GenderAlp!

Raumentwicklung für Frauen und Männer

 

Das Institut für Landschaftsplanung der Universität für Bodenkultur Wien ist Projektpartner des Interreg IIIB Projektes GenderAlp! – Räumliche Entwicklung für Frauen und Männer. Wir arbeiten schwerpunktmäßig beim Aufbau des Wissensaustausches und der Netzwerkbildung im Rahme des Workpackage 5: Set-up of a knowledge base and a knowledge network mit. Ein wichtiger Schwerpunkt wird auch in der Aus- und Weiterbildung im Kontext zu geschlechtssensibler räumliche Entwicklung im ländlichen Raum für Studierende der Studienrichtung Landschaftsplanung und Landschaftspflege gesetzt. Der dritte wichtige Schwerpunkt ist das Entwickeln und Abhalten von Trainings- und Ausbildungsmodulen für die Sensibilisierung und Qualifizierung für die Umsetzung von Gender Mainstreaming von (politische) EntscheidungsträgerInnen, VerwaltungsmitarbeiterInnen und PlanungsexpertInnen.

GenderAlp! Fakten

  • Laufzeit 2005 – 2007
  • Gefördert im Rahmen von Interreg IIIB, Alpine Space
  • Leadpartner Land Salzburg
  • 12 PartnerInnenstädte und -regionen aus Österreich, Italien, Deutschland, Frankreich und Slowenien + 12 Städte und Regionen mit Observerstatus
  • Österreich: Land Salzburg, Land Oberösterreich und Land Niederösterreich, Verwaltungsakademie Salzburg, Universität für Bodenkultur Wien

GenderAlp! Arbeitsschwerpunkte

  • Räumliche Entwicklung (Gender Planning)
  • Öffentlicher Haushalt (Gender Budgeting)
  • Sensibilisierung und Ausbildung (Gender Training)
  • Gender Mainstreaming im Verwaltungshandeln

Gender Mainstreaming in der Landschaftsplanung und Raumentwicklung 

  • stellt Frauen und Männer und das Verhältnis zwischen Frauen und Männern in den Blickpunkt
  • verändert im Sinne der Chancengleichheit für Frauen und Männer die Strukturen, Rahmenbedingungen und Werthaltungen in der Planung
  • bewertet die Qualitäten der Bau- und Freiraumstrukturen für den Alltag von Frauen und Männern unter Berücksichtigung von Alter und Lebenssituation
  • macht die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Wertvorstellungen in Planungen sichtbar.

Beiträge des Instituts für Landschaftsplanung zu GenderAlp!

Wissensaustausch & Netzwerkbildung zur Umsetzung von Gender Mainstreaming

Wissensaustausch und Netzwerkbildung werden durch die Erstellung einer praxisorientierten Wissensdatenbank nachhaltig unterstützt. Das Institut für Landschaftsplanung erarbeitet einen Leitfaden zur Auswahl und Dokumentation von bewährten Praxisbeispielen.
Die Projekte werden aus den Bereichen Gender Budgeting, gendersensible Raum-, Kommunal- und Regionalentwicklung sowie aus der Aus- und Weiterbildung ausgewählt. Diese, von allen ProjektpartnerInnen ausgewählten Beispiele, sollen Vorbild für AnwenderInnen im Praxisalltag in verschiedenen Verwaltungs- und Planungsbereichen sein und somit der Verankerung von Gender Mainstreaming auf allen Ebenen der Politik und Verwaltung dienen.

 

Aus- und Weiterbildung für Studierende der Studienrichtung Landschaftsplanung und Landschaftspflege im Kontext zu geschlechtssensibler räumliche Entwicklung im ländlichen Raum

Im Rahmen von verschiedenen Lehrveranstaltungen und Vorträgen sollen die Studierenden der Studienrichtung Landschaftsplanung und Landschaftspflege für die Umsetzung von Gender Mainstreaming in ihrer zukünftigen Arbeit sensibilisiert und qualifiziert werden.

Folgende Fragestellungen für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes werden bearbeitet:

  • Was bedeutet Lebensqualität für Frauen und Männer, für Jung und Alt?

  • Welche Perspektiven können durch eine gendersensible Planung für den Lebensalltag von Frauen und Männern im ländlichen Raum formuliert werden?

  • Wie unterstützt Landschaftsplanung die verschiedenen Lebenssituationen und die daraus entstehenden Ansprüche unterschiedlicher Generationen?

Sensibilisierung und Qualifizierung von (politische) EntscheidungsträgerInnen, VerwaltungsmitarbeiterInnen und PlanungsexpertInnen

Das Institut für Landschaftsplanung, erarbeitet im Rahmen des Arbeitspakets 9 „Geschlechtssensible räumliche Entwicklung in ländlichen Gemeinden und Regionen“ Beiträge im Bereich Sensibilisierung von (politischen) EntscheidungsträgerInnen. Dieser GM Umsetzungsprozess mit der Sensibilisierung und Qualifizierung der EntscheidungsträgerInnen auf lokaler Ebene (Regionalmanagement, Gemeinderat, Orts- und Initiativgruppen, Vereine) für die Umsetzung von Gender Mainstreaming (GM) wurden in der Gemeinde Lengau (OÖ) in Form von Sensibilisierungsveranstaltungen und Workshops abgehalten.

Im Rahmen der Arbeitspakete 10 Entwickeln und Abhalten von Trainings- und Ausbildungsmodulen für die Sensibilisierung von EntscheidungsträgerInnen und Arbeitspaket 12 Verknüpfung und Vernetzung von GM-Praxis in der Verwaltung wird an der Umsetzung der Gender Mainstreaming Strategie in der Kärntner Landesverwaltung gearbeitet. Zum einen erfolgt eine Sensibilisierung und Qualifizierung von Planungsverantwortlichen in der Abteilung 20 - Landesplanung für die Umsetzung von Gender Mainstreaming in der räumlichen Planung und Entwicklung. Zum anderen wird eine Verknüpfung und Vernetzung verschiedener Abteilungen (Abteilung 20 – Landesplanung, Abteilung 3 – Gemeinden, Referat für Frauen und Gleichbehandlung, Abteilung 3 – Gemeinden) zur umsetzung von GM im Verwaltungshandeln angestrebt.

Links

www.genderalp.com

www.genderalp.at

www.genderalp.si

www.genderbudget.it

www.salzburg.gv.at

Rückfragehinweis: 

Univ.Ass. Drin DIin Doris Damyanovic

doris.damyanovic(at)boku.ac.at

Wissenschaftlicher Mitarbeiter DI Florian Reinwald

florian.reinwald(at)boku.ac.at