Smart Mobility Hubs as Game Changers in Transport (SmartHubs)

Das SmartHubs-Projekt untersucht Mobilitäts-Hubs, konkrete Standorte auf der Straße, an denen die Bürger aus verschiedenen gemeinsamen und nachhaltigen Mobilitätsoptionen wählen können. Das Hauptziel besteht darin, zu bewerten, ob eine gemeinsam konzipierte, benutzerorientierte Entwicklung der Mobilitäts-Hubs ermöglichen kann, als Wegbereiter für eine nachhaltige urbane Mobilität und verbesserte Zugänglichkeit zu fungieren. SmartHubs wird Forschungsmethoden und -werkzeuge in vier SmartHubs Living Labs in Belgien (Brüssel), den Niederlanden (Rotterdam-Den Haag), Deutschland (München) und Österreich (Wien und Aspern Seestadt) untersuchen, entwickeln und anwenden. SmartHubs wird neuartige partizipative Tools und Tools zur Abschätzung der Wirkungen entwickeln und anwenden, z. B. (i) ein Tool, bei dem Beiträge einzelner Bürger zur Untersuchung der lokalen Auswirkungen von Mobilitätszentren auf die Barrierefreiheit herangezogen werden können, (ii) ein Tool zur Netzwerk bezogenen Analyse von Infrastruktur, um die Auswirkungen auf die Resilienz des Verkehrsnetzes zu untersuchen, (iii) eine Multi-Akteur-Multi-Kriterien-Analysemethode zur Einbeziehung einzelner Bürger und (iv) greifbare Augmented-Reality-Technologien sowie Gamification Elemente sowie Erfahrungen der Benutzer zur Erleichterung von Co-Creation-Prozessen beim Entwurf von Mobilitäts-Hubs. Schließlich wird das Projekt SmartHubs tiefergehende Untersuchungen zu einem breiten Spektrum von Mobilität, Zugänglichkeit, Vulnerabilität, Resilienz und die gesellschaftlichen Auswirkungen von Mobilitäts-Hubs (einschließlich Auswirkungen auf Umwelt, Chancengleichheit, Geschlecht und spezielle Mobilitätsbedürfnisse) durchführen, die über den aktuellen Stand der Technik hinausgehen.

BOKU Unterwegs - BOKU Mobilitätsmanagement

Wissenschaftliche Begleitforschung zur Entwicklung von Zuugle - der Öffi-Wander-Suchmaschine (Zuugle)

Im Rahmen des Gesamtprojekts soll die Öffi-Wander-Suchmaschine "Zuugle" inhaltlich ausgearbeitet und programmiert werden. Während sich Arbeitspaket 1 und 3 mit technischen Aspekten der Programmierung beschäftigen, zielt das von der BOKU geleitete Arbeitspaket 2 darauf ab, die Bedürfnisse potenzieller Nutzer:innen zu untersuchen um diese frühestmöglich in die Plattform zu integrieren. Dabei versucht dieses Arbeitspaket, die Blickweise möglichst verschiedener Personengruppen zum Thema nachhaltige Anreise zu Bergsportgebieten einzuholen. Um die verschiedenen Meinungsbilder und Inspirationen bestmöglichst einzufangen, werden qualitative Interviews und Workshops durchgeführt, die einen explorativen Zugang mit möglichst großer inhaltlicher Tiefe ermöglichen. Dies wird in der Tourismus- und Mobilitätsforschung vor allem dann gewählt, wenn stark abweichende und teils unbekannte Wahrnehmungen, Einstellungen und Verhaltens- muster zu beobachten sind, was in der Touren- und ÖV-Anreiseplanung durchaus zu erwarten ist.
Im Rahmen dieses Arbeitspakets sollen daher unterschiedliche Personengruppen interviewt werden, die das Interesse am Bergsport (Wandern, Klettersteige, Mountainbiken etc.) eint, die sich aber bezüglich ihrer Affinität zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (ÖV-Nutzer:innen vs. Pkw-Fahrer:innen bzw. -Mitfahrer:innen) und soziodemographischer Merkmale unterscheiden. Um auch verschiedene geographische Gegebenheiten abzudecken, werden die Interviews in Wandergebieten von drei verschiedenen Bundesländern (Niederösterreich, Salzburg und die Steiermark) geführt, mit den entsprechenden Hauptausgangspunkten (Wien, Salzburg, Graz) als Touren-Startpunkt.