Kick-off SECBIVIT


Weinbau, die Kultivierung von Trauben, ist einer der ältesten und profitabelsten Formen der landwirtschaftlichen Produktion

 

In Europa variieren die Bewirtschaftungspraktiken von extensiver Fahrgassenbewirtschaftung mit blütenreichen Begrünungsmischungen bis zu offenem Boden mit häufigem Pestizideinsatz.

Diese Bewirtschaftungspraktiken haben Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in Weinbaulandschaften. Von 18.-20. Februar fand das Kick-off Treffen des internationalen Forschungsprojektes SECBIVIT (Scenarios for providing multiple ecosystem services and biodiversity in viticultural landscapes) an der Universität für Bodenkultur in Wien statt.

Dr. Silvia Winter von der Abteilung Pflanzenschutz (BOKU) ist die Koordinatorin dieses dreijährigen, mit 1,5 Millionen Euro dotierten, Projektes mit Partnern aus den Niederlanden (University of Twente, Enschede), Deutschland (Julius Kühn-Institute - Federal Research Centre for Cultivated Plants; Universität Göttingen; Universität Koblenz-Landau), Spanien (Agencia Consejo Superior de Investigaciones Cientificas - CSIC), Frankreich (French National Institute for Agricultural Research - INRA), Rumänien (University of Agricultural Sciences and Veterinary Medicine Cluj-Napoca) und den USA (University of California, Davis). Neben KollegInnen von der Abteilung Pflanzenschutz, sind auch ForscherInnen vom Institut für Zoologie und dem Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft Teil des BOKU Teams.
Das Projekt wird im Zuge einer internationalen Ausschreibung des Belmont Forum gemeinsam mit dem ERA-NET BiodivERsA Netzwerks finanziert. Diese Ausschreibung verfolgt das Ziel Forschung zu stärken, die Szenarien über Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen untersucht.
Das SECBIVIT Projekt untersucht die Effekte von Fahrgassenbewirtschaftung und Pflanzenschutzmaßnahmen innerhalb von unterschiedlich komplexen Weinbaulandschaften auf Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen. Das Konsortium wird räumlich explizite agentenbasierte Modelle für das sozial-ökologische Weinbausystem entwickeln. Diese Modelle beschreiben WinzerInnen als Agenten, die Managemententscheidungen unter verschiedenen Szenarien treffen, die sowohl die Weingärten als auch die Landschaft in fünf Weinbauregionen von Spanien bis nach Rumänien beeinflussen. Ziel ist die Modellierung der Effekte auf Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen zur Ermittlung optimaler Landnutzungsstrategien in Weinbaulandschaften.


27.02.2019