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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-01-01 - 2023-12-31

Derzeit fehlen Langzeitstudien über die Besiedelung von neu angelegten ökologischen Ausgleichsflächen durch Insekten und damit auch eine wesentliche Grundlage für eine effektive Planung von Agrar-Umweltmaßnahmen. Dieses Projekt soll klären mit welchem Mix and kurz- und langfristigen Maßnahmen die Biodiviersität in der Agrarlandschaft optimal gefördert werden kann. REGRASS 2 baut auf das über drei Jahre durchgeführte Projekt REGRASS (2017-2019) auf, in dem der Beitrag von neu angelegten ökologischen Ausgleichsflächen für die Förderung der Biodiversität von Nützlingen und Ökosystemleistungen in der Agrarlandschaft untersucht wurde. Das erste Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Biodiversität von Nützlingen in den neu angelegten Wiesen in den Jahren 2021-22 zu untersuchen, und diese mit der Biodiversität in den bereits lange etablierten Wienerwaldwiesen zu vergleichen. Dies erscheint uns wichtig um zu sehen, ob und wenn ja in welcher Form sich die Trends aus den Jahren 2017-2019 weiter entwickeln. Das gleiche gilt auch für die Interaktionen zwischen den neu angelegten Wiesen und den angrenzenden Wintergetreideflächen. Hierbei wollen wir herausfinden, ob die Zahlen an Nützlingen im Getreide angrenzend an die neuen Wiesen ansteigen, sich das Nützlingspotenzial erhöht und als Konsequenz auch die Ökosystemleistungen biologische Schädlingskontrolle und Bestäubung über die Zeit hinweg ansteigen. Das zweite Ziel der Studie ist der Vergleich der Biodiversität zwischen den neu angelegten Wiesen und den bereits etablierten alten Wienerwaldwiesen und den ÖPUL-geförderten Biodiversitätsflächen in den Jahren 2021-22. Es werden Wildbienen, Honigbiene, Hummeln, Schwebfliegen, Laufkäfer, Spinnen, Schmetterlinge, Heuschrecken und Wanzen untersucht. Wie schon beim ersten Ziel geht es uns darum herauszufinden, wie sehr sich die Trends aus den Jahren 2017-2019 in den Jahren 2021-2022 weiter entwickeln.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-02-02 - 2023-02-01

Zielsetzungen: Der Prozess der Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse in einem Pre-Print-Ansatz zielt darauf ab, die Ergebnisse so schnell wie möglich zu verbreiten und den Citizen Scientists zeitnahes Feedback zu geben. Darüber hinaus sollen neue Forschungsfragen auf der Grundlage der eingereichten Beobachtungen der Citizen Scientists identifiziert werden, wodurch der Forschungsprozess noch weiter geöffnet wird. Dieser Ansatz soll zu einer Erhöhung der wissenschaftlichen Kompetenz der teilnehmenden Citizen Scientists führen und auch zu einem offenen und innovativen Forschungsprozess führen. Der Ansatz: Die Grundlage unseres Ansatzes ist das Citizen Science Projekt Roadkill (https://roadkill.at/). Citizen Science beschreibt eine wissenschaftliche Methode, bei der Wissenschaftler*innen und Amateur*innen in einem wissenschaftlichen Projekt zusammenarbeiten. Im Projekt Roadkill sammeln die Citizen Scientists mit Hilfe von Apps und einer Website Daten über Tiere, die auf der Straße getötet wurden. Im Projekt Roadkill berichteten über 800 Citizen Scientists über >13.000 im Straßenverkehr getötete Tiere seit 2014. Das Projekt Roadkill ist daher ein perfekter Ausgangspunkt für unseren Ansatz, bei dem wir im wissenschaftlichen Publikationsprozess auf drei verschiedenen Zeitebenen mit Citizen Scientists zusammenarbeiten: 1. Citizen Scientists verwenden Echtzeitdaten des Projekts Roadkill und anpassbare wissenschaftliche Analysen als Grundlage für ihre Fragen; 2. ein Forschungsthema kann von Citizen Scientists auf der Grundlage von eingesandten Fragen ausgewählt werden und vierteljährlichen Analysen werden zur Verfügung gestellt mit detaillierteren Informationen über z.B. wie viele Citizen Scientists wie viele Daten (und zu welchen Arten) und wie viele geschützte Arten in den letzten 3 Monaten gemeldet wurden; 3. eine Forschungsfrage wird mitgestaltet, und es werden jährliche eingehende Analysen erstellt, die sich auf die umgebenden Landschaften der gemeldeten Roadkills und die Art der Straßen konzentrieren, von denen aus diese Roadkills gemeldet wurden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-07-01 - 2021-06-30

Der Seewinkel bietet in Mitteleuropa einzigartige Habitatstrukturen. So befindet sich hier zum Beispiel der größte zusammenhängende Schilfgürtel Mitteleuropas. Bisher liegen allerdings nur bruchstückhafte Informationen über die Fledermausfauna in der Region vor. Dieser Zustand ist bedenklich, da vorliegende Daten (eigene Daten, Spitzenberger und Bauer 2001) auf eine in Österreich einzigartige Fledermausgemeinschaft hindeuten. So gibt es unter anderem Nachweise des vom Aussterben bedrohten Kleinen Mausohrs Myotis oxygnathus und einen der wenigen Sommerquartiernachweise der Rauhautfledermaus Pipistrellus nathusii in Österreich (eigene Daten, Spitzenberger und Bauer 2001). Ziel dieses Projekts ist daher im Rahmen zweier Masterarbeiten das Wissen über die Fledermausfauna in der Region Seewinkel durch eine Kombination akustischer und klassischer Untersuchungsmethoden zu vervollständigen. Konkret heißt das: - ein vollständiges Arteninventar der Fledermausfauna in der Region Seewinkel zu erstellen. - die Nutzung besonderer Habitatstrukturen (z.B. Salzlacken, Schilfgürtel etc.) durch diese Arten zu ermitteln.

Betreute Hochschulschriften