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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-07-01 - 2023-12-31

Die Vegetationssukzession wird grundsätzlich von Pflanzenfressern beeinflusst. Größere Herbivoren, gleich ob Wildtiere wie Reh, Rothirsch oder Nutztiere wie Rind, Schaf, Ziege können durch Verbiss, Fegen, Schälen oder Losungsdeposition auf die Vegetation einwirken. Säugetiere prägen damit die Vegetation und ganze Ökosysteme. Mit Anwesenheiten und unterschiedlichen Frequenzen werden Artenzusammensetzungen und Produktivität über Nährstoffkreisläufe beeinflusst. Um die Ergebnisse der Vegetationsaufnahmen anderer Module auf den fix eingerichteten Dauerbeobachtungsflächen des Langzeitmonitorings NPHT sinnvoll interpretieren zu können, wird in diesem Projektteil (Modul 06) die Lebensraumnutzung von Großherbivoren erfasst. Da das Auftreten der Wildtiere stochastisch und der Nutzungsdruck durch sie oft unvorhersehbar ist, wird mit moderner Kameratechnik die gegenwärtige Wildtier Situation und Dynamik festgehalten und quantifiziert. Dazu wurde im Umfeld der Dauerbeobachtungsflächen ein Großherbivorenmonitoring mit Zeitrafferkameras etabliert. An den Dauerbeobachtungsfläche (3 Standorte) werden von der BOKU Wildtierkameras zum Monitoring eingesetzt. Neben den Arten und derer Anzahl selbst werden zeitliches Auftreten und Tätigkeiten (Äßung, Rast, Wanderung) festgehalten und analysiert. Tagesdaten wie Witterungen (Regen, Nebel, Sonne), Schneelagen, Dämmerungsbeginn, Anzahl an Besuchern ergänzen die Tiersichtungs-Daten. Für die verschiedenen Untersuchungsplots kann so der jeweilige Beäßungdruck dokumentiert und in Folge festgehaltene Änderungen anderer Module in ganzheitlicher Sicht analysiert und interpretiert werden. Zudem ergeben sich langfristige Analysen räumlich/zeitlicher Änderungen/Verschiebungen von Nutzungspräferenzen verschiedener Wildtiere.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2021-12-31

Lebensräume von Wildtieren unterliegen ständigem Wandel und sind wesentlich von natürlichen und anthropogenen Faktoren beeinflusst. Indikatorarten wie das Birkhuhn (Tetrao tetrix) reagieren dabei besonders sensibel auf Veränderungen ihres Habitats. Heimische Birkhuhnpopulationen, welche als letzte stabile Vorkommen der Alpen gelten, sind vor allem durch Habitatverlust und -fragmentierung beeinträchtigt. Diese Faktoren können zu einem Verlust der genetischen Vielfalt und damit erhöhtem Aussterberisiko führen, weshalb Managementmaßnahmen basierend auf genetischen Analysen und Monitorings unumgänglich sind. Während bisherige genetische Methoden gut etabliert sind, ermöglichen sogenannte next generation sequencing Methoden neue Erkenntnisse, die genutzt werden können, um Naturschutzmaßnahmen zielgerichtet zu gestalten und dem derzeit stattfindenden Verlust an genetischer Vielfalt vorzubeugen. In der vorliegenden Pilotstudie sollen erstmals next generation sequencing Methoden eingesetzt werden, um: 1.a. … die genetische Vielfalt und Populationsstruktur der Birkhuhnvorkommen in der Steiermark aus Gewebeproben zu analysieren und mit Ergebnissen aus etablierten Methoden zu vergleichen. 1.b. Dabei soll ein besonderer Fokus auf bereits separierte Populationen gelegt werden, um in Folge Managementkonzepte zu ermöglichen. 2. … diese Methoden anhand nicht-invasiv gesammelte Proben (Losungen, Federn) zu etablieren, und Erfahrungen und Empfehlungen für zukünftige Monitorings zu erarbeiten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-12-12 - 2021-06-30

Das Endprodukt des Projekts wird ein Werkzeug sein, das die Maximierung der Zufriedenheit diverser Interessensgruppen bei der Bewirtschaftung von Wildwiederkäuern in NÖ ermöglicht. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass bei der Entwicklung des angesprochenen Entscheidungswerkzeugs die Interessen unterschiedlichster Gruppen und Landnutzer berücksichtigt werden. Wir möchten uns wegbewegen von sektoralen Denkweisen hin zu integralen Lösungsansätzen. Aus diesem Grund werden Interessensvertreter aus unterschiedlichsten Bereichen zu den Workshops eingeladen. Gemeinsam sollen im Rahmen der Workshops Faktoren (allgemein gesprochen) der Nachhaltigkeit hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und sozio-kultureller Ziele festgelegt werden, um diese in das Entscheidungsmodell einfließen lassen zu können. Unter Nachhaltigkeit wird hierbei verstanden, dass die Nutzung natürlicher Ressourcen in gleichwertiger Weise sowohl jetzt als auch in Zukunft möglich ist. Das Entscheidungsmodell informiert über die Zuteilung von Ressourcen im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Wiederkäuerarten, die dem Jagdgesetz unterliegen.

Betreute Hochschulschriften