Der Wolf: er ist da!

Der Wolf: er ist da!

Wien, 20.05.2020

»Schafe gerissen« oder »Wolf mit Handy gefilmt«: Es vergeht kein Tag, an dem nicht eine »Wolfs-Meldung« in den aktuellen Nachrichten auftaucht. Viehhalter schlagen Alarm und fordern den Abschuss des Räubers, Menschen in ländlichen Gebieten stimmen in den Kanon ein. Artenschützer verteidigen ihn und begrüßen seine Wiederkehr. Das Thema wird emotional diskutiert, die Fakten gehen dabei leider zu oft unter.

In seinem neuen Buch "Er ist da - Der Wolf kehrt zurück" (ecowin, 224 Seiten, mit einem Vorwort von Tobias Moretti) hat Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer die Fakten zusammengetragen und beantwortet 40 Fragen zum grauen Jäger. Wer in die Diskussion zum Wolf einsteigen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Link: https://www.ecowin.at/produkt/er-ist-da-2/


 

Eva Maria Schöll, MSc - Doktorin der Bodenkultur

Eva Maria Schöll hat am 13. Mai 2020 ihr Rigorosum absolviert und damit ihre Dissertation zum Thema "Effects of weather conditions on birds´ breeding behavior" (betreut von Priv.-Doz. Dr. Sabine Hille) erfolgreich abgeschlossen.

Es freut uns sehr Eva Schöll zum akademischen Grad "Doktorin der Bodenkultur" gratulieren zu dürfen!


 

Erfolgreiches Rigorosum von Monika Wetscher MSc

Monika Wetscher hat am 12. Mai 2020 im Rahmen eines zoom meetings sourverän den 2. Teil ihres Rigorosums absolviert und damit ihre Dissertation zum Thema "Zoonotische Pathogene bei Tiroler JägerInnen und bei jagdbarem Wild" (betreut von Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer und PD Dr. Georg Duscher) erfolgreich abgeschlossen.

Wir gratulieren Monika Wetscher zum akademischen Grad "Doktorin der Bodenkultur" und freuen uns sehr mit
ihr!


Vorankündigung Botanisch-Ökologische Exkursion

Botanisch-Ökologische Exkursion (LVA 831.310)
BULGARIEN

mit Prof. Bernhardt, Dr. Frey-Roos, Prof. Hackländer, Dr. Rasran, Dr. Turner


Im SS 2021 führt die botanisch-ökologische Exkursion in den Süden Bulgariens. Rund um den Pirin Nationalpark werden wir die alte Kulturlandschaft und die Naturjuwelen an der Grenze zu Griechenland erkunden. Schwerpunkte sind Geologie, Vegetation, Landnutzung, Wildtiermanagement, Naturschutz und Tourismus.
Exkursionszeitraum: 20. bis 30. Mai 2021 (über Pfingsten). Die Exkursion erfolgt mit BOKU-VW-Bussen. Übernachtung u.a. im Lehrforst Yundola der Forstuniversität Sofia. Die geschätzten Kosten sind ca. 500 Euro (ohne mögliche Zuschüsse).


Voraussetzung ist die Teilnahme am Vorbereitungsseminar 831.132 „Seminar zur Botanisch-ökologischen Exkursion“ im WS 2020/21

Die Anmeldung erfolgt über BOKUonline. Die Platzvergabe für die Exkursion (20 TeilnehmerInnen) und die Themenvergabe wird auf der Vorbesprechung zum Seminar
am 7.10.2020 um 10:30 im Seminarraum Botanik (MENH-EG/27)

festgelegt.

Kontakt:
Univ. Prof. Dr. Karl-Georg BERNHARDT
Institut für Botanik
E-Mail: karl-georg.bernhardt(at)boku.ac.at


 

IWJ-Publikation unter den TOP 10!

Ein Übersichtartikel zum jahreszeitlichen Farbwechsel von Fell- oder Federkleid in der Fachzeitschrift "Biological Reviews" gehört nach Angaben des Verlags zu den am häufigsten heruntergeladenen Arbeiten in den letzten beiden Jahren. Insgesamt wurde der Artikel bereits 21 mal in anderen Beiträgen zitiert.

Wir freuen uns über diesen Erfolg unserer Arbeit.


 

Jetzt im März werden viele Feldhasen geboren.

Die meisten sterben noch in den ersten Wochen, weil ihre Mütter nicht genug Nahrung finden und weil sie sich dem Tod durch Fressfeinde oder landwirtschaftlichen Maschinen nicht entziehen können. Brachflächen können hier Abhilfe schaffen.

Mehr dazu in unserer aktuellen Publikation in Biological Conservation.


 

Wissenschaftlicher Artikel zur Populationsmodellierung von Spießenten in Nordamerika veröffentlicht!

  • Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Northern_Pintails_(Male_%26_Female)_I_IMG_0911.jpg

In Zusammenarbeit mit Co-Autoren aus den USA hat Dr. Brady Mattsson, Univ. Assist. am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, in diesem Monat einen wissenschaflichen Artikel veröffentlicht, welcher sich mit der Populationsmodellierung von Spießenten (Anas acuta) in Nordamerika beschäftigt. Der Artikel „ Linking landscape-scale conservation to regional and continental outcomes for a migratory species” wurde in Scientific Reports, einer Zeitschrift von Nature Research, publiziert. Die Spießente ist eine bejagte Vogelart, welche von Vogelbeobachtern und Jägern geschätzt wird und weit unter ihrem Populationsziel liegt. Die Autoren entwickelten Methoden, um die Finanzierung für die Erhaltung und das Management von Brutlebensräumen auf Landschaftsebene mit dem Bestand dieser wandernden Art auf kontinentaler Ebene zu verbinden.

Basierend auf empirischen Beobachtungen aus den Jahren 2007-2016, beliefen sich die Kosten für Investitionen zum Schutz des Lebensraums von Wasservögeln auf 313 Mio. USD (2016 USD) und betrafen etwa 2% des primären Brutgebietes der Spießente in der Prärie-Pothole-Region Kanadas. Realistische Szenarien für die Bejagung und die Erhaltung von Lebensräumen, die schätzungsweise 588 Mio. USD kosten, führten zu einer vorhergesagten Populationsgröße von circa 3 Mio. Spießenten. Die Umwandlung von 70-100% der vorhandenen Ackerflächen in brachliegendes Grasland (Kosten: $35,7B-50B USD) wäre erforderlich, um das kontinentale Populationsziel von 4 Mio. Individuen im Rahmen der derzeitigen Abschussplanung zu erreichen.

Von diesen Erkenntnissen ausgehend, schlagen die Autoren die Weiterentwicklung von Modellierungsansätzen vor, welche die Finanzierung des Naturschutzes, die Bereitstellung von Lebensräumen und Reaktionen der Bevölkerung miteinander verbinden, um die Bemühungen um den Schutz und die Abschussplanung wirtschaftlich wichtiger, wandernder Arten besser miteinander vereinen zu können.


 

Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) nutzt das begrünte Dach des Cafe-Mendel als Winterlebensraum!

Mitarbeiter des IWJ und der Zoologie entdecken auf dem begrünten Mensa-Dach im Gregor Mendel Haus einen winzigen, gefiederten Bewohner und konnten durch ein rasch aufgebautes Spektiv einige tolle Fotos vom Zaunkönig, der durch seine sprichwörtliche List und Schlauheit bekannt ist, erhaschen.

Man trifft heut manchen Zaungast zwar,
doch der Zaunkönig, der wird rar,
der durch die Gärten, grün umbuscht,
so winzig wie ein Mäuschen huscht.

– Eugen Roth

Fotos und Bericht: Paul Griesberger, Rudolf Hafellner


Stresssignale im Kot

In der Wildtierforschung werden immer häufiger nicht-invasive Methoden durchgeführt, für die die Tiere nicht gefangen werden müssen. So können zum Beispiel aus der Losung Stoffwechselprodukte von Stresshormonen detektiert werden, die über das Wohlbefinden des Tieres Auskunft geben können. Dabei kommt es darauf an, vor allem frische Losung zu verwenden, da in der freien Wildbahn die Faktoren Zeit, Temperatur und Niederschlag die Konzentrationen der Stresshormone verändern. Dazu erschien in der Fachzeitschrift Scientific Reports nun eine umfassende Analyse mit Beteilung des IWJ:
https://www.nature.com/articles/s41598-019-55715-5


 

Schneeleoparden - faszinierend und bedroht

Das IWJ engagiert sich im Programm "Vanishing Treasures", bei dem Bergökosysteme im Himalaya, Vorderasien und Zentralafrika im Mittelpunkt stehen. Flaggschiffarten dieser Lebensräume sind Tiger, Berggorillas und Schneeleoparden. Diese haben ein gemeinsames Schicksal: ihre Lebensräume sind nicht nur durch menschliche Nutzung, sondern auch durch den Klimawandel bedroht. Das aktuelle Projekt des Umweltprogramms der UN und des Großherzogtums Luxembourg dient dazu, Schutzstrategien für diese bedrohten Ökosysteme zu entwickeln und damit die entsprechenden Wildtiere zu erhalten.

Mehr unter:   https://vanishingtreasures.org/


 

Should I stay or should I go now?

Weibliche Kohlmeisen stellen sich diese Frage unter anderem während des Zeitraumes der Bebrütung der Eier.

Die MitarbeiterInnen des Instituts für Wildbiologie und Jagdwirtschaft Eva M. Schöll, MSc., Manuel Polo Aparisi, MSc. und Priv.-Doz. Dr. Sabine Hille untersuchten das Inkubationsverhalten weiblicher Kohlmeisen. Mithilfe von Temperaturdatenloggern identifizierten Sie Zeiträume im Tagesverlauf, in denen sich die Weibchen im Nistkasten aufhielten bzw. ihn verließen. Die Studie konnte zeigen, dass die Weibchen vor allem während der frühen Morgenstunden bei niedrigen Temperaturen längere Ausflüge unternahmen. Obwohl niedrige Temperaturen dazu führen, dass die unbeaufsichtigten Eier schnell auskühlen, scheint die Nahrungsaufnahme gerade in den frühen Morgenstunden von großer Bedeutung für die Weibchen zu sein. Die Ausflüge am Morgen könnten durchaus den Energiebedarf während dieser kalten Temperaturperioden ausgleichen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Muster im Inkubationsverhalten nicht vollständig verstanden werden können, ohne die unterschiedlichen Temperaturverhältnisse während des Tages zu berücksichtigen.

Mehr dazu findet sich hier: https://link.springer.com/article/10.1007/s10336-019-01737-9

Bild: Frederik Sachser, CC BY-NC-SA 4.0, Link: https://marcelwirth.de/2017/03/25/frederik-sachser-great-tit-kohlmeise-parus-major/


 

Wenn Tarnung lebensgefährlich wird!

Viele Tierarten sind an schneereiche Winter angepasst und wechseln im Herbst ihre Fellfarbe von braun/grau zu weiß. Wenn der Schnee jedoch ausbleibt, ist diese Anpassung tödlich, da Fressfeinde die weiße Beute als gefundenes Fressen leicht entdecken können. Am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft erforscht Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer dieses Thema am Beispiel der Schneehasen. In einer aktuellen Publikation im renommierten Fachjournal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences the United States of America) gehen er und seine Kollegen der Frage auf den Grund, welche Gene für die Umfärbung verantwortlich sind. Dabei stellte sich heraus, dass das verantwortliche Gen namens Agouti in wintergrauen Schneehasen auf den Faröerinseln nicht aktiviert ist, während es in winterweißen Individuen aus Graubünden für den Fellwechsel verantwortlich zeichnet. Zudem konnte im Rahmen der Studie festgestellt werden, dass Hybridisierung zwischen Schneehasen und Hasenarten, die im Winter nicht weiß werden, diese Anpassung an schneearme Umweltbedingungen erst ermöglicht.

Mehr dazu findet sich hier:
https://www.pnas.org/content/early/2019/11/05/1910471116


 

Die Projektseite des "Goldschakalprojektes" liefert laufend interessante Fakten und aktuelle Daten!

Die Projektseite unseres Goldschakalprojektes www.goldschakal.at wird laufend mit interessanten Fakten und aktuellen Daten gefüllt. Aufgrund der Aufnahme des Goldschakals als jagdbares Wild samt Schusszeiten im Burgenland (Inkrafttreten 5.11.2019), ist die Nachfrage nach Aktuellem sehr groß. Deshalb werden sowohl Zwischenergebnisse der letzten 4 Jahre zusammengefasst als auch Termine angekündigt und Kommentare abgegeben. Lesen Sie z.B über die nächsten geplanten Veranstaltungen in der Rubrik“ News und Events” oder über die Auslegung mancher Daten in “Kommentare und Daten”.


 

Wärmebild-Ferngläser für Forschung und Lehre am IWJ

Für Forschung und Lehre wurde am IWJ die Nachtsichtausrüstung auf den neuesten Stand der Technik gebracht!

Letzte Woche kamen zu den Restlichtverstärkern und den vorhandenen Wärmebildgeräten noch 2 Stück Wärmebild-Nachtsichtferngläser, bezahlt aus den heurigen Investitíonsmitteln, zur Anschaffung. Die Geräte im Wert von rund € 5.000,-- (pro Stück) ergänzen nun unsere derzeitige Nachtsichtausrüstung perfekt, was eine umgehend angelegte Testserie eindrucksvoll bestätigt. Diese ersten Tests brachten bereits eine Reihe von beeindruckenden Bildern und Kurzvideos.

Nun sind noch einige administrative Schritte zur Inventarisierung usw. notwendig um dann die Einsätze der Geräte in Forschung und Lehre planen zu können.


 

Universitätslehrgang Jagdwirt/in

Wir halten Ausschau nach den nächsten Teilnehmern für unseren Top-Universitätslehrgang Jagdwirt/in. Bewerben Sie sich jetzt auf www.jagdwirt.at!


 

Fünfter Ausgabetermin im Projekt „Wildtierschutz und Verkehrssicherheit Steiermark“

In dem seit 2015 bestehenden Forschungsprojekt werden von Projektleiter Mag. Wolfgang Steiner (IWJ) gemeinsam mit den Projektpartnern Land Steiermark (Abt. Straßenerhaltungsdienst & Abt. Tierschutz) und der Steirischen Landesjägerschaft in Kooperation mit der Tierschutzombudsstelle Steiermark unterschiedliche Methoden zur Reduktion von Wildunfällen und damit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Tier und Mensch zum Einsatz gebracht.

Zum nunmehr fünften Mal wurden nun im Rahmen einer Veranstaltung unter prominentem Ehrenschutz (Foto vlnr: Fachabteilungsleiter STED Franz Zenz, TSO HR Dr. Barbara Fiala-Köck, LR Anton Lang, LJM Franz Mayr-Melnhof-Saurau, Projektleiter Mag. Wolfgang Steiner) 39 weitere Reviere in das Projekt aufgenommen und insgesamt 8.000 Wildwarnreflektoren sowie weitere Präventionsmaßnahmen an Mitarbeiter des Straßendienstes und Jäger ausgegeben.

Seit Projektbeginn konnten so bisher 410 km steirischer Landesstraßen mit modernen Wildschutzmaßnahmen ausgerüstet werden. Durch den bisherigen großen Erfolg des Projektes wurde für die kommenden Jahre eine Weiterführung und Ausdehnung der Projektbemühungen vereinbart.


 

Du bist, was Du isst. - Neue Publikation zum Mikrobiom der Rehe

Im Rahmen einer gemeinsamen Forschungsarbeit untersuchte das IWJ zusammen mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie und dem Institut für Lebensmittelsicherheit, Lebensmitteltechnologie und öffentliches Gesundheitswesen der Vetmeduni Vienna, den Einfluss von Winterfütterung auf das Mikrobiom von Rehen. Analysiert wurde, inwieweit sich die mikrobielle Zusammensetzung im Pansen von gefütterten und ungefütterten Rehgeißen unterscheidet. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen qualitativen Unterschied zwischen der Mikrobiota-Zusammensetzung der beiden untersuchten Gruppen. Im Pansen der gefütterten Rehe konnten vermehrt Bakterienstämme nachgewiesen werden, die bei Hauswiederkäuern mit einer krankhaften Übersäuerung des Pansens in Verbindung gebracht werden.

Der Artikel „Impact of supplemental winter feeding on ruminal microbiota of roe deer Capreolus capreolus” von Sara Rici, Robin Sandfort, Beate Pinior, Evelyne Mann, Stefanie U, Wetzels und Gabrielle Stalder wurde im Fachjournal „Wildlife Biology“ veröffentlicht.


 

Wildtiere und Verkehr

  • Verleihung der silbernen Ehrenmedaille durch GF LJV NÖ Mag.a Sylvia Scherhaufer, Projektleiter Mag. Wolfgang Steiner (Foto © Weidwerk)

Im Forschungsprojekt „Wild und Verkehr NÖ“ wird nunmehr seit über 10 Jahren gemeinsam mit den Projektpartnern NÖ Jagdverband und Land Niederösterreich sowie vielen weiteren Unterstützern professioneller Wildunfallschutz auf niederösterreichischen Verkehrswegen betrieben.

Bei dem diesjährigen Ausgabetermin am 18. September wurden unter prominentem Ehrenschutz wieder neue Jagdreviere in das Projekt aufgenommen und insgesamt 11.000 Wildwarnreflektoren sowie weitere Präventionsmaßnahmen an Mitarbeiter des Straßendienstes und Jäger ausgegeben.

Für die bisherigen Leistungen im Rahmen des Projektes wurden Ing. Heinrich Schlemmer (Straßendienst NÖ) und Projektleiter Mag. Wolfgang Steiner vom NÖ Jagdverband mit der silbernen Ehrenmedaille ausgezeichnet.

Auch in den kommenden Jahren soll auf Grund der großen Erfolge des Projektes die Zusammenarbeit zwischen NÖ Jagdverband und Land Niederösterreich mit der Boku weitergeführt werden.


 

IWJ bei der 93. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Säugetierkunde

Mit einem Vortrag und zwei Poster war das  IWJ auf der 93. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Säugetierkunde in Dresden vertreten. 51 TeilnehmerInnen aus 9 Ländern tauschten sich über aktuelle Forschungen zur Morphometrie und Verhaltensbiologie aus. Dipl.-Biol. Laura Saggiomo, Erasmus-Doktorandin am IWJ, stellte Ihre Forschungen am Sikawild vor.
Christoph Reichler und Sophie Kirberg präsentierten erste Daten aus ihren Masterarbeiten zu Steinböcken und Rotwild auf ansprechenden Postern. Auch Tanja Polleres, die ihre Masterarbeit zum Wolf bei Prof. Hermann Ansorge in Görlitz durchführt, freute sich über sichtbare BOKU-Beteiligung.


 

Buchpräsentation

"DER WOLF"

Die wachsende Wolfspopulation in Europa löst einerseits Begeisterung, andererseits Sorgen und Ablehnung aus. Nicht nur Landwirte sind betroffen, weil ihre Weidetiere gerissen werden, die Rückkehr des Wolfes hat Auswirkungen auf viele Bereiche unserer Gesellschaft und Wirtschaft.

Der Herausgeber Dr. Klaus Hackländer, Universitätsprofessor für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien, und sein Autoren-Team betrachten die Wiederansiedlung des Wolfs aus unterschiedlichsten Sichtweisen.

Universitätsbibliothek Bodenkultur, Peter Jordan-Straße 82, 1190 Wien

16. Oktober 2019, 17.00 Uhr

Anschließend lädt die Bibliothek zu Brot und Wein.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


 

Den Wildtieren auf der Spur

...waren die Schülerinnen und Schüler einer ersten Klasse AHS zusammen mit Paul Griesberger und Florian Kunz vom IWJ im Rahmen eines Umweltpädagogiktages. Dabei wurde gemeinsam über Ökologie und Wildtiermanagement gesprochen, Wildtiere in Wien erforscht und Biologisches anhand einiger spannender Präparate erlernt. Im Stationenlernen mit viel Anschauungsmaterial wurden Themen wie Nahrungsökologie, Geweih- und Hornträger und indirekte Nachweise über Losungen und Trittsiegel erarbeitet. Am Nachmittag konnten die Schülerinnen und Schüler dann noch in Gruppen wildtierökologische Forschung selbst erleben. Dabei folgte jeweils die Forscher-Gruppe mittels Telemetrieausrüstung der Reh-Gruppe, welche währenddessen versuchte, die Landschaft (des Türkenschanzparks) aus Sicht der Tiere wahrzunehmen und Tagesverstecke zu finden. Wir bedanken uns für die Mithilfe bei der Masterstudentin Lena Schneider, die sehr engagierte Mitarbeit der Klasse und das viele positive Feedback.


Neues Buch zum Wolf

Im Leopold Stocker Verlag erschien soeben das Buch "Der Wolf im Spannungsfeld von Land- & Forstwirtschaft, Jagd, Tourismus und Artenschutz", herausgegeben von Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer.

Die Wolfspopulation wächst in Europa stetig, was bei vielen Menschen Begeisterung und bei anderen Ablehnung und Ängste hervorruft. Seit es in Österreich und Deutschland vermehrt Meldungen über gerissene Schafe oder Wildtiere gibt, wachsen die Sorgen nicht nur der Landwirte.

Welche Auswirkungen hat die Rückkehr des Wolfes auf die Wälder, die Wildtiere und die Jagd? Wie können Landwirte ihre Nutztiere schützen? Wie sollen sich Wanderer verhalten, wenn sie einem Wolf begegnen? Gibt es Landschaftsräume, die eher „wolfstauglich“ sind als andere? Wird sich der Wolf in Zukunft noch stärker verbreiten oder bedeutet „Wolfsmanagement“ auch die Begrenzung seines Lebensraumes und seiner Anzahl?

Vierzehn verschiedene Kapitel, die meisten von BOKU-Angehörigen und -Alumni, behandeln die Rückkehr des Wolfes aus unterschiedlichen Perspektiven vom Naturschutz bis hin zu den Sorgen der
Bauern. Dabei werden die Wolfspopulationen in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz betrachtet.

Link zum Buch auf der Internetseite des Stocker-Verlages


Neue Studie zur Nahrungsökologie des Fischotters in Forellenbächen erschienen!

In einem in der Zeitschrift „Knowledge and Management of Aquatic Ecosystems“ aktuell erschienenen Artikel untersuchten WissenschaftlerInnen des IWJ und des IHG (Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement) die Nahrungswahl des Fischotters in Salmonidenbächen.

Vor allem in den Flussoberläufen hat sich in den letzten Jahren der Konflikt zwischen den Nahrungsbedürfnissen des Fischfressers und fischereiwirtschaftlichen Interessen stark zugespitzt. Um in diesen Regionen die Nahrungszusammensetzung im Jahresverlauf und die Nahrungswahl von erbeuteten Fischgrößenklassen genauer zu untersuchen, wurden Beutetierrückstände in Fischotterlosungen analysiert und mit zeitgleich erhobenen Elektrobefischungsdaten verglichen.

Obwohl je nach lokaler und saisonaler Verfügbarkeit auch Beutekategorien wie Amphibien, Krebse und Koppen wichtige Nahrungsressourcen des Fischotters in Salmonidenbächen darstellten, machten Forellen einen Großteil der Fischotternahrung aus. Verschiedene Forellengrößen wurden allerdings nicht im Verhältnis zu ihrer Verfügbarkeit erbeutet, sondern gezielt selektiert. Dies wird vor allem durch räumlich-zeitliche Unterschiede im Beuteangebot sowie durch gewässertypische Habitatausstattung und damit zusammenhängender Fluchtmöglichkeiten von Beutetieren erklärt.

 

Die Studie erschien unter dem Originaltitel “Fish size selection and diet composition of Eurasian otters (Lutra lutra) in salmonid streams: Picky gourmets rather than opportunists?” in der Zeitschrift Knowledge and Management of Aquatic Ecosystems.