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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-05-01 - 2025-04-30

Das Projekt MORGENTAU Streifenanbau ist ein landwirtschaftliches Innovationsprojekt in Hofkirchen im Traunkreis, welches von drei Bio- Landwirten gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien und der Forschungsanstalt HBLFA Raumberg-Gumpenstein umgesetzt wird. Ziel des Projektes ist mit dem „Streifenanbau“ ein ackerbauliches System zu schaffen, welches den Herausforderungen der gegenwärtigen regionalen und globalen Probleme im Bereich des Rückganges der Biodiversität, des Rückganges der Bodenfruchtbarkeit und der Zunahme der Wetterextreme entgegensteuert bzw. gerecht wird. Im Gegensatz zum Monokulturanbau, werden im MORGENTAU-Streifenanbau mehrere Kulturen innerhalb desselben Feldes in aneinandergereihten Streifen angebaut. Jede Kultur wird jährlich auf den benachbarten Streifen "weiterverschoben“. Diese Form der Landbewirtschaftung erhöht die Widerstandsfähigkeit und Stabilität des Produktionssystems und bietet einen deutlich diverseren und attraktiveren Lebensraum für eine Vielfalt an Insekten und anderen Tieren. Untersucht wird dabei wie der Streifenanbau praxistauglich umgesetzt werden kann, und welche Effekte hinsichtlich Ertrag und Qualität der Ernteerzeugnisse, Gesundheit der Pflanzen, Biodiversität am Acker und Resilienz des Systems auftreten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-02-01 - 2023-12-31

Das Hauptziel des Projekts "Explore Research from East to West in Austria" (exploREsearch) ist es, das Verständnis für die Wichtigkeit der Forschung für die Gesellschaft zu erhöhen, aber auch eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit an den gesamten wissenschaftlichen Prozessen zu fördern und zu erleichtern. Unser weiteres Ziel ist es, das Engagement junger Menschen für Wissenschaft und Forschung zu stärken und sie auf diese Weise zu ermutigen, zukünftige Forschende zu werden. Zum ersten Mal in Österreich wird die ERN in mehreren Großstädten (Wien, Salzburg und Innsbruck) gleichzeitig organisiert und deckt Österreich von Ost bis West ab, wodurch etwa ein Drittel der österreichischen Bevölkerung direkt an der Veranstaltung teilnehmen kann. Wir haben ein Programm erstellt, das Forschende aus fast allen wichtigen Forschungseinrichtungen in diesen Städten einbindet, die den ERN-Rahmen nutzen wollen, um ihr Wissen zu teilen und ihre Aktivitäten und Projekte zu präsentieren. Darüber hinaus wurde Unterstützung für die Veranstaltung und ihre Förderung von österreichischen Ministerien (einschließlich finanzieller Unterstützung), anderen öffentlichen Akteur*innen, Fördereinrichtungen und weiteren Initiativen zugesagt. Die Veranstaltung wird einerseits Vor-Ort-Formate wie wissenschaftliche Stände und Workshops, Science Talks, Science Cafes, Science Slams, den EU-Corner sowie verschiedene soziale Aktivitäten umfassen, um Öffentlichkeit und Wissenschaft näher zusammenzubringen. Auf der anderen Seite werden virtuelle Formate Vorträge und Workshops sowie einen Live-Stream vom Bühnenprogramm vor Ort für Online-Besucher*innen integrieren. Interdisziplinarität spielt bei diesem Projekt eine wichtige Rolle, und die Aktivitäten umfassen mehr als 25 Bereiche, die von der Grundlagen- bis zur angewandten Forschung sowie von der Physik bis zur Kunst reichen, so dass für alle etwas dabei ist.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-12-01 - 2023-06-01

Wildbienen gelten als wichtige Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen. Der Schutz von seltenen Bestäuberarten ist wichtig um resiliente Bestäubungsdienstleistungen zu gewährleisten. Auch nicht heimische Bienenarten tragen zur Bestäubung bei. Sie können aber auch negative Auswirkungen auf die heimische Bienenfauna haben zB durch erhöhte Konkurrenz um Nist- und Nahrungshabitate oder als Vektor für Krankheiten und Parasiten. Eine Voraussetzung zur Etablierung geeigneter Schutzmaßnahmen ist detailliertes Wissen über Lebensraumbedürfnisse und Raumnutzung der seltenen oder invasiven Arten. Neue Technologien zur Ortung von Tieren machen das aktive Verfolgen von zB großen Bienen möglich. In unserem Projekt soll dieser Ansatz an einer seltenen Bienenart (Mooshummel, Bombus muscorum) und einer invasiven Bienenart (Asiatische Mörtelbiene, Megachile sculpturalis) Anwendung finden. Das Ziel ist den Aktivitätsradius, die räumliche Nutzung und Bewegungsmuster der beiden Arten zu Untersuchen und somit deren ökologische Einnischung, Populationsdichte und -dynamik besser zu verstehen. Im Jahr 2022 sollen dazu während der Hauptaktivitätszeit der beiden Arten (Juni-August) Einzelindividuen mit aktiven Sendern ausgestattet werden und über etwa 30 Tage getrackt werden. Während der Dauer des Tracking-Experiments, werden stationäre Empfänger mit internen Datenloggern installiert, um Tracking-Daten kontinuierlich zu speichern. Unerwünschte Wirkungen von Sendern auf die Fluginsekten werden in der Literatur selten berichtet, basieren jedoch meist auf Beobachtungen. Um mögliche Effekte zu quantifizieren, sollen für beide Zielarten Vorversuche durchgeführt werden. Das Flugverhalten mit und ohne Sendern wird dazu in einem Käfigexperiment vergleichen. Zusätzlich zum Tracking-Experiment ist eine Fang-Wiederfang-Studie geplant. Diese Daten sollen, zusammen mit den Tracking-Daten, in ein räumlich explizites offenes Populationmodell einfließen und so eine Schätzung der Populationsdichte sowie der Ab- und Zuwanderung im Untersuchungszeitraum und -gebiet ermöglichen. Unsere Ergebnisse sollen dazu beitragen, geeignete Schutz- bzw. Bekämpfungsmaßnahmen für die untersuchten Arten zu formulieren.

Betreute Hochschulschriften