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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-01-01 - 2021-12-31

Kreislaufwirtschaft und eine nachhaltige Lebensweise bedingen die Verfügbarkeit erneuerbarer Rohstoffe in großen Mengen. Aus bekannten, ethischen Gründen ist die landwirtschaftliche Produktion industrieller Grundstoffe ungewünscht. Eine Primärproduktion mittels Algen oder Cyanobakterien ist aus der konfliktreichen Diskussion ausgenommen, is jedoch, als vergleichsweise neuer Forschungszweig nicht soweit optimiert, wie die Landwirtschaft. Eine vielversprechende Produktgruppe aus Cyanobakterien sind PHA's, natürliche Polyhydroxyalkanoate mit ähnlichen Eigenschaften und Einsatzgebieten, wie konventionelle Kunststoffe. Die Kenntnis von Möglichkeiten und Grenzen der biotechnologischen Produktion vorausgesetzt, ist eingehende Grundlagenforschung für ein tieferes Verständnis der biologischen und ökologischen Bedeutung des Biopolymers erforderlich. Derartige Untersuchungen wurden für heterotrophe Bakterien bereits durchgeführt, jedoch gibt es bislang kaum Daten über Funktionen und Interaktionen der PHA's in Cyanobakterien. Unser Projekt wendet spezielle Messmethoden zur Erfassung chemischer, physikalischer, morphologischer und molekulargenetischer Parameter von Cyanobakterienzellen an, wenn diese günstigen oder ungünstigen Umweltbedingungen ausgesetzt werden. Aus den so gesammelten Daten erwarten wir, wertvolle Erkenntnisse zur Stressbewältigung von Cyanobakterien über deren PHA-Produktion zu gewinnen. Die Ergebnisse werden nicht nur aus akademischer Sicht, sondern auch im Hinblick auf spätere Prozessoptimierungen in der Biotechnologie mit Cyanobakterien wertvoll sein.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-01-01 - 2019-12-31

FibreZyme zielt darauf ab, die Mechanismen der Enzymreaktion während der Raffination und deren Einfluss auf die Faser- und Papiereigenschaften besser zu verstehen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollten Unternehmenspartner in der Lage sein, geeignete Enzymformulierungen auszuwählen und Anwendungen für ihre verschiedenen individuellen Prozesse zu implementieren, ohne dass eine externe Beratung erforderlich ist. Die Zellstoff- und Papierproduktion ist in Österreich ein großer Industriezweig, der an der Implementierung effizienter und umweltfreundlicher Technologien interessiert ist. Die Enzymtechnologie kann dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit des Papierherstellungsprozesses zu verbessern und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu reduzieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2021-09-30

Es ist dringend notwendig, neuartige und nachhaltige Systeme zu entwickeln, die eine kontrollierte Ausbringung von Agrochemikalien über längeren Zeitraum ermöglichen, sowie an Systemen, die die Versorgung der Pflanzen mit Wasser gewährleisten, um die Auswirkungen von Dürreperioden zu reduzieren. Angesichts der raschen Erschöpfung der Grundwasserreserven, der Unsicherheit in Bezug auf Regenfälle und der wachsenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln aufgrund des starken Bevölkerungswachstums kommt der effizienten Nutzung des für Kulturpflanzen verfügbaren Wassers eine immer größere Bedeutung zu. Hydrogele zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Vergleich zu ihrem Gewicht außergewöhnlich große Mengen an Wasser aufnehmen und speichern können. Dies ist von größter Bedeutung, da Dürren und erratische Niederschlagsmuster die Ernteerträge selbst in jenen Regionen stark beeinträchtigen, in denen üblicherweise normale Niederschlagsmengen erwartet werden. Da außerdem bis zu 50% der Stickstoffdünger verloren gehen und mehr als 95% der Pestizide und Herbizide in die Umwelt freigesetzt werden, müssen Technologien entwickelt werden, die die Kontamination der Umwelt durch Agrochemikalien verhindern. Derzeit basieren die agrochemischen Versorgungs- und Wasserspeichersysteme auf nicht biologisch abbaubaren, fossilen Ressourcen, deren Persistenz bereits ernsthafte Probleme verursacht. Lignin, das in Bäumen (40%), in landwirtschaftlichen Nebenprodukten oder in weiterer Folge in Bioethanolanlagen vorhanden ist, wird derzeit nicht ausreichend erforscht und hauptsächlich zum Zweck der Energieerzeugung verbrannt. Die Studie untersucht die Möglichkeit, unter Verwendung von Biokatalysatoren Lignin-basierte, biologisch abbaubare kontrollierte Freisetzungssysteme für Wasser und Agrochemikalien herzustellen.

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