GÖCH-Preis für die beste Doktorarbeit


Dr. Martina Schroffenegger verteidigte ihre Doktorarbeit zum Thema "Wechselwirkungen von thermoresponsiven Eisenoxid-Core-Shell Nanopartikeln" am Department für Nanobiotechnologie im Januar 2019. Sie erhielt die jährliche Auszeichnung der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH) für Ihre Dissertation im Rahmen der "Österreichischen Chemietage" in Linz.

Die Anzahl der möglichen Anwendungen von thermoresponsiven Eisenoxid-Core-Shell Nanopartikeln hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Frau Dr. Martina Schroffenegger zeigte in ihrer Doktorarbeit, wie sich die hohe Krümmung von Nanopartikeln auf das Verhalten der Polymerhüllen auswirkt, mit denen die Wechselwirkungen von Nanopartikeln gesteuert werden. Es bestimmt, wie sie sich miteinander verbinden, mit Proteinen interagieren und von Zellen aufgenommen werden.

Um dies zu demonstrieren, synthetisierte sie mehrere neue Arten von Polymerhüllen auf magnetische Nanopartikel mit präziser Kontrolle der physikalischen Eigenschaften wie Größe, chemische Eigenschaften und Zusammensetzung. Dr. Schroffenegger verwendete auch neue Methoden und entwickelte Präzisionssynthesen, um aufzuklären, wie die Temperatur die Struktur der Nanpartikelschale mittels Nanometer Auflösung verändert.

Ihre Arbeit beschritt neue Wege bei der Entwicklung und Synthese der ersten Core-Shell Nanopartikel, die keine Wechselwirkungen mit Proteinen in Blutserum aufweisen. Dies wurde durch die Pfropfung der zyklische anstelle der herkömmlichen linearen Polymere auf der Nanopartikeloberfläche erreicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Ergebnisse ermöglichen das Design einer völlig neuen Generation von thermoresponsiven Kontrastmitteln und Arzneimittelträgern. Dr. Schroffeneggers Dissertationsarbeit wurde von Prof. Erik Reimhult, Institut für Biologisch-Inspirierte Materialien, beaufsichtigt.


14.10.2019