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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-02-01 - 2021-01-31

Kaum eine andere Freiluftaktivität ist in Europa so weit verbreitet wie das Sammeln wild wachsender, essbarer Pflanzen. Essbare Wildpflanzen genießen auch bei KonsumentInnen einen guten Ruf, werden als innovative und trendige Produkte mit außergewöhnlichen Gesundheitseigenschaften und Geschmäckern vermarktet und von rund 100 Millionen EU-BürgerInnen konsumiert. Städte haben besonderes Potential in der Vermarktung, aber auch für das Sammeln essbarer Wildpflanzen. Andererseits gibt es Bedenken gegenüber der Nachhaltigkeit des Sammelns auf städtischen Grünflächen wobei sich aber noch kaum Forschungsarbeiten diesem Thema angenommen haben. Dieses Forschungsprojekt wirkt dem entgegen und fragt nach der ökologischen und sozio-politischen Nachhaltigkeit des Sammelns essbarer Wildpflanzen in Städten. Diese forschungsleitende Frage wird durch die Adaptierung eines konzeptuellen Rahmens für das nachhaltige Sammeln von Wildpflanzen, der bisher in ländlichen Gebieten des Globalen Südens Verwendung fand, untersucht. Dieses Projekt unterstützt somit die nachhaltige Beschaffung, Verarbeitung und den Konsum lokaler Ressourcen, wie vom Konzept der Bioökonomie gefordert, und trägt zum Erreichen der UN Nachhaltigkeitsziele 11 und 12 der Stadt Wien bei. Das Forschungsprojekt findet in Wien, Österreich, statt und ist als Studie mit gemischten Forschungsmethoden konzipiert. Zuerst werden 30 lokale ExpertInnen für das Sammeln essbarer Wildpflanzen mit einem semi-strukturierten Gesprächsleitfaden interviewt und danach mehrere hundert SammlerInnen auf Sammelplätzen in Stadt- und Stadtrandgebieten mit einem strukturierten Fragebogen befragt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2023-08-31

EdiCitNet entwickelt “edible city solutions” für soziale Inklusion und fördert ihre Verbreitung in 13 Städten auf 4 Kontinenten. Das 5 jähre H2020 Projekt bringt verschiedenste Stakeholder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung zusammen um nachhaltige Stadtentwicklung zu ermöglichen. Innerhalb des EdiCitNet – Netzwerks werden neue „essbare Lösungen“ in living labs entwickelt und in Front Runner Cities getestet. Anschließend werden diese Lösungen in verschiedene, andere Städte übertragen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-01-07 - 2021-09-06

Partizipative Garantiesysteme (PGS): Fakten und Fiktion zum Konzept der Partizipation Der Begriff Partizipative Garantiesysteme (PGS) ist ein neues Konzept, das die Einhaltung der Anforderungen an die Qualität von Lebensmitteln aus biologischer Landwirtschaft für lokale Märkte sicherstellen soll, wobei auf die aktive Partizipation einer breiten Basis lokaler, über die gesamte Wertschöpfungskette beteiligter Akteure, Wert gelegt wird. BefürworterInnen von PGS nehmen an, dass diese Form der Garantiesicherung kostengünstiger, unbürokratischer oder geeigneter ist regionale Entwicklung zu fördern. PGS werden von ihren VertreterInnen als effektivere & effizientere Alternative zur aktuell gesetzlich verankerten Produktzertifizierung durch akkreditierte unabhängige Biokontrollstellen dargestellt. PGS sind ein junges Forschungsgebiet und viele Phänomene welche mit PGS in Zusammenhang stehen, oder ein zentraler Bestandteil von PGS sind, wurden bisher nicht untersucht. In diesem Projekt soll untersucht werden wie Partizipation im PGS von PGS-Mitgliedern wahrgenommen wird, warum diese partizipieren oder nicht partizipieren und welchen daraus resultierenden Nutzen bzw. welche Kosten Akteure wahrnehmen. Zudem soll Partizipation im PGS von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus beschrieben und analysiert sowie die Auswirkungen von Partizipation oder Nicht-Partizipation auf den behaupteten Nutzen von PGS (z.B. Förderung des Vertrauens in Produkte) untersucht werden. Die Einbettung von Partizipation im PGS in einen breiteren Kontext jener Aktivitäten welche nicht mit dem PGS in Zusammenhang stehen jedoch mit PGS-Aktivitäten um Zeitressourcen von PGS-Mitgliedern konkurrieren und in den jeweiligen politisch, institutionellen und strukturellen Kontext, soll es erlauben Faktoren zu identifizieren welche Partizipation im PGS erschweren oder fördern. Zu diesem Zweck werden qualitative Interviews, Befragungen, teilnehmende und nicht-teilnehmende Beobachtung und Fokusgruppen als Datenerhebungsmethoden in je zwei PGS-Initiativen in Argentinien, Uruguay, Paraguay, Chile, Bolivien und Ecuador eingesetzt. Die Ergebnisse des Projektes werden relevant sein, da PGS in der wissenschaftlichen Literatur bisher kaum Erwähnung finden. Obwohl Partizipation ein Schlüsselelement von PGS ist, wurde Partizipation bisher nicht auf breiterer Basis untersucht. Projektergebnisse sollen das Verständnis von Partizipation in PGS verbessern. Das Thema ist auch außerhalb des PGS-Kontexts von großer Relevanz, da das Konzept der Partizipation in einem breiten Spektrum sozialer Prozesse wichtig ist. Durch die Untersuchung von PGS sind daher zusätzliche Erkenntnisse im Bereich der ländlichen Entwicklung jenseits der Biozertifizierung zu erwarten.

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