagene GBS-Verfahren ermöglicht es, den Grad der genetischen Verwandtschaft zwischen Individuen und Populationen zu bestimmen und somit den Genfluss (Ausbreitung von Samen und/oder Pflanzenfragmenten) zwischen Populationen zu verstehen. Alpenschwemmlinge sind Alpenpflanzen, die im Tiefland an Schotterbänken von Flüssen wachsen. Die zentrale Fragestellung lautet: Inwieweit werden Samen (oder Pflanzenfragmente) aus dem Alpenraum herabgeschwemmt?
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-03 - 2022-08-02

Der allergene invasive Neophyt Ambrosia artemisiifolia (Ragweed) hat auch in Bayern dauerhafte Bestände aufgebaut. So wie im westlichen Österreiuch sind es neben gestörten Plätzen vor allem die Strassen, wo Ragweed große Populationen bilden kann. In einem aus 7 Arbeitspaketen bestehenden Forshcungsprojekt sollen die Optionen für eine erfolgreiche Eindämmung dieser gesundheitsgefährdenden Art dargestellt und getestet werden: 1: Projektleitung, Koordination und Management; 2: State-of-the-Art-Report; 3: Habitaterweiterung Böschungen; 4: Regional optimierte Schnittrhythmen; 5: Konkurrenzsaaten; 6: Behandlung kontaminierten Materials; 7: Dokumentation und Information. AP4 und 5 sind auf einen Versuchszeitraum von 3 Jahren ausgerichtet und bestehen aus einer begleitenden Prüfung der Effekte auf die etablierte Population von Ragweed sowie aus einer Endbeprobung der Bodensamenbank, welche als Effizienzkontrolle dient. Die anderen APs sind meist kürzer angelegt. AP 3, 4, 5, und 6 benötigen Zuarbeiten durch den Auftraggeber bzw. dessen zugeordneten Dienststellen (insbes. Strassenmeistereien).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2019-12-31

Pflanzenblätter sind Schlüsselkomponenten im globalen Kohlenstoff- und Wasserkreislauf, da praktisch die gesamte terrestrische Kohlenstoffaufnahme aus der Atmosphäre und ~ 70% aller terrestrischen Verdunstung über diese verläuft. Die Erforschung der Kohlenstoff- und Wasserflüsse über Blätter hat sich bislang darauf fokussiert, wie die Poren an der Oberfläche des Blattes (Spaltöffnungen) und die Mesophyllzellen, in denen Photosynthese stattfindet, auf die Umwelt reagieren. Die vielen Interzellularen (Lufträume) zwischen den Spaltöffnungen und den Mesophyllzellen wurden dabei meist übersehen, da diese luftgefüllten Hohlräume in den Blättern von den bisher am häufigsten untersuchten Pflanzen kaum die Diffusion von Kohlstoffdioxide (CO2) begrenzen. Bei bestimmten Blatttypen könnten diese Interzellularen allerdings die Bewegung von CO2 limitieren. Blätter der Bedecktsamer (Angiospermen), die am stärksten diversifizierte und evolutionär jüngste Pflanzengruppe, zeigen eine verbesserte Kontrolle der Spaltöffnungen und Wassertransporteigenschaften im Vergleich zu ihren Vorfahren, beispielsweise den Farnen und Gymnospermen. Im Vergleich dazu ist wenig über die Vielfalt des Interzellularsystems bekannt und ob Angiospermen auch hier ähnlich wie beim Wassertransport ein effizienteres System entwickelt haben. Das geplante Projekt „3D funktionelle Charakterisierung von Lufträumen in Blättern“ soll diese Frage beantworten. Die Darstellung des dreidimensionalen Aufbaus von Blättern mittels hochauflösender Röntgencomputertomografie ermöglicht es, Volumen und Verteilung der Interzellularen zu analysieren. In Kombination mit einer Analyse von Photosynthese und Transpiration soll die dreidimensionale Darstellung des Blattes die Bedeutung der Interzellularen als wesentliche funktionelle Parameter für Kohlenstoff- und Wassertransportprozesse sowie die Koordination der Interzellularen mit anderen Blatteigenschaften aufklären. Die funktionelle Charakterisierung erfolgt mittels Finite-Elemente-Analyse, die v.a. für technische Modelle verwendet wird, aber auch pflanzenphysiologische Prozesse in einem dreidimensionalen Blatt simulieren kann. Das Modell soll anschließend verwendet werden, um ein „Big Leaf“ Modell zu entwickeln (eine Vegetationsschicht wird hier als ein einziges großes Blatt gesehen). Solche Modelle ermöglichen es, die Rolle der Interzellularen im Kohlenstoff- und Wasserhaushalt zu quantifizieren. Diese Modelle werden auch dazu dienen anhand der Eigenschaften fossiler Blätter das frühere Klima zu rekonstruieren und auch die Reaktion auf das zukünftige Klima vorherzusagen.

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