Nächster Film 07.12.2022

07.12.2022 18:30 Tüwi HS01 - Verschoben! Auf den 25.01.2022

Seeing Voices (Dariusz Kowalski, 2016)

Ein vielstimmiges Portrait der Gehörlosen-Community in Wien, das ein Gespür für eine Sprache, die auf der visuellen Ebene funktioniert und für Menschen, die sich durch Gebärden Gehör verschaffen, vermittelt.

Die ProtagonistInnen in „Seeing Voices“ sind zwar gehörlos, aber ohne Worte sind sie deshalb wahrlich nicht: Die Gebärdensprache birgt ein Paralleluniversum voller Ausdruckskraft und Magie, das den meisten Hörenden unerschlossen bleibt. Ayse, Helene und die gehörlosen Mitglieder der Familie Hager vermissen weder Musik noch das Zwitschern der Vögel, schließlich haben sie es nie gehört, sehr wohl aber das Recht auf ihre Muttersprache. Diesen schmalen Grat zwischen der hörenden und der gehörlosen Welt meistern sie alle auf völlig unterschiedliche Weise – aber keineswegs leise.

Podium:
Barbara Hager, Mitbegründerin von VÖGS (Verein österreichischer Gehörloser Studierender) und der heutigen GESTU-Servicestelle an der TU Wien. PHD Studierende an der Bildungswissenschaft/ Uni WIen. Derzeit Projektmitarbeiterin an der Uni Wien und Lehrerin in BIG (Bundesinstitut für Gehörlosenbildung), Darstellerin im Film
Sabine Strauss-Goller: Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie, Institut für Mikrobielle Genetik
Georg Marsh: Dolmetscher bei duooo (ÖGS, IS), Mitarbeiter bei GESTu Servicestelle an der TU Wien
Katharina Marsh: Gebärdensprachdolmetscherin

Morderation:
Ruth Scheiber-Herzog, Koordinationsstelle für Gleichstellung, Diversität und Behinderung

BOKU-Kino 22/23: Geschlechtergleichheit (SDG 5) & Weniger Ungleichheiten (SDG 10)

Nach der BOKU-Kino "Willkommen zurück aus dem Sommer - herunter von der Alm" Veranstaltung im Oktober, thematisiert das BOKU-Kino dieses Jahr vor allem SDG 5 "Geschlechtergleichheit" und SDG 10 "weniger Ungleichheiten", erstmalig in Kooperation mit Institut für Entwicklungsforschung und der ÖH BOKU und erstmalig auch mit der BOKU-Koordinationsstelle für Gleichstellung, Diversität und Behinderung!

TERMINÜBERSICHT - vorläufiges Programm

05.10.2022 – Der Halter
09.11.2022 – Theater! Die Fremden 
07.12.2022 – Seeing Voices
11.01.2023 – Bintou
?.02.2023 – Your turn
01.03.2023 – Woods - der geraubte Wald
29.03.2023? – Female pleasure
03.05.2023 – tba
06.06.2022 – Rafiki

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11.01.2023
Bintou
(Simone Catharina Gaul, 2014, 64 min)
Ein Film über Träume, Verantwortung und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Bintou lebt in Burkina Faso und träumt von einer Karriere als Schneiderin in Europa. Mit diesem Ziel vor Augen verliert sie trotz prekärer Lebensumstände nicht die Hoffnung und spart jeden Cent für ihre Zukunft und die ihrer Tochter. Die Nähe zwischen Filmemacherin und Protagonistin ermöglicht das Porträt einer starken Frau, deren Hoffnung auf ein besseres Leben umso beeindruckender wird, je mehr sich das Geheimnis ihrer Vergangenheit lüftet.

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?.02.2023
Your Turn - Espero Tua (Re)volta (
Eliza Capai, 2019)

In dem Film geht es um Schüler_innen, die sich aufgrund diverser Schulschließungen und schlechten Bildungsbedingungen in den ärmeren Teilen Brasiliens in öffentlichen Schulen, zusammengeschlossen haben und Streiks & Proteste organisiert haben. Vor allem Kinder aus niedrigen sozialen Schichten, aus Arbeiter_innenfamilien und POC sind von der schlechten Bildungspolitik betroffen. Sie haben eine Massenbewegung in ganz Brasilien ausgelöst und konnten - mit 13, 14, 15 Jahren - echte politische Verbesserungen erzielen. Die Proteste dauerten von 2013 bis etwa 2018, als Bolsonaro zum Präsidenten gewählt wurde. Das Ganze ist eine Dokumentation, aber vollständig von den demonstrierenden Schüler_innen moderiert und fühlt sich darum eher wie ein Spielfilm an.
 

Podium:

Moderation:

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01.03.2023
Woods, der geraubte Wald:
(Ebba Sinzinger, Vincent Lucassen, 2020)

Jedes Jahr werden in Rumänien 20 Millionen Kubikmeter Holz illegal aus den Wäldern geholt. Doch wo landen die Bäume - und wer verdient daran? Alexander von Bismarck ist der Leiter der NGO „Environmental Investigation Agency“ und geht mit seinem internationalen Team undercover, um große Unternehmen auf der ganzen Welt zu infiltrieren und zu dokumentieren, wie sie illegal geschlagenes Holz produzieren und verkaufen. Mit Geschick, Gründlichkeit und einfachen Mitteln gelingt es der EAI, dem Geld - und dem Holz - auf die Spur zu kommen und Licht in einen Skandal zu bringen, der ein Ausmaß hat, das sich nur wenige Verbraucher vorstellen können.

Podium:

Moderation:

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29.03.2023
Female Pleasure
 : (Barbara Müller, 2018)

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm "#Female Pleasure". Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sie sich für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstoßen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.

 

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06.06.2023
Rafiki
(Wanuri Kahiu 2018)

Open air - geplant

RAFIKI – der Titel bedeutet auf Suaheli „Freund(in)“ – ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia selbst, wo Homosexualität noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zunächst mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde. Basierend auf der preisgekrönten Kurzgeschichte „Jambula Tree“ (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erzählt Rafiki von einer afrikanischen Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt. Ein mitreißender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in strahlenden Farben leuchtet.

 

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Im Rahmen des BOKU-Kino werden Defizite hinsichtlich einer nachhaltigen Welt - nachhaltig im Sinne von "das Ende mitdenken" - thematisiert und diskutiert. Mit sorgfältig ausgewählten Filmen soll bei den ZuschauerInnen ein Bewusstsein dafür geweckt werden, dass es notwendig ist und enormer - auch persönlicher - Anstrengungen bedarf, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen weltweit zu verbessern.

Frühere Filme

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