Gärtnerische Kultur- und Verwendungspraxis von Pflanzen im Siedlungsgrün

Zeitgemäße Pflanzenverwendungskonzepte haben ästhetische, ökologische und soziale Funktionen zu erfüllen. Nachhaltigkeit und Bioökonomie sind besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaerwärmung sowohl im öffentlichen Grün wie auch für den privaten Garten gefordert. 

Daher bezieht sich ein Teil der gartenbaulichen Forschung auf anwendungsorientierte Untersuchungen zur ostösterreichischen bzw. pannonischen Saum-, Halbtrockenrasen- und Trockenrasenvegetation. Es resultieren Ansaatmischungen in Kombination mit Pflanzungen für das niederösterreichische Gemeindegrün oder nachhaltige Gestaltungsvarianten mit Stauden in Kombination mit Kleingehölzen.

Die Anpassung von Pflanzungen an zunehmend extreme Standortbedingungen im Siedlungsfreiraum betrifft häufig Themen urbaner Gestaltungstrends wie extensives Platz- und Straßengrün, mobile Gärten oder Regenwassermanagement. Intensive Nutzung sowie Hitze- und Niederschlagsextreme brauchen Überlebenskünstler unter den Pflanzen - die österreichische Steppenvegetation ist damit von besonderem gärtnerischen Interesse, aber auch Pflanzenarten anderer Herkünfte. Für ein längerfristiges ansprechendes - ästhetisches und vitales - Siedlungsrün sind geeignete Pflanzen und Pflanzkonzepte entscheidend. Mit diesem Wissen und einem Verständnis für die Dynamik von Pflanzengemeinschaften entscheiden PlanerInnen über die Qualität von Pflanzungen - ausgehend vom Planungsaufwand über das atmosphärische Erscheinungsbild bis zu den für einen langfristigen Erhalt notwendigen Pflegeeingriffen.