Abgeschlossene Diplom- und Masterarbeiten (seit 2000)

Francesco ESPOSITO (2019)

Satellite-based crop water stress assessment and analysis


Max KAMPEN (2018)

Analysis of UAV-based multispectral data for forestry applications


Richard LEPUTSCH (2018)

Digitale Erfassung und Wartung von Katasterdaten mithilfe von Geoinformationssystemen und elektronischen mobilen Geräten (Smartphone, Tablet)


Ruxandra ZOTTA (2018)

Use of MODIS time series for mapping phenological indicators and comparison with network observations



Julia MASCHLER (2018)

Tree Species Classification Using Hyperspectral and Laser Scanning Data


Dejan BAKOVIC  (2017, Studienrichtung Mountain Forestry)

Drought effects on vegetation activity and growing season length of deciduous forests: An analysis of the 2015 drought using Landsat time series in Austria.


Martin NEUWIRTH (2017, Studienrichtung Umwelt- und Bioressourcenmanagement)

Verwendung multitemporaler Sentinel-2 Daten für die Landbedeckungs- und Baumartenklassifikation im Biosphärenpark Wienerwald

Zusammenfassung: Kenntnisse über Baumarten sind ein wichtiger Bestandteil für das Forstmanagement und in der Forstplanung. Diese Arbeit untersucht die Möglichkeit der Identifikation von sechs verschiedenen Landbedeckungsklassen bzw. von 13 Baumarten im Biosphärenpark Wienerwald unter der Verwendung, der seit 2015 frei zugänglichen und für die gesamte Erdoberfläche verfügbaren Sentinel-2A Satellitendaten. Das Hauptaugenmerk der Arbeit liegt auf dem Vergleich der Eignung von monotemporalen mit multitemporalen Sentinel-2A-Daten für die Landbedeckungs- bzw. Baumartenklassifikation. Des Weiteren wurden verschiedene Zusatzdaten (Höheninformation, Orthophotos, Vegetationsindizes, Apriori-Information) für die Optimierung der Klassifikationsmodelle getestet. Für das überwachte pixelbasierte Klassifikationsverfahren wurde der Random-Forest Algorithmus mit einer stufenweisen Selektion der wichtigsten Variablen angewendet. Die multitemporale Auswertung zur Trennung von sechs groben Landbedeckungsklassen (Laubholz, Nadelholz, Grünflächen, Landwirtschaft, Siedlung, Wasser) erzielt eine Klassifika-tionsgenauigkeit von 97,2 % (kreuzvalidiert). Das beste monotemporale Modell erreicht immerhin eine Genauigkeit von 94,1 % (kreuzvalidiert). Die beste klassenspezifische Genauigkeit erreicht die Landbedeckungsklasse Wasser (100 %). Minimale Klassifikationsfehler treten zwischen den Klassen Landwirtschaft und Grünflächen, sowie Laub- und Nadelholz auf. Die Gesamtgenauigkeiten der Baumartenklassifikationen basierend auf monotemporalen Sentinel-2A-Daten variieren zwischen 47,6 % (Dezember 2015) und 64,2 % (Juli 2016) je nach Aufnahmedatum der Satellitenbilder, wobei im Sommer und Frühherbst aufgenommene Daten die besten Ergebnisse aufweisen. Das Ergebnis der multitemporalen Klassifikation für 13 Baumarten zeigt deutlich höhere Klassifikationsgenauigkeiten 79,9 % (kreuzvalidiert) gegenüber der besten monotemporalen Klassifikation 63,0 % (kreuzvalidiert).


Christina GLAS (2017, Studienrichtung Umwelt- und Bioressourcenmanagement)

Auswertung von multi- und hyperspektralen Zeitreihen zur Erkennung von Vitalitätsveränderungen

Zusammenfassung: Aufgrund erhöhter Temperaturen und geringerer Niederschläge, treten in Fichtenwälder vermehrt Borkenkäferbefälle auf. Aktuell werden die Käfer mittels teuren und zeitintensiven Begehungen ausfindig gemacht. Ziel dieser Arbeit ist eine Alternative zu diesen Begehungen zu finden. Dazu wurde ein fernerkundlicher Ansatz gewählt. Zur Analyse der Vitalitätsänderungen wurden zwei Testflächen in Bayern herangezogen. Der Unterschied zwischen den Gebieten ist das Baumalter. Die Hälfte der Testbäume wurde mittels Ringelung geschwächt um einen Borkenkäferbefall zu simulieren. Für die Analyse wurden multitemporale Datensätze von zwei Fernerkundungssensoren (hyperspektrale flugzeuggetragene Daten (HySpex) und multispektrale WorldView-2 (WV2) Satellitendaten) verwendet. Die räumliche Auflösung der HySpex Daten beträgt 0.5 m und der spektrale Bereich von 415-2500 nm wird abgedeckt. Die WV2 Satellitenbilder sind kostengünstiger und besitzen nach der panchromatischen Schärfung etwa die gleiche räumliche Auflösung, allerdings ist die spektrale weitaus geringer. Zu Beginn der Analyse wurde eine visuelle Interpretation der spektralen Signaturen sowie der 1. und 2. Ableitung durchgeführt. Danach wurden Vegetationsindizes und Ähnlichkeitsmaße berechnet und verglichen. Winkelindizes wurden nur für die HySpex Daten berechnet. Als letztes Auswerteverfahren wurde mittels Random Forest (RF) versucht die beiden Klassen zu trennen. Im älteren Bestand konnte ein Jahr nach der Ringelung Veränderungen festgestellt werden. In den HySpex Signaturen sind die für Vitalitätsverlust üblichen Veränderungen beobachtbar. Ebenso ist eine Trennung der beiden Gruppen anhand der Vegetations- und Winkelindizes bzw. mit dem RF möglich. In den WV2 Daten sind diese Veränderungen nicht so deutlich erkennbar. Bei der Vitalität des jüngeren Bestandes sind durch die Ringelung keine Veränderungen erkennbar. Bei den meisten Vegetations- und Winkelindizes sind keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen nachweisbar.


Anastasios-Petros KAZAMIAS (2016)

Validation of MODIS Evapotranspiration product (MOD16) for an agricultural region in Austria.

Zusammenfassung: Die Evapotranspiration (ET) ist eine der wichtigsten Komponenten des terrestrischen Ökosystems, die Massenströme und Energieflüsse verknüpft. Durch die Verwendung von Fernerkundungsdaten (RS) können Schätzungen von ET auf regionaler und globaler Ebene angestellt werden, welche in zahlreichen Anwendungsgebieten wie Wasserressourcen-Management, Pflanzenmodellierung und Klimastudien verwendet werden können. Ein leicht verfügbarer betriebliche Fernerkundungsdatensatz ist MODIS global ET (MOD16) mit einer räumlichen Auflösung von 1 km. Diese Studie bewertet das 8-Tage MOD16 tatsächliche ET Produkt über einem landwirtschaftlichen semiariden Gebiet in Niederösterreich während der Vegetationsperiode 2014. Die Evaluierung wird gegen existierende ET-Karten abgeglichen, welche die gleiche räumliche und zeitliche Auflösung haben wie die des MOD16 ET Produkts und auf regionaler Ebene durchgeführt. Diese ET Karten wurden mit einem adaptierten FAO-56 Penman-Monteith-Ansatz unter Verwendung von hochauflösenden Landsat-8 Bilder erzeugt und wurden erst gegen Eddy-Kovarianz (EC) Messungen validiert, mit einem hohen Bestimmtheitsmaß (R-squared=0.84) und ein mittlerer Bias Fehler (MBE) von 0.02 mm/hr. Der Vergleich zwischen den beiden ET Produkte zeigte eine geringe Übereinstimmung für den gesamten Untersuchungszeitraum mit durchschnittlich R-squared von 0.38 und einer systematischen Unterschätzung der ET durch MOD16 während des größten Teils des Untersuchungszeitraums, die in einem Bereich von 3.09 mm/8Tage bis 7.78 mm/8Tage liegt. Schließlich wurde das MOD16 ET Produkt mit meteorologischen Daten und Wassergehalt-Bodenmessungen kombiniert, um die Auswirkungen von Bodenwasserverfügbarkeit auf MOD16 ET zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Verwendung von MERRA-GMAO relative Feuchte (RH) als Substitut der Bodenfeuchte nicht effektiv die Dynamik der Bodenwasserverfügbarkeit auf ET erfassen konnte.


Manuel SCHERRER (2016, Studienrichtung Umwelt- und Bioressourcenmanagement)

Soil mapping using remote sensing techniques

Zusammenfassung: Bodenproben stellen unter anderem die Grundlage für Bodenkarten dar. Satellitenbilder und Fernerkundungsdaten können diese Karten durch eine höhere Bodenauflösung und durch die Wiedergabe von diversen Bodenattributen verbessern. Ihre zeitliche und räumliche Verfügbarkeit erlaubt es, Regionen ungeachtet ihrer Abgeschiedenheit und dem Grad an dokumentierten Vorwissen zu untersuchen. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Durchführbarkeit von Bodenkartierungen mittels frei verfügbaren Fernerkundungsdaten unter der Zuhilfenahme von Open-Source-Software zu evaluieren. Dabei wird die Region Marchfeld in Niederösterreich als Testregion ausgewählt. Sie charakterisiert sich durch eine hohe Bodenvariabilität. Auf der Basis von 16 Landsat-7 Aufnahmen generiert der Autor drei bodenreflexionsbasierende Indikatoren (1: der Median einer Zeitreihe basierend auf der spektralen Reflexion des Pixels; 2: die Koeffizienten einer - an die spektralen Reflexionswerte des Pixels angepassten - polynomischen Funktion; 3: die Steigung und der Intercept (Achsenabschnitt) der "Soil line"). Die Datensätze der drei Indikatoren werden für eine unüberwachte Klassifikation verwendet, welche auf den "kMeans" Algorithmus und den "selbstorganisierende Karte" (SOM - self organizing map) Algorithmus zurückgreift. Die resultierenden Karten werden analytisch und visuell mit einer bereits existierenden Bodenkarte der Region abgeglichen. Es zeigt sich, dass die Unterschiede in den Karten mehr auf den verwendeten Indikator als auf die zwei verschiedenen Algorithmen zurückzuführen sind. Der Indikator 2 schneidet dabei am besten ab. Die räumliche Verteilung von Bodentypen kann von den resultierenden Karten abgelesen werden - mit dem Vorteil eine bessere Bodenauflösung, verglichen mit der bereits existierenden Bodenkarte, zu erzielen. Um die Ergebnisse zu verbessern, können zusätzliche bodenspezifische Informationen, wie zum Beispiel Bodenproben, für eine unüberwachte Klassifikation herangezogen werden.


Valentin PESENDORFER (2015, Studienrichtung Umwelt- und Bioressourcenmanagement)

Land cover classification of Kenya using MODIS NDVI time series and Random Forest

Zusammenfassung: Landbedeckungsinformation ist essentiell für viele Anwendungsbereiche in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Jedoch ist es für manche Gebiete auf der Welt immer noch schwierig genaue Landbedeckungsinformationen zu erhalten. Die heutigen Landbedeckungs-Datensätze werden generell mit Hilfe von Methoden der Fernerkundung aus Satellitendaten gewonnen. Von diesen Datensätzen sind besonders globale Landbedeckungs-Datensätze (GLC) beliebt und zudem für Forschungszwecke frei verfügbar. Auf globalem Maßstab erzeugt, kann die Genauigkeit dieser Datensätze für Projekte auf einer nationalen oder lokalen Ebene jedoch unzureichend sein. Das Ziel dieser Masterarbeit war einen Landbedeckungs-Datensatz für die spezifische Nutzung zum Dürre-Monitoring in Kenia zu schaffen, mit dem Anspruch einer höheren Genauigkeit im Vergleich zu verfügbaren GLC Datensätzen. Zu diesem Zweck wurden Daten einer MODIS NDVI Zeitserie in einer Auflösung von 250 m von 2002 bis 2012 mit Hilfe des Random Forest Algorithmus (RF) in sieben Landbedeckungsklassen unterteilt. Die erhaltene Klassifikation wies durchgehend hohe Genauigkeit auf. Für das verwendete RF Modell konnte eine Gesamtgenauigkeit von über 85% erzielt werden. Zusätzlich wurde eine Validierung basierend auf einem unabhängigen Validierungsdatensatz durchgeführt, welche eine Gesamtgenauigkeit von über 77% erzielte. Mit Hilfe eines spezifischen Harmonisierungsansatzes wurden vier GLC Datensätze direkt mit dem Klassifikationsergebnis verglichen. Basierend auf der wahrscheinlichsten Klassenzuweisung erreichte keiner der GLC Datensatz eine Gesamtgenauigkeit über 60%, sowohl auf den Validierungsdatensatz als auch auf den Trainingsdatensatz des RF Modelltrainings. Folglich konnte im Zuge der Masterarbeit das Ziel erreicht werden, einen Landbedeckungs-Datensatz mit vergleichsweise hoher Genauigkeit zum Dürre-Monitoring in Kenia bereitzustellen.


Eva GÖSWEINER (2015, Studienrichtung Umwelt- und Bioressourcenmanagement)

Automatic detection of waterholes in Somalia using Template Matching and Landsat 8

Zusammenfassung: Normalerweise ist die traditionelle Datensammlung von Wasserlöchern sehr zeitintensiv und unzuverlässig. Deshalb soll diese Arbeit die Datenverfügbarkeit für somalische Verwaltungseinheiten sowie für pastorale Gemeinschaften verbessern. Das Ziel ist automatisch Wasserlöcher auf somalischen Satellitenbildern anhand eines Algorithmus in Matlab zu detektieren. Dabei wird die Methode des Template Matchings und Bilder von Landsat 8 verwendet. Die Ergebnisse auf dem Trainingsgebiet sind sehr vielversprechend. Am erfolgreichsten werden Wasserlöcher mit den Indizes MNDWI und AWEIsh sowie mit dem Distanzmaß Sum of Squared Differences detektiert. Im Validierungsgebiet sind die Ergebnisse weniger gut. Aufgrund der hohen Relevanz des Themas und der unzureichenden Ergebnissen kann ein klarer Forschungsbedarf erkannt werden. Eine mögliche Forschungsrichtung, die die Literaturrecherche aufzeigt, ist Template Matching mit höher aufgelösten Satellitenbildern zu verwenden.


Martin ṦIKLAR (2015, Studienrichtung Umwelt- und Bioressourcenmanagement)

Web-based technologies for display and analysis of satellite based indicators in water management

Zusammenfassung: Aktualität und Erreichbarkeit machen das World-Wide-Web zu einem geeigneten Medium zur Kommunikation von sozial relevanten Informationen. Das Ziel der Arbeit ist es deshalb einen Überblick über frei verfügbare web-basierte Kartografie Technologien zu geben, welche geeignet sind räumliche Daten abgeleitet von spektralen Reflexionen von Satellitenbildern zu visualisieren und auszuwerten.
Der Autor beschreibt zunächst alle visuellen Elemente einer typischen Web-GIS Anwendung sowie die technischen Bestandteile und ihre Interaktionen.
Diese Arbeit legt den Schwerpunkt auf Anwendungen im Bereich des Wassermanagements unterstützt mit zwei Fallstudien: Die Erste, auf einer regionalen Ebene in der landwirtschaftlich genutzten Region des Marchfelds in Österreich, im Kontext von Wasserverbrauch und -management. Die Zweite, auf nationaler Ebene in Kenia, Afrika im Kontext von Dürrebeobachtung und Anomalie-Untersuchung.
Für jede der Fallstudien wurden die frei verfügbaren Technologien aus der vorangegangenen Literaturrecherche angewandt, indem eine web-basierte GIS-Anwendung erstellt wurde und das mit Hilfe von server- und clientseitigen Programmiersprachen (PHP, JavaScript) kombiniert mit einem Datenbanksystemen welches geeignet für den Umgang mit räumlichen Daten ist (PostGIS). Abschließend werden diese Technologien unter den Blickpunkten ihrer Benutzerfreundlichkeit, Ladezeiten und Kompatibilität auf verschiedenen Plattformen und Geräten diskutiert.


Sebastian BÖCK (2015, Studienrichtung Umwelt- und Bioressourcenmanagement)

Unsupervised segmentation evaluation in object-based image analysis of very high spatial resolution satellite imagery of rural and forest areas.

Zusammenfassung: Die zunehmende Verfügbarkeit räumlich hochauflösender Satellitenbilder, hat zur Entwicklung objektbasierter Bildanalyseverfahren in der Fernerkundung (FE) beigetragen, die unter der Bezeichnung „OBIA“ bekannt sind. Der erste charakteristische Schritt in OBIA ist die Segmentierung eines Bildes. Der Qualität der Segmente wird besondere Bedeutung zugeschrieben, da diese die Möglichkeit der korrekten Klassifikation in nachfolgenden Analyseschritten beeinflusst. Die meisten (für die FE relevanten) Segmentierungsverfahren, ermöglichen es dem Benutzer Werte für mehrere Parameter zu wählen, die Form und Anzahl der resultierenden Segmente steuern. Um die Benutzerabhängigkeit zu reduzieren und die Objektivität in OBIA zu erhöhen, werden quantitative Maße zur Beurteilung der Segmentqualität benötigt. Diese Arbeit trägt zu aktuellen Forschungsbemühungen in der Suche nach derartigen „unüberwachten“ Qualitätsmaßen bei.

Eine kürzlich vorgestellter Ansatz, genannt „Global Score“ (GS), kombiniert Maße der segmentinternen Homogenität und der Heterogenität zwischen Segmenten. GS wurde in der vorliegenden Arbeit zur Evaluierung zehntausender Segmentierungsergebnisse, die mit Hilfe dreier in der Fernerkundung eingesetzter Verfahren („Multiresolution Segmentation“ (eCognition), „Watershed-based Segmentation“ (IDRISI Selva) und „Large-Scale Meanshift Segmentation“ (Orfeo ToolBox)) für hochauflösende Satellitenbilder (WorldView-2) von einem Forstgebiet in Österreich und einem landwirtschaftlichen Gebiet in Kenia erzeugt wurden, eingesetzt. Modifikationen für GS wurden vorgeschlagen um die Methode zu verbessern und den Vergleich unterschiedlicher Segmentierungsverfahren zu ermöglichen. Obwohl keines der, mit der vorgeschlagenen Methode gefundenen, Segmentierungsergebnisse frei von Ungenauigkeiten ist, erlaubt es GS zu visuell ansprechende Ergebnisse zu kommen und unterstützt somit OBIA-Nutzer in der objektiven Wahl eines geeigneten Segmentierungsverfahrens und dessen Parametrisierung.


Bettina JAMNIG (2014, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Landscape Development along the Green Belt.

Zusammenfassung: After the fall of the Iron Curtain the area along this semi-closed border faced severe changes in land use. Up to now, the land cover changes along this so called “Green Belt” of Europe have hardly been evaluated by remote sensing methods. This thesis deals with the question of investigating land cover changes in two research areas along the former Iron Curtain border. One research area is the Northern Weinviertel, located on the border to the Czech Republic. The other one is the Kutschenitza region, located in the Southeast of Austria. Both research areas are dominated by agriculture. Input data for this work is the cadastral map of Emperor Francis I from the 1820’s, aerial images from the 1960’s, the 1980’s and the last decade as well as satellite images from 1984 and 2011. For both research areas, land cover classification maps are created and analyses concerning plot sizes and plot structure are done. Specific research questions concerning the development of landscape structures, the rural road network and river development are answered. Moreover, the usability of aerial and satellite image interpretation concerning the research questions is compared to each other. The results demonstrate that there are great disparities between the two research areas. The differences in the plot structure are more severe between Austria and the Czech Republic than between Austria and Slovenia. However, with the fall of the Iron Curtain, the plot structures have become more similar to each other. Forest areas, settlement areas and the rural road network in general have grown. The course of the border river Kutschenitza has been changed as well as the river vegetation has been significantly diminished. In Northern Weinviertel, simultaneously to the growth of plot sizes there are now fewer single trees and more tree lines. To conclude, remote sensing methods and especially aerial image interpretation offers valuable and detailed results for the research questions formulated.


Gilbert HAFNER (2014, Studienrichtung Wildtierökologie)

Habitatmodellierung am Beispiel des Wiedehopfs (Upupa epops Linnaeus 1758) im Südburgenland unter Verwendung eines Geographischen Informationssystems.

Zusammenfassung: Der Wiedehopf (Upupa epops) ist eine Vogelart des Offenlandes, deren Bestände in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind. Als Hauptgründe sind Veränderungen der Umwelt, in erster Linie die Intensivierung der Landwirtschaft, zu nennen. Auch im Südburgenland ist seit den 1960er Jahren ein negativer Trend zu erkennen. In der vorliegenden Studie wird versucht, das Vorkommen des Wiedehopfs im südlichen Burgenland durch ein Habitatmodell, unter Verwendung von Fernerkundungsdaten, vorherzusagen. Anhand eines logistischen Regressionsmodells werden per „Geografischen Informationssystem (GIS)“ errechnete und erstellte erklärende Variablen in Bezug auf Präsenz und Absenz getestet. Der Wiedehopf kommt im Untersuchungsgebiet ausschließlich in Siedlungen bzw. an den Ortsrändern vor. Das Ergebnis soll auch Informationen darüber liefern, welche Habitatparameter in den südburgenländischen Ortschaften für den Wiedehopf von Bedeutung sind. Die Stichprobe besteht aus 22 dokumentierten Wiedehopfrevieren und 22 zufällig ausgewählten Kontrollflächen. Der Revierradius wird dabei mit 500 m angenommen. Zum Erklären des Vorkommens werden Variablen bezüglich Landnutzung, Biomasse, Vegetationshöhe und Exposition verwendet. Das Ergebnis ist ein Modell bestehend aus vier Variablen, von denen „Einzelbäume in der offenen Landschaft“ positiv signifikant sind. Dies bestätigte die Erwartung, dass vertikaler Strukturreichtum durch Bäume und Sträucher das Vorkommen des Wiedehopfs begünstigt. Einzelbäume können das natürliche Höhlenangebot erhöhen und als Deckung oder Singwarten genutzt werden. Außerdem können durch den Schattenwurf unter Bäumen Flächen mit spärlicher Vegetation oder auch offenem Boden entstehen, die attraktive Nahrungsflächen sein können. Weitere Variablen zu Vegetation oder Exposition zeigen weder begünstigenden, noch limitierenden Einfluss. Das Modell kann 63,6 % der Stichproben richtig als Wiedehopfrevier bzw. Kontrollfläche zuordnen.


Ida FASCHING (2014)

Integration of multi-sensor multi-temporal remote sensing data and in-situ observations for landscape change analysis A case study of an area affected by a bauxite residue spill in Veszprém province, Hungary.

Zusammenfassung: Die Interpretation von Satellitenbildern kann zeitlich und räumlich konsistente Informationen zu Landbedeckung und -nutzung und den Auswirkungen von (Natur)katastrophen liefern; diese Methode kann jedoch sozioökonomische Aspekte und die Wahrnehmung der Bevölkerung nicht bzw. nicht ausreichend erfassen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die multitemporale Analyse von Fernerkundungsdaten verschiedener Sensoren. Weiters werden Verfahren untersucht, die es ermöglichen diese Analyse der physischen Umwelt mit räumlichen, quantitativen und qualitativen Daten, die vor Ort gesammelt wurden zu kombinieren um Landschaftsveränderungen zu beschreiben. Der Untersuchungsraum befindet sich in der Ungarischen Provinz Veszprém. Die Region wurde nach einem Dammbruch eines Bauxitreservoirs mit alkalischem Rotschlamm überflutet. Die verwendeten Fernerkundungsdaten stammen von verschiedenen Sensoren und wurden vor, während und nach dem Unfall aufgenommen. Die Quantifizierung der Veränderungen der Landbedeckung erfolgte mit Hilfe einer Bildklassifikation. Entsprechende Karten wurden erstellt. Dabei kamen relativ neue Klassifizierungsalgorithmen zum Einsatz. Die von der Flut betroffene Fläche konnte eindeutig abgegrenzt werden. Außerdem konnten Veränderungen der Siedlungsstruktur festgestellt werden. Diese wurden auch im Rahmen einer Begehung vor Ort verifiziert. Veränderungen der landwirtschaftlichen Flächen, konnten jedoch nicht eindeutig erfasst werden. Neben den Daten, die vor Ort gesammelt wurden und zu einem besseren Verständnis der Ergebnisse der Bildanalysen beitragen, kann auch die Kombination mit den hier nur in Kürze beschriebenen PGIS (Partizipatorische Geographische Informationssysteme) Methoden zur Verbesserung der Resultate beitragen und zusätzliche Information zu Landbedeckung und -nutzung vor Ort und Auswirkungen von Katastrophen liefern.


Katrin WINDISCH (2014, Studienrichtung Forstwissenschaften)

Ableitung der Ertragsklasse unter Zuhilfenahme photogrammetrischer Methoden.

Zusammenfassung: Digitale Kronenhöhenmodelle (CHMs – Canopy Height Models), welche aus der Differenz von digitalen Oberflächen- und Geländemodellen (DOM & DGM) abgeleitet werden, liefern Informationen über Wälder. In dieser Arbeit wird anhand zweier aus Airborne Laser-Scanning (ALS) bzw. digitaler Photogrammetrie gewonnener CHMs aus den Jahren 2006 und 2011 der Höhenzuwachs bestimmt. Weiters kommt zur Untersuchung inwiefern aus diesem Höhenzuwachs und der Oberhöhe auf die Ertragsklasse von Beständen geschlossen werden kann. Für 13 eingemessene Dauerversuchsflächen wurden Höhenperzentile ermittelt. Mit diesen und den vor Ort gemessenen Oberhöhen wurde die Eichung der CHM-Höhen mithilfe einer linearen Regression durchgeführt. Die Differenz der Modelle zweier Zeitpunkte liefert den Höhenzuwachs. Mit dem so ermittelten Höhenzuwachs und der CHM-Höhe (2011) wurde die Bonität für Stichprobenflächen einer nicht permanenten Inventur ermittelt. Ebenso wurde für diese Flächen die Ertragsklasse mithilfe von CHM-Höhe und Alter der Bäume bestimmt. Die 95. Perzentile lieferte den besten Zusammenhang mit den vor Ort gemessenen Höhen. Die Ertragsklassenermittlung per CHM-Höhe und Alter lieferte zufriedenstellende Ergebnisse im Vergleich zur Referenz (RMSE ±0.8). Der zweite Ansatz der Ertragsklassenbestimmung stimmte jedoch kaum mit den Referenzwerten überein (RMSE ±7.9). Das DOM und das DGM des Jahres 2006 wurde aus ALS-Daten abgeleitet. Das DOM für 2011 wurde aus digitalen Luftbildern unter Verwendung unterschiedlicher Image-Matching-Programme erzeugt. Die Qualität der jeweiligen Ergebnisse wurde analysiert und mit dem ALS-DOM verglichen. Die Untersuchungen fokussierten sich dabei auf Bestandeslücken, Bestandesränder sowie auf verschiedene Wuchsklassen. Diese Untersuchungen zeigen, dass dichte Waldstrukturen von photogrammetrisch generierten DOMs sowie vom ALS-DOM sehr gut wiedergegeben werden. Bei der Erfassung von Lücken und Bestandesrändern sind noch Verbesserungen der Luftbild-DOMs vonnöten.


Michael WESS (2014, Studienrichtung Kulturtechnik)

Unravelling time-lagged teleconnections between sea surface temperature and vegetation anomalies.

Zusammenfassung: Viele Studien haben bereits eine Korrelation zwischen Meeresoberflächentemperatur und NDVI in unterschiedlichsten Teilen der Welt festgestellt. Ziel dieser Arbeit ist es, eine Grundlage für weitere Studien über kurz- und mittelfristige NDVI-Vorhersagen auf Basis der Meeresoberflächentemperatur zu schaffen. Wir wollen überprüfen, ob die Methode Recurrence Quantification Analysis (RQA) geeignet ist, um mögliche zeitversetzte Zusammenhänge zwischen NDVI und Meerestemperatur zu identifizieren, zu charakterisieren und zu quantifizieren, basierend auf weltweiten, wöchentlichen Messdaten der Jahre 1985 bis 2006. Beide Zeitreihen wurden zunächst geglättet, dann die NDVI-Daten in 1135 Klassen unterteilt, für jede Klasse die mittlere NDVI-Signatur bestimmt und zuletzt für alle Zeitreihen die Anomalien berechnet und normalisiert. Danach wurde für jedes SST-NDVI-Paar ein Cross Recurrence Plot (CRP) mit den einem threshold von 0.8, einer dimension von 20 und eine time delay von 1 erstellt und daraus die diagonalweisen RQA-Indizes DET, RR und L (mit lmin = 5) für die Diagonalen mit einem Zeitversatz von 0 bis 48 Wochen ermittelt. Kartendarstellungen der berechneten RQA-Indizes zeigen deutlich keine zufällige Verteilung, sondern unterscheidbare Strukturen, die verschiedene Meeresgebiete mit möglichen Zusammenhängen mit den NDVI-Klassen ausweisen. Eine detaillierte Interpretation dieser Muster geht aber über den Umfang dieser Arbeit hinaus. Hier sind weitere Forschungen notwendig, am besten in Zusammenarbeit mit Experten für Ozeanographie und Klimatologie, um die Ergebnisse verifizieren und interpretieren zu können. Für uns scheint RQA jedoch ein vielversprechender Ansatz 1) zur automatisierten Identifikation von zeitversetzten Zusammenhängen zwischen Klimavariablen und dem NDVI, 2) zur Quantifizierung dieser Zusammenhänge und 3) letztendlich zur Entwicklung von Prognosemodellen für den Zustand der Vegetation basierend auf Fernerkundungsdaten zu sein.


Roland MENDE (2014)

Änderung der Waldbedeckung im Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Change Detection) zwischen 1985 und 2009 anhand von Landsat TM Daten und Rapid Eye Daten.

Zusammenfassung: Ziel dieser Studie ist es, die Veränderung der Waldfläche, der Waldtypen und der Walddichte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Bayerische Alpen) zischen 1985 und 2009 zu analysieren. Dafür stehen Daten der Satelliten Rapid Eye und Landsat 5 zur Verfügung. Aufgrund der unterschiedlichen spektralen und radiometrischen Auflösungen der Sensoren wurde bei der Veränderungsanalyse nach dem ‚Post Classification‘ Ansatz gearbeitet. Die Bildanalyse erfolgte mit einem Objekt-basierten überwachten Klassifikationsverfahren im Programm eCognition®. Die gesamte Fläche des Untersuchungsgebietes beträgt rund 736 km² und erschwert aufgrund des alpinen und strukturreichen Geländes die Bildanalyse. Nach einer topographischen Korrektur führte erst eine Kombination mehrerer Spektralkanäle und Indizes sowie die Verwendung eines digitales Höhenmodell (DEM) und thematische Zusatzdaten (Gewässer-, Wegenetz) zu einem guten Ergebnis. Das Ergebnis der Klassifikation der Waldfläche nach der Walddefinition der FFH - Richtlinien (ohne Verjüngungsflächen) ergab eine Abnahme zwischen 1985 und 2009 um 1.9 Prozent (1340ha) auf 61,7 Prozent des Untersuchungsgebietes. Die Waldfläche kann bei der Rapid Eye Klassifikation mit einer Gesamtgenauigkeit von 95% abgebildet werden, der Waldtyp (Nadelwald, Mischwald, Laubwald, Latschenflächn) mit 85,1 Prozent und bei der Walddichte (drei Abstufungen nach dem Kronenschlussgrad) sind es 76,6 Prozent. Die erstellten thematischen Karten wurden außerdem als Input Daten für ein entwickeltes Schutzwaldmodell verwendet. Das im `Modell Builder´ in ArcGis® umgesetzte Modell ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Erfassung der Schutzwirkung der Bestände im Bereich der Schutzwaldhinweiskarten. Die automatisierte Methodik ist zudem auch schnell auf andere Gebiete des bayerischen Alpenraumes übertragbar. Bei der Interpretation der Ergebnisse müssen aber immer die Methodik, die Definitionen der erfassten Parameter, sowie die Genauigkeiten mit berücksichtigt werden.


Gerald LINDNER (2013, Studienrichtung Kulturtechnik)

Einsatz von "Unmanned Aerial Vehicles" im Bereich des alpinen Naturgefahrenmanagements anhand von ausgewählten Beispielen.

Zusammenfassung: Naturgefahren stellen in unserer modernen Welt aufgrund zunehmender Industrialisierung und knapper werdender Siedlungsräume ein immer größeres Problem dar. Um entsprechende Maßnahmen setzen zu können, bedarf es einer Grundlage in Form von hochauflösenden Geodaten über vergangene und laufende Ereignisse. Der Einsatz von „Unmanned Aerial Vehicles“ (UAV) ist eine flexible und kostengünstige Alternative/Ergänzung zu terrestrisch-geodätischer Vermessung und konventioneller Photogrammetrie.
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Zusammenstellung und Optimierung eines UAV-Komplettsystems zur fotografischen Erfassung und photogrammetrischen Auswertung von alpinen Gebieten. Das Ergebnis ist eine detaillierte Verfahrensvorschrift, die auf verschiedene Anwendungen im Bereich des Naturgefahrenmanagements adaptiert werden kann.
Im GNSS-gestützten Bildflug mit einem Oktokopter wurde durch eine hohe Längs- und Querüberlappung (90%, 60%) der Aufnahmen sichergestellt, dass genügend Daten zur Extraktion dreidimensionaler Geländeinformationen vorhanden sind.
Das System wurde in mehreren Gebieten unterschiedlichen Bewuchses, Exposition und Inklination getestet. In weiterer Folge wurden georeferenzierte DOMs (Digitale Oberflächenmodelle) und Orthofotos erstellt. Bei Flughöhen zwischen 70-100 m über Grund konnten auf diese Weise 3D-Positionsgenauigkeiten der Modelle von < ± 4 cm und Orthofotos mit Bodenauflösungen von < 5 cm erstellt werden.
Durch diese Methodik können schnell, einfach und kostengünstig aktuelle Gelände- und Oberflächenzustände in Interessensgebieten dokumentiert, sowie dynamische Prozesse, wie Rutschungen, durch Monitoring quantifiziert werden.


Adriana GOMEZ-SANABRIA (2013)

Examining the potential of using remotely sensed fires and socio-economic variables to detect coca cultivation in forest areas in Colombia.

Zusammenfassung: Waldfeuer werden als eine ernsthafte Bedrohung des Andischen Waldes und des Regenwaldes im Amazonas angesehen. In vielen Fällen ist das Auftreten von Waldfeuern vom Menschen verursacht. In Kolumbien wir Feuer dazu genutzt um die Landwirtschaftlichen Flächen (die illegalen Pflanzen inbegriffen) auszuweiten. Diese Expansion führt zum Konvertieren von Urwald zu Gebieten von Viehhaltung. Aufgrund der Wichtigkeit das Abholzen vom Urwald zu stoppen und die Expansion von Koka einzudämmen hat diese Forschungsarbeit zwei Hauptziele: 1) Das Bessere Verstehen der Beziehung zwischen Feuer und Entwaldung, Koka Anbau und Entwaldung und daraus resultierend zwischen dem Anbau von Coca und dem Auftreten von Feuer. 2) Zu untersuchen ob das Auftreten von Feuer welche mit Satellitenbildern identifiziert werden können und weiteren sozio-ökonomischen Variablen (wie die Einwohnerzahl in ländlichen Gebieten, eine nicht ausreichende Grundversorgung und Vertreibung) einen Hinweis auf das Vorkommen von Kokaanbau geben kann. Weiterhin hat diese Arbeit zum Ziel, ein Model zu erstellen welches die Korrelation zwischen Koka inkrement, Waldfeuer und Sozio-ökonomische Variablen nutzt. Die Analyse wurde in einer Periode von 10 Jahren auf der Flächeneinheit einer Gemeinde in zwei Gebieten (Central Region and Putumayo–Caquetá) hoher Kokadynamik durchgeführt. Mit Hilfe der Pearson Korrelationskoeffizienten und verschiedenen Modellen – lineare Wahrscheinlichkeit, einem Logit und einem Probit Model. Die Ergebnisse zeigen dass eine positive Korrelation zwischen Feuer und Entwaldung besteht. Auch ist die Korrelation zwischen Entwaldung und Koka generell positiv, jedoch variiert sie in Abhängigkeit von der Kokadynamik und der Größe des Waldes in der jeweiligen Gemeinde. Das Resultat des Logit und Probit models zeigt auf, dass Feuer und Information über die Anzahl der Vertriebenen dazu benutzt werden kann um Gebiete zu identifizieren wo möglicherweise eine Expansion von Koka stattfinden wird.


Martina JOBST (2013, Studienrichtung Kulturtechnik)

Thermalbildauswertung Wien Verwendungsmöglichkeiten von Thermalbildern im städtischen Raum.

Zusammenfassung: Die Stadt Wien führte im Februar 2012 eine Thermalbefliegung eines ca. 30 km² großen Gebietes durch. Im Auftrag der Stadt Wien sollten durch Kombination des aufgenommenen Thermalbildes und diverser Geodaten verschiedene Objekte auf Wärmeverluste untersucht werden. Angelehnt an bereits realisierte Projekte im Ausland und durch Analyse der Daten wurden von der Stadt Wien drei Teilfragen formuliert, die im Zuge dieser Arbeit beantwortet werden sollten. Die Fragen beinhalteten (1) die Erstellung von Wärmeverlustkarten (Heat Loss Maps) für einzelne Gebäude, (2) die Ortung potentieller Problemstellen im Fernwärmeleitungsnetz (Schwachstellen, Isolationsschäden,…) und (3) die Überprüfung der Straßenbahnweichen-Heizungen für ein Testgebiet. Die drei thematischen Auswertungen wurden mit dem Pro-gramm ArcGIS 10 – ArcMap (Fa. ESRI) durchgeführt. Die zu untersuchenden Objekte wurden unter Zuhilfenahme verfügbarer digitaler Datensätze selektiert, analysiert und mit dem Thermalbild verschnitten. Innerhalb der damit gewonnen neuen Informationen wurden Hot Spots ausgelesen bzw. die Objekte je nach vorkommenden Temperaturen klassifiziert. Es stellte sich heraus, dass die Erstellung von Heat Loss Maps und die Überprüfung der Straßenbahnweichen-Heizungen mit den vorhandenen Daten gut durchführbar waren und nur wenige Fehlerquellen enthielten. Die Ortung potentieller Problemstelen im Fernwärmeleitungsnetz war auf Grund fehlender Zusatzinformationen und geometrisch fehlerbehafteter Datensätze (Lageungenauigkeiten im Fernwärmekataster) nur mit einem Mehraufwand realisierbar. Am Ende der Untersuchungen konnte die Aussage getroffen werden, dass bei einer genauen Planung und dem Vorhandensein aller notwendigen Daten Thermalbilder einen Beitrag zur Ressourcen-Schonung leisten können.


Michael GRIMS (2013, Studienrichtung Kulturtechnik)

Semi-automatic assessment of soil surfaces with photogrammetic methods .

Zusammenfassung: Bodenerosion ist ein Problem welches in vielen Teilen der Welt auftritt. Es gibt eine große Anzahl an verschiedenen Erosionsmodellen um das Ausmaß der Erosion zu berechnen. Diese Modelle benötigen Eingangsparameter wie die Bodenrauigkeit. Im Zuge dieser Masterarbeit wurde eine unkomplizierte, schnelle und billige Methode entwickelt um die notwendigen Daten für die Berechnung von Bodenrauigkeitsindizes zu erhalten. Die vorgeschlagene Methode benutzt Photogrammetrie um digitale Oberflächenmodelle (DOMs) zu erstellen. Um einen Maßstab anzubringen sowie die horizontale Ausrichtung des Koordinatensystems zu ermöglichen, wurde ein Aluminiumrahmen (1 m x 1m) hergestellt. Er ist handlich genug um damit alleine im Feld zu arbeiten. Sämtliche getestete Kameras sind Amateurkameras, da diese ausreichend genaue Ergebnisse liefern und wesentlich billiger wie photogrammetrische Kameras sind. Die Bilder werden von Hand aufgenommen während man neben dem Rahmen steht. Für die weitere Verarbeitung der Bilder wurde die Software Photomodeler Scanner (Eos Systems Inc) benutzt, da diese gut mit Nahbereisphotogrammetrie in Kombination mit Amateurkameras umgehen kann. Verschiedene Kameras, Kamerapositionen sowie Einstellungen wurden unter verschiedenen Bedingungen getestet und verglichen. Zusätzlich wurden verschiedene Softwareeinstellungen angewendet, um die schnellste und genaueste Art der DOM-Erstellung herauszufinden. Als eines der Endresultate wurde eine „Schritt-für-Schritt“-Anleitung verfasst. Zusätzlich wurden Skripts für Matlab (MathWorks) erstellt, um eine weitere Verarbeitung der Daten von Photomodeler Scanner zu ermöglichen. Mit diesen Skripts können die Bodenneigung sowie vier verschiedene Rauigkeitsindizes berechnet werden. Diese Skripts werden bereits erfolgreich vom „Institut für Kulturtechnik & Bodenwasserhaushalt” verwendet.


Markus IMMITZER (2013, Studienrichtung Forstwissenschaften)

Auswertung von Airborne-Laser-Scanning-Daten für die Ableitung des Holzvorrates im Lehrforst der Universität für Bodenkultur.

Zusammenfassung: In dieser Arbeit wurden Airborne-Laser-Scanning (ALS) Daten aufbereitet und zur Schätzung des Holzvorrates aus Stichprobeninventurpunkten verwendet. Für die Aufbereitung der Daten wurden unterschiedliche Programme getestet. Das Freeware-Programm FUSION erwies sich für die meisten Prozessschritte als leicht zu bedienende und gut funktionierende Lösung. Für die Holzvorratsschätzung wurde der Zusammenhang des aus den ALS-Daten abgeleiteten Vegetationsvolumens und dem Holzvorrat aus der Inventur genutzt. Als Standardmodell wurde der Ansatz von Hollaus et al. (2009c) verwendet, bei welchem das Vegetationsvolumen am Probepunkt in verschiedene Vegetationshöhenklassen eingeteilt wird. Darauf aufbauend wurden verschiedene Modellvarianten und die Variation der wesentlichen Eingangsparameter getestet. Dazu wurden sowohl die Rasterdaten (normalisiertes DSM) als auch die normalisierte Punktwolke eingesetzt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Holzvorratsschätzung getrennt für Nadel- und Laubholzbestände vorzunehmen ist. Die Modellgüte der Standardmodelle (Bestimmtheitsmaß ca. 0.70, relativer Gesamtfehler der Schätzung ca. 27%) wurde dabei auch von deutlich weniger komplexen Modellvarianten erreicht. Diese nutzen einzelne statistische Kennwerte der gesamten Punktwolke am Probekreis, wodurch die Umsetzung erleichtert wird. Für die baumartengetrennte Anwendung der Holzvorratsmodelle wurde ein auf den ALS-Daten basierender Ansatz zur Klassifikation in Nadel- und Laubholz entwickelt, welcher die Verteilungsparameter der Punktwolke und deren Intensitätswerte nutzt. Es konnten damit Klassifikationsgenauigkeiten von über 90% erzielt werden. Das Untersuchungsgebiet wurde automatisiert segmentiert, die bestockten Flächen in Nadel- und Laubholz klassifiziert und anschließend der Holzvorrat ermittelt. Dadurch konnte die Möglichkeit der Regionalisierung von terrestrisch erhobenen Inventurdaten auf Forstbetriebsebene zur Erstellung von großflächigen Holzvorratskarten demonstriert werden.


Nikolaus Christoph NEUGEBAUER (2013, Studienrichtung Kulturtechnik)

Estimation of Crop Water Requirements based on Remote Sensing Data A Case Study of the Marchfeld Region in 2010.

Zusammenfassung: Diese Arbeit beschreibt eine Abschätzung des landwirtschaftlichen Wasserbedarfs im niederschlagsarmen Gebiet Marchfeld. Referenz-Evapotranspiration wurde mit Hilfe der Penman-Monteith Gleichung berechnet. Eine Aufnahmereihe von Landsat-5 Satellitendaten wurde genutzt um Informationen über die Größe der für Feldbau genutzten Fläche, den Pflanzenkoeffizenten (Kc) und die potentielle Evapotranspiration zu erstellen. In der Datenvorbehandlung wurde der Fernerkundungs-Datensatz um atmosphärische Einflüsse korrigiert. Dazu wurden 2 Software-Anwendungen (FLAASH, ATCOR) verwendet deren Leistung mittels pseudo-invarianter Ziele analysiert wurde. Mit den Satellitenbilddaten wurden Albedo und LAI berechnet. Eine Sensitivitätsanalyse wurde durchgeführt um den Einfluss der variablen Parameter zur Berechnung des Kc zu bestimmen. Die Daten wurden kombiniert um die potentielle Evapotranspiration zu bestimmen. Satellitenbilddaten wurden weiters dazu genutzt um mittels einer Klassifizierung die für Feldbau genutzte Fläche zu bestimmen. Aus den meteorologischen Daten wurde eine Bandbreite des möglichen pflanzenwirksamen Niederschlages errechnet. Im letzten Schritt wurde der Wasserbedarf der Region innerhalb des beobachteten Zeitraumes (10 Jun. bis 23. Sept.) errechnet. Die höchste gesamte potentielle Evapotranspiration liegt bei 560 mm. Der gesamte ermittelte Wasserbedarf beträgt 32.02 bis 52.8 Mio m³. Das Maximum des Wasserdefizits (5 mm/Tag) konnte Ende Juni beobachteten werden. Die Bereitstellung dieser Informationen kann Wassermanagern wie Landwirten in ihrer Entscheidungsfindung helfen. Regionen mit hohem Wasserbedarf können identifiziert und die Zuweisung von Ressourcen entsprechend gesteuert werden. Ein kritischer Faktor der landwirtschaftlichen Produktion ist das hohe Wasserdefizit am Beginn der Wachstumsphase. Ohne richtiges Management kann dieser Umstand zu Wassermangel führen der die Pflanzenvitalität und damit letztendlich die Ertragsbedingungen beeinflusst.


Philipp TOSCANI (2012, Studienrichtung Forstwissenschaften)

Systematische Evaluierung verschiedener Datentransformationen für die Klassifizierung von Wald-, Offenland- und Latschen-Flächen in den Bayerischen Alpen

Zusammenfassung: Die computergestützte Klassifizierung von Landbedeckungsarten großer Arbeitsgebiete ist eine gängige Fragestellung der Fernerkundung.
In Abhängigkeit der Aufgabenstellung und des vorhandenen Datenmaterials ist die Trennung von Klassen unterschiedlich genau möglich. Um die Klassifizierungsgenauigkeit zu erhöhen, können durch Datentransformationen wie z.B. Vegetationsindizes und Texturmaße zusätzliche Eingangsvariablen gewonnen werden.
Die Datengrundlage für diese Arbeit stellen digitale Orthofotos in den Bayerischen Alpen mit vier spektralen Kanälen (nahes Infrarot, Rot, Grün, Blau) in fünf Auflösungen (20cm, 100cm, 100cm fm, 200cm, 500cm) dar. Der Einfluss von spektraler und texturaler Information auf die Klassifizierungsgenauigkeit, die Auswirkungen von Variablenauswahl, Umfang und Größe der Trainingsobjekte sowie die Übertragbarkeit des Klassifikators auf andere Testgebiete werden getestet.
Die Klassifizierung erfolgte objektbasiert mittels Random Forest Klassifikator in sechs Klassen: Nadelholz, Laubholz, Latsche (Pinus mugo), Offenland Gras, Offenland Fels und Schatten. Objekte die mehr als zwei Klassen aufwiesen, wurden vom Test ausgeschlossen.
Die höchste Klassifizierungsgenauigkeit des unabhängigen Testdatensatzes bei Verwendung der vier spektralen Kanäle IR/R/G/B beträgt 77.4%, bei Nutzung aller erzeugten Variablen 85.5% und durch Auswahl der nach MDA-Wichtigkeit 300 wichtigsten aller erzeugten Variablen 86.1%.
Eine Klassifizierungsgenauigkeit des unabhängigen Testdatensatzes von 84.2% kann durch Variablenkombination aus spektraler Information und texturaler Information mit GLCM Ansatz nach Haralick et al. sowie spektraler Information und texturaler Information aus der Diskrete Stationäre Wavelet Transformation erzielt werden.
Die höchsten Produzenten- und Nutzergenauigkeiten erzielen die Klassen Offenland Fels und Schatten, die geringsten Laubholz. Die häufigsten Fehlklassifizierungen entstehen zwischen den Klassen Nadelholz, Laubholz und Latsche.


Zsófia KRASZNAI  (2011, Wildtierökologie und Wildtiermanagement)

Habitatpotenzial-Analyse für den Seeadler (Haliaeetus albicilla) in Österreich

Zusammenfassung: Mit der vorliegenden Arbeit wurde ein erster Versuch unternommen, potenzielle Brutgebiete für den Seeadler in Österreich vorherzusagen und anhand der geeigneten Lebensräume die ökologische Tragfähigkeit zu eruieren. Somit wurde eine der Wissenslücken im Hinblick auf die in Österreich noch als gefährdet geltende Art in Angriff genommen. Das Habitatpotenzial wurde anhand von CORINE Landbedeckungs- sowie zusätzlichen Gewässerdaten von Österreich und seinen nordöstlichen Nachbarländern (Tschechien, Slowakei, Ungarn) mit Hilfe von GIS in ca. 10x10 km Zelleinheiten erhoben und statistisch analysiert. Die Ergebnisse bestätigen die bereits bekannte Vorliebe der Art für Feucht- und Gewässerflächen und lassen weiters eine gewisse Bedeutung von Misch- und Nadelwald sowie Kraut- und Strauchvegetation für die Bruthabitatwahl erkennen. Von den Analysen günstiger Lebensräume wurde schließlich die künftig zu erwartende heimische Brutpopulation abgeleitet; die Schätzungen belaufen sich auf 30-50 Seeadler-Brutpaare. Die Schwächen der Habitatanalyse liegen sicherlich im kleinen Maßstab, welches durch die Verbreitungs- sowie Landbedeckungsdaten bedingt war und keine detaillierte Erfassung der Habitateigenschaften zuließ. Die Erhebung zusätzlicher, kleinräumiger Habitateigenschaften, wie beispielsweise die Nahrungsverfügbarkeit oder der Altholzbestand sowie Störfaktoren, wie touristische, forstwirtschaftliche oder jagdliche Aktivitäten, würden das Habitatpotenzial verfeinern und höchst wahrscheinlich eine verlässlichere Prognose bedingen. Das Ergebnis der vorliegenden Arbeit kann nichts desto trotz als akzeptabel angenommen werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen als Ausgangspunkt für weiterführende Studien und unterstützen sowie begründen diverse Schutzmaßnahmen im Sinne des heimischen Seeadlerbestandes.


Christoph ADELMANN (2011, Studienrichtung Forstwissenschaften)

Aktualisierung von CORINE-Landnutzungskarten mit multisaisonalen Satellitenbildern

Zusammenfassung: Ziel ist die Weiterentwicklung einer Methodik für die Aktualisierung von CORINE-Landbedeckungskarten aus multisaisonalen (damit Unterscheidungsmöglichkeit von Acker und Grünland!) Satellitenbildern vom Typ ASTER durch kNN-Klassifizierung. Dabei soll insbesondere die Wirkungsweise der automatischen Outlier-Suche analysiert und eventuell weiterentwickelt werden. Die Methode ist am Beispiel der Herstellung einer Landbedeckungskarte im Grenzbereich Niederösterreich/Oberösterreich zu demonstrieren und zu verifizieren.


Clemens RENDL (2011, Studienrichtung Umwelt und Bioressourcenmanagement)

Einsatz von hyperspektralen Fernerkundungsdaten zur Kartierung von Kokafeldern

Zusammenfassung: Die Masterarbeit „Einsatz von hyperspektralen Fernerkundungsdaten zur Kartierung von Kokafeldern in Kolumbien“ widmet sich der Frage, ob und in welchem Ausmaß Hyperspektraldaten des Sensors Hyperion zur Identifizierung und Kartierung von Kokafeldern genützt werden können. Direkt vor Ort gewonnene Referenzdaten standen nicht zur Verfügung. Stattdessen wurden visuelle Interpretationen von Landsat ETM+ Satellitenbildern aus dem Monitoring-Programm der Kolumbianischen Regierung in Zusammenarbeit mit UNODC als Referenzinformation herangezogen.Die Klassifikationen unter Verwendung von verschiedenen Algorithmen (Spectral Angle Mapper, Spectral Feature Fitting und Mixture-Tuned Matched Filtering), die im Zuge einer Kreuzvalidierung bewertet wurden, lieferten Ergebnisse mit mäßigen Genauigkeiten. Daraus wurde geschlossen, dass die visuell als Koka interpretierten Flächen nicht ausreichend spektrale Information beinhalteten, um Koka identifizieren zu können. Es wurden daher weitere Referenzdatensätze erzeugt, die mit höherer Zuverlässigkeit Koka- beziehungsweise Nicht-Koka-Pixel enthalten. Dazu wurden z.B. als Koka-Pixel solche ausgewählt, die zentral innerhalb eines auf dem Landsat-Bild als Koka interpretierten Polygons liegen. Als Nicht-Koka-Pixel wurden außerhalb der interpretierten Koka-Polygone liegende, aber zu Koka spektral ähnliche Pixel (kleiner spectral angle) gewählt. Tests mit diesen Daten ergaben eine gute Trennbarkeit von Koka- und Nicht-Koka-Pixeln. Unter Berücksichtigung der realen Umstände, dem Vorkommen gemischter Koka-Pixel im Satellitenbild, wurden jedoch nur Produzentengenauigkeiten zwischen 31% und 38% erreicht. Die Nutzergenauigkeiten liegen zwischen 8% und 15%.Daraus folgt, dass die automatisierte Klassifizierung von Hyperspektraldaten für eine Vorauswahl (für ein Screening) vor einer visuellen Interpretation (z.B. von Satellitendaten mit höherer räumlicher Auflösung) eingesetzt werden könnte. Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass eine vollautomatische Klassifizierung und Kartierung von Koka Anbauflächen nicht möglich ist.


Jakob PÖHACKER (2011, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Modellierung der Habitatansprüche des Bergpiepers (Anthus spinoletta spinoletta) im Nationalpark Gesäuse mit Mitteln der Fernerkundung und GIS

Zusammenfassung: Im Frühjahr 2009 wurde im Nationalpark Gesäuse eine Rasterkartierung (100x100m) mit dem Ziel der Erhebung von Absenz-Präsenz-Daten zum Bergpieper durchgeführt. Anhand dieser Daten erfolgte eine Habitatmodellierung mittels bivariater logistischer Regression. Eine Hauptkomponentenanalyse zeigte die Notwendigkeit der getrennten Betrachtung der beiden ökologischen Einheiten Alm und Alpine Matte. Insgesamt konnten 235 der 804 untersuchten Rasterfelder als positiv bezüglich des Brutvorkommens des Bergpiepers ausgewiesen werden. Der Besetzungsgrad auf den Almflächen war mit 16% viel geringer als auf den Alpinen Matten, wo über die Hälfte der Flächen besiedelt waren. Dieser Umstand ist zu einem großen Teil durch die lokalen Gegebenheiten im Nationalpark Gesäuse zu erklären. Sowohl auf den Almen als auch auf den Alpinen Matten erwiesen sich Schneefelder als äußerst wichtige Habitatrequisiten. Auf den Alpinen Matten wirkten sich zudem das Vorhandensein von Gehölzstrukturen und steigende Werte der durchschnittlichen Biomasse auf der Fläche positiv aus. Überwiegend kahle, felsige Flächen wurden im Bereich der Alpinen Matten gemieden. Die Almflächen hingegen sind umso attraktiver, je größer die offene Fläche und je weiter die Entfernung zur nächsten Waldfläche ist. Zudem konnte ein negativer Einfluss der minimalen Biomasse auf das Vorkommen des Bergpiepers nachgewiesen werden, was darauf schließen lässt, dass die Art im Almbereich vegetationsarme, schütter bewachsene Flächen benötigt. Die Verwendung von Satellitendaten des Typs LANDSAT 5 TM erwies sich als sehr hilfreich zur Charakterisierung der Habitatansprüche des Bergpiepers. Verschiedene Modellierungsansätze werden vorgestellt und die Stärken beziehungsweise Schwächen sowie potentielle Einsatzgebiete der Modellierung mittels logistischer Regression diskutiert


Nina WEBER (2011, Studienrichtung Natural resources Management and Ecological Engineering)

Impacts of structural changes on the diversity of an alpine landscape

Zusammenfassung: Diese Diplomarbeit untersucht Veränderungen der Landbedeckung im nördlichen Teil des Kaunergrates während der letzten 60 Jahre und deren Auswirkungen auf Aspekte der Biodiversität. Die Änderungen der Landbedeckung wurden mit Hilfe von Luftbildern zwischen drei verschiedenen Zeitpunkten erhoben: 1953/54, 1970/71 und 2001/03. Für die Jahre 1953/54 und 1970/71 wurden aus Luftbildern Orthophotos erstellt, für die Jahre 2001/03 waren diese schon vorhanden. Für alle drei Zeitpunkte wurden im ersten Teil dieser Diplomarbeit Landbedeckungskarten erstellt. Die Veränderungen der Landbedeckung beeinflussen Größe und Qualität der Habitate von einheimischen Arten.Im zweiten Teil wurden Zusammenhänge und mögliche Auswirkungen der Landbedeckungsveränderungen auf Wildtiere des Kaunergrats dargestellt. Von den 1950igern bis zu den Jahren 2001/03 konnte eine Verdichtung der Wälder in großen Teilen des Untersuchungsgebietes festgestellt werden. Diese Verdichtung der Wälder beeinflusst nach den in der Literatur beschriebenen Habitaterfodernissen viele Wildtierarten, welche in der Nähe alpiner Kulturlandschaften vorkommen und lichte Wälder als Habitate nutzen. Die Habitate einiger dieser Tierarten wurden von dieser Entwicklung und unter den in dieser Arbeit erhobenen Gesichtspunkten negativ beeinflusst (Steinbock, Reh und Hirsch, Birkhuhn, Auerhahn und Steinhuhn). Lediglich das Schneehuhn scheint von der veränderten Landbedeckung leicht profitiert zu haben. Vom Standpunkt der Artenvielfalt aus muss daher die Entwicklung im nördlichen Teil des Kaunergrates während der letzten 60 Jahre negativ beurteilt werden.


Stefan Karl WEGSCHAIDER (2011, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Landbedeckungsklassifizierung aus Satellitenbildern

Zusammenfassung: Ziel ist die Weiterentwicklung einer Methodik für die Herstellung von Landbedeckungskarten aus Satellitenbildern vom Typ Landsat durch kNN-Klassifizierung. Dabei sollen insbesondere die Zusammenhänge zwischen(1) Anzahl und Art der Landbedeckungskategorien(2) Art und räumliche Verteilung der Eichdaten (3) Methodik und Parameter der Klassifizierung, Berücksichtigung radiometrisch-topografischer Einflüsse analysiert und beschrieben werden. Die Methode ist am Beispiel der Herstellung einer Landbedeckungskarte von Oberösterreich zu demonstrieren und zu verifizieren.


Vladimir BASTL (2011)

Landbedeckungsänderung südlich von Wien.

Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Landbedeckungsveränderungen in einem abgegrenzten Gebiet südlich von Wien und zwar vom Knoten Vösendorf Richtung Süden entlang der Autobahn bis zur nördlichen Gemeindegrenze Traiskirchen, die westliche Grenze bildet die Südbahnstrecke. Dieses Gebiet wurde vor allem deshalb gewählt, weil es sich im Laufe der letzten 150 Jahre rasant verändert hat. In der Literatur findet man zwar unterschiedliche Veröffentlichungen, die die Änderungen in diesem Zeitraum bezüglich Landbedeckung und Landnutzung beschreiben, allerdings fehlen vor allem quantitative Aussagen über die Größe von Flächen- oder Längenänderungen in Bezug auf typische Themen wie Landwirtschaft, Industrie- und Gewerbebetriebe, Siedlungen, Straßen und Eisenbahnen. Österreich hat eine lange Tradition in der Erstellung von amtlichen Kartenwerken, daher konnten für diese Arbeit alte, historische Karten verwendet werden, die auch zeitlich für diese Arbeit geeignet waren. Zur Gebietsanalyse wurden Landkarten von fünf Landesaufnahmen verwendet: • Dritte Landesaufnahme (1869–1887) • Vierte Landesaufnahme (1896–1915) • Provisorische Ausgabe der ÖK 50 (1945–1970) • ÖK 25 (1923–1959) • ÖK 50 (1995) Alle Karten stammen vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) und waren digital als Rasterdaten verfügbar. Diese Rasterdaten wurden mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems manuell digitalisiert und thematisch interpretiert. Die Ergebnisse der Digitalisierung (Vektordaten) wurden dann nach unterschiedlichen Fragestellungen ausgewertet, wobei der Schwerpunkt vor allem auf quantitative Aussagen gelegt wurde. Untersucht wurden die temporalen Längenveränderungen bei Straßen und Schienen sowie Flächenveränderungen in den Themenbereichen Landwirtschaft, Gewerbegebiete und Siedlungsgebiete. Eine weitere Fragestellung sollte beantworten, wie sich landwirtschaftliche Flächen in Siedlungsgebiete oder Gewerbegebiete verändert haben.


Martina PELL (2010, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Anthropogene Einflüsse auf die Waldbrandgefahr in der Steiermark

Zusammenfassung: Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den menschlichen Ursachen, welche die Häufigkeit von Walbränden in der Steiermark beeinflussen. In der Literatur findet man dazu Angaben, die besagen, dass mehr als 90 % aller Waldbrände vom Menschen verursacht werden. Diese These soll nun im Zuge dieser Masterarbeit mit den Einsatzstatistiken der Steiermark sowie verschiedenen Untersuchungsparametern, wie z.B. Einwohnerdichte, Siedlungsdichte, Straßendichte etc., näher untersucht werden. Zu Beginn der Arbeit fand eine umfangreiche Datensammlung aus diversen Quellen, wie z.B. dem CORINE-Datensatz, OpenStreetMap sowie der STATISTIK AUSTRIA, statt. Für die statistischen Berechnungen wurde das Programm SPSS verwendet und die Methode „multiple lineare Regressionsanalyse“ eingesetzt. So konnte ein Modell ermittelt werden, mit dessen Hilfe man in Zukunft die Einsatzdichte für das Bundesland Steiermark vorausschauend berechnen kann. Das Ergebnis ist klar: Zwischen menschlichen Einflüssen und der Waldbrandhäufigkeit besteht ein eindeutiger Zusammenhang.


Yin-Jung LIU (2010)

Vegetationskartierung im Piedras Blancas Nationalpark (Costa Rica) aus Satellitenbildern

Zusammenfassung: Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer Methode für die Herstellung von Vegetationskarten aus multispektralen Satellitenbildern vom Typ Landsat. Es werden dazu Landsat-Bilder aus den Jahren 1987 und 1998 verwendet, um die Veränderungen der Landbedeckung, vor allem von Primärwald zu anderen Landbedeckungs-Kategorien, in und um den Piedras Blancas Nationalpark in Costa Rica in diesem Zeitraum festzustellen. Die Bilder werden georeferenziert und radiometrisch-topgraphisch normalisiert (SCS-Methode). Anschließend werden die Bilder unter Verwendung der kNN-Methode mit vorangestellter Ausreißereliminierung klassifiziert. Die Methode wird unter Verwendung einer Vegetationskarte des Piedras-Blancas Nationalparks aus dem Jahr 2003 als Referenzinformation entwickelt, demonstriert und verifiziert. Die Waldveränderungen zwischen 1987 und 1998 werden aus den Klassifizierungen der Bilder der beiden Jahre abgeleitet. Es kann ein Trend des Verlusts von Primärwald aufgezeigt werden. Ferner werden Vorschläge zur Ausweisung eines Naturschutz-Korridors in Mittelamerika erörtert.


Marcus HÖNEGGER (2009, Studienrichtung Forstwirtschaft)

"Natürlich gekrümmtes Holz" -  3D-Vermessung und Geocodierung der Standorte von gebogen gewachsenen Stamm- und Astabschnitten

Zusammenfassung: Oliver Roman baut mit gekrümmten Rundhölzern. Der Planungsprozess der Bauwerke erfolgt an Hand maßstäblicher Modelle der gekrümmten Hölzer. Gegenstand dieser Diplomarbeit war die Entwicklung einer praxistauglichen Methode zur Vermessung von gekrümmten Ast- und Baumabschnitten. Aus den Vermessungsdaten werden in weiterer Folge dreidimensionale digitale Modelle der Ast- und Baumabschnitte hergestellt, aus welchen, durch generative Herstellungsverfahren, die maßstäblichen Modellstäbe entstehen. Die Grundlage der neuen Vermessungsmethode ist die Photogrammetrie. Sie ermöglicht die Vermessung mit leichter Ausrüstung in schwierigem Gelände. Für die Auswertung der Aufnahmen sollte nur &quot;Niedrigpreis Software&quot; zur Anwendung kommen. Die Methode zur Baumvermessung setzt sich aus der photogrammetrischen Aufnahme des Baumes und der Modellierung der Baumoberfläche in einem CAD Programm zusammen. Zwei unterschiedliche Methoden wurden entwickelt. Die punktweise Oberflächenvermessung der gekrümmten Hölzer benötigt mindestens 12 Aufnahmen rundum den Baum. Die Dichte der Punktwolke hängt stark von der Textur der Rinde und der radiometrischen Qualität der Bilder ab. Die anschließende Erzeugung der Baumoberfläche durch Dreiecksvermaschung erfordert aufwändige, manuelle Bearbeitungsschritte in einem CAD Programm. Diese Methode ist auf Grund des großen Aufwandes nur für Einzelobjekte von Interesse. Die Methode der linienhaften Lage- und Formvermessung beruht auf der Annäherung des Baumquerschnittes durch Kreise und Ellipsen. Es werden nur drei photogrammetrische Aufnahmen benötigt. Die Baummittellinie repräsentiert zusammen mit diskreten Ellipsen des Baumquerschnittes die Lage und Form des Baumes. Die Baumoberfläche entsteht durch konstruieren einer NURBS-Fläche entlang der Baummittellinie durch die Querschnittsellipsen. Diese Methode ist schnell und liefert gute Ergebnisse für die praktische Anwendung. Beide Methoden genügen vollkommen den Genauigkeitsanforderungen für die dreidimensionale Baumvermessung.


Pezhman Zamirpoor MOGHADAM (2009):

Erfassung von Schutzbauten mit Fernerkundungsmethoden entlang von Bahnstrecken (Landeck - St. Anton).

Zusammenfassung: Ziel der Diplomarbeit war es, die Verwendbarkeit von Fernerkundungsdaten (digitalen Photogrammetrie und des Laserscannings) aus dem Flugzeug für die Erkennung und qualitative Beurteilung des Zustandes von Schutzverbauungen zu untersuchen. Das Projektgebiet ist der nordseitige Teil des Stanzertales zwischen Landeck und St Anton. Diese Untersuchung war deshalb wichtig, weil teilweise Schutzverbauungen durch schlechte Dokumentation, verlorengegangener Pläne, etc. nicht flächendeckend kartiert sind und Methoden der Feldbegehungen teuer und zeitintensiv sind. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich photogrammetrische Methoden unter Verwendung hochauflösender digitaler Bilder sehr gut für die Identifikation, Erfassung, und Typenzuordnung von Schutzverbauungen eignen. Laserscandaten sind eher als ergänzende Informationsquelle zu empfehlen. Die Methoden können aber auf jeden Fall als Grundlage für Feldbegehungen herangezogen werden. Damit ist eine zielgerichtete, kosten- und zeitsparende Planung von Außendiensten möglich. Auf jeden Fall könnten sich hier Vorteile für unterschiedliche Einrichtungen (Asfinag, ÖBB, Verbund, Gemeinden, Land, Bund, etc.) im Sinne eines „Cost sharing“ ergeben.


Bernadette BLAMAUER (2009, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Kombination räumlich und zeitlich hochauflösender Messungen der Uferböschungsgeometrie zur Erfassung und Rekonstruktion des Erosionsablaufes während Hochwasserereignissen

Zusammenfassung: Durch die Ufererosion kommt es zur Gefährdung von landwirtschaftlicher Fläche, Siedlungen und Infrastruktureinrichtungen. Sie führt aber auch zur Bildung und Veränderung ökologisch wertvoller Habitate und trägt zum Sedimenthaushalt bei. Um den Verlauf der Ufererosion besser abschätzen zu können, müssen die ablaufenden Prozesse wie Strömungserosion, Böschungsbruch und Schwächung des Bodens (Frost- Tauwechsel, Leaching, ...) besser verstanden werden. Ziel dieser Arbeit ist eine möglichst genaue Erfassung der Ufererosionsprozesse. Das Untersuchungsgebiet befindet sich in einem Seitenarm der Drau bei Kleblach–Lind in Kärnten. Zur Erfassung der geometrischen Änderungen wurde die terrestrische Photogrammetrie eingesetzt. Die Zeitpunkte der Erosionserscheinungen wurden über eine Zeitrafferkamera erfasst. Zur Erfassung von geometrischen Veränderungen während der Abflussereignisse wurden die Bilder der Zeitrafferkamera mit dem Monoplottingverfahren ausgewertet. Neben den geometrischen Daten wurden auch hydrologische Parameter erhoben. Um die Strömungserosion besser erfassen zu können, wurde eine Erosionsnadel mit Infrarot-Streulichtsensoren am Böschungsfuß eingebaut. Durch die Auswertung der Bruchzeitpunkte in Zusammenhang mit der Abflussganglinie wurde ein großer Einfluss schwächender Prozesse auf die Böschungsstabilität festgestellt. Es zeigte sich, dass die Brüche sowohl im ansteigenden als auch im absinkenden Ast auftreten. Weiters wurde beobachtet, dass Böschungsbrüche meist nur eine geringe longitudinale Ausdehnung aufweisen, welche nur durch zeitlich hochauflösende Messungen erfassbar ist. Die Ergebnisse zeigen aber vor allem, dass die Prozesse der Ufererosion (Strömungserosion, Böschungsbruch und schwächende Prozesse) voneinander abhängen und daher nur eine ganzheitliche Betrachtung sinnvoll ist.


Georg SCHWEIDLER (2008)

Methoden und Analysen zur Optimierung künstlicher Lawinenauslösungen.

Zusammenfassung: Naturgefahren wie Lawinen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft waren in den letzten Jahrzehnten allgegenwärtig. Mit einer steigenden Sensibilität in diesem Bereich ist auch die Forderung nach aktiven Schutzmaßnahmen wie künstlichen Lawinenauslösungen gestiegen. Ziel solcher Schutzmaßnahmen ist die Minimierung der Risiken und der Wahrscheinlichkeit potentieller Schäden. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Optimierung künstlicher Lawinenauslösungen durch Gazex Anlagen. Schneemechanische Analysen, seismische Messungen der Erschütterungen von künstlichen Sprengungen, sowie Lawinensimulationen durch das dreidimensionale Lawinensimulationsmodell SamosAT waren die Grundlage für eine Standortoptimierung von Gazex Anlagen. Eine genaue Standortwahl bildet die Grundlage einer effektiven temporären Absicherung eines Gebietes. Ferner werden die Anforderungen, die an das für die Simulationen notwendige digitale Geländemodell gestellt werden, sowie moderne Erstellungsverfahren durch Laserscan Technologie betrachtet.


Hansjörg REINER (2008, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Einsatz terrestrischer Laserscanner zur Bestimmung von Staumauerverformungen

Zusammenfassung: Bogenstaumauern unterliegen verschieden Belastungszuständen, unter anderem infolge schwankender Füllungsgrade. Aufgrund dieser Belastungsschwankungen kommt es zu (meist periodisch – saisonalen) Deformationen des Bauwerks. Diese Verformungen werden im Sinne einer Bauwerksüberwachung mit verschiedenen, an das individuelle Bauwerk angepassten, Methoden erfasst. Alle diese Methoden stellen eine Überwachung von einzelnen Punkten dar; ihre Lageänderung ist signifikant für das gesamte Bauwerk. Im Zuge dieser Diplomarbeit wird eine Methode entwickelt diese Einzelpunktmessungen mit dichten Rastermessungen der Oberfläche der Bogenstaumauer zu ergänzen. Dazu wird die Technologie des Laserscannens angewandt. Mit Ihrer Hilfe ist es möglich die Verformungszustände der luftseitigen Oberfläche, infolge verschiedener Belastungen zu verschiedenen Zeitpunkten, in Form von Punktwolken festzuhalten. Daraus werden nun für die verschiedenen Zeitpunkte dreidimensionale Oberflächenmodelle generiert. Durch Vergleich der Modelle ergeben sich Differenzenmodelle, welche die Verformung der gesamten luftseitigen Fläche der Staumauer zwischen den jeweiligen Beobachtungszeitpunkten beschreiben. Das Ergebnis kann sehr anschaulich durch eine farbgradierte Abbildung der Oberfläche der Bogenstaumauer visualisiert werden, wobei der Gradient die Verschiebung zwischen zwei Zeitpunkten wiedergibt. Als Untersuchungsobjekt wurde die Bogenstaumauer Kops der Vorarlberger Illwerke AG gewählt.


Michael LUTTENBERGER (2008)

Analyse der zeitlichen und räumlichen Zusammenhänge von Taxifahrten.

Zusammenfassung: Die Floating Car Daten aus dem Vermittlungssystem von Taxizentralen werden als Basis für systematische, analytische Untersuchungen der Abfahrts- bzw. Zielorte von Taxifahrten mit Kunden herangezogen. In einem allgemeinen Überblick über technische Möglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen bezüglich der Erhebung, Analyse und Darstellung von Verkehr werden Einflussgrößen der Verkehrsmittelwahl, Methoden und Arten von Verkehrserhebungen, räumliche Merkmale und Darstellung des Verkehrs, Methoden zur Positionsbestimmung, das Flottenmanagement von Taxizentralen und geographische Informationssysteme näher betrachtet. Nach einer Beschreibung der Datengrundlage und der Aufbereitung der Daten werden Metadaten und Randbedingungen erläutert. Danach wird der Untersuchungszeitraum zeitlich und räumlich unter Zuhilfenahme von Datenbankabfragen und GIS-Werkzeugen analysiert. Die Visualisierung von zeitlichen Verläufen, räumlichen Verteilungen von Start- bzw. Zielpositionen und Quell-Ziel-Beziehungen von Taxifahrten soll saisonale Unterschiede, spezifische Nachfragen in bestimmten Zeiträumen sowie sonstige Zusammenhänge und Muster veranschaulichen.


Paula POPOVICI (2008, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Landbedeckungsklassifizierung aus Satellitenbildern am Beispiel Niederösterreich

Zusammenfassung: Das Ziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Aktualisierung von bestehenden Landbedeckungsdatensätzen unter Verwendung aktueller Satellitenbilder.Es wird ein Klassifizierungsverfahren nach der Methode der k nächsten Nachbarn (kNN) eingesetzt.Die Satellitenbilder werden unter Verwendung von Referenzdaten aus einer veralteten Landbedeckungskarte klassifiziert. Das Klassifizierungsverfahren erkennt Inkonsistenzen zwischen den spektralen Charakteristiken der Satellitenbilder und den Referenzdaten und kann damit jene Anteile der Referenzdaten eliminieren, die fehlerhaft oder überholt sind.Das Verfahren wurde auf die Landbedeckungsdatensätze SINUS und CORINE angewendet und zeigt gute Ergebnisse. Als Anwendungsbeispiel wird eine Landbedeckungskarte von Niederösterreich mit 13 Landbedeckungskategorien erzeugt.


Alexander BERAN (2007, Studienrichtung Landschaftsplanung und Landschaftspflege)

Vergleich von Methoden der Landbedeckungsklassifikation mit Satellitenbildern zur Erkennung von Risikoflächen für den Drogenanbau in Myanmar

Zusammenfassung: Bei der flächendeckenden Überwachung von Drogenanbaugebieten in Myanmar durch das Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODC) werden aktuelle, großflächige Landbedeckungskarten benötigt. Diese können durch die Klassifikation von Satellitenbildern erstellt werden.
Ziel dieser Diplomarbeit ist der Vergleich unterschiedlicher Methoden zur semi-automatisierten Klassifikation der Landbedeckung. Semi-automatisiert bedeutet, dass die Satellitenbilder nicht ausschließlich automatisiert von einem Computerprogramm klassifiziert werden, sondern dass die Eingabe zusätzlicher Informationen von einem menschlichen Interpreten notwendig ist. Verglichen wurden die parametrischen Algorithmen Minimum-Distance, Mahalanobis-Distance und Maximum-Likelihood und der nicht-parametrische Algorithmus k-Nearest-Neighbour (kNN).
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit hat sich der Maximum-Likelihood-Algorithmus als geeignetste parametrische Methode erwiesen. Er wurde dem nicht-parametrischen kNN-Algorithmus mittels Fehlerabschätzung gegenübergestellt. Die Genauigkeit der vier umfangreichsten Landbedeckungsklassen Geschlossener Wald, Lichter Wald, Vegetation exklusive Wald - trocken und Offener Boden ist mit dem kNN-Algorithmus entweder wesentlich besser oder ähnlich im Vergleich zum Maximum-Likelihood-Algorithmus. Für die Erstellung einer Landbedeckungskarte wurde daher der kNN-Algorithmus verwendet.


Antonia Fay FORSTER (2007, Studienrichtung Mountain Forestry)

Analysis of Fallow System Development in Laos Using Historical Satellite Images

Zusammenfassung: Mehr als 400 Jahre lebten die Khmu, eine der ältesten ethnischen Gruppen der Provinz Oudomxay im Norden von Laos, in Einklang mit ihrer Umwelt. Das rasche Bevölkerungswachstum in den letzten 50 Jahren hat jedoch dazu geführt, dass die Landwechselwirtschaft, eine nachhaltige Bewirtschaftungsform, nur mehr wenig Anwendung findet. Andere Faktoren für diese Entwicklung sind staatliche Bestrebungen für Veränderungen in der Landwirtschaft.Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer Methode, die es ermöglicht, das Muster und Ausmaß räumlicher und zeitlicher Veränderungen der Landbedeckung mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden zu erkennen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verteilung von Brachflächen-Altersklassen, die Häufigkeit von Brandrodungsereignissen und auf Flächen intensiver landwirtschaftlicher Produktion gerichtet.Die Definition von Landbedeckungsklassen in dieser Arbeit basiert auf den Reflexionscharakteristiken der Landbedeckungsarten in den spektralen Bändern des Sensors Landsat 7 ETM+. Durch nichtüberwachte Klassifikation eines multi-temporalen NDVI (Normalised Difference Vegetation Index) Datensatzes wurden die Veränderungen der Landbedeckung zwischen drei Aufnahmezeitpunkten analysiert. Für die Visualisierung und Interpretation der Landbedeckungsveränderungen wurde das Konzept der additiven Farbmischung angewendet. Anschließend wurde für jede Kategorie das Ergebnis der nichtüberwachten Klassifikation mit Referenzdaten verglichen und die Klassifikationsgenauigkeit abgeschätzt.


Markus VOLLMANN

Die Kartierung der Schnee- und Eisbedeckung aus Satellitenbilddaten zur Validierung von Schneeschmelzmodellen in kleinen und mittleren Einzugsgebieten der Hohen Tauern – Salzburg

Zusammenfassung: Die Bestimmung der Komponenten der Wasserbilanz von stark vergletscherten, hochalpinen Einzugsgebieten ist in der Regel mit großen Schwierigkeiten verbunden. Besonders die Bestimmung des Schmelzwasserabflusses aus der saisonalen und permanenten Schnee- bzw. Eisbedeckung mittels hydrologischen Schneeschmelzmodellen ist wegen der schwierigen Erfassung der nötigen Parameter mit zum Teil beträchtlicher Unsicherheit behaftet. Zur Validierung von Schneeschmelzmodellen kommen daher, insbesondere seit ihrer operationellen Verfügbarkeit, Satellitenbilddaten zum Einsatz. Ziel dieser Arbeit ist die Erfassung und Kartierung der flächenhaften Verteilung der saisonalen und permanenten Schnee- bzw. Eisbedeckung von vier kleinen und mittleren Einzugsgebieten des Alpenhauptkammes mittels Satellitenfernerkundung. Zu diesem Zweck wurden zehn Satellitenbilder der Sensoren Landsat Thematic Mapper (TM) und Enhanced Thematic Mapper plus (ETM+) sowie ASTER (Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer) auf Terra aus dem Zeitraum von 1993 bis 2005 ausgewählt und einer anschließenden Analyse unterzogen. Mit den Ergebnissen aus der Kartierung der Schnee- und Eisbedeckung mittels Methoden der Fernerkundung konnte vom IWHW (Inst. für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau) ein Schmelzmodell validiert beziehungsweise kalibriert werden. Ebenso konnte die Anwendbarkeit der Modellrechnung auf größere Einzugsgebiete mit entsprechend geringerer Input-Datendichte überprüft werden.


Matteo MATTIUZZI (2007, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Landbedeckungskartierung aus Satellitenbildern mit der kNN-Methode am Beispiel Tirol

Zusammenfassung: Automatisierte Verfahren zur Kartierung der Landbedeckung aus Satellitenbildern haben viele Vorteile gegenüber Methoden, die auf visueller Interpretation beruhen. Sie liefern homogenere, objektive Karten und erfordern weniger Arbeitsaufwand.Es gibt mehrere Ansätze für die automatisierte Kartierung der Landbedeckung. In dieser Diplomarbeit wird die kNN(k Nearest Neighbour)-Methode verwendet. Es handelt sich dabei um ein Verfahren der „überwachten Klassifizierung“, das keine speziellen statistischen Verteilungen der Merkmale der zu unterscheidenden Landbedeckungskategorien voraussetzt. Jedes unbekannte Pixel wird jener Kategorie zugewiesen, die unter den k ähnlichsten Pixeln des Referenzdatensatzes am häufigsten vorkommt. Das Verfahren wurde für die Herstellung von Landbedeckungskarten von Tirol (einschließlich Osttirol) aus Landsat-Satellitenbildern adaptiert. Der Referenzdatensatz wurde durch visuelle Interpretation einer Rasterstichprobe gewonnen.Das Hauptaugenmerk dieser Diplomarbeit gilt dem Zusammenhang zwischen der Beschaffenheit des Referenzdatensatzes, den verwendeten Berechnungsparametern und den Eigenschaften und der Qualität der damit hergestellten thematischen Karten.


Menale Wondie MULU (2007, Studienrichtung Mountain Forestry)

Study on Spatial and Temporal Land Cover Changes using Geographical Information System (GIS) and Remote Sensing in the Simen Mountains National Park, Northwestern Ethiopia

Zusammenfassung: Die vorliegende Untersuchung wurde im Simen Mountain National Park (SMNP) im Nordwesten Äthiopiens (UNESCO World Heritage Site) durchgeführt. Der Zweck der Unter¬suchung ist die Gewinnung räumlich und zeitlich quantitativer Information über die Dynamik der Landbedeckung in diesem Gebiet. Damit soll eine Grundlage für politische und operationelle Entscheidungen zur Unterstützung der Erhaltung der Biodiversität geschaffen werden. Die Landbedeckungsveränderungen zwischen 1984 und 2003 wurde aus Landsat-Satellitenbildern dieser Aufnahmezeitpunkte (TM aus dem Jahr 1984, ETM+ aus dem Jahr 2003) durch überwachte Klassifizierung ermittelt. Die Veränderungen werden in Transformationsmatrizen dargestellt. Es wurden 5 Landbedeckungsklassen unterschieden: naturnaher Mischwald, Waldreinbestände, Buschland, Weideland, und landwirtschaftliche Flächen. Schattenbereiche konnten nicht klassifiziert werden. Die Verteilung der Landbedeckungsklassen wurde in Abhängigkeit von Höhenstufe, Hangneigung und Exposition ermittelt. Das Ergebnis der Veränderungen in den 20 Jahren zeigt eine Zunahme von Waldreinbeständen und von Buschland, jedoch eine Abnahme der landwirtschaftlichen Flächen. Fernerkundungsdaten geben direkte Information über die Landbedeckung, nicht aber über die Landnutzung, welche die ökonomischen und kulturellen menschlichen Aktivitäten in ihrer Wechselwirkung mit der Landbedeckung berücksichtigen. Fernerkundungsdaten können auch keine Detailinformationen wie Wildtierpopulationsdichten liefern, die ökologisch wichtig sind. Nur die kombinierte Auswertung von Resultaten von Geländeerhebungen, von sozioökonomischen Daten und von Fernerkundungsdaten kann in diesem Sinn zu einem besseren Verständnis von Landbedeckungsveränderungen führen. Es sind daher weitere Untersuchungen zur Analyse der Landbedeckung und der Landbedeckungsveränderungen in ihrer Bedeutung für den Lebensraum für Wildtiere und als Grundlage für das Naturschutzmanagement des SMNP zu empfehlen.


Daniela ATZLINGER (2006, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Vergleich fernerkundlicher und terrestrischer Aufnahmemethoden zur Datenerfassung für Sedimenttransportmodelle in Wildbacheinzugsgebieten

Zusammenfassung: Ziel dieser Arbeit ist ein Vergleich unterschiedlicher methodischer Ansätze zur Gewinnung von Geländedaten sowie die Darstellung der methodenbezogenen Genauigkeiten bzw. die Relevanz hinsichtlich Genauigkeit für die weiterführenden Naturgefahrenprozessanalysen. Den Hintergrund dieser Analyse stellt dabei der Bedarf an einer effizienteren Erfassung des Sohlgefälles dar, um das Augenmerk auf die unbedingt im Feld durchzuführenden Aufnahmen konzentrieren zu können. Der Parameter Sohlgefälle wurde deshalb gewählt, da er die Berechnung des Geschiebetransportes wesentlich beeinflusst. Im Zuge der gegenständlichen Arbeit wurden die ermittelten Längenschnitte aus existierendem Datenmaterial, in Form von terrestrischen und fernerkundlichen Aufnahmeauswertungen für zwei Untersuchungsgebiete miteinander verglichen. Als Datenbasis bzw. Vergleichsbasis wurde eine genaue terrestrische geodätische Vermessung herangezogen und die Differenzen zu den Ergebnissen der übrigen Auswertemethoden gebildet. Beim Vergleich wurden die Gerinne vorerst in Homogenbereiche unterteilt und weiters zu den Kategorien „offene Flächen“ oder „bedeckten Flächen“ zugeordnet, wobei sich das Kriterium bedeckt auf die Vegetation (ab Buschwerk) bezieht. Die Genauigkeitsanforderungen bzw. die Sensibilitäten der Modelle hinsichtlich der Ergebnisänderung bei der Geschiebetransportberechnung liegen für den Parameter Sohlgefälle bei +/- 1%. Es konnte gezeigt werden, dass für die offenen Flächen eine ausreichend genaue Ermittlung des modelrelevanten Gefälles sowohl mittels klassischer geodätischer Vermessung, Photogrammetrie als auch auf Basis der ÖK 50 möglich ist. Bei der Ermittlung der Geländedaten für bedeckte Flächen wurde gezeigt, dass sich generell höhere Abweichungen zwischen den unterschiedlichen Analysemethoden als bei offenen Flächen ergeben und zum anderen eine ausreichend genaue Ermittlung des Sohlgefälles ausschließlich mit terrestrischen geodätischen Vermessungsmethoden möglich ist. Die verwendeten fernerkundlichen Methoden weisen aufgrund von Sichtbarkeitsproblemen relativ hohe Abweichungen auf, wobei Laserscannervermessungen von dieser Aussage ausgenommen sind, da in den Untersuchungsgebieten keine Vergleichsdaten verfügbar waren.


Eva HAFNER (2006)

Modellierung der Habitateignung für den Braunbären in Österreich

Zusammenfassung: In der vorliegenden Arbeit wird ein Habitatmodell für den Braunbären (Ursus arctos L.) in Österreich entwickelt. Ziel dieses Habitatmodells ist das Aufzeigen potentieller Lebensräume für den Braunbären in Österreich einer möglichst hohen räumlichen Auflösung. Das Aufzeigen potentieller Lebensräume für die österreichische Braunbärpopulation ist notwendig, um die entsprechenden Flächen und ihre Vernetzung dauerhaft sicherstellen zu können. In Zusammenarbeit mit den Wildökologie-Experten Dr. Georg Rauer (WWF - World Wildlife Found Österreich) und Mag. Jens Laass (Institut für Jagdwirtschaft und Wildbiologie) wurde ein Fuzzy-Logic basierter Modellansatz entwickelt. Das Konzept der Fuzzy-Logic ermöglicht die Kombination von Expertenwissen und einer Ableitung der Habitatbeeinflussung aus Bärennachweisen. Als Modellfaktoren fließen Landbedeckung, Seehöhe, Bevölkerung, Tourismus und Verkehr in das Habitatmodell ein. Mit den Bärennachweisen wird die von den Modellfaktoren ausgehende Beeinflussung des Bärenlebensraums (Raumwirkung) ermittelt. Das Habitatmodell ist das Ergebnis der Verknüpfung der einzelnen Modellfaktoren und ihrer Raumwirkungen. Das ermittelte Habitatmodel zeigt, neben den momentan besiedelten Bärengebieten in den niederösterreichisch-steirischen Kalkalpen und in Süd- und Westkärnten, noch weitere potentiell geeignete Lebensräume auf. Diese Gebiete befinden sich etwa im Toten Gebirge, im Sensengebirge und in den Niederen Tauern. Die Ergebnisse der Arbeit werden in Form von Kartenwerken, Web-GIS-Darstellungen und GIS Datensätzen dem WWF Österreich zur Verfügung gestellt.


Hansjörg HÖLZL (2006, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Einsatz von terrestrischen Laserscannern zur Kalibrierung von Geschiebetransportmodellen

Zusammenfassung: Bisher gibt es noch kaum praxisrelevante Erfahrungswerte bzw. Parametersätze für die Verwendung eines digitalen Geländemodells (DGM) einer Flusssohle in einem Geschiebemodell. Immer wiederkehrende Hochwasserereignisse führen zu einer Verlagerung des Geschiebes an der Flusssohle. Die Veränderungen in der Natur gilt es zu erfassen, mit dem Geschiebemodell zu vergleichen und eventuell anzupassen. Das Ziel der gegenständlichen Diplomarbeit ist die Entwicklung eines Verfahrens zur hochgenauen DGM Erstellung für die Kalibrierung von Geschiebetransportmodellen mittels terrestrischen Laserscanner, angewandt im Unterlauf der Schwarza. Um Aussagen bezüglich einer Sohlveränderung innerhalb sehr kurzer Zeit treffen zu können, ist eine mehrmalige hochgenaue Aufnahme der Flusssohle erforderlich. Weiters soll herausgefunden werden, ob eine hochgenaue Sohlaufnahme (große Datenmengen) für die Berechnung in einem Geschiebemodell verarbeitet werden kann oder ob eine herkömmliche profilweise Aufnahme durch einen Tachymeter ausreicht (Untersuchung der erzielten DGM Genauigkeiten von unterschiedlichen Aufnahmesystemen). Es ist festzuhalten, dass für die mehrdimensionale numerische Modellierung (Hydraulik, Feststoff) die hohe Datendichte ein wesentliches Problem darstellt. Die künftige Entwicklung lässt jedoch erwarten, dass durch eine steigende Rechnerleistung die mehrdimensionale Modellierung von längeren Geländeabschnitten mit hoher Datendichte möglich sein wird.


Peter HOFER (2006, Studienrichtung Kulturtechnik)

Laserscan-Einsatz im Kersantitsteinbruch Loya

Zusammenfassung: Mithilfe des hybriden Messsystems der Firma Riegl - eine Kombination vom Laserscanner LMS-Z420i und der Digitalkamera Nikon D100 - wurde der Kersantitsteinbruch Loja (Wachau) vermessen. Aus der mit dem Laserscanner gewonnenen Punktwolke wurde ein digitales Geländemodell (DGM) generiert, dessen Oberfläche danach mit den unverzerrten Digitalfotos texturiert wurde. Durch die zusätzliche Farb- und Strukturinformationen ließen sich die geometrischen und topographischen Fragestellungen bezüglich Raumstellung der Kersantitgänge und die Parameter für die Berechnung der Standsicherheit von Böschungen beantworten. Diese fließen einerseits in die Ermittlung der optimalen Abbaustrategie ein, und andererseits wird dadurch die Sicherheit im Abbaubetrieb erhöht.


Bianca KAHL, Georg STROBELBERGER (2005, gemeinsame Diplomarbeit - Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Vorarbeiten zum Gewässerbetreuungskonzept (GBK) Obere Mur und die Erstellung eines Digitalen Geländemodells der Gemeinde Unternberg an der Mur

Zusammenfassung: Diese Diplomarbeit wird in Kooperation mit dem Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau (Ao.Univ.Prof. Dr. Helmut Mader) durchgeführt. Inhalt des ersten Teils der Diplomarbeit ist die Erstellung und Aufbereitung von Planungsgrundlagen für ein Gewässerbetreuungskonzept (GBK) &quot;Obere Mur&quot; unter Berücksichtigung der historischen Entwicklungen in den vergangenen Jahrhunderten. Im Rahmen der sektoralen Beurteilung der öko-morphologischen Situation (Leitbild - Ist-Zustand - Defizite) wird in Anlehnung an die EU Wasserrahmenrichtlinie (Einstufung des ökologischen Zustandes auf Basis von Qualitätskomponenten) der Urzustand aus historischen Belegen, die Regulierungsgeschichte der Oberen Mur und der Ist-Zustand erhoben, verarbeitet und dokumentiert (Mitbetreuung am IVFL: Ass.Prof. Dr. Erwin Heine). Im zweiten Teil wird unter Verwendung von verschiedener Software zur Erstellung eines digitalen Geländemodells (DGM) die Handhabung von der Dateneingabe bis zur Ergebnisausgabe, die erzielbaren Genauigkeiten sowie die Weiterverarbeitungsmöglichkeiten der DGM-Daten für unterschiedlichen Hydrauliksimulationsmodellen analysiert. Abschließend werden verschiedene 2D-Abflussmodelle mit den DGM-Daten beschickt und die Ergebnisse der Berechnungen miteinander verglichen.


Clemens KÖHLER (2005, Studienrichtung Landschaftsplanung und –pflege)

Gisbasierte Auswertung von Wildtier–Migrationsachsen in Österreich

Zusammenfassung: Im Zuge einer Studie des BMVIT, in Kooperation mit den ÖBF (Dr. Friedrich Völk), dem Institut für Wildtierbiologie (DI Horst Leitner) und dem Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (DI Mark Wöss, BOKU Wien) sollen Wildtier–Migrationsachsen ermittelt werden, um eine Planungsgrundlage für die RVS (Rahmenrichtlinie Verkehrsicherheit) zu bekommen, die beim Straßenneubau / Straßenausbau, sowie bei deren Bestandserweiterung Anwendung findet. Aufgrund einer fehlenden, österreichweiten Ausweisung von Migrationsachsen ist eine derzeitige Berücksichtigung dieser im Rahmen der RVS nicht möglich.Migrationsachsen sind abhängig von ihrem Abstand zu Siedlungen, Wäldern und Gehölzstrukturen. Anhand von GIS kann man den räumlichen Zusammenhang zwischen Migrationsachsen und bestimmten Landbedeckungsklassen abbilden und potentielle Migrationsachsen ausweisen.Ziel der Diplomarbeit ist es diese Zusammenhänge zu modellieren und potentielle Wildtier-Migrationsachsen für das gesamte Bundesgebiet auszuweisen. In weiterer Folge werden diese Migrationsachsen vom Institut für Wildtierbiologie und Jagdwirtschaft evaluiert und nach ihrer Bedeutung und ihrem Gefährdungspotential bewertet. Nach Abschluss der Evaluierungsphase wird eine Karte der bestehenden Migrationsachsen erstellt. Diese Karte stellt die Planungsgrundlage für die Berücksichtigung von Wildtier-Migrationsachsen in Österreich im Rahmen der RVS dar.


Iris BUCHNER (2005, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Methods of Metadata Search Engines

Zusammenfassung: Verschiedene Entwicklungen haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen das Internet für die Verfügbarkeit und den Transfer von Geodaten zu nutzen. Bei den Netzwerkumgebungen der Metadaten-Suchmaschinen werden prinzipiell zwei Modelle unterschieden: das Server/Client-Modell und das Peer-to-Peer-Modell. Das zur Zeit für die Suche in verteilten Systemen meistverwendete Server/Client-Modell besteht aus einem Client, der Anfragen über eine Kommunikationssoftware, der sogenannten Middleware, wie z.B. dem Z39.50 Protokoll, CORBA oder SOAP, an einen Server sendet. Innerhalb des Peer-to-Peer-Modells sind alle „peers“ gleichwertig und die Daten werden nicht über einen Server ausgetauscht, sondern direkt von einem „peer“ zum anderen. Damit die Interoperabilität der einzelnen Komponenten der verteilten Systeme über die Grenzen von unterschiedlichen Plattformen, Herstellern und Datentypen hinweg gegeben ist, werden standardisierte Schnittstellen, wie die des OpenGIS Consortiums, eingesetzt. Es ist anzunehmen, dass das Peer-to-Peer-Modell weiter entwickelt wird und in Zukunft vermehrt zur Anwendung kommt.


Norman MATEJ (2005, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

GIS-basierte Analysen von fischökologischen Fragestellungen österreichischer Fließgewässer anhand nationaler Datenbanken

Zusammenfassung: Diese Arbeit wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Land, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Land Niederösterreich finanzierten Projekts zur Entwicklung eines Modells für die Bewertung von Restaurationsmaßnahmen an Fließgewässern: Model based Instrument for River Restauration (Akronym: MIRR, mirr.boku.ac.at) Ziel dieses Projekts ist es ausgehend von einer ausreichenden Anzahl an Beprobungsstellen mittels eines statistischen Modells Schlüsse für zukünftige Restaurierungsmaßnahmen zu ziehen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es die Daten der Ist-Bestandsanalyse österreichischer Fließgewässer aufzubereiten und mit Befischungsdaten zu verschneiden. Die Ist-Bestandsanalyse ist Teil der nationalen Umsetzung der EU Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und wurde im Jahr 2005 abgeschlossen. Die Befischungsdaten stammen aus der Fides Datenbank, welche im Rahmen des FAME (http://fame.boku.ac.at) Projekts angelegt wurde. Insgesamt wurden 1053 Befischungsstrecken verwendet. Die Analysen erfolgten mittels des Geoinformationssystems Arc Gis® 9.0, MS Excel und SPSS und umfassen sowohl das Vorkommen bestimmter Zeigerarten, als auch ausgewählte Metrics sowie den European Fish Index (EFI). Im Rahmen dieser Arbeit konnten Zusammenhänge zwischen dem EFI - Metrics und der Risikoanalyse teilweise gezeigt werden, jedoch wurden auch einige Unsicherheiten und Datenlücken festgestellt.


Bettina MAREK, Doris MAYER (2004, gemeinsame Diplomarbeit - Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Erhebung und Analyse der Eigentums- und Landnutzungsänderungen im Grenzraum Österreich – Ungarn

Zusammenfassung: Unsere Diplomarbeit ist Teil des Projekts ELNA II im Rahmen der Aktion Österreich-Ungarn und versucht, die unterschiedliche Entwicklung der Eigentumsverhältnisse, der topografischen Struktur der Grundstücke und der Landnutzung der letzten 100 Jahre aufzuzeigen. Schwerpunkte der Arbeit stellen das Design einer relationalen Datenbank sowie die Analyse und dynamische Visualisierung der Daten aus Grundbuch und Kataster dar. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Westungarischen Universität statt, wo diese Thematik ebenfalls von zwei Diplomanden bearbeitet wird.


Heinz WIND (2004, Studienrichtung Landschaftsplanung und –pflege)

Web-GIS-gestützte Erfassung und Darstellung von Hochwasserschadensmeldungen

Zusammenfassung: Die Erfassung der Hochwasserschäden vom August 2002 wurde in den betroffenen Bundesländern unterschiedlich durchgeführt, wodurch ihre Vergleichbarkeit und Nutzung für die Untersuchung von wirtschaftlichen Folgeeffekten nicht ausreichend gegeben war. Nach Analyse der bestehenden Datenbasis bestand das Ziel in der Entwicklung einer einheitlichen Erfassungsmethode von Katastrophenschäden für das gesamte Bundesgebiet. Angestrebt wurde eine Lösung, mit der die Aufnahme von Schadensmeldungen an verschiedenen Orten möglich ist, während die Daten an einer zentralen Stelle gespeichert und verwaltet werden. Auf diese Weise können mehrere berechtigte Benutzer, wie z.B. Bedienstete in den Gemeinden oder Landesregierungen, gleichzeitig Daten im System erfassen oder auswerten. Die gewünschten Dateninhalte orientieren sich nach den bereits vorhandenen Anträgen auf Beihilfen der betroffenen Bevölkerung des Hochwassers vom August 2002. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten geschaffen, die eine Kategorisierung und räumliche Zuordnung von Schadensobjekten zulassen. Letztere erlaubt eine visualisierte, räumlich bezogene Darstellung und Analyse des Schadensausmaßes in einem geographischen Informationssystem. Sowohl für Aufnahme als auch Visualisierung der Hochwasserschäden wurden Anwendungen entwickelt, die über das Internet nutzbar sind. Letztlich liefert eine systematisierte Erfassung von Katastrophenschäden wertvolle Grundlagen für die Aufarbeitung derartiger Ereignisse und ermöglicht in weiterer Folge, entsprechende Maßnahmen zur Verringerung bzw. Vermeidung zukünftiger Schäden zu ergreifen.


Jürgen MISCHKER (2004, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Using GIS to predict, quantify and visualise water quality and long term stream ecology effects/changes caused by acid mining drainageGemeinsam mit Lincoln University, Canterbury, New Zealand

Zusammenfasung: Acid mine drainage (AMD), ein umweltbelastendes Nebenprodukt, das während des Abbaus von Steinkohle entsteht, ist trotz verbesserter Technologien zur Vermeidung und Sanierung in vielen Bergbaugebieten ein anhaltendes Problem mit enormen Langzeitfolgen für die gesamte Wasserbiota. Im Zuge dieser Arbeit wurde MAPLE, eine Extension für ArcGIS entwickelt, die es nun ermöglicht die zukünftige AMD Fracht zu ermitteln und so die daraus resultierenden Veränderungen der Wasserqualität zu beschreiben. Die Validierung des Models geschah an Hand der größten Tagebaumine von Neuseeland und es konnte erfolgreich die zukünftigen AMD Belastungen und resultierenden Al+ Konzentrationen in den Flüssen errechnet werden. Die Simulation erfolgte für den Zeitraum von 2004 bis 2040, um die AMD Produktion während den Abbautätigkeiten und nach der Schließung der Mine zu modellieren.


Karin MOSER (2004, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Entwicklung einer Methode zur ökologischen Zustandsbewertung von Oberflächengewässern aus Luftbildern

Zusammenfassung: Ziel dieser Diplomarbeit war es zu prüfen, ob die Luftbildinterpretation eine sinnvolle Unterstützung der ökologischen Zustandsbewertung von stehenden Gewässern darstellt. Zur Durchführung einer Bewertung ist zunächst die Erhebung des Ist-Zustandes anhand verschiedener Parameter notwendig. Im Speziellen konzentriert sich die vorliegende Diplomarbeit auf uferbeschreibende Parameter. Diese stammen aus der ÖNORM M 6231 (Richtlinie für die ökologische Untersuchung und Bewertung von stehenden Gewässern). Anhand von zwei Untersuchungsgebieten (Traunsee und Lunzer See) wurde geprüft, inwieweit diese Parameter aus Luftbildern erfasst werden können und welches Bildmaterial hierfür am besten geeignet ist. Dazu wurde die Luftbilderkennbarkeit in drei unterschiedlichen Bildarten (Schwarz-Weiß, Normalfarbe und Farbinfrarot) mit verschiedenen Maßstäben verglichen. Es wurde festgestellt, dass ein überwiegender Teil der untersuchten uferbeschreibenden Parameter in allen drei Bildarten erkennbar oder zumindest eingeschränkt erkennbar ist. Für die Erhebung der Parameter erschienen während der Vegetationsperiode aufgenommene Farbinfrarot-Luftbilder am geeignetsten. Abschließend wurde die Kartierung und Dokumentation der erhobenen Parameter auf der geometrischen Basis eines Orthophotos bzw. eines entzerrten Luftbildes in einem Geographischen Informationssystem (GIS) erprobt.


Karin FLOHNER (2003, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Anwendung von terrestrischen Laserscannern zur Messung von Erosionskubaturen

Zusammenfassung: Zu Beginn der Diplomarbeit werden derzeit auf dem Markt befindliche 3D-Laserscanner aufgelistet und es wird auf deren Aufbau und Verfahrensweisen eingegangen. Ziele der vorliegenden Arbeit sind im allgemeinen die Ermittlung von Erosions-Kubaturen, um daraus Rückschlüsse auf die in das Fließgewässer eingetragenen Feststoffe ziehen zu können, und im speziellen die Untersuchung von Messgenauigkeiten eines Laserscanners für die Erfassung von natürlichen Oberflächen. Des weiteren werden die Möglichkeiten und Wirtschaftlichkeit dieser im Bereich der Topografie noch wenig verbreiteten Technik verglichen mit bisher eingesetzten Verfahren, wie Photogrammetrie und terrestrisch-geodätischen Vermessungen mit Totalstationen.


Vera GALLA (2003, Studienrichtung Landschaftsplanung und Landschaftspflege)

Geodatenmanagement - Organisation, Standardisierung und Einsatz von Metadaten in GIS

Zusammenfassung: Daten mit Raumbezug werden zunehmend verfügbar und genutzt. Die Zahl der Datennutzer, die nach geeigneten Geodaten suchen steigt stetig an. Sie wollen diese Daten vergleichen und ihre Eignung prüfen können. Dadurch ergibt sich mehr und mehr der Bedarf nach Aussagen über vorhandene Datenbestände, deren Nutzbarkeit und Qualität. Metainformation ist dabei ein Schlüsselwort, um den Zugang zu Geodatenbeständen zu steigern. Sie beschreiben durch Angabe von Maßstab, Qualität, Aktualität, geografischer Lage und Inhalt die vorliegenden Daten. Metadaten können somit als Daten über Daten umschrieben werden. Im Rahmen dieser Diplomarbeit werden die Strukturen, Standardisierungsbestrebungen für eine einheitliche Metadatenbeschreibung und Anwendungen von Metadaten in Geoinformationssystemen behandelt. Weiters wurde ein Metadatenmodell erstellt, dass alle Metadaten beinhaltet, die für einen Datennutzer für die Vorerhebung eines Datensatzes relevant sein können.


Georg KAISER (2003, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Metasegmentation of remote sensing images based on combinatorial maps

Zusammenfassung: Die Anwendungsziele von Methoden der Fernerkundung haben sich von Land- bedeckungs und Landnutzungsklassifizierung per Bildpunkt hin zu Aufgabenstellungen betreffend die strukturellen Eigenschaften der beobachteten Ausschnitte der Erdoberfläche verändert. Automatisierte Methoden zur Abgrenzung von Landschaftselementen und Landschaftseinheiten in Fernerkundungsbildern sind eine wichtige Voraussetzung für die Analyse von Landschaftsstrukturen. Für die Repräsentation von gleichförmigen Objekten in Satellitenbildern auf unterschiedlichen Abstraktionsstufen können irreguläre Bildpyramiden verwendet werden. Diese Bildpyramiden wiederum können durch hierarchische Graphen repräsentiert werden, wobei jede Ebene eines solchen Graphen die Landschaftsstruktur auf einer bestimmten Abstraktionsstufe beziehungsweise in einem bestimmten Maßstab darstellt. In dieser Arbeit wird eine Methode zur Gewinnung von irregulären Bildpyramiden, ausgehend von multispektralen Satellitenbildern, vorgestellt. Die Methode basiert auf dualen Graphen, verwendet jedoch kombinatorische Karten als Datenstruktur. Das vorgestellte Verfahren, dessen Resultat eine graphenbasierte Repräsentation der Landschaft auf verschiedenen Abstraktionsstufen ist, wird Metasegmentierung genannt. Neben der formalen Beschreibung der Methode werden auch die wichtigsten Merkmale eines Computerprogramms, welches im Zuge der Arbeit implementiert wurde, aufgezeigt.


Valerie KOCH (2003, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Möglichkeiten des Einsatzes der Luftbildinterpretation und -auswertung bei hydromorphologischen Fließgewässererhebungen(gemeinsam mit Susanne Koller - in Zusammenarbeit mit dem Inst. f. Wasservorsorge, Gewässerökologie und Abfallwirtschaft, Abt. Hydrobiologie)

Zusammenfassung: Bei hydromorphologischen Fließgewässerkartierungen geht es um die Erfassung und Bewertung derjenigen morphologischen und strukturellen, aber auch hydrologischen Faktoren in und an Fließgewässern, die in ihrer Summe wesentlich mitbestimmend sind für die Funktion des Gewässers als Lebensraum - sie dienen als Grundlage für den Naturschutz, die Raum- und Landschaftsplanung, als Information für ökologische Verbesserungsmaßnahmen und als Grundlage für einige weitere Fragestellung bezüglich Fließgewässern.Anhand von zwei in der Praxis üblichen Kartierungsverfahren sollen nun im Rahmen dieser Diplomarbeit die Möglichkeiten des Einsatzes von Luftbildinterpretation bzw. photogrammetrischen Auswertemethoden bei hydromorphologischen Fließgewässerkartierungen aufgezeigt werden. Nach einer Geländekartierung im Sommer 2002 erfolgte die Luftbildauswertung und eine anschließende Analyse, bei der die Ergebnisse dieser beiden Methoden verglichen wurden.


Georg PIRCHER (2003, Studienrichtung Forstwirtschaft)

Ableitung von Volumsklassen aus Landsat-7-Daten in borealen sibirischen Wäldern

Zusammenfassung: Ausgehend vom Radar-Projekt SIBERIA, welches innerhalb des Waldes vier Biomasseklassen unterscheiden konnte, wird das Potential optischer multispektraler Satellitendaten untersucht. Nach Adaption der forstlichen Referenzdaten wird der Zusammenhang zwischen Bestandesparametern und spektralen Eigenschaften abgeleitet. Die Auswertung und Klassifizierung erfolgt objektorientiert und unter Einbeziehung des neuen panchromatischen Kanals (Bodenauflösung 15 m). Die Ergebnisse dienen der Optimierung von Informationsbeschaffung für regionale forstliche Anwendungen und zur Vervollständigung nationaler Kohlenstoffbilanzen.


Stefan SCHWILLINSKY (2003, Studienrichtung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft)

Gewinnung von geometrischer Information aus Videobildern

Zusammenfassung: Ziel dieser Diplomarbeit ist es, aus digitalen Videofilmen (DV) räumliche Information zu gewinnen und als Vorbedingung dazu die Videobilder mit Hilfe der Bündelblockausgleichung zu orientieren. Im Rahmen des ersten Teiles der Diplomarbeit wurde die Fassade eines Gebäudes mit einem handelsüblichen digitalen Videocamcorder aufgenommen. Aus dem aufgenommenen Videofilm wurden Einzelbilder herausgeschnitten und in einer Bündelblockausgleichung verarbeitet. Da der verwendete digitale Videocamcorder vom Hersteller nicht kalibriert war, erfolgte die Kalibrierung simultan „on the job“ durch die Bündelblockausgleichung. Im zweiten Teil der Diplomarbeit erfolgte die fotogrammetrische Auswertung von Videomaterial, das aus der Luft mit einem Thermal-Infrarotsensor (FLIR, Forward Looking Infrared) aufgenommenen wurde. Das überflogene Gebiet ist ein Wald in der Nähe von Eisenstadt, Österreich, in dem mit Hilfe des Videofilmes Wildtiere sichtbar gemacht werden sollen. Um die Wildtiere zu verorten, wurden aus dem Video zunächst Einzelbilder isoliert und einer Bündelblockausgleichung unterzogen. Die erreichbare Genauigkeit der Verortung der Wildtiere wurde untersucht.


Susanne STEINER (2002, Studienrichtung Landschaftsplanung und Landschaftspflege)

Räumliche Analyse der Landschaftsentwicklung in der Grenzregion Mühlviertel - Südböhmen anhand von Fernerkundungsdaten

Zusammenfassung: Das Hauptziel dieser Diplomarbeit war die Analyse, Bewertung und Interpretation von räumlichen und statistischen Daten hinsichtlich ihrer Aussagekraft für Natur- und Landschaftsschutz. Untersucht wurde die Landschaftsveränderung im Grenzgebiet Mühlviertel und Südböhmen mittels Fernerkundungsdaten und unter Einbeziehung von agrarstatistischen und sozio-demographischen Daten. Die Entwicklung der Landschaft innerhalb der letzten 30 Jahre wurde durch den Vergleich von Luft- und Satellitenbilder zweier Zeitpunkte dokumentiert. Als Datengrundlagen für den &quot;historischen&quot; Zeitpunkt wurden hochauflösende Satellitenbilder der Mission CORONA aus dem Jahr 1969 verwendet. Die Landschaftsausschnitte und Landschaftselement wurden hinsichtlich Strukturvielfalt und Heterogentität räumlich analysiert und durch die Berechnung von Parametern (Ansatz von FORMAN und GODRON) quantitativ bewertet.


Franz Josef STIEBITZHOFER (2002)

Räumliche Analyse der Landschaftsentwicklung in der Grenzregion Mühlviertel - Südböhmen anhand von Fernerkundungsdaten

Zusammenfassung: Diese Diplomarbeit erweitert die Funktionalität von SETRAC, einem System zur Simulation und Modellierung des Geschiebetransportes in Wildbächen. Wesenlicher Teil der Arbeit ist die automatische Einbindung von terrestrisch vermessenen Daten und aus digitalen Höhenmodellen abgeleiteten Profilen. Dadurch ist es möglich, auf effiziente Art und Weise die für die Abschätzung von Sedimenttransport notwendigen Informationen zu erstellen. Die Arbeiten wurden anhand von einigen Wildbächen praktisch getestet und verifiziert. Die erste Aufgabe befasste sich mit der Darstellung von Profilen in einem Ansichtsfenster. Es ging darum ein Werkzeug zu schaffen, mit dem die entweder händisch eingegebenen oder aus einem TIN gewonnenen Profile dargestellt werden können. Diese Darstellung soll eine Kontrolle der erstellten Profile ermöglichen, um Eingabefehler sofort erkennen und ausbessern zu können.Der nächste Schritt befasste sich mit der Ableitung von Querprofilen aus einer bruchkantenverdichteten, TIN „ basierten Oberfläche. So wird die Möglichkeit geschaffen, auch ohne vermessene Profile Simulationen durchführen zu können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Querprofile dort erstellt werden können, wo das Gelände interessant erscheint und zusätzliche Information gewünscht wird.Eine weitere Aufgabenstellung bestand darin, einen Weg zu finden um Geschiebeherde, beziehungsweise Geschiebeverfügbarkeiten, zu verorten. Diese spielen bei den nachfolgenden Simulationen in Bezug auf das Sedimenttransportgeschehen eine wesentliche Rolle.Um die Funktionsfähigkeit der geleisteten Programmierarbeiten auch unter praktischen Voraussetzungen testen zu können, wurden als Abschluss der Arbeiten für verschiedenen Wildbäche eine Simulation durchgeführt.


Clemens ZUBA (2002, Studienrichtung Forstwirtschaft)

Topographische Korrektur von Landsat 5 TM Daten: Eine Studie in Brattaker/Sweden.

Zusammenfassung: Radiometrische Kalibrierung von digitalen Satellitenbildern bei unebenem Gelände ist das Thema dieser Arbeit. Dazu wurde eine Landsat 5 Thematic Mapper (TM) Szene von dem schwedischen Untersuchungsgebiet Brattåker verwendet und darauf die Minneart-Korrektur, die C-Korrektur sowie eine statistisch-empirische Korrektur angewendet. Das Ziel dieser Korrekturverfahren ist die Reduktion der Beleuchtungseffekte, die in unebenem Gelände durch dessen Hangneigung und Exposition bei gegebenem Sonneneinfallswinkel entstehen. Zur Evaluierung der drei Korrekturverfahren wurde der Holzvorrat mittels Regression wie auch mit Hilfe von digitaler Bildklassifizierung aus den Satellitenbilddaten geschätzt und anhand der Felddaten verifiziert.Alle drei der getesteten Korrekturverfahren konnten das Eingangsbild verbessern, sodass auch die Schätzungen des Holzvorrats verbessert wurden. Aufgrund der Ergebnisse von Analysen, welche sich über das gesamte Untersuchungsgebiet erstreckten, unterscheiden sich die drei Verfahren nur unwesentlich. Eine Empfehlung könnte für die Minnaert- oder die C-Korrektur ausfallen, wenn es das Ziel eines Projektes ist, mehrere Parameter aus einer Landsat TM Szene zu ermitteln. Ist nur ein Parameter von Interesse, so bietet sich die statistisch-empirische Korrektur wegen ihrer Einfachheit in der Anwendung an. Die Analyse kleiner Teilbereiche der Szene zeigte räumliche Unterschiede zwischen den Korrekturverfahren. Demnach erzielte die besten Ergebnisse auf W- und NW-Hängen die C-Korrektur, auf N-Hängen die statistisch-empirische Korrektur und auf S-Hängen das unkorrigierte Eingangsbild.


Thomas GABRIEL (2002)

Erstellung eines Datenmodells zur Beschreibung des Abfluss- und Sedimenttransportgeschehens in alpinen Wildwassereinzugsgebieten

Zusammenfassung: Hauptaufgabe der Diplomarbeit ist die Erstellung eines Datenmodells, dessen Inhalt als Grundlage zur Beschreibung des Abfluss- und Sedimenttransportgeschehens in alpinen Wildwassereinzugsgebieten mittels Setrac dient.Am Beginn der Diplomarbeit wird auf den Aufbau des Datenmodells eingegangen. In weiterer Folge werden die Programmierschritte beschrieben. Erster Schritt ist die Generierung des Gerinnenetzwerks aus dem Höhenmodell. Es folgt die Erfassung der Gerinnenetzwerktopologie in der Datenbank.Zum Verorten der Lage und Eingeben der Geometrie von Querprofilen, dient die mit Hilfe des Dialogmanagers erstellte Eingabemaske. Der Datenexport aus der Datenbank zu Setrac ist über eine Schnittstelle gewährleistet. Mittels ASCII-Tabellen wird die Gerinnenetzwerktopologie, die Form sowie die absolute Lage der Querprofile an Setrac übergeben.In einem abschließenden Schritt wird die Funktionalität von Setrac auf Basis der exportierten ASCII-Tabellen erprobt und mit Ergebnissen aus der Simulation mit einem anderen Simulationsmodell verglichen.


Johann SAUER (2001, Studienrichtung Forstwirtschaft)

Ermittlung des Holzvorrates des Auwaldes im Lafnitztal mit Hilfe von Farbinfrarot-Luftbildern

Zusammenfassung: Eine Grundzusammenlegung mit hohem Aufwand bei der terrestrischen Schätzung des Holzvorrates eines unwegsamen Auwaldes gab Anlaß zu dieser Diplomarbeit. Das Ziel der Untersuchungen war, ein Verfahren zu finden, das es ermöglicht, den Holzvorrat dieser Waldbestände unter Verwendung von Farbinfrarot-Luftbildern kostengünstiger und nachvollziehbar zu schätzen. Es wird ein luftbildgestütztes Verfahren entwickelt, das sich auf wenige terrestrische Messungen stützt. In der zweiphasigen Inventur besteht der erste Schritt im Ermitteln von Luftbildparametern und terrestrischen Holzvorratsmessungen in zufällig ausgewählten Beständen, um eine Regressionsgleichung zur Schätzung des Holzvorrates zu erstellen. Durch Regressionrechnung wird ein Zusammenhang zwischen terrestrisch ermitteltem Vorrat und den photogrammetrisch ermittelten Wuchsraumhöhen hergestellt. Die Wuchsraumhöhen ergeben sich durch Differenzbildung aus einem an einer Soft Copy Station (d. i. ein digitales photogrammetrisches Auswertesystem) automatisch gemessenen Kronenoberflächenmodell und einem manuell gemessenen Geländemodell. In einem zweiten Schritt wird die erstellte Gleichung dazu verwendet, den Holzvorrat des gesamten Auwaldes ausschließlich aus Wuchsraumhöhen zu berechnen. Die Bewertung des Holzvorrates pro Bestand erfolgt mit Marktpreisen je nach Baumart. Für Nutzholz müssen dazu terrestrische Beobachtungen für die Ansprache der Holzqualität und des Sortenanfalles durchgeführt werden, die für den größten Teil des Auwaldes nicht notwendig sind, da dieser Teil aus Brennholz besteht.


Robert BERER (2001)

Kalibrierung des Lawinensimulationsmodells ELBA anhand von gut dokumentierten Lawinenereignissen

Zusammenfassung: Nach einer Analyse der maßgebenden Wettersituation wird das Lawinensimulationsmodell ELBA getestet und kalibriert. Zu diesem Zweck werden 4 Standardvarianten definiert und für die Simulation von 45 Lawinen des Arlberggebietes bzw. Paznauntales herangezogen. Eine Überprüfung der Berechnungen erfolgt anhand des Vergleiches der Wirkungsgrenzen der Simulationen mit den Wirkungsgrenzen der beobachteten Lawinen. Die Qualität der Lawinendokumentationen schwankt einerseits durch meteorologische Faktoren (Neuschnee, Wind) und andererseits durch räumliche Überlagerungen von Lawinen sehr stark. Dies führt zu einer weiteren Auswahl von 7 Anwendungsbeispielen, die eindeutig abgrenzbar und somit für detailliertere Analysen geeignet sind. Das Verhalten der Lawinen kann großteils mit den Simulationen nachvollzogen werden. Die zufriedenstellenden Übereinstimmungen bestätigen die qualitative Richtigkeit der Ergebnisse. Eine Validierung des Modells im Hinblick auf Geschwindigkeits- und Druckverteilungen kann aus Mangel an dynamischen Daten nicht durchgeführt werden.


Maria DISSAUER (2001)

Photogrammetrische Auswertung und Erstellung der Basisdaten für lawinenkundliche Analyse der Lawinenereignisse vom Februar 1999 im Stanzertal

Zusammenfassung: Die Befliegung des Stanzertals am 26.Feb.1999 liefert die Grundlage für die photogrammetrische Auswertung der Lawinenereignisse zwischen 21. und 24. Feb. 1999 in diesem Gebiet. Für die stereoskopische Auswertung wird ein Auswerteschlüssel erstellt, der die Weiterverarbeitung der Digitalisierung in ein Geoinformationssystem ohne größeren Informationsverlust möglich macht. Die photogrammetrische Erstellung von Basisdaten für eine lawinenkundliche Analyse erfolgt für das gesamte Gebiet auf einer digitalen Auswertestation, Teilbereiche werden auf einem analytischen Auswertegerät nachbearbeitet. Im Stanzertal werden 30 Lawinenabgänge kartiert und die Daten in das Geoinformationssystem ArcView übernommen. Teilweise wurden die Ergebnisse mit Hilfe anderer Dokumentationsformen (mündlichen Mitteilungen, Fotografien) validiert oder korrigierend nachbearbeitet. Der Vergleich zwischen beiden Auswerteverfahren zeigt, dass für die stereoskopische Messung von Lawinenereignissen aus Winterbildern, der digitalen Auswertestation aufgrund von optimiertem Arbeitsablauf und Benutzerfreundlichkeit der Vorzug zu geben ist. Der Informationsverlust, der durch Scannen der analogen Bilder und nachfolgende Komprimierung zu verzeichnen ist, hat nicht zwingend einen Qualitätsverlust der Auswertung zufolge. Die Dokumentation von Lawinenereignissen mittels Erstellung von Luftbildern und Luftbildinterpretation erweist sich als gute Grundlage für weiterführende lawinenkundliche Analysen und Berechnung mit Lawinensimulationsmodellen.


Roland GRILLMAYER (2001, Studienrichtung Landschaftsplanung)

Satellitenbasierte Analyse der Landschaftsstruktur für die Habitatbewertung des Steinkauzes (Athene noctua)

Zusammenfassung: Diese Diplomarbeit wurde im Rahmen des Leitschwerpunktes „Kulturlandschaftsforschung“ des BM für Wissenschaft und Verkehr, Teilmodul von „BD1: Grundlagen der Biodiversität, Bedeutung unterschiedlicher Kulturlandschaftstypen für die Biodiversitätssicherung“. Ziel dieses Arbeit ist die Feststellung der Landbedeckungsveränderung in ausgewähten Gebieten Niederösterreichs und des Burgenlandes im Zeitraum 1984 – 1994 zur Untersuchung des Einflusses auf die Bestandesentwicklung des Steinkauzes (Athene noctua) unter Verwendung von Landsat-TM-Satellitenbildern. Die Untersuchungen werden nicht nur mit herkömmlichen pixelweisen Verfahren durchgeführt, sondern mit automatisch generierten Segmenten die Landschaftselementen entsprechen. Dadurch wird zusätzliche Information über die Form der einzelnen Elemente gewonnen. Diese Information, in Kombination mit der Landbedeckung, dient zur Untersuchung der Veränderung der Struktur in der Landschaft.


Christian HOFFMANN (2001, Studienrichtung Kulturtechnik)

Gewinnung von Informationen über wildökologische Korridore aus Fernerkundungsdaten

Zusammenfassung: Die Diplomarbeit wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „Wildökologische Korridore“ an der Universität für Bodenkultur Wien erstellt. Die Aufgabenstellung der Diplomarbeit bestand in der Ausscheidung von Landschaftselementen nach wildökologischen Kriterien mittels Luftbildinterpretation, der Ermittlung einer zeit- und kosteneffizienten Erhebungsvariante und der Dokumentation der wildökologischen Vernetzungsstrukturen zu zwei unterschiedlichen Aufnahmezeitpunkten. Die Datenerhebung erfolgte für ein Untersuchungsgebiet südöstlich von Wien im Raum Bruck a. d. Leitha. Innerhalb dieses Projektgebietes wurden alle Landschaftselemente nach wildökologischen Parametern erhoben, die auf die Indikatortierarten Rothirsch (Cervus elaphus) und Wildschwein(Sus scrofa) angepasst sind. Zur Erfassung der Parameter kamen einerseits eine terrestrische Kartierung und andererseits eine Luftbildinterpretation zur Anwendung. Die erhobenen Daten wurden in ein Geoinformationssystem (GIS) eingearbeitet. Aufgrund der abweichenden Ergebnisse der beiden Datensätze erfolgte eine Analyse, in der aufgezeigt wurde, welche Abweichungen auf die unterschiedlichen Erhebungsvarianten und welche auf den Unterschied des Aufnahmezeitpunkts von 10 Jahren zurückzuführen sind. Ausgehend vom zeitlichen und finanziellen Erhebungsaufwand für die Varianten Luftbildinterpretation, terrestrische Kartierung sowie einer angenommenen Satellitenbildauswertung wurde eine kostenoptimierte Erhebungsvariante ermittelt. In der Folge stellten die Datensätze der terrestrischen Kartierung und der Luftbildinterpretation die Grundlage für weiterführende Arbeitsschritte im Forschungsprojekt  „Wildökologische Korridore“ dar.


Rudolf KUTSCHERA (2000)

Optimierung von photogrammetrischen Verfahren zur Abbaukontrolle von Schottergruben

Zusammenfassung: Die Landschaftspflege- bzw. Naturschutzabgaben zur Finanzierung der Landschaftsfonds sind ausschließlich zweckgebundene Landesabgaben. Mit dieser Abgabe ist in Niederösterreich der Abbau von mineralischen Massenrohstoffen wie Sand, Kies und Schotter belegt. Sie wird in Niederösterreich auch &quot;Schotterabgabe&quot; genannt und beträgt etwa drei Schilling pro Tonne verkauften Schotters, wobei die Abbaumenge vom Besitzer der Schottergrube angegeben wird. Für die flächendeckende Überprüfung der ausgewiesenen Schotterabbaumengen durch die Behörde bieten sich grundsätzlich photogrammetrische Meßmethoden an. Die relativ hohen Kosten einer hochpräzisen und damit zeitintensiven Photogrammetrischen Erfassung der Kubaturänderungen von Schottergruben durch Zeitreihenauswertungen stehen jedoch in keinem Vergleich zum Nutzen. So konnte die Behörde bisher nur stichprobenartig die Kontrolle der Angaben durchführen. Zur grundlegenden Feststellung, ob überhaupt Differenzen zwischen vom Besitzer angegebenen und tatsächlich abgebauten Schottermengen bestehen, genügt allerdings auch eine grobe Abschätzung der Kubatur. Das in der gegenständlichen Arbeit vorgeschlagene mehrstufige Verfahren zur Kontrolle von abgebauten Schottermengen beinhaltet vorerst die Messung strukturierter Geländemodelle (Geländepunkte in diskreter Rasteranordnung) in Luftbildmodellen mit unterschiedlichem Aufnahmezeitpunkt. Die Wahl der Rasterweite erfolgt empirisch in Abhängigkeit von den durchschnittlichen Dimensionen von Schotterhaufen. In einem weiteren Schritt werden durch Subtraktion der gemessenen Geländemodelle Flächen mit Massenänderungen ausgewiesen, welche letztendlich einer detaillierteren Analyse unterzogen werden.


Hubert Karl SCHILCHER (2000, Studienrichtung Forstwirtschaft)

Gewinnung von geometrischer Information aus Videobildern

Zusammenfassung: Ziel dieser Diplomarbeit war es, den Vergleich des Einsatzes digitaler Orthofotos sowie der GPS-Vermessung bei der Forstkartenerstellung und -weiterführung im Zuge der Forstinventur zu untersuchen, und Empfehlungen für deren kombinierten Einsatz zu erarbeiten. Dabei erwies sich das digitale Orthofoto sowohl für die durchzuführenden Geländeaufnahmen als auch für die nachfolgenden Weiterbearbeitungen mit diversen GIS-Programmen (ArcView und ArcInfo) als sehr praktikables Ausgangsmedium. Die Verwendung des digitalen Orthofotos in Kombination mit GIS-Programmen ermöglicht sowohl die ständige Weiterführung der Forstkarte als auch die Verknüpfung der Karte mit diversen Datenbanken, wie z.B. Wirtschaftsplandaten, Belastungen einzelner Flächen, Grenzdaten, usw. Die zusätzlich zum digitalen Orthofoto notwendigen, terrestrischen Vermessungsarbeiten, wie z. B. im Orthofoto nicht ersichtliche Forststraßen- bzw. Grenzverläufe oder neue Schläge, wurden mittels GPS-Messungen durchgeführt. Die Lagegenauigkeiten des digitalen Orthofotos als auch der GPS-Messung erwiesen sich für forstliche Verwendungszwecke als durchaus ausreichend. Beide Methoden können als relevante Alternativen bzw. Ergänzungen zur traditionellen Forstvermessung eingesetzt werden, diese jedoch nicht restlos ersetzen.)


Johanna REINER (Studienrichtung Forstwirtschaft)

Ableitung von waldbaulichen Planungsgrundlagen aus hochauflösenden IKONOS-Satellitenbildern für die Schutzwaldbehandlung

Zusammenfassung: Es wird untersucht, welche forstlichen Primärdaten, die für eine waldbauliche Planung der Schutzwaldbehandlung von Interesse sind, aus IKONOS-Satellitenbilddaten mit einer Bodenauflösung von 1m im panchromatischen und 4m im multispektralen Bereich abgeleitet werden können. Zum Einsatz kommt das Softwarepaket eCognition, dessen Grundlage die Verarbeitung objektbasierter Information ist. Das Hauptziel dabei ist es, die “visuelle” Bildinterpretation zu formalisieren. Es soll untersucht werden, welche Möglichkeiten und Einschränkungen der automatisierten Bildanalysemethode vorliegen, um in der forstlichen Primärdatenerhebung zur Schutzwaldplanung eine Alternative zur herkömmlichen Luftbildinterpretation darstellen zu können. Das Untersuchungsgebiet liegt im Montafon, Vorarlberg.


Leonhard SUCHENWIRTH

Kartierung von Koka-Anbauflächen mittels Satellitenbildern unter Verwendung eines objektorientierten Ansatzes zur Bildinterpretation


Dieter CAJ

Land cover classification with reconstructed MODIS-NDVI time series with special focus on the differentiation of forest types