Die BOKU setzt sich das Ziel, bis 2030 zwei Drittel ihrer Treibhausgasemissionen zu reduzieren (Referenzjahr 2019) - ein sehr ambitioniertes, aber machbares Ziel!
Ganz nach dem Motto „Vermeiden und Reduzieren kommt vor Kompensieren“ möchte die BOKU in erster Linie ihre Emissionen senken und darüber hinaus spätestens ab 2030 nicht vermeidbare Restemissionen über Klimaschutzprojekte kompensieren. Der Anteil an Restemissionen soll auch nach 2030 weiter sinken.

  Statement der Rektorin                                                                                                    

   Der Klimaneutralitätspfad der BOKU                                                                         

Basierend auf der Treibhausgasbilanz der BOKU von 2019 wurde ein Klimaneutralitätspfad (siehe Grafik unten) erarbeitet, der die erste Etappe der BOKU auf dem Weg zur Klimaneutralität darstellt. Die emissionsintensivsten Posten der Bilanz sind eindeutig Strom, Fernwärme und Dienstreisen. Auf diese Bereiche wird daher besonderes Augenmerk gelegt. Nichtsdestotrotz, müssen die kleineren Posten ebenfalls weitmöglichst reduziert werden, um das Ziel der 2/3-Reduktion zu erreichen; denn jede Tonne zählt.

Mit dem Umstieg auf UZ46-zertifizierten Strom seit 1. Jänner 2021 ist der BOKU bereits ein großer Schritt in Richtung Klimaneutralität gelungen! Etwa ein Drittel der Emissionen konnten damit bereits reduziert werden (Referenzjahr 2019). Zudem soll aber des Weiteren auch der Stromverbrauch an der BOKU laufend durch entsprechende Maßnahmen reduziert und Reduktionspotentiale genutzt werden. 

Aktuell wird in den AGs des Netzwerks Umweltmanagement an weiteren konkreten Maßnahmenbündel gearbeitet, die unsere Universität näher an das Klimaneutralitätsziel bringen sollen.

Zusammenarbeit zur Erreichung der Ziele

Da sich die geplante Emissionsreduktion auf den gesamten Universitätsbetrieb auswirken wird, ist die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den einzelnen Organisationseinheiten der Universität notwendig. Das Netzwerk Umweltmanagement, das sich aus Vertreter*innen des Rektorats, Umsetzungsverantwortlichen und BOKU Expert*innen zusammensetzt, soll diese BOKU-interne Kooperation unterstützen.

Klimaneutralität?

-Eine Begriffsannäherung-

Die einheitliche und transparente Verwendung des Begriffs Klimaneutralität ist derzeit eine Herausforderung, da es noch keine allgemeingültigen Standards gibt. In der Praxis kommt es daher oft zu Verwirrung und leider auch zur fälschlichen Verwendung des Begriffs.
Als Reaktion darauf wurde im Rahmen des Climate Change Center Austria (CCCA) im Jahr 2020 die AG Klimaneutral gegründet, mit dem Ziel, eine wissenschaftliche Basis für Klima- bzw. CO2-Neutralität von Betrieben und Organisationen zu schaffen.
Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe wurden in Kooperation mit drei Partnerorganisationen (BOKU, Technische Universität Graz, IIASA) ein Fact Sheet und ein Diskussionspapier publiziert.

Beide Dokumente sind online abrufbar: https://ccca.ac.at/netzwerkaktivitaeten/ag-klimaneutral

 

"Vermeiden und Reduzieren kommt vor Kompensieren"

Die Grundidee von Klimaneutralität ist es, klimaschädliche Aktivitäten einerseits zu quantifizieren (mittels Treibhausgasbilanzierung) und andererseits zu „neutralisieren“. Dieses Vorhaben sollte in erster Linie direkt durch Vermeiden und Reduzieren von Treibhausgasen umgesetzt werden. Emissionsmengen, die nicht weiter reduzierbar oder vermeidbar sind, können dann durch die Finanzierung von Klimaschutzprojekten kompensiert werden.

Kontakt

Zentrum für Globalen Wandel & Nachhaltigkeit
Sarah Siemers, Dipl.-Ing.
sarah.siemers@boku.ac.at