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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-12-01 - 2023-10-31

In diesem Projekt soll die Nutzung von Querungshilfen durch Menschen und Huftiere untersucht werden. Die Querungsbauwerke befinden sich in Skandinavien und wurden im Rahmen des TRIEKOL Forschungsprojekts der schwedischen Transport- und Infrastruktur Behörde Trafikverket mit Kamerafallen überwacht. Im Rahmen des Projektes "TRIEKOL BOKU - Nutzung von Querungshilfen durch Huftiere und Menschen" an der Universität für Bodenkultur Wien in Kooperation mit der Swedish University of Agricultural Sciences, Uppsala, Schweden werden diese Daten ausgewertet. Hierbei liegt der Fokus auf der zeitlichen Separation der Nutzung und möglicher Störungswirkungen durch den Menschen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-10-01 - 2032-09-30

Die bisherigen Befunde zum Rehprojekt in Greith lassen den Schluss zu, dass interindividuelle Unterschiede in der Raumnutzung eine große Rolle spielen. Einige Böcke und Geißen tolerierten ihre Nachbarn in den nun zum Teil gemeinsamen Revierabschnitten, andere vermieden ihre gleichgeschlechtlichen Artgenossen unabhängig von der Dichte. Rehe in Greith kamen aufgrund der unlimitierten Ressourcen auch mit kleineren Territorien offensichtlich sehr gut zurecht. Eine weitere Erhöhung der Dichte sollte aufgrund der dann zu erwarteten höheren Gefahr der Übertragung von Krankheiten vermieden werden. Wir gehen davon aus, dass die Reviergrößen nicht noch weiter nach unten gehen, sondern dass die Überlappungen zunehmen, in dem jene Individuen bevorteilt werden, die ihre Ressourcen nicht primär zur Verteidigung der Territorien einsetzen, sondern in die Anwerbung von Paarungspartnern und die Fortpflanzung stecken. Jüngere Böcke zeigen sich in Bezug auf ihre Raumnutzung flexibler, eventuell, weil sie müssen (alte Böcke verteidigen ihre Territorien) oder weil sie bereits auf die kostenintensive Verteidigung eines Reviers verzichten. Für die Zukunft stellen wir daher folgende Hypothesen auf: - Bei weiterhin hoher Dichte und unlimitierten Nahrungsressourcen bleiben die Territorien klein und Überlappungen nehmen zu. - In weiterer Folge werden Streifgebiete nur noch im Winter (um die Fütterungen) und bei Geißen im Frühsommer (wenn Kitze geboren werden) feststellbar sein. - Langfristig werden die Rehe im Forschungsgatter Greith ihre Territorialität zugunsten eines ressourceneffizienteren Raumnutzungsverhalten aufgeben und ihre Streifgebiete flexibel im Lebensraum und über die Jahreszeiten gestalten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-09-01 - 2026-08-31

Studien zur Ökologie der Nahrungssuche von Wildtierarten sind von grundlegendem Interesse, da die Nahrungssuche von Tieren eng mit wichtigen ökologischen Fragen wie der Verteilung von Ressourcen und der Populationsdynamik verknüpft ist. Wildtierarten in alpinen Ökosystemen sind potenziell durch den fortschreitenden Klimawandel gefährdet, der unter anderem die Verfügbarkeit und Verdaubarkeit vieler Pflanzen verringern dürfte. Da bestimmte Pflanzenteile und deren Qualität die Populationsdynamik von Pflanzenfressern deutlich beeinflussen können, besteht ein Bedarf an Methoden, die sowohl die Zusammensetzung als auch die Qualität der Nahrung auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Ebenen bewerten können. FTIR ist eine bewährte Analysetechnik zur Bestimmung der chemischen und physikalisch-chemischen Eigenschaften einer Vielzahl von Biomaterialien. Analysen von Kot mit FTIR bieten einen klaren Vorteil gegenüber DNA-Metabarcoding-Ansätzen, da sie die Bestimmung spezifischer Pflanzenteile oder phytochemischer Zusammensetzungen ermöglichen. Zu diesem Zweck werden wir Proben von gepaarten Kropf-, Muskelmagen- und Kotproben von wildlebenden Birkhuhnindividuen verwenden, um spektrale Korrelationen von unverdautem, mechanisch verdautem und vollständig verdautem Pflanzenmaterial zu validieren, die die natürliche Variation in der Futterökologie von Raufußhuhnarten repräsentieren. Darüber hinaus werden wir Fütterungsexperimente mit in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln und Kotanalysen durchführen, um die spektralen Korrelationen zwischen unverdautem und verdautem Pflanzenmaterial zu validieren. Parallel dazu werden wir traditionelle mikroskopische Methoden anwenden und DNA-Metabarcoding zur Kalibrierung von FTIR für qualitative Analysen nutzen.

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