BrightComSol


Wissenschaftler am Department für Nanobiotechnologie haben einen neuen Verbundstoff entwickelt, der bei niedrigeren Produktionskosten eine verbesserte Leistung erzielt und umweltfreundlichere Bildschirme darstellt. Die Technologie, vermarktet als BrightComSol, wurde mit der höchsten Finanzierung, die es jemals gab, vom Technologie-Gründerzentrum INiTS unterstützt.

Aufbauend auf der bahnbrechenden Grundlagenforschung am Institut für Biologisch-inspirierte Materialien (BIMat), unter der Leitung von Prof. Erik Reimhult und vom European Research Council (ERC) gefördert, wurde eine neue Generation von Materialien entwickelt, mit deren Hilfe Farberzeugungsdünnfilme für Bildschirme und Röntgen­detektoren hergestellt werden können.

Diese Technologie erlaubt uns, ab sofort zu einem viel geringeren Preis, Energieverbrauch sowie Fertigungs­komplexität, lichtemittierende Nanopartikel, sogenannte Quantenpunkte, in dünne Polymerfolien einzubetten, um gesättigtere Farben für das menschliche Auge erzeugen zu können. Darüber hinaus wird hier der Einsatz von Schwermetallen reduziert.

In Röntgendetektoren verwendet, können dieselben Folien verwendet werden, um die Röntgendosis mehrere hundert Male zu reduzieren. Dadurch wird die gefährliche Strahlenexposition für Patienten und Betreiber verringert und ermöglicht den Einsatz von tragbaren Röntgengeräten für Materialkontrolle im industriellen Umfeld.

Diese Technologie, vermarktet als Bright Composite Solutions (BrightComSol) weckte großes Interesse bei den Investoren am letzten "INiTS demo day" und wurde mit der höchsten Finanzierung aller Zeiten vom Inkubator INiTS ausgezeichnet.

Dr. Behzad Shirmardi Shaghasemi und Prof. Erik Reimhult, vom Institut für Biologisch-inspirierte Materialien, arbeiten ab sofort an der Vermarktung dieses geistigen Eigentums der BOKU.


12.06.2019