Nächster Termin: 3. März 2021

Beginn: 18:30 Uhr

Kontakt: bokukino(at)boku.ac.at 

Eine Veranstaltung der Ethikplattform und der BOKU-ÖH

Kooperationen mit dem Institut für Entwicklungsforschung, BOKU (Prof. A. Melcher) und dem Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, BOKU (Prof. S. Muhar)

Aufgrund der Corona-Situation kann das BOKU-Kino in diesem Studienjahr leider nur digital durchgeführt werden. ACHTUNG: Wir empfehlen, den Film bereits vorab zu streamen, um eine ev. Überlastung des Servers zu vermeiden. Wir beginnen um 19:00 Uhr mit der Begrüßung, gefolgt von Vortrag und Podiumsdiskussion.

Link zum Film (25 Min):
Lernen vom Fluss - Das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg

Link zur Podiumsdiskussion (ab 19 Uhr):
wird allen Angemeldeten rechtzeitig bekannt gegeben.

Link zur Anmeldung:

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Ein PROGRAMM mit dem SCHWERPUNKT WASSER
Wir gehen aus von der existenziellen Bedeutung von Wasser, v.a. auch in den Ländern des Südens (Film 1: „Über Wasser“, Udo Maurer, 2006, 120 Min) und diskutieren z.B. die Fragen der grenzüberschreitenden Problematik der Wassernutzung. Wir sprechen über Wasser als soziales versus wirtschaftliches Gut, verbunden mit Fragen der Qualität und dem Zugang zu Trinkwasser (Film 2: „Bottled Life“, Urs Schnell, 2012, 90 Min). Dann kommen wir zur Bedeutung der Schifffahrt am Beispiel Donau und der damit verbundenen notwendigen Flussentwicklung (Film 3: „Lernen vom Fluss - Das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg“, 25 Min, 2015). Wir lernen weiterhin sowohl über das Ökosystem Fluss (Film 4: „LACHS – QUO VADIS?“, Kristof Reuther und Lukas Kirchgässner, 2020, 39 Min.) als auch über das Ökosystem See, speziell über dessen Regenerationsfähigkeit (Film 5: „Darwin’s Nightmare“, Hubert Sauper, 2004, 107 Min).

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3.03.21 Lernen vom Fluss - Das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg (25 Min, 2015), Film und Vortrag
Im Juli 2014 wurde die bauliche Umsetzung des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg abgeschlossen. Ziel des Vorhabens war die Entwicklung flussbaulicher Maßnahmen zur Förderung der Schifffahrt und Umwelt für die Donau unterhalb von Wien. Nach einem intensiven Jahr zur Analyse der Wirkungen der einzelnen Projektmaßnahmen konnte im Rahmen einer wissenschaftlichen Fachtagung eine erste Bilanz gezogen werden.
Den Fluss verantwortungsbewusst entwickeln, indem man von ihm lernt – das war die Idee zum Pilotprojekt. Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Fachbereichen haben wertvolle Daten und Erfahrungswerte für zukünftige flussbauliche Planungen an der Donau östlich von Wien gesammelt. So wurden die Projektmaßnahmen zur Sohlstabilisierung, zur Verbesserung der ökologischen Verhältnisse sowie auch Entwicklungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Donauschifffahrt geprüft. Teil des umfangreichen Forschungsprogramms ist die Erfassung der Projektwirkungen auf die Flora und Fauna der Donau-Auen.
„Mit dem Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg wurden in einem drei Kilometer langen Stromabschnitt flussbauliche Maßnahmen zur Renaturierung, zur Verbesserung der Schifffahrt sowie zur Stabilisierung der Donausohle erprobt. Die nun vorliegenden Erkenntnisse sind ein Ansporn für uns. Ein Grund mehr, die enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft fortzuführen, um nachfolgende Wasserbauvorhaben aufbauend auf den Ergebnissen des Pilotprojekts zu entwickeln“, zeigte sich viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler zufrieden angesichts der interessanten Erkenntnisse und des regen Interesses an der Fachtagung.
Carl Manzano, Direktor des Nationalpark Donau-Auen, ergänzt: „Das Pilotprojekt Bad Deutsch Altenburg war ein wichtiger Schritt, um die für eine Erhaltung der Donau-Flusssohle wesentlichen Erkenntnisse und Erfahrungen zu gewinnen. Jetzt muss es rasch zu wirksamen Maßnahmen kommen, welche die laufende Eintiefung der Sohle in der Fließstrecke unterhalb Wiens stoppen.“

Impulsreferat (15 Min)
"Donau - von den Bergen zum Meer"
Erkenntnisse vom Einzugsgebiet bis zur Donau östlich von Wien
Vortragender: Helmut Habersack, Institut für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung (BOKU)

Moderation: Susanne Muhar, Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, BOKU

Podium:

  • Elisabeth Bondar-Kunze, Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (BOKU), Wasser Cluster Lunz | Biologische Station (Anfrage)
  • Helmut Habersack, Institut für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung (BOKU)
  • Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftssführer via donau
  • Gerald Zauner, Donauexperte zu Ökologie, Ökologisierung, Technisches Büro Zauner

05.05.21 Filmkombination

Lachs – quo vadis? (Kristof Reuther und Jonas Steiner, 2020, 39 Min.): "Quo vadis" bedeutet übersetzt "Wohin gehst du?" und drückt damit all die Unsicherheiten aus, die mit der Wiederansiedlung behaftet sind. Wanderfischarten haben hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und dessen Vernetzung. Ein fehlendes Puzzleteil reicht aus, um eine Wiederansiedlung zu verhindern. Sind die Voraussetzungen für die Lachse allerdings erfüllt, so profitieren davon das gesamte Ökosystem Fluss. Vor über 100 Jahren war an einen Rückgang nicht zu denken, der Lachs war ein üppiges Lebensmittel und für die Bevölkerung ein besonderes Gut. Seit dem Verschwinden des Lachses in den 1950er Jahren wurde der Rhein nicht in ausreichender Menge wiederbesiedelt, obwohl scheinbar doch so viel für ihn getan wurde - Aber wieso? Und warum darf man jetzt vor allem nicht aufhören weiterzumachen und die Bevölkerung für diese Fischart zu begeistern?

Artifishal (Josh Murphy, 2019, 80 Min): The road to extinction is paved with good intentions. A film about the high cost of hatcheries, fish farms and human arrogance. This documentation reveals the devastating effects of salmon hatcheries and farms on the environment. The film shows the stories of the people, rivers, and the fight for the future of wild fish. It explores wild salmon’s slide toward extinction, the threats posed by fish hatcheries and fish farms, and our continued loss of faith in nature.
You can support this campaign by hosting your own screening of Artifishal and by signing the petition, urging decision-makers to stop wasting money on failed plans and invest in science-based solutions to save endangered wild salmon and orcas: Stop hatcheries, reduce harvest and remove dams.

Moderation: Susanne Muhar, Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (BOKU)

Podium:

  • Christoph Reuter, ist Filmemacher von Lachs - quo vadis? und absolviert derzeit den Masterstudiengang „Applied Limnology“
  • Harald Meimberg, Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung (BOKU) (Anfrage geplant)
  • Thomas Frank, Institut für Zoologie (BOKU) (Anfrage geplant)
  • Sonja Behr, ÖKF FishLife (Österreichisches Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz) (Anfrage geplant)

09.06.21 Darwin’s Nightmare (Hubert Sauper, 2004, 107 Min)
Darwin’s Nightmare ist ein französisch-belgisch-österreichischer Dokumentarfilm des österreichischen Regisseurs Hubert Sauper aus dem Jahr 2004. Der vielfach preisgekrönte Film dokumentiert die ökologische und wirtschaftliche Katastrophe am ostafrikanischen Victoriasee, die durch das Aussetzen des Nilbarsches erfolgte. Was ist seither passiert? Wie steht es um das ökologische Gleichgewicht im Victoriasee? Welche Maßnahmen trifft die Politik und wie ist es um die wirtschaftliche Existenz der Fischer dort bestellt?

Moderation: Georg Gratzer, Institut für Waldökologie (BOKU) (Anfrage)

Podium:

  • Silke Drexler, Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (BOKU), Koordinatorin bzw. Projektmitarbeiterin im Rahmen des Appear Programmes in Afrika
  • Gerold Winkler, Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, BOKU (Anfrage geplant)
  • Lena Hallwirth, Missio, Redakteurin (Anfrage geplant)


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Das BOKU-Kino greift als großes Thema die Sustainable Developmental Goals (SDG) auf, die die United Nations als Entwicklungsziele festgelegt haben. Wir kooperieren dabei mit dem Center for Development Research (CDR) an der BOKU, das Teil des Netzwerks internationaler Entwicklungshilfeorganisationen ist. Das Erreichen von insgesamt 17 Haupt- und fast 170 Unterzielen soll unsere Welt bis 2030 im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht transformieren. Viele dieser Ziele werden potenziell durch Technologien beeinflusst, die wir in den industrialisierten Ländern entwickeln, betreffen jedoch besonders den geografischen Süden.

Die SDGs überschneiden sich vielfach, sie sind miteinander verflochten und stellen uns vor komplexe Herausforderungen. Wir führen für jeden Film in unserem Programm fürs Studienjahr 2018/19 die jeweils hauptsächlich darin angesprochenen Entwicklungsziele in Form der UN-Embleme an.

Implementing the SDGs in Austria: transform or perish?

Ein Kurzfilm nach einer Idee von Georg Gratzer und Axel Mentler (beide BOKU), entstanden im Rahmen der Lehrveranstaltung Sustainable Land Use in Developing Countries im SS 2016. An einem zweiten Film wird derzeit gearbeitet.


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Im Rahmen des BOKU-Kino werden Defizite hinsichtlich einer nachhaltigen Welt - nachhaltig im Sinne von "das Ende mitdenken" - thematisiert und diskutiert. Mit sorgfältig ausgewählten Filmen soll bei den ZuschauerInnen ein Bewusstsein dafür geweckt werden, dass es notwendig ist und enormer - auch persönlicher - Anstrengungen bedarf, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen weltweit zu verbessern.

Im Anschluss an die Filmvorführungen findet jeweils eine Podiumsdiskussion statt, bei denen ExpertInnen aus verschiedenen relevanten Fachgebieten vertreten sind. So soll eine möglichst differenzierte Betrachtung der Filmthematik erreicht werden. Die Film- und Diskussionsreihe "BOKU-KINO" läuft seit Herbst 2011.

Jeweils mittwochs, einmal im Monat in der Vorlesungszeit, von 18:30 bis 21:00 Uhr

ORT: in Nicht-Corona-Zeiten im Großen Hörsaal im Untergeschoß des neuen TÜWI (TÜWI-UG1/02), Dänenstr. 4, 1190 Wien

FREIER EINTRITT

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Organisation: BOKU-ÖH und Ethikplattform