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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-03-01 - 2023-01-31

Human‐induced temperature increase has amplified during the past decades particularly at high elevations, whereas changes in precipitation patterns have been regionally more variable. Although alpine plants are long‐lived and persistent against both exceptionally warm and cold weather, they are sensitive to warmer conditions and drought over longer periods. The international monitoring network GLORIA has established permanent plots in mountains, enabling comparisons of species distribution and vegetation composition and their changes since the beginning of the century. To better understand the species’ response to the environment and to environmental changes, this project focuses on plant functional traits on GLORIA summits, that are related to the performance of plants and their response to environmental factors and also provide a link between species richness and functional diversity. For 2022 we aim to characterize c.60 species from Hochschwab, representing > 80% of the cover by vascular plants in GLORIA-plots. We will measure more traits than most comparable studies (there have been few on alpine plants) including “hard” traits with clear adaptive significance, and already sampled and tested for 57 species on the GLORIA site Schrankogel in 2021. We will not only examine differences in species adaptions, but also between different mountain ranges with different climatic and geologic conditions. Plant functional traits, combined with precise monitoring data, are a powerful basis for assessing directional, climate‐induced losses in biodiversity and ecosystem services and are important for adjustments of conservation strategies under accelerating climate change.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-01-01 - 2022-12-31

Als Folge des Klimawandels hat sich die Sterblichkeit von vor allem Großen Bäumen in den europäischen Wäldern in den letzten drei Jahrzehnten verdoppelt. Das beschleunigte Baumsterben führt zu Veränderungen in der Artenzusammensetzung von Wäldern, verändert die Ökosystemfunktionen, verringert die Ökosystemleistungen und kann Rückkopplungen zwischen Land und Klima haben. Die Ursachen und Mechanismen des Baumsterbens werden derzeit noch diskutiert und sind höchstwahrscheinlich das Ergebnis komplexer Zusammenhänge von sich gegenseitig beeinflussenden Mechanismen. Ein mechanistisches Verständnis der Baumsterblichkeit ist jedoch von entscheidender Bedeutung, um wirtschaftliche und kulturelle Schäden zu verringern und forstwirtschaftliche Produktionssysteme zu erhalten. Die meisten Studien zur Baumsterblichkeit konzentrieren sich vorwiegend auf Trockenstress als primärer Auslöser der Baumsterblichkeit. Angesichts der prognostizierten signifikanten Zunahme der Häufigkeit, Dauer und Intensität von Temperaturextremen (Hitzewellen) wird die Rolle von thermischem Stress in der Ökosystemforschung im Zusammenhang mit dem Klimawandel von großer Bedeutung sein. In diesem Projekt werden wir den baumgrößenabhängigen Wärmestress in einem Wald der gemäßigten Zonen untersuchen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-05-01 - 2023-11-30

MICROCLIM untersucht die mikroklimatische Einnischung alpiner Pflanzenarten im Kontext prognostizierten Biodiversitätsverluste durch den fortschreitenden Klimawandel. Dafür werden die bislang getrennten Forschungsbereiche Monitoring, prognostische Modellierung und experimentelle Studien miteinander verbunden. Das Projekt soll zunächst eine umfassende Evaluierung von Standard-Modelling-Ansätzen anhand von europaweiten Monitoringdaten aus GLORIA-Gipfelzonen liefern, insbesondere über die Rolle räumlicher Skalierung für mögliche Diskrepanzen zwischen Modell und Beobachtung. Zweitens wird ein neuartiges Modellierungs-Framework zur Simulierung simultaner Änderungen von Verbreitungsmustern von miteinander interagierenden Arten entwickelt. Die Parametrisierung des Modells erfolgt über Experimente, Monitoring-Daten und deren Evaluierung anhand detaillierter Beobachtungsdaten aus einem Modellgebiet in den Zentralalpen. Schließlich erfolgt die Anwendung des Modells mit der Simulation der Verbreitungsdynamiken der Gebirgsflora über das 21. Jahrhundert auf sehr feiner Auflösung. Ziel ist dabei die Identifizierung möglicher Puffereffekte (rescue effects) durch die topographisch-mikroklimatische Variabilität von Hochgebirgshabitaten, die dem prognostizierten Biodiversitätsverlust entgegenwirken könnten. Mit der Anwendung der dynamischen Simulationen aus dem Modellgebiet auf die europäischen GLORIA-Gipfel ist die Möglichkeit einer großräumigen Generalisierung gegeben. Die Ergebnisse von MICROCLIM werden einen wichtigen Beitrag zum Verständnis über das tatsächliche Ausmaß der Gefährdung der einzigartigen alpinen Flora Europas liefern und ob schadensbegrenzende Naturschutzmaßnahmen für ihre langfristige Sicherung erforderlich sind.

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