Willkommen (zurück) im WS 2020/21!

Wien, 20.10.2020

Für alle Studierende des Masters Wildtierökologie und Wildtiermanagement wurden die wichtigsten Informationen zum aktuellen Semester zusammengefasst.

Hier die Präsentation zum Download (PDF)

Präsentation ALUMNI - Fachgruppe Wildtierökologie (PDF)

Viel Erfolg und Vergnügen im Studium!


BOKU-Student ist "Wildlife Photographer of the Year"!

Wien, 14.10.2020

Bernhard Schubert BSc erhielt die diesjährige Auszeichnung „Wildlife Photographer of the Year“. Der vom Naturhistorischen Museum London veranstaltete Naturfoto-Wettbewerb (https://www.nhm.ac.uk/wpy/) gilt als der renommierteste seiner Art und erlangt jedes Jahr weltweit Aufmerksamkeit. Dabei werden Bilder prämiert, die verblüffendes Verhalten zeigen, die Schönheit und Komplexität der Natur veranschaulichen, aber auch den ausbeuterischen Umgang mit unserer Erde
und ihren Geschöpfen aufdecken.

Bernhard, der nach seinem Bachelor in Zoologie aktuell im Masterprogramm Wildtierökologie und Wildtiermanagement eingeschrieben ist, nutzt sein Wissen über Tiere und deren Verhalten, um so auf seinen Reisen rund um die Welt einzigartige Aufnahmen zu erstellen.

Zum Bild:
Die Riesenwaldameise (Dinomyrmex gigas) ist über ganz Südostasien verbreitet und mit 21mm (Arbeiter) bzw. 28mm (Soldaten) eine der größten Ameisenarten weltweit. Trotz ihrer Größe beziehen sie etwa 90% ihrer Nahrung aus Honigtau, den zuckerhaltigen Ausscheidungen von Schnabelkerfen, zu denen auch Wanzen, Zikaden und Pflanzenläuse zählen. Mit ihren Fühlern stimulieren die Ameisen diese Spitzkopfzikade (Scamandra rosea), das süße Gut auszuscheiden. Im Gegenzug bieten die Ameisen der Zikade Schutz vor Fressfeinden und Parasiten.


Unterstützung bei der Suche nach Goldschakalen: Erste Erfolge mit Spürhunden!

Wien, 08.10.2020

In dem neuen Artikel „Jackal in hide: detection dogs show first success in the quest for golden jackal (Canis aureus) scats“ werden erste Ergebnisse der Zusammenarbeit mit Spürhunden im Rahmen des Goldschakalprojektes präsentiert:

Das Monitoring des Goldschakals in Mitteleuropa gewinnt zunehmend an Bedeutung. Für genetische Untersuchungen (via Losungsanalyse) ist die Unterscheidung der Losung verwandter Arten wie z.B dem Rotfuchs (Vulpes vulpes) entscheidend: Wenn die erste Unterscheidung fehlerhaft ist, könnte es Nahrungsstudien verfälschen oder die Kosten von DNA-Analysen erhöhen. In Zusammenarbeit mit Kollegen der FVA (Baden-Württemberg, D), dem Senckenberg Forschungsinstitut (Gelnhausen, D) und der Szent István Universität (Gödöllö, HU - gefördert durch bilaterale Stiftung Aktion Österreich-Ungarn) hat Jennifer Hatlauf, Msc. am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, in dieser Studie die potenziellen Vorteile der Verwendung von Spürhunden untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass Spürhunde erfolgreich Goldschakallosung von anderen Arten unterscheiden können. Durch die Kombination mehrerer Methoden können Fragen zu Familienstrukturen und Verwandtschaft, saisonalen Unterschieden in der Lebensraumnutzung und Streifgebietsgröße beantwortet werden. Die regelmäßige Verwendung von Spürhunden kann eine effiziente Methode darstellen, um Goldschakale langfristig zu beobachten und mehr über ihr Verhalten und die Populationsdynamik zu erfahren.

Es gibt bereits ein ÖAD (WTZ) Folgeprojekt!

Link zum Artikel:

Hatlauf J., Böcker F., Wirk L., Collet S., Schley L., Szabó L., Hackländer K., Heltai M. (2020) Jackal in hide: detection dogs show first success in the quest for golden jackal (Canis aureus) scats. Mamm Res https://doi.org/10.1007/s13364-020-00537-4

www.goldschakal.at


Elche verbreiten sich in Europa

Wien, 01.10.2020

In einem aktuellen Übersichtsartikel zur circumpolaren Verbreitung von Elchen wird dokumentiert, dass Elche in Europa ihr Vorkommen nach Südwesten ausdehnen: In Polen, Deutschland, Tschechien und der Slowakei nehmen Elchbestände zu. Auch in Österreich, so Co-Autor Klaus Hackländer, werden regelmäßig Elche gesichtet. Es ist davon auszugehen, dass dies in Zukunft noch häufiger vorkommen wird. Insbesondere im nördlichen Mühl- und Waldviertel wird Europas größter Pflanzenfresser (Bullen wiegen bis zu 800kg und haben eine Widerristhöhe von bis zu 210 cm) bald wohl keine Ausnahmeerscheinung mehr sein.

Link zur Publikation


 

Keine Angst vor RStudio

Wien, 29.09.2020

Die Fachgruppe Wildtierökologie und Wildtiermanagement, vertreten durch Paul Griesberger und Florian Kunz, veranstaltet am 28.11.2020 einen online Workshop zum Thema "Keine Angst vor RStudio - Vorbereitung auf statistische Analysen".

 

Den TeilnehmerInnen werden Praxistipps sowie Grundkenntnisse hinsichtlich der Funktionsweise von RStudio näher gebracht. Konkret werden die folgenden Themenbereiche behandelt: GUI von RStudio, Erste Schritte in RStudio, Richtiges Einlesen von Daten, Datenmanagement, Umgang mit Fehlermeldungen, Erstellung von Grafiken.

 

Dieser Workshop ist für alle Studierenden sowie Alumnis mit wenig bis keiner Vorerfahrung im Arbeiten mit der Programmiersprache R und/oder der Statistik-Software RStudio gedacht.

Programm und nähere Infos zum Download (PDF)


 

Habilitationskolloquium Ass.Prof. Dr. Ursula Nopp-Mayr

Ass.Prof. Dr. Ursula Nopp-Mayr führte heute souverän und didaktisch perfekt durch ihr Habilitationskolloquium zum Thema Störungsbiologie. Die Habilitationskommission wird dem Rektorat empfehlen, sie für das Fach Wildtierökologie zu habilitieren.

Das IWJ-Team ist stolz auf ihre Leiterin und gratuliert herzlich!


Ein Leben in der Stadt birgt nicht immer nur Vorteile - diese Erkenntnis macht Singvogelküken zu schaffen

Urbanisierung führt zu drastischen und weitreichenden Veränderungen der Umwelt. Die mit zunehmender Verstädterung einhergehenden Lebensraumveränderungen können jedoch höchst unterschiedlich sein, da selbst hochverdichte Gebiete an Reste natürlicher Lebensräume angrenzen können. Das vielgestaltige, städtische Mosaik verschiedenster Lebensräume unterscheidet sich somit stark von natürlichen Lebensräumen und kann deshalb einen einzigartigen Einblick in das Anpassungspotential von Organismen bieten.

In Zusammenarbeit mit KollegInnen aus Polen (Universität Warschau) und Österreich (Universität Innsbruck) hat Dr. Eva M. Schöll, Univ.Ass. am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, untersucht, inwieweit Urbanisierung das Körpergewicht und die Überlebenswahrscheinlichkeit von Kohlmeisen- und Blaumeisen-Küken beeinflusst. Dafür wurden die Küken beginnend mit dem Schlupf aus den Eiern bis zum Ausfliegen aus den Nistkästen in regelmäßigen Abständen gewogen und der Anteil der versiegelten Fläche um die Nistkasten-Standorte erhoben.

Die Studie konnte zeigen, dass sowohl das Körpergewicht, als auch die Überlebenswahrscheinlichkeit vom Ausmaß der Versiegelung rund um den Nistkasten - ein Proxy für den Urbanisierungsgrad - abhängig waren. Eine darüber hinausgehende Analyse der Selektionsunterschiede ergab, dass vor allem in stark versiegelten Gebieten das Gewicht der Küken am Tag 2 nach Schlupf von besonderer Bedeutung für das Überleben zum Zeitpunkt des Ausfliegens aus dem Nistkasten ist.

Mehr dazu findet sich hier: Corsini, M.; Schöll, E.M.; Di Lecce, I.; Chatelain, M.; Dubiec, A.; Szulkin, M. (2020): Growing in the city: urban evolutionary ecology of avian growth rates. Evolutionary Applications. doi.org/10.1111/eva.13081.

 

Wissenschaftlicher Kontakt:

Dr. Eva Maria Schöll, eva.schoell(at)boku.ac.at


 

Dichlordiphenylsulfon in Kormoranen und Donaufischen

In einer Pilot- Studie hat das Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur die Substanz untersucht, deren Ursprung und Eintrag in die Umwelt noch wenig erforscht sind. Die Ergebnisse liefern Hinweise, dass sich Dichlordiphenylsulfon in der Nahrungskette anreichert.

Dichlordiphenylsulfon dient zur Herstellung von hitzebeständigen Kunststoffen, die für Mikrowellenkochgeschirr, Wasser- und Ölpumpen, sowie Membranen in der Lebensmittelverarbeitung und Abwasserbehandlung eingesetzt werden. Der Stoff ist auch eine Verunreinigung von technischem DDT, einem Pestizid, und wurde gemeinsam mit diesem ausgebracht.

Immer noch ungeklärt sind Ursprung und Eintrag des Stoffes in die Umwelt. Forschungsergebnisse deuten auf eine Verbreitung über Abwasser und Oberflächengewässer. Im Jahr 1971 konnte Dichlordiphenylsulfon erstmals in schwedischem Lachs nachgewiesen werden. Seither wurde der Stoff in unterschiedlichen Umweltproben gefunden. Aktuelle Monitoring-Daten fehlen allerdings.

In einer Pilot-Studie hat das Umweltbundesamt heimische Fische und Kormorane untersucht. Dichlordiphenylsulfon wurde in allen Proben nachgewiesen. Die Konzentration in den Fischen ist viel niedriger als in den Kormoranen. Die höchsten Konzentrationen wurden in der Leber der Vögel gefunden. Dieses Ergebnis lässt auf eine Anreicherung des Stoffes über die Nahrungskette schließen.

Die Studie wurde im Mai 2020 bei einer Konferenz in Dublin präsentiert und ist in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Chemosphere veröffentlicht.

Wissenschaftlicher Kontakt:

Dr. Rosemarie PARZ-GOLLNER

Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft

Universität für Bodenkultur

Gregor-Mendel-Straße 33

A-1180 Wien

rosemarie.parz-gollner(at)boku.ac.at

Artikel in der Fachzeitschrift Chemosphere


Wie viele invasive Arten vertragen unsere Ökosysteme?

CLICK to get english Text (PDF)

Neobiota begünstigen zukünftigen Biodiversitätsverlust dramatisch

Schon ein Anstieg von 20 bis 30 Prozent an invasiven Arten wird global zu dramatischen Biodiversitätsverlusten in der Zukunft führen. Zu diesem Schluss kommt die Studie eines internationalen Forscher*innnenteams um Franz Essl, Bernd Lenzner und Stefan Dullinger von der Universität Wien, die in "Global Change Biology" veröffentlicht wurde.

Durch menschliche Aktivitäten werden immer mehr Arten absichtlich und unabsichtlich in neue Regionen der Welt gebracht – etwa durch Reisende oder über den Transport von Waren. Ein Teil dieser gebietsfremden Arten oder Neobiota hat negative Folgen für die Biodiversität und für den Menschen, etwa indem sie andere Arten verdrängen oder Krankheiten übertragen. Während wir relativ gute Informationen über die historische Ausbreitung von Neobiota haben, gibt es bisher aber erst wenige Erkenntnisse über deren zukünftige Entwicklung.

Dramatische Biodiversitätsverluste

"Momentan ist es noch nicht möglich präzise Vorhersagen anhand von Computermodellen zu geben, wie sich die Ausbreitung und der Einfluss von Neobiota in der Zukunft verändern werden. Daher sind Einschätzungen von Expert*innen via standardisierter Umfragen ein wichtiges Werkzeug, um ein besseres Verständnis über die Ursachen und Folgen der Ausbreitung von Neobiota in den kommenden Jahrzehnten zu erhalten und so zu präzisen Vorhersagen zu kommen", sagt Franz Essl, einer der beiden Studienleiter. Dabei zeigt sich, dass schon ein Anstieg um 20 bis 30 Prozent neu eingeschleppter Neobiota als ausreichend für massive globale Biodiversitätsverluste gesehen wird – ein Wert, der angesichts der zunehmenden Anzahl an eingeschleppten Arten bald erreicht sein dürfte.

Klimawandel und Handel bestimmen Anstieg von Neobiota

Weiterhin steht vor allem der Mensch im Zentrum zukünftiger Ausbreitung von Neobiota. Die Expert*innen identifizieren drei Hauptgründe, allen voran den zunehmenden globalen Warentransport, gefolgt vom Klimawandel und dem Ausmaß wirtschaftlichen Wachstums. Die Studie zeigt auch auf, dass bei ambitionierten Gegenmaßnahmen die Ausbreitung von Neobiota stark gebremst werden kann.

Die Forscher*innen untersuchten auch den Einfluss der Ausbreitung von Neobiota auf verschiedene Regionen der Welt: So spielt der Tourismus eine besondere Rolle in der Einschleppung von Arten in tropische und subtropische Regionen, während der Klimawandel mit milderen Wintern vor allem in den polaren und gemäßigten Regionen das Überleben und die Etablierung von Neobiota in der Zukunft begünstigt.

Politik in der Verantwortung

Die Wissenschafter*innen sehen die politischen Entscheidungsträger*innen in der Verantwortung zu handeln: "Unsere Studie zeigt, welchen Handlungsspielraum wir momentan haben, um den Einfluss von Neobiota in der Zukunft zu reduzieren", sagt Bernd Lenzner: "Die Ergebnisse bilden eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für die Weiterentwicklung internationaler Abkommen, wie den Sustainable Development Goals oder der Biodiversitätskonvention. Nur so lassen sich die negativen Folgen durch Neobiota für die globale Biodiversität und unsere Gesellschaft reduzieren".

Publikation in "Global Change Biology": Essl, F., et al. Drivers of future alien species impacts: An expert-based assessment. Global Change Biology, 2020. DOI: https://doi.org/10.1111/gcb.15199.

 

Wissenschaftliche Kontakte:

Dr. Brady Mattsson

Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft

Universität für Bodenkultur

Gregor-Mendel-Straße 33

A-1180 Wien

brady.mattsson@boku.ac.at 

 

Ass.-Prof. Mag. Dr. Franz Essl

Department für Botanik und Biodiversitätsforschung

Universität Wien

1030 Wien, Rennweg 14/1

T +43-676-609-1638

franz.essl(at)univie.ac.at

 

Dr. Bernd Lenzner

Department für Botanik und Biodiversitätsforschung

Universität Wien

1030 Wien, Rennweg 14/1

T +43-680-327-8884

bernd.lenzner(at)univie.ac.at


Starkniederschläge beeinflussen Bruterfolg der Kohlmeise

Neben ansteigenden Temperaturen konnte in den letzten Jahrzehnten auch ein Anstieg der Anzahl seltener Wetterereignisse, wie z.B. Starkniederschläge, beobachtet werden. Der Einfluss von außergewöhnlichen und sehr lokal auftretenden Wetterbedingungen kann jedoch nur schwer untersucht werden, da diese Wetterereignisse selten auftreten.

Im Rahmen der am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft durchgeführten Langzeitstudie wurde untersucht, inwieweit der Bruterfolg der Kohlmeise (Parus major) von lokalen Wetterbedingungen beeinflusst wird. Es zeigte sich, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit der Küken im Nest mit steigender Anzahl der Starkregentage (> 20 mm/Tag) abnahm. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift Journal of Avian Biology veröffentlicht.

Mehr dazu findet sich hier: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jav.02418

Wissenschaftliche Kontakte:

Dr. Eva Maria Schöll: eva.schoell(at)boku.ac.at,

PD Dr. Sabine Hille: sabine.hille(at)boku.ac.at


Aller guten Dinge sind drei!

Das dritte erfolgreiche Rigorosum am IJW für heuer bestritt Marcia Sittenthaler mit Bravour.

Mit ihrer Dissertation über den Fischotter in Österreich überzeugte sie die Gutachter und den Prüfungssenat.

Wir gratulieren herzlich!


Wirbeltierpopulationen in Österreich seit 1990 um 40% geschrumpft!

Wirbeltierpopulationen in Österreich seit 1990 um 40% geschrumpft!

Der Verlust an Biodiversität stellt eine der größten Herausforderungen des Anthropozäns dar.

Um Biodiversität zu quantifzieren, werden verschiedene Indizes herangezogen. Für Wirbeltiere hat der World Wide Fund for Nature (WWF) den Living Planet Index (LPI) entwickelt. Er gibt die globale Entwicklung der Populationsgröße verschiedener Arten wieder. Katharina Semmelmayer und Klaus Hackländer vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft haben den LPI für österreichische Wirbeltierpopulationen berechnet und das traurige Ergebnisse in der Zeitschrift "Die Bodenkultur" publiziert (https://content.sciendo.com/view/journals/boku/71/1/article-p19.xml): 

Die Wirbeltierpopulationen gingen in Österreich um durchschnittlich 40% zurück, doppelt so stark wie im globalen Vergleich!


Problemwolf in Salzburg

Die BH St. Johann im Pongau hat gestern per Bescheid einen Wolf zum Abschuss freigegeben, der im letzten Jahr auf der Tofernalm mehrere Schafe in kurzer Zeit gerissen hat (Link zum entsprechenden Artikel auf der Internetseite des Landes Salszburg).

In diversen Medien wird suggeriert, dass ein Gutachten von Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer die Grundlage  diese Entscheidung darstellt (z.B. https://salzburg.orf.at/stories/3053558/).

Um Missverständnissen entgegenzuwirken und die Grundlagen für die Entscheidung transparent zu machen, stellen wir hier das besagte Gutachten zur Verfügung.

Hier das Gutachten zum Download (PDF)

Darin wird nicht der Abschuss als erste Wahl empfohlen, sondern der Fang, die Besenderung und die Vergrämung des potentiellen Problemwolfes. Davon unbenommen bleibt natürlich die Frage der Relevanz der aktuellen Entscheidung, da der besagte Wolf das betroffene Gebiet offensichtlich bereits seit Längerem verlassen hat.


 

Der Wolf: er ist da!

Der Wolf: er ist da!

Wien, 20.05.2020

»Schafe gerissen« oder »Wolf mit Handy gefilmt«: Es vergeht kein Tag, an dem nicht eine »Wolfs-Meldung« in den aktuellen Nachrichten auftaucht. Viehhalter schlagen Alarm und fordern den Abschuss des Räubers, Menschen in ländlichen Gebieten stimmen in den Kanon ein. Artenschützer verteidigen ihn und begrüßen seine Wiederkehr. Das Thema wird emotional diskutiert, die Fakten gehen dabei leider zu oft unter.

In seinem neuen Buch "Er ist da - Der Wolf kehrt zurück" (ecowin, 224 Seiten, mit einem Vorwort von Tobias Moretti) hat Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer die Fakten zusammengetragen und beantwortet 40 Fragen zum grauen Jäger. Wer in die Diskussion zum Wolf einsteigen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Link: https://www.ecowin.at/produkt/er-ist-da-2/


 

Eva Maria Schöll, MSc - Doktorin der Bodenkultur

Eva Maria Schöll hat am 13. Mai 2020 ihr Rigorosum absolviert und damit ihre Dissertation zum Thema "Effects of weather conditions on birds´ breeding behavior" (betreut von Priv.-Doz. Dr. Sabine Hille) erfolgreich abgeschlossen.

Es freut uns sehr Eva Schöll zum akademischen Grad "Doktorin der Bodenkultur" gratulieren zu dürfen!


 

Erfolgreiches Rigorosum von Monika Wetscher MSc

Monika Wetscher hat am 12. Mai 2020 im Rahmen eines zoom meetings sourverän den 2. Teil ihres Rigorosums absolviert und damit ihre Dissertation zum Thema "Zoonotische Pathogene bei Tiroler JägerInnen und bei jagdbarem Wild" (betreut von Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer und PD Dr. Georg Duscher) erfolgreich abgeschlossen.

Wir gratulieren Monika Wetscher zum akademischen Grad "Doktorin der Bodenkultur" und freuen uns sehr mit
ihr!


IWJ-Publikation unter den TOP 10!

Ein Übersichtartikel zum jahreszeitlichen Farbwechsel von Fell- oder Federkleid in der Fachzeitschrift "Biological Reviews" gehört nach Angaben des Verlags zu den am häufigsten heruntergeladenen Arbeiten in den letzten beiden Jahren. Insgesamt wurde der Artikel bereits 21 mal in anderen Beiträgen zitiert.

Wir freuen uns über diesen Erfolg unserer Arbeit.


 

Jetzt im März werden viele Feldhasen geboren.

Die meisten sterben noch in den ersten Wochen, weil ihre Mütter nicht genug Nahrung finden und weil sie sich dem Tod durch Fressfeinde oder landwirtschaftlichen Maschinen nicht entziehen können. Brachflächen können hier Abhilfe schaffen.

Mehr dazu in unserer aktuellen Publikation in Biological Conservation.


 

Wissenschaftlicher Artikel zur Populationsmodellierung von Spießenten in Nordamerika veröffentlicht!

  • Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Northern_Pintails_(Male_%26_Female)_I_IMG_0911.jpg

In Zusammenarbeit mit Co-Autoren aus den USA hat Dr. Brady Mattsson, Univ. Assist. am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, in diesem Monat einen wissenschaflichen Artikel veröffentlicht, welcher sich mit der Populationsmodellierung von Spießenten (Anas acuta) in Nordamerika beschäftigt. Der Artikel „ Linking landscape-scale conservation to regional and continental outcomes for a migratory species” wurde in Scientific Reports, einer Zeitschrift von Nature Research, publiziert. Die Spießente ist eine bejagte Vogelart, welche von Vogelbeobachtern und Jägern geschätzt wird und weit unter ihrem Populationsziel liegt. Die Autoren entwickelten Methoden, um die Finanzierung für die Erhaltung und das Management von Brutlebensräumen auf Landschaftsebene mit dem Bestand dieser wandernden Art auf kontinentaler Ebene zu verbinden.

Basierend auf empirischen Beobachtungen aus den Jahren 2007-2016, beliefen sich die Kosten für Investitionen zum Schutz des Lebensraums von Wasservögeln auf 313 Mio. USD (2016 USD) und betrafen etwa 2% des primären Brutgebietes der Spießente in der Prärie-Pothole-Region Kanadas. Realistische Szenarien für die Bejagung und die Erhaltung von Lebensräumen, die schätzungsweise 588 Mio. USD kosten, führten zu einer vorhergesagten Populationsgröße von circa 3 Mio. Spießenten. Die Umwandlung von 70-100% der vorhandenen Ackerflächen in brachliegendes Grasland (Kosten: $35,7B-50B USD) wäre erforderlich, um das kontinentale Populationsziel von 4 Mio. Individuen im Rahmen der derzeitigen Abschussplanung zu erreichen.

Von diesen Erkenntnissen ausgehend, schlagen die Autoren die Weiterentwicklung von Modellierungsansätzen vor, welche die Finanzierung des Naturschutzes, die Bereitstellung von Lebensräumen und Reaktionen der Bevölkerung miteinander verbinden, um die Bemühungen um den Schutz und die Abschussplanung wirtschaftlich wichtiger, wandernder Arten besser miteinander vereinen zu können.


 

Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) nutzt das begrünte Dach des Cafe-Mendel als Winterlebensraum!

Mitarbeiter des IWJ und der Zoologie entdecken auf dem begrünten Mensa-Dach im Gregor Mendel Haus einen winzigen, gefiederten Bewohner und konnten durch ein rasch aufgebautes Spektiv einige tolle Fotos vom Zaunkönig, der durch seine sprichwörtliche List und Schlauheit bekannt ist, erhaschen.

Man trifft heut manchen Zaungast zwar,
doch der Zaunkönig, der wird rar,
der durch die Gärten, grün umbuscht,
so winzig wie ein Mäuschen huscht.

– Eugen Roth

Fotos und Bericht: Paul Griesberger, Rudolf Hafellner


Stresssignale im Kot

In der Wildtierforschung werden immer häufiger nicht-invasive Methoden durchgeführt, für die die Tiere nicht gefangen werden müssen. So können zum Beispiel aus der Losung Stoffwechselprodukte von Stresshormonen detektiert werden, die über das Wohlbefinden des Tieres Auskunft geben können. Dabei kommt es darauf an, vor allem frische Losung zu verwenden, da in der freien Wildbahn die Faktoren Zeit, Temperatur und Niederschlag die Konzentrationen der Stresshormone verändern. Dazu erschien in der Fachzeitschrift Scientific Reports nun eine umfassende Analyse mit Beteilung des IWJ:
https://www.nature.com/articles/s41598-019-55715-5


 

Schneeleoparden - faszinierend und bedroht

Das IWJ engagiert sich im Programm "Vanishing Treasures", bei dem Bergökosysteme im Himalaya, Vorderasien und Zentralafrika im Mittelpunkt stehen. Flaggschiffarten dieser Lebensräume sind Tiger, Berggorillas und Schneeleoparden. Diese haben ein gemeinsames Schicksal: ihre Lebensräume sind nicht nur durch menschliche Nutzung, sondern auch durch den Klimawandel bedroht. Das aktuelle Projekt des Umweltprogramms der UN und des Großherzogtums Luxembourg dient dazu, Schutzstrategien für diese bedrohten Ökosysteme zu entwickeln und damit die entsprechenden Wildtiere zu erhalten.

Mehr unter:   https://vanishingtreasures.org/


 

Should I stay or should I go now?

Weibliche Kohlmeisen stellen sich diese Frage unter anderem während des Zeitraumes der Bebrütung der Eier.

Die MitarbeiterInnen des Instituts für Wildbiologie und Jagdwirtschaft Eva M. Schöll, MSc., Manuel Polo Aparisi, MSc. und Priv.-Doz. Dr. Sabine Hille untersuchten das Inkubationsverhalten weiblicher Kohlmeisen. Mithilfe von Temperaturdatenloggern identifizierten Sie Zeiträume im Tagesverlauf, in denen sich die Weibchen im Nistkasten aufhielten bzw. ihn verließen. Die Studie konnte zeigen, dass die Weibchen vor allem während der frühen Morgenstunden bei niedrigen Temperaturen längere Ausflüge unternahmen. Obwohl niedrige Temperaturen dazu führen, dass die unbeaufsichtigten Eier schnell auskühlen, scheint die Nahrungsaufnahme gerade in den frühen Morgenstunden von großer Bedeutung für die Weibchen zu sein. Die Ausflüge am Morgen könnten durchaus den Energiebedarf während dieser kalten Temperaturperioden ausgleichen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Muster im Inkubationsverhalten nicht vollständig verstanden werden können, ohne die unterschiedlichen Temperaturverhältnisse während des Tages zu berücksichtigen.

Mehr dazu findet sich hier: https://link.springer.com/article/10.1007/s10336-019-01737-9

Bild: Frederik Sachser, CC BY-NC-SA 4.0, Link: https://marcelwirth.de/2017/03/25/frederik-sachser-great-tit-kohlmeise-parus-major/


 

Wenn Tarnung lebensgefährlich wird!

Viele Tierarten sind an schneereiche Winter angepasst und wechseln im Herbst ihre Fellfarbe von braun/grau zu weiß. Wenn der Schnee jedoch ausbleibt, ist diese Anpassung tödlich, da Fressfeinde die weiße Beute als gefundenes Fressen leicht entdecken können. Am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft erforscht Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer dieses Thema am Beispiel der Schneehasen. In einer aktuellen Publikation im renommierten Fachjournal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences the United States of America) gehen er und seine Kollegen der Frage auf den Grund, welche Gene für die Umfärbung verantwortlich sind. Dabei stellte sich heraus, dass das verantwortliche Gen namens Agouti in wintergrauen Schneehasen auf den Faröerinseln nicht aktiviert ist, während es in winterweißen Individuen aus Graubünden für den Fellwechsel verantwortlich zeichnet. Zudem konnte im Rahmen der Studie festgestellt werden, dass Hybridisierung zwischen Schneehasen und Hasenarten, die im Winter nicht weiß werden, diese Anpassung an schneearme Umweltbedingungen erst ermöglicht.

Mehr dazu findet sich hier:
https://www.pnas.org/content/early/2019/11/05/1910471116


 

Die Projektseite des "Goldschakalprojektes" liefert laufend interessante Fakten und aktuelle Daten!

Die Projektseite unseres Goldschakalprojektes www.goldschakal.at wird laufend mit interessanten Fakten und aktuellen Daten gefüllt. Aufgrund der Aufnahme des Goldschakals als jagdbares Wild samt Schusszeiten im Burgenland (Inkrafttreten 5.11.2019), ist die Nachfrage nach Aktuellem sehr groß. Deshalb werden sowohl Zwischenergebnisse der letzten 4 Jahre zusammengefasst als auch Termine angekündigt und Kommentare abgegeben. Lesen Sie z.B über die nächsten geplanten Veranstaltungen in der Rubrik“ News und Events” oder über die Auslegung mancher Daten in “Kommentare und Daten”.


 

Wärmebild-Ferngläser für Forschung und Lehre am IWJ

Für Forschung und Lehre wurde am IWJ die Nachtsichtausrüstung auf den neuesten Stand der Technik gebracht!

Letzte Woche kamen zu den Restlichtverstärkern und den vorhandenen Wärmebildgeräten noch 2 Stück Wärmebild-Nachtsichtferngläser, bezahlt aus den heurigen Investitíonsmitteln, zur Anschaffung. Die Geräte im Wert von rund € 5.000,-- (pro Stück) ergänzen nun unsere derzeitige Nachtsichtausrüstung perfekt, was eine umgehend angelegte Testserie eindrucksvoll bestätigt. Diese ersten Tests brachten bereits eine Reihe von beeindruckenden Bildern und Kurzvideos.

Nun sind noch einige administrative Schritte zur Inventarisierung usw. notwendig um dann die Einsätze der Geräte in Forschung und Lehre planen zu können.


 

Universitätslehrgang Jagdwirt/in

Wir halten Ausschau nach den nächsten Teilnehmern für unseren Top-Universitätslehrgang Jagdwirt/in. Bewerben Sie sich jetzt auf www.jagdwirt.at!