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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-09-15 - 2020-01-14

Trotz der wachsenden Anfälligkeit der Arten für den Klimawandel ist die Anpassung der Wildtiere an diesen Wandel unzureichend. Aus diesem Grund unterstützt das „Vanishing Treasures“ -Programm der UN-Umwelt die Anpassung an den Klimawandel an gefährdete Bergarten wie den Bengalischen Tiger im Hindukusch-Himalaya (Bhutan), den Schneeleoparden in Zentralasien (Kirgisistan und Tadschikistan) und den Berggorilla in der Virunga-Region (Ruanda und Uganda). Ziel ist die Anpassung und Erhalt der biologischen Vielfalt durch Verbesserung der Anpassungsfähigkeit von Gebirgsökosystemen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der damit verbundenen Ökosystemleistungen, Schutz der für das Funktionieren des Ökosystems wichtigen Flaggschiff-Gebirgsarten und Förderung alternativer Lebensgrundlagen für lokale Gemeinschaften. Weitere Ziele des Programms sind: • Schulung von Wildtiermanagern in Schutzgebieten zum klimafreundlichen Schutz von Wildtieren, einschließlich Anpassung an den Klimawandel durch naturbasierte Lösungen; • Verbesserung der Kommunikation zwischen Klimaforschung und Artenschützer, um sicherzustellen, dass der Naturschutzsektor angemessen mit Empfehlungen für adaptives Handeln reagiert; • Förderung und Entwicklung eines umweltfreundlichen Infrastrukturkonzepts, einschließlich der Wiederherstellung von Lebensräumen und Korridoren, der Schaffung und Erhaltung von Pufferzonen und Trittsteinen, der Sanierung von Sümpfen und Wassereinzugsgebieten bei gleichzeitiger Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität oder der Bereitstellung alternativer Einkommensformen für lokale Gemeinden, die mit den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen haben.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-07-01 - 2020-02-29

Die Erfassung von Vogel- und Fledermausarten über längere Zeiträume ist sehr zeit- und kostenintensiv. Neben den Fahrtkosten sind vor allem die Personalkosten nicht zu unterschätzen. Bioakustische Erfassungen mithilfe von Audiogeräten können dazu beitragen, die finanziellen Einschränkungen zu minimieren. Die Anschaffungsgebühren für Audiogeräte können sehr hoch sein, aber aufgrund technischer Weiterentwicklungen stehen mittlerweile auch kostengünstige Alternativen zur Verfügung. Im Rahmen des Projektes soll u.a. die Sensitivität verschiedener Audiogeräte verglichen werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-01 - 2021-05-31

Es gibt Hinweise, dass in Schweden die Schneehasen zurückgehen. Dieser Rückzug begann zeitgleich mit der Einführung des Feldhasen durch Menschen und erfolgt immer noch mit der steten Ausbreitung des Feldhasen gegen Norden hin. In der Wissenschaft wird deshalb schon seit längerem die Verdrängung des Schneehasen durch den stärkeren Feldhasen diskutiert. Ein Vergleich der Verbreitungsgebiete von Feldhasen und Schneehasen in Europa zeigt, dass überall, wo der Feldhase vorkommt, der Schneehase auf höhere Lagen oder tiefe Wälder begrenzt ist. Es scheint, als ob Feldhasen und Schneehasen ökologisch äquivalent sind und in starker Konkurrenz zueinander stehen. Folglich könnte der beobachtete Rückgang des Verbreitungsgebiets und der Populationsdichte der Schneehasen eine direkte Konsequenz der Konkurrenz zwischen diesen beiden Hasenarten sein. Ziel ist es herauszufinden, ob die Konkurrenz zwischen Feldhasen und Schneehasen in gemeinsam genutzten Gebieten in den Alpen zu einer Nischentrennung im Nahrungsspektrum führt. Das Untersuchungsgebiet befindet sich in den Alpen im Kanton Grau-bünden, Schweiz. Im Untersuchungsgebiet leben Schneehasen in den höheren Lagen, wohingegen beide Hasenarten gemeinsam in den unteren Höhenlagen zu finden sind. Um den Nahrungspräferenzen dieser beiden Hasenarten auf die Spur zu kommen, werden wir in den Jahren 2019 und 2020 zu Beginn und am Ende der Vegetationsperiode circa 330 Kotproben auf 58 zufällig ausgewählten 400 m2 grossen Quadraten auf verschiedenen Höhenstufen sammeln. Zeitgleich wird die Pflanzenverfügbarkeit mittels eines botanischen Inventars bestimmt. Eine genetische Analyse identifiziert die zwei Hasenarten in den Hasenkotproben. Der Kot wird zusätzlich botanisch untersucht.

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