Naturnahe Staudenpflanzungen auf der Landesgartenschau Aigen-Schlägl 2019


In Zusammenarbeit mit der BOKU entstanden atmosphärische Pflanzenbilder, die in den kommenden Jahren wertvolle Erfahrungen für den klimageeigneten Einsatz im öffentlichen Grün liefern werden.

Das Institut für Gartenbau gestaltete in einer Kooperation mit den Landschaftsarchitektinnen Marlis Rief (Projektleitung) und Barbara Brandstätter auf über 1000 m² naturnahe Pflanzflächen, die das Thema der Gartenschau „Bio.Garten.Eden“ mit der regionalen Kulturlandschaft des nördlichen Mühlviertels in Verbindung bringen. Die Bepflanzung fügt sich in verschiedene Freiraumsituationen ein und untermalt jeweils den Charakter des Ortes. Die hierfür entwickelten Pflanzkonzepte basieren auf den jüngsten Forschungserkenntnissen im Bereich der nachhaltigen und pflegeleichten Pflanzenverwendung. Das Pflanzenspektrum umfasst heimische Wildstauden, Auslesen und alte Bauerngartenpflanzen in Kombination mit „neuen“ klimagerechten Gartenarten.
Die Flächen gehen nach der Gartenschau in eine dauerhafte Nutzung über und bieten daher Gelegenheit für wissenschaftliche Beobachtungen über mehrere Jahre hinweg. Die Kenntnis um den Einsatz von klimageeigneten Wildstauden und regionalen Arten ist für viele oberösterreichische Gemeinden im Bereich der Böhmischen Masse und darüber hinaus von großer Bedeutung. Erfahrungen im pflegeextensiven Management von spezifischen Pflanzenkombinationen sind wesentliche Bausteine zur nachhaltigen und wirtschaftlich effizienten Pflanzenverwendung im öffentlichen Gemeindegrün. 
Die Landesgartenschau ist noch bis zum 13. Oktober 2019 geöffnet.

Weitere Informationen:
short.boku.ac.at/kxvprq
Am 18. September veranstaltet das REWISA-Netzwerk in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund die Tagung „Schaugärten wild und bunt“ direkt im Gartenschaugelände. 
www.biogarteneden.at
 


09.09.2019