Assoc. Prof. Dr. Johann G. Zaller

Institut für Zoologie
Universität für Bodenkultur Wien
Gregor-Mendel-Straße 33
A-1180 Wien

Tel: +43 1 47654 - 83318
Fax: +43 1 47654 - 83309
E-mail: johann.zaller(at)boku.ac.at
Twitter: @JZaller

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Forschungsleistungen
Lehrveranstaltungen

Forschungsinteressen

Wir erforschen, wie sich Umweltveränderungen auf Organismen und Ökosystemfunktionen auswirken. In erster Linie geht es uns um die Effekte landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsmaßnahmen (z.B. Bodenbearbeitung, Fruchtfolgen, Mahd, Düngung, Pestizideinsatz), sowie um Auswirkungen globaler Veränderungen (z.B. erhöhtes atmosphärisches CO2, ultraviolett-Strahlung, Veränderung von Temperatur und Regenmuster, invasive Arten). Wir arbeiten meistens vergleichend-experimentell und führen dazu Untersuchungen auf verschiedenen Komplexitätsebenen im Labor, Glashaus und im Freiland durch. Bei den Freilandstudien interessiert uns oft auch, wie die umgebende Landschaftsstruktur die Reaktionen auf Feldebene beeinflusst. Wir setzen sowohl traditionelle als auch moderne wissenschaftliche Methoden ein (Abundanzerhebungen, Aktivitätsmessungen, Markierung mit stabilen Isotopen, Nährstoffanalysen, DNA-Sequenzierung, Next-Generation Sequencing, Citizen Science).

Aktuelle Forschungsprojekte im BOKU-Forschungsinformationssystem (FIS)

Arbeitsgruppe

Anna Altmanninger

Anna Altmanninger

Masterstudium Organic agricultural systems and agroecology

Thema der Masterarbeit: Activity of springtails in response to herbicide application: a comparison of the active ingredient glyphosate and common herbicide formulations

Sarah Taylor Bothwell

Sarah Taylor Bothwell

Masterstudium Environmental sciences

Thema der Masterarbeit: Litter decomposition in vineyards

Co-Betreuer: Per Gundersen, University of Copenhagen

Mag. Edith Gruber

Mag. Edith Gruber

Technische Assistentin

DI Mag. Christine Judt

DI Mag. Christine Judt

Doktoratsstudium der Bodenkultur

Thema der Doktorarbeit: Ecological interactions between pest insects and their natural antagonists in perennial agro-ecosystems

Co-Betreuer:
Thomas Frank, Institut für Zoologie, Universität für Bodenkultur Wien
Péter Bátary, Centre for Ecological Research, Hungarian Academy of Sciences

Mag. Yoko Muraoka

Mag. Yoko Muraoka

Technische Assistentin

Andreas Oswald

Andreas Oswald

Masterstudium Organic Agricultural Systems and Agroecology

Thema der Masterarbeit: Pesticide application and reduction potential in Austrian apple plantations: effects of weather, varieties and site conditions

Maria Peer

Maria Peer

Masterstudium Environment and bioresources management

Thema der Masterarbeit: Link between plant phenology and amphibien migration

Co-Betreuer: Florian Heigl

Ricarda Eva Schmidt

Ricarda Eva Schmidt

Masterstudium Umwelt- und Bioressourcenmanagement

Thema der Masterarbeit: Verwendung von Regenwurm Reproduktions und Vermeidungsverhalten zur Beurteilung der Toxizität von Glyphosat-basierten Herbiziden, Glyphosat-Salzen und deren Netzmittel auf natürlichen Böden

Lukas Walser

Lukas Walser

Masterstudium Wildtierökologie und Wildtiermanagement

Thema der Masterarbeit: Schwarzwildschäden auf Grünlandflächen im Nationalpark Donauauen - Weshalb bricht das Wildschwein?

Betreuer: Klaus Hackländer, Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Universität für Bodenkultur Wien

Alumni

Publikationen

Vollständige Publikationsliste im BOKU-Forschungsinformationssystem (FIS)

► PDF's auf Anfrage, bei ResearchGate oder Google Scholar

 

 

Johann G. Zaller
Unser täglich Gift
Pestizide - die unterschätzte Gefahr

Paperback, 240 Seiten
Deuticke Verlag
ISBN 978-3-552-06367-9
E-Book ISBN 978-3-552-06374-7
Erscheinungsdatum: 12. März 2018

Buchflyer

Zur Verlagsseite

Unser täglich Gift

Pestizide – die unterschätzte Gefahr

Sind Fipronil und Glyphosat nur die Spitze des Eisbergs? Ob beim Essen oder auf Reisen – es ist unmöglich, nicht mit Pestiziden in Kontakt zu kommen.

Wussten Sie, dass ein Apfel durchschnittlich 31-mal mit Pestiziden behandelt wird? Dass man auch im Flugzeug mit den Giften in Kontakt kommen kann und dass neben der Landwirtschaft der zweitgrößte Verbraucher von Herbiziden in Deutschland die Deutsche Bahn ist? Pestizide werden umfassend eingesetzt, über ihre Zusammensetzung wissen wir jedoch wenig. Etwa vierzig Chemikalien, die von der WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft wurden, sind nach wie vor erlaubt. Ein Viertel der Pestizide auf dem Markt sind Fälschungen mit ungewissem Inhalt. Johann G. Zaller, Ökologie-Experte an der Wiener Universität für Bodenkultur, erforscht seit Jahren Chemikalien und ihre Nebenwirkungen für unsere Gesundheit und Umwelt.

Pressestimmen

Einen sarkastischen Ton kann sich Zaller zuweilen nicht verkneifen. Doch hinter dem aktivistischen Antrieb steckt der nüchterne Blick des Forschers, der in bester populärwissenschaftlicher Manier für den Leser aufbereitet, was sonst oft nur in Fachkreisen zirkuliert.

Judith E. Innerhofer, Die Zeit, 16. April 2018


Ein aufrüttelndes Buch.

Peter Carstens, geo.de, 5. April 2018


...ein kenntnisreiches, ausgewogenes Buch, das wir ohne längeres Abwägen als das beste laientaugliche Buch zu Agrarpestiziden loben können, das uns seit längster Zeit begegnete.

Sacha Rufer, Umweltnetz Schweiz, 26. März 2018


Das aufrüttelnde, faktenreiche Buch ist ein Augenöffner und wichtiger Beitrag zur laufenden Debatte um den Einsatz von Pestiziden.

Dagmar Röhrlich, Deutschlandfunk, 26. März 2018


Ein Buch, das wütend macht und das Zeug dazu hat, eine längst notwendige gesellschaftliche Debatte über die Landwirtschaft auszulösen. Und nein, wenn Sie den Apfel vor dem Verzehr abwaschen, verschwinden die Pestizide nicht aus ihm.

Benedikt Narodoslawsky, Falter, 14. März 2018

Medienberichte zum Buch

Radio & TV

Internet & Print

Medienberichte

Über die Gefährlichkeit von Pestiziden

Ein Vortrag von Johann Zaller in der Comenius Realschule im baden-württembergischen Bestenheid in Deutschland.

fnweb.de, 14.11.2019 (PDF)
main-echo.de, 30.11.2019
fnweb.de, 30.11.2019 (PDF)

 

 

Artensterben: Mitverursacht durch unzureichende Prüfung von Pestiziden?

Pflanzenschutzmittel oder Pestizide, wie sie in der Landwirtschaft eingesetzt werden, sind doch nicht so sicher wie oftmals behauptet. Trotz eines enormen Aufwands bei der Prüfung der Umweltauswirkungen von Pestiziden für die Zulassung werden dabei die Praxisbedingungen nicht berücksichtigt. Dies kritisieren Carsten Brühl vom Institut für Umweltwissenschaften Landau und Johann Zaller von der Universität für Bodenkultur Wien in einem frei zugänglichen Meinungsartikel in der Fachzeitschrift „Frontiers in Environmental Science“.

Presseaussendung der Universität Koblenz-Landau, 31.10.2019

Originalpublikation:

Brühl CA, Zaller JG (2019). Biodiversity Decline as a Consequence of an Inappropriate Environmental Risk Assessment of Pesticides. Frontiers in Environmental Science, https://doi.org/10.3389/fenvs.2019.00177

Zum Thema:

"Bei der Risikobewertung gibt es fundamentale Fehler" - Interview mit Carsten Brühl, deutschlandfunk.de, 31.10.2019

Sonnentor gründet Verein zum Schutz von Biofeldern

Am 5. Juni, dem Weltumwelttag, präsentierte der Bio-Pionier Sonnentor den „Verein zur Förderung einer enkeltauglichen Umwelt in Österreich“.

ots.at, 06.06.2019 (PDF)
meinbezirk.at, 07.06.2019

Themenschwerpunkt: Artensterben

Der Standard berichtet in einer "Edition Zukunft"-Ausgabe über das Artensterben, warum es uns alle kümmern sollte und was man dagegen tun kann.

Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Was geht uns das an?
derstandard.at, 03.06.2019

Was man im Alltag gegen das Artensterben tun kann
derstandard.at, 03.06.2019

Bauern machen gegen ausländische Erdäpfel mobil

Aufmarsch für mehr Pestizide und weniger Importe – Handel führt bald wieder österreichische Kartoffel.

derstandard.at, 26.04.2019

Vom Sterben der Insekten

Innerhalb von 25 Jahren sollen laut einer 2017 veröffentlichten deutschen Studie 75 Prozent der Insektenbiomasse in Naturschutzgebieten zurückgegangen sein. Der Ökologe Johann Zaller erläutert die Situation.

Tiroler Sonntag | Kirchenblatt | martinus, 28./31.03.2019 (PDF)

Pflanzenschutzmittel mit Glyphosat

Glyphosat-Mischungen sind oft giftiger als das Herbizid selbst und ihre Zulassungsverfahren sind intransparent. Campact klagt nun dagegen.

taz.de, 08.02.2019

Ein Ökologe im Interview: Pestizideinsatz in der Landwirtschaft

Fast alle unsere Lebensmittel kommen bei der Herstellung mehr oder weniger oft mit Pestiziden in Berührung - ein Apfel im Schnitt 31 Mal. Johann Zaller hat ein Buch zum Thema geschrieben. Am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche spricht er bei Veranstaltungen in Miltenberg und Wertheim über das Thema "Unser täglich Gift - Pestizide. Die unterschätzte Gefahr". Eingeladen hat das Bündnis "Giftfrei im Dreiländereck".

Main Echo, 18.11.2019 (PDF)

Kabinett beschließt: Insektenschutz durch Glyphosatverbot

Johann Zaller im Interview mit dem Hessischen Rundfunk.

hr INFO aktuell, 04.09.2019 (mp3)

Oft führen Krankheiten zum Umstieg auf bio

Der Wissenschaftler und Buchautor Johann Zaller über Pestizide im Weinbau sowie die Gefahren für Konsumenten. Und die Winzer selbst - Stichwort: Parkinson.

Kleine Zeitung, 24.07.2019 (PDF)

Die Welt von morgen

Die aktuelle Ausgabe des Multikosmos Magazins (Multikosmos 32, Juni 2019) beleuchtet ein gesamtgesellschaftliches Thema und seine vielen Facetten: Pestizide, ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt und wie wir sie reduzieren oder gänzlich einsparen können.

  • Die Welt von morgen: Wie Leben und Wirtschaften ohne Chemiekeule möglich werden (PDF)
  • Was Sache ist: Im Gespräch mit Prof. Dr. Johann Zaller (PDF)

Pestizide auf Spielplätzen nachgewiesen

Auf Südtiroler Spielplätzen wurden von Wind und Regen verfrachtete Pestizide gefunden. Die Abdrift ist auch in Österreich ein Problem.

31 Pestizide auf einem Apfel

Captan, Dithianon, Fludioxonil: So heißen einige der Spritzmittel, die in einem normalen Apfel stecken. Der Chemie-Einsatz nimmt zu.

Salzburger Nachrichten, 23.03.2019 (PDF)

Immer weniger Insekten: Wer rettet Bienen und Bauern?

Die Petition will bis 2035 ein Totalverbot aller Pestizide erreichen – zur Rettung der Artenvielfalt.

Kurier, 25.11.2019 (PDF)

Link zur Petition:

www.savebeesandfarmers.eu

 

"Systematisch unterschätzt"

Vortrag von Prof. Dr. Johann Zaller über Folgen von Pestiziden für Mensch und Ökosystem. Im Fokus des Abends standen die Auswirkungen von Pestiziden auf die Bodenfruchtbarkeit, das Bodenleben und die Artenvielfalt.

Südostbayrische Rundschau, 15.11.2019 (PDF)

Glyphosat-Totalverbot in Österreich nicht möglich

Ein Totalverbot des Unkrautvernichters Glyphosat ist in Österreich nicht möglich, da dies gegen EU-Recht verstoßen würde. Der Einsatz einzelner Produkte kann aber - auch deutlich - eingeschränkt werden.

science.orf.at, 01.07.2019

Größter Arbeitgeber Österreichs

Fünf Millionen Regenwürmer arbeiten für Biobauer Alfred Grand.

Freizeit Kurier, 08.06.2019 (PDF)

Weg mit dem Gift!

Warum Hobbygärtner zu viel Gift spritzen und wie sich das langsam ändert.

falter.at, 30.04.2019

Erdäpfelbauern wollen mehr Spritzmittel einsetzen

Landwirte warnen vor steigenden Importen, Biobetriebe sprechen von Hysterie und Nationalismus.

derstandard.at, 25.04.2019

Alarm um unsere Regenwürmer

Der massive Einsatz von Pestiziden ist nicht nur einer der Gründe für das Bienensterben, sondern hat auch gravierende Auswirkungen auf die Böden und ihre Bewohner.

Die Presse, 16.03.2019 (PDF)

Johann Zaller im Gespräch über Pestizide auf derStandard.at

Landwirte setzen Tonnen an Pestiziden ein. Ökologe Zaller und Gemüseproduzent Peck im Streitgespräch über Gift im Essen.

derStandard.at, 18.01.2019