Nächster Film

03.11.2021
Soyalism 
(Enrico Parenti, Stefano Liberti; 2019, 65min)

In einer Welt, die sich mit Klimawandel und Überbevölkerung konfrontiert sieht, wird die Kontrolle über die Lebensmittelproduktion für eine Handvoll riesiger Unternehmen immer mehr zu einem riesigen Geschäft. Neben der industriellen Produktionskette von Schweinefleisch, von China über Brasilien, die Vereinigten Staaten und Mosambik, beschreibt der Dokumentarfilm die enorme Machtkonzentration in den Händen dieser globalen Unternehmen. Diese Entwicklung treibt Hunderttausende von Kleinproduzenten aus dem Geschäft und zerstört ganze Landschaften.

Von Abfall-Lagunen in North Carolina bis hin zur Sojabohnen-Monokultur, die im Amazonas-Regenwald entwickelt wurde, um Tiere zu füttern, beschreibt "Soyalism", wie die Ausweitung dieses Prozesses das soziale und ökologische Gleichgewicht des Planeten gefährdet.

Podium:

tba

Moderation: tba

BOKU-Kino 21/22: Ernährung & Verantwortung

In Anlehnung an das SDG 2 “End hunger, achieve food security and improved nutrition and promote sustainable agriculture“ befasst sich das BOKU-Kino dieses Semester mit dem Thema Ernährung.

In Kooperation mit der ÖH-BOKU und dem Cluster for Development Research (CDR) beleuchtet die Ethikplattform anhand ausgewählter Filme und mit Unterstützung eingeladener Podiumsgäste das Thema Ernährung inmitten politischer, sozioökonomischer und kultureller Verflechtungen – inmitten von Selbstverantwortung, Verantwortung füreinander und für die Umwelt.

Wie könnte eine verantwortungsvolle Ernährung aussehen? Was muss dabei alles mitgedacht werden – und was wird derzeit mitgedacht? Welche Rolle spielen Ernährungsformen wie Veganismus und Vegetarismus? Gibt es DIE Ernährung der Zukunft? Wie können wir die Weltbevölkerung ernähren ohne dabei den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen? Ohne dabei die Umwelt zu zerstören? Welche Verantwortung trifft dabei Individuen, die Industrie und die Politik?

Fragen dieser Art werden uns beschäftigen – zumindest jeden ersten Mittwoch im Monat in der Vorlesungszeit. Sei dabei!

Ort: Aufgrund der aktuellen Situation werden wir das BOKU-Kino vorerst online abhalten.
Das heißt also auch, dass kein Termin entfallen wird;) 
Sobald wie möglich möchten wir wieder auf Präsenz umsteigen und euch alle im Tüwi Hörsaal begrüßen!

Eine Veranstaltung der Ethikplattform und der BOKU-ÖH


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TERMINÜBERSICHT

06.10.2021 – Dead Donkeys Fear no Hyenas
03.11.2021 – Soyalism
01.12.2021 – System Milch
12.01.2021 – Seaspiracy
02.02.2022 – Empathy + The last pig (trailer)
02.03.2022 – End of Meat
06.04.2022 – The Game Changer
04.05.2022 – Revolution in der Pflanzenzucht – Schöne neue Gentechnik + Der Ährenmann
01.06.2022 – Kiss the ground

Online Szenario: Filme werden vor jeweiligen BOKU-Kino Termin online zur Verfügung gestellt (Link auf Homepage veröffentlicht). Die Podiumsdiskussion wird am jeweiligen Termin über Zoom stattfinden. Links werden rechtzeitig gepostet. Bitte die Homepage regelmäßig checken!

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JAHRESPROGRAMM im Detail

06.10.21
Dead Donkeys Fear no Hyenas 
(Joakim Demmer, 2017, 90 min)

Dead Donkeys Fear no Hyenas ist ein dokumentarischer Thriller, der die düsteren Methoden des „Landraubs“ untersucht - eine moderne Form der Kolonisierung, bei der ausländische Investoren ohne jeden Nutzen für die lokale Bevölkerung große Ackerflächen in Entwicklungsländern kaufen oder pachten. Der Ansturm auf das „grüne Gold“ ist eröffnet und die Stärksten planieren ihren Weg bis zur Ziellinie!

Der Film begleitet den äthiopischen Umweltjournalisten Argaw und legt offen, dass versprochener Wohlstand und Entwicklung oft weit entfernt sind von der harten Realität. Ausländische Großbetriebe besetzen riesige, landwirtschaftliche Flächen in Regionen, die bereits am Rande des Verhungerns sind und senden die erwirtschafteten Produkte in ihre heimatlichen Supermärkte. Zurück bleiben Bauern, die von dem Land, auf dem sie seit Generationen lebten, mit Gewalt vertrieben wurden.

Der Film untersucht die komplexen Zusammenhänge und ihre Auswirkungen vor der ländlichen Kulisse Äthiopiens. Auf der holprigen Fahrt durch das Land treffen wir verschiedene Akteure auf beiden Seiten des Zauns und erfahren, dass die Dinge selten so sind wie sie zunächst erscheinen. Während die globale Gemeinschaft sich bemüht, die moralischen und finanziellen Auswirkungen der Investitionsketten und die wohlmeinende Nahrungsmittelhilfe zu lenken, kämpft die äthiopische Bevölkerung verzweifelt um den Erhalt ihres Land, ihrer Kultur ihres Lebens.

Podium:

Birgit Englert, Institut für Afrikawissenschaften, Uni Wien

Douglas Godbold, Institut für Waldökologie, BOKU

Elisabeth Jost, Vorstand bei FIAN

Moderation: 

Reinfried Mansberger, Institut für Geomatik, BOKU

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03.11.2021
Soyalism 
(Enrico Parenti, Stefano Liberti; 2019, 65min)

In einer Welt, die sich mit Klimawandel und Überbevölkerung konfrontiert sieht, wird die Kontrolle über die Lebensmittelproduktion für eine Handvoll riesiger Unternehmen immer mehr zu einem riesigen Geschäft. Neben der industriellen Produktionskette von Schweinefleisch, von China über Brasilien, die Vereinigten Staaten und Mosambik, beschreibt der Dokumentarfilm die enorme Machtkonzentration in den Händen dieser globalen Unternehmen. Diese Entwicklung treibt Hunderttausende von Kleinproduzenten aus dem Geschäft und zerstört ganze Landschaften.

Von Abfall-Lagunen in North Carolina bis hin zur Sojabohnen-Monokultur, die im Amazonas-Regenwald entwickelt wurde, um Tiere zu füttern, beschreibt "Soyalism", wie die Ausweitung dieses Prozesses das soziale und ökologische Gleichgewicht des Planeten gefährdet.

Podium:

tba

Moderation: tba

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01.12.2021
System Milch (Andreas Pichler; 2017; 90 min)
Grimme-Preisträger Andreas Pichler widmet sich in seinem neuen Film dem bis heute romantisch verklärten Bild der idyllischen Milchviehwirtschaft, von dem in Wahrheit so gut wie nichts mehr übrig ist: Aus dem Geschäft mit der Milch ist eine milliardenschwere Industrie geworden, die dafür sorgt, dass der Milchkonsum weltweit konstant ansteigt. Allein in Europa werden jährlich zwei Billionen Tonnen Milch und Milchpulver produziert und auf den Markt gebracht. Im Fokus der 90-minütigen Dokumentation "Das System Milch" stehen diverse Fragen: Wie konnte es soweit kommen – vor allem wenn man bedenkt, dass weltweit fast zwei Drittel aller Erwachsenen laktoseintolerant sind? Wer treibt das Geschäft an? Welche Alternativen gibt es? Und: Was macht das alles mit unserer Gesundheit?

 

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12.01.2022
Seaspiracy (Ali Tabrizi, 2021, 89 min)
Nach Cowspiracy (wurde im Boku Kino 2017 gezeigt) wird in Seaspiracy der globalen Fischindustrie, den Herausforderungen des nachhaltigen Fischens und den Folgen der menschlichen Handlungen auf die Umwelt(-zerstörung) nachgegangen.

 

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02.02.2022
Empathy 
(Ed Antoja, 2017, 65 min) 
A story about animal respect told by a sceptic.
Ed is commissioned to make a documentary intending to change those habits of society that are harmful to animals. But completely alien to the animal protection movement; he will realize that to carry out the project, he must first convince himself. The process of documenting the film and Ed’s interactions with Jenny, a collaborator of FAADA (the animal foundation that commissioned the film) will serve to contrast his doubts and look for answers on how to live in a manner that is more responsible towards animals. A series of new precepts that will affect the way he eats, dresses, consumes and even spends his free time. These new behaviors will make him clash with his immediate surroundings: family, friends and workmates. To overcome this, Ed will use the experience of 5 people who have adopted this lifestyle and ask for the opinion of several experts on the issue.

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The Last Pig (Allison Argo, 2017, 43 min) – trailer (4 min)
A Farmer´s ethical crisis. THE LAST PIG is a lyrical meditation on what it means to be a sentient creature with the power to kill. Immersive, experiential, with sparse inner reflections, the film follows a pig farmer through his final season of slaughtering pigs.

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02.03.2022 
The end of Meat 
(Marc Pierschel, 2017, 96 min)
Wie sähe unsere Welt aus, würden wir kein Fleisch mehr essen? Ein Dokumentarfilm über die Vision einer Welt ohne Fleisch, der Philosoph*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen vorstellt, die sich mit Alternativen des Zusammenlebens von Menschen und Tieren beschäftigen. In "The End Of Meat" wagt Filmemacher Marc Pierschel den Blick in eine Zukunft ohne Fleisch sowie deren Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und uns selbst. Dabei begegnet er Esther, einem Hausschwein, welches das Leben von zwei Kanadiern komplett auf den Kopf stellte, spricht mit den Pionieren der veganen Revolution in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten „Nutztieren“ in Freiheit, trifft auf Wissenschaftler*innen, die am tierfreien Fleisch forschen, das den 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkt revolutionieren soll und vieles mehr. "The End Of Meat" zeigt eindrucksvoll die versteckten Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf.

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06.04.2022 
The Game Changers 
(James Wilks, 2018, 105 min)
Untermauert von Historikern und Medizinern gelingt dem Oscar - prämierten Regisseur Louie Psihoyos (“Die Bucht” 2010) eine revolutionäre Dokumentation über Fleisch, Eiweiß und Kraft. Mit einigen der stärksten, schnellsten und härtesten Athleten der Welt dokumentiert “The Game Changers“ den explosiven Aufstieg des pflanzlichen Essens im Profisport, der bahnbrechende Wissenschaft mit Geschichten über Kampf und Triumph verbindet.

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04.05.2022
2 Kurzdokus: Revolution in der Pflanzenzucht – Schöne neue Gentechnik (Anna Grün, 2016, 43 min 3Sat Doku) + Der Ährenmann (Bertram Verhaag, 43 min)
Nachdem wir nun gehört haben, dass eine pflanzliche Diät durchaus für die Umwelt und unsere Gesundheit von Vorteil ist, widmen wir uns nun näher der Pflanzenzucht. Öfter begegnet uns das Framing, dass wir neue, robustere Sorte benötigen um dem Klimawandel und der wachsenden Weltbevölkerung auf begegnen zu können. Die Dokus des heutigen Abends zeigen 2 Arten der der Zuchtverfahren die oft als diametral gegenüberstehend empfunden werden: Gentechnik mit der Anwendung von Genome Editing; und das natürliche Prinzip der Auslese in einem biodynamischen Betrieb. Doch wie unterschiedlich und unvereinbar sind die wirklich? Was sind Vor- und Nachteile der einzelnen Zuchtverfahren? Und gibt es die eine, richtige Strategie? Und was ist eigentlich mit den alten Sorten?

Revolution in der Pflanzenzucht: Link zur Doku
Ein neues biotechnisches Werkzeug, die Genschere CRISPR, revolutioniert die Gentechnik. Sie ist günstig und einfach anzuwenden - jeder Laborant kann damit ins Erbgut von Pflanzen eingreifen. Mit CRISPR ist Gentechnik nicht mehr den großen Saatgut- und Chemiekonzernen vorbehalten. Mit der Genschere gelingen rückstandfreie, buchstabengenaue Eingriffe im Erbgut bei Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren und Menschen, genannt "genome editing". Die aktuellen Entwicklungen in der Gentechnik überschlagen sich, eröffnen Möglichkeiten, bergen Risiken - und zwingen uns zu Entscheidungen, die grundsätzlicher nicht sein könnten.

Der Ährenmann: Link zur Doku
Eckart Irion ist ein besonderer Mann mit einem besonderen Beruf: er erforscht und züchtet neue Getreidesorten. Dabei arbeitet er nicht, wie heute üblich, mit gentechnischen Methoden, sondern hält sich an das uralte Prinzip der Auslese. Und er hat auch ganz andere Ideale als die moderne Agrarindustrie, die darauf abzielt, einige wenige Hochertragssorten zu züchten, die möglichst universell einsetzbar sind und möglichst resistent gegen Ungeziefer und Krankheiten. Das lässt sich oft nur indirekt erreichen, indem man Resistenzen gegen bestimmte Herbizide, Pestizide und Insektizide erzeugt, also einen Chemieeinsatz mit einkalkuliert. Neben Roggen, Weizen und Hafer erforscht Irion auch eine rund 8000 Jahre alte heimische Weizenart, die irgendwann in Vergessenheit geraten ist. Gutes Saatgut kann nicht aus dem Labor kommen, sondern muss in einer natürlichen Umgebung heranreifen, in einem streng kontrollierten Kreislauf: deshalb baut er das Futter für seine Kühe, Pferde, Hühner und Enten selber an und diese liefern wiederum den Dünger für das Getreide.

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01.06.2022 
Kiss the Ground (Rebecca Harrel Tickell & Josh Tickel, 2020, 84 min)
A revolutionary group of activists, scientists, farmers, and politicians band together in a global movement of "Regenerative Agriculture" that could balance our climate, replenish our vast water supplies, and feed the world.

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Im Rahmen des BOKU-Kino werden Defizite hinsichtlich einer nachhaltigen Welt - nachhaltig im Sinne von "das Ende mitdenken" - thematisiert und diskutiert. Mit sorgfältig ausgewählten Filmen soll bei den ZuschauerInnen ein Bewusstsein dafür geweckt werden, dass es notwendig ist und enormer - auch persönlicher - Anstrengungen bedarf, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen weltweit zu verbessern.

Frühere Filme

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Organisation: BOKU-ÖH und Ethikplattform