"Granser Forschungspreis für nachhaltige Jagd"

Festveranstaltung am 1.April 2011 an der Universität für Bodenkultur Erstmals wurde an der Universität für Bodenkultur Wien auch ein jagdlich relevanter Forschungspreis, der "Granser-Forschungspreis für nachhaltige Jagd" vergeben. Die BOKU schreibt jährlich zwei Preise für herausragende wissenschaftliche Publikationen der vergangenen zwei Jahre aus, die einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung von Managementstrategien im Sinne einer nachhaltigen Jagd leisten. Im Rahmen der Akademischen Feier des Abschlusses des Universitätslehrganges Jagdwirt/in wurden zwei hoch dotierte Forschungspreise an Frau Dr. Susanne Reimoser (Veterinärmedizinische Univ.Wien) und Herrn Dr. Richard Bischof (Norwegian Univ. of Life Siences As) verliehen. Die Veterinärmedizinerin Dr. S. Reimoser entwickelte ein Modell zur Untersuchung langfristiger Auswirkungen verschiedener Formen der forstlichen Waldbehandlung auf die Habitatqualität von Rehwild. Dr. R. Bischof, ein deutscher Wissenschafter, der derzeit in Norwegen forscht, beleuchtet die Interaktion zwischen Räuber und Beute und somit auch zwischen Jäger und Wild. Die österreichische Jagd erlebt zur Zeit gebietsweise große Schwierigkeiten mit der effektiven Regulation insbesonders von Rot- und Schwarzwild. "Der moderne Jagdmanager von heute kann mit dem in dieser wissenschaftlichen Arbeit erarbeiteten Modell effektive Populationskontrollen einsetzen und nachhhaltige Bejagungsstrategien planen und umsetzen; sie stellt ein Musterbeispiel der Grundlagenforschung dar, die sehr rasch in die Praxis umgesetzt werden kann", so der Rektor Univ. Prof. Dr. Martin Gerzabek in seiner Rede an den jungen Preisträger.