Die Wiederherstellung bzw. Aufrechterhaltung von Lebensräumen für Wildtiere mit Hilfe von eigenen Wildtierkorridoren ist ein weltweites Anliegen, um die Gesundheit von Wildtier – Populationen zu gewährleisten und deren Überleben zu sichern.

Dieses EU- geförderte Projekt hat dabei den Großraum Österreich – Tschechien im Fokus.

Der Vorteil von Fernerkundungsdaten in diesem Projekt ist unter anderem der, dass homogene Geodatensätze mit der notwendigen Detaillierung über Staatsgrenzen hinweg produzierbar sind.

Diese Daten werden mit Open Source Daten weiter ergänzt, sowie mit speziellen Geodaten vom Land Niederösterreich. Die Daten vom Land Niederösterreich sind unter anderem auch dafür hilfreich, Widmungen von Flächen zu berücksichtigen.

Zusätzlich wurden auch eigene Felderhebungen durchgeführt – wie z.B. die Qualität von Durchlässen entlang von Autobahnen, etc.

Diese gesammelten Informationen werden in einem Geographischen Informationssystem (GIS) zusammengefasst und analysiert.

Damit wird ein sogenanntes Widerstandsmodell erzeugt – je geringer der Wert, desto leichter die Möglichkeit zur Migration – je höher, desto weniger eignet sich die Fläche für die Wanderung – bis zu den höchsten Werten, die eine Wanderung unmöglich machen (verbautes Gebiet z.B.)

Der Widerstandswert stammt aus einer GIS Modellierung –

Der Hintergrund dafür ist, dass z.B. Ackerflächen – unabhängig von ihrer Fruchtfolge – auch unterschiedlich für die Migration von Wildtieren genutzt werden – abhängig, ob sich diese Flächen in der Nähe von Siedlungen oder Städten befinden – die den Widerstandswert erhöhen – oder in der Nähe von kleinen Waldinseln oder großen Waldflächen, die den Widerstand wiederum reduzieren.

In diesem Projekt wird das wildökologische Expertenwissen über das Raumverhalten von Wildtieren in einem GIS – Modell konzentriert, um den letztendlichen Verlauf des Korridors leichter bestimmen zu können.

Dieser Verlauf der Korridore ist wiederum eine wichtige Information für die Raumplanung, um diese Bereiche auch besser freizuhalten, zu bewahren und zu schützen.   

Untersuchungsgebiet – und Sentinel - 2 Bilddaten von 3 unterschiedlichen Zeiträumen im gleichen Jahr mit unterschiedlichen phänologischen Verhältnissen.

01. April 2017

29. September 2017

Sentinel 2 Daten: Copernicus Sentinel data 2017

20. Juni 2017

Widerstandswerte - weiß: hoch, schwarz: niedrig

Kontaktperson

Franz Suppan, Mag.

Senior Scientist
H85500 Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB)
Senior Scientist
H85700 Institut für Geomatik

Email
franz.suppan@boku.ac.at
Telefon
+43 1 47654-85718
Postadresse
Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB)
Peter-Jordan-Straße 82
1190 Wien