Ab Montag, dem 16.03.2020, dürfen die Hochschulen in Österreich keine Lehrveranstaltungen mit physischer Präsenz mehr geben. Hier finden Sie die neuesten Informationen zum weiteren Verlauf der Lehre für das Sommersemester 2020.

Stand 25. Mai 2020

Prüfungen

Alle Informationen zu den aktuellen Prüfungsregelungen:

https://boku.ac.at/studienservices/newsitem/59537

Stand 16. April 2020

Studierende können sich bei Fragen an die dafür eigens eingerichtete E-Mailadresse vr-lehre(at)boku.ac.at richten.

Die „Verordnung des Studiendekans über abweichende Formen der Leistungsfeststellung im Distance Learning und Ersatzleistungen“ tritt umgehend in Kraft.

In dieser Verordnung gilt zunächst befristet bis 30.9.2020 und regelt abweichende Formen der Leistungsfeststellung im Distance Learning und die Erbringung von Ersatzleistungen für folgende Lehrveranstaltungen:

  • Nicht prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen
    Bei Lehrveranstaltungsprüfungen („Vorlesungsprüfungen“ als einziger Prüfungsvorgang) sind auch im Sommersemester 2020 jedenfalls drei Prüfungstermine anzusetzen. Abweichend von den Regelungen über Lehrveranstaltungsprüfungen dürfen nicht prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen auch aufgrund mehrerer Teilleistungen oder aufgrund einer schriftlichen Arbeit beurteilt werden. Die Teilleistungen bzw. die schriftliche Arbeit sind so festzulegen, dass sie bis zum 30.06.2020 erbracht werden können. Der*die Leiter*in der Lehrveranstaltung ist berechtigt, das Nacherbringen einer Teilleistung bis zum 15.02.2021 zu gestatten, sofern zum Zeitpunkt des Nachreichens eine aufrechte Zulassung zum Studium besteht. Dabei gilt:

    •  Studierende, die mindestens eine Teilleistung oder die schriftliche Arbeit erbracht haben, sind zu beurteilen.
    • Studierende, die keine Teilleistung oder die schriftliche Arbeit nicht erbracht haben, sind nicht zu beurteilen. Die Prüfung ist nicht auf die Zahl der Prüfungsantritte anzurechnen. Eine Prüfungssperrfrist ist nicht zu verhängen. Wenn eine schriftliche Arbeit oder Teilleistungen vorgesehen werden, ist wie bei Lehrveranstaltungsprüfungen eine gesonderte Anmeldung zu dieser Prüfungsmethode unabhängig von der Anmeldung zur Lehrveranstaltung in BOKUonline vorzusehen.

Prüfungen per Videokonferenz sind zulässig und können ein einziger Prüfungsvorgang oder eine Teilleistung sein. Die Regelungen zur Durchführung von Prüfungen per Videokonferenz sind zu beachten.

 

  • Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen

Für die Dauer des eingestellten Präsenzbetriebes sind ausschließlich Leistungskriterien vorzusehen, die keine physische Anwesenheit erfordern. Auch Lehrveranstaltungen, die in früheren Semestern wesentlich oder ausschließlich aus praktischen Leistungselementen bestanden haben, sind grundlegend auf Distance Learning umzustellen. Das bedeutet insbesondere, dass ein Abschluss von Übungen ohne physische Anwesenheit und ohne praktischen Teil zu ermöglichen ist. Davon abweichend können folgende Lehrveranstaltungen nicht ohne physische Anwesenheit abgeschlossen werden:

    • Lehrveranstaltungen, in denen Studierende den praktischen Umgang mit Gefahrenquellen erlernen (z.B. Gefahrstoffe wie insbesondere Chemikalien, Spreng- und Schießübungen).
    • Lehrveranstaltungen, in das Erlernen praktischer Fertigkeiten eine Voraussetzung für den Erwerb von Befugnissen ist (insb. bundesgesetzlich geregelte Berufsberechtigungen). Bei den Lehrveranstaltungen, die nicht ohne physische Anwesenheit abgeschlossen werden können, sollen die Lehrveranstaltungsleiter*innen einen Abschluss im Einzelfall ermöglichen, wenn der*die Studierende glaubhaft macht, dass ein Aufschub zu einer Verzögerung des Studienabschlusses führen würde.

  • Exkursionen

Bei Exkursionen des Sommersemesters 2020, die bis zum 30.06.2020 vorgesehen waren und die nicht stattfinden konnten oder stattfinden können, ist den bereits angemeldeten Studierenden bzw. einer Anzahl an Studierenden, die sich an der durchschnittlichen Teilnehmer*innenzahl früherer Semester orientiert, die Erbringung einer Ersatzleistung zu ermöglichen (z.B. virtuelle Exkursion, Portfolios oder Hausarbeiten, Ersatzformen wie bei den Pflichtpraktika). Die Ersatzleistung ist so festzulegen, dass sie bis zum 30.06.2020 erbracht werden kann. Der*die Leiter*in der Lehrveranstaltung ist berechtigt, das Nacherbringen der Ersatzleistung bis zum 15.02.2021 zu gestatten, sofern zum Zeitpunkt des Nachreichens eine aufrechte Zulassung zum Studium besteht.

 

  • Pflichtpraktika

Bei Pflichtpraktika, die bis zum 30.09.2020 nicht angetreten werden können oder die abgebrochen werden müssen, soll eine Ersatzform für die gesamte Pflichtpraxis oder für den noch zu absolvierenden Teil der Pflichtpraxis ermöglicht werden. Eine Ersatzform für die gesamte Pflichtpraxis ist jedenfalls zu ermöglichen, wenn der*die Studierende glaubhaft macht, dass ein Aufschub zu einer Verzögerung des Studienabschlusses führen würde. Als Ersatzform kommen insbesondere in Betracht:

 

    • die Tätigkeit als Erntehelfer*in auf landwirtschaftlichen Betrieben,
    • praktische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und praktische Tätigkeiten mit geringem oder fehlendem Fachbezug,
    • ein dokumentierter fachlicher Austausch mit Praktikern*Praktikerinnen und
    • schriftliche Arbeiten.

  • Kommissionelle Wiederholungsprüfungen

Für die Dauer des eingestellten Präsenzbetriebes sind kommissionelle Wiederholungsprüfungen nur durchzuführen, wenn der*die Studierende glaubhaft macht, dass ein Aufschub zu Nachteilen im Studienverlauf führen würde. Der Prüfungsablauf ist unter Beachtung der zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Schutzmaßnahmen festzulegen. Lehrende sind zur Mitwirkung in einem Prüfungssenat nicht verpflichtet. Der Prüfungstermin ist vom Studiendekan nur festzusetzen, wenn der*die Studierende dem mitgeteilten Prüfungsablauf ausdrücklich zustimmt.

 

  • Studieneingangs- und Orientierungsphase

Vor der vollständigen Absolvierung der Studieneingangs- und Orientierungsphase können bis zum 30.09.2020 weiterführende Lehrveranstaltungen im Ausmaß von maximal 36 ECTS-Punkten aus dem ersten und zweiten Semester absolviert werden.

 

  • Einreichung von Masterarbeiten und Dissertationen

Für die Dauer des eingestellten Präsenzbetriebes sind Masterarbeiten spätestens drei Wochen vor dem Defensiotermin in elektronischer Form in den Studienservices einzureichen. Die Abschlussdokumente sind erst auszustellen, nachdem ein gebundenes Exemplar vorgelegt wurde.  Dissertationen sind ebenfalls elektronisch einzureichen, die Regelung zu den Abschlussdokumenten ist analog anzuwenden.

  • Mitteilung geänderter Prüfungsmodalitäten Geänderte Prüfungsmodalitäten und Beurteilungskriterien sind von den Lehrenden in BOKUonline einzutragen und per E-Mail an die Studierenden zu kommunizieren. Im Zweifel gelten die zuletzt bekanntgegebenen Modalitäten.
  • Internationale Studienprogramme Bei internationalen Studienprogrammen, die ein verpflichtendes Auslandssemester vorsehen, kann der Studiendekan von diesem absehen, wenn Studierende das Auslandssemester im Sommersemester 2020 oder im Wintersemester 2020/2021 vorgesehen hatten. Sofern ein Studienabschluss ohne Auslandssemester nicht möglich ist, hat der Studiendekan für Studierende, deren Heimatuniversität die Universität für Bodenkultur Wien ist, auf Antrag des*der Studierenden geeignete Lehrveranstaltungen an der Heimatuniversität bescheidmäßig festzulegen. Eine Stellungnahme der Programmbegleitung ist einzuholen.
  • Beibehaltung geänderter Prüfungsmodalitäten Sollte vor Ende des Sommersemesters 2020 ein eingeschränkter oder vollständiger Präsenzbetrieb aufgenommen werden, sind für bereits angesetzte Prüfungstermine bekanntgegebene Prüfungsmodalitäten und zugesagte Ersatzformen nicht zum Nachteil von Studierenden abzuändern.

 

Stand 2. April 2020

Nachfolgend dürfen wir Sie in Zusammenhang mit den von der Bundesregierung kommunizierten Maßnahmen zu COVID-19 und auf Empfehlung des BOKU-Corona-Krisenstabes zum weiteren Verlauf der Lehre für das Sommersemester 2020 informieren.

Folgenden Regelungen werden seitens des Rektorates der BOKU getroffen:

Studienrecht

Es erreichen uns zurzeit viele Anfragen im Hinblick auf eine mögliche Verlängerung der Nachfrist, Semesterzählung, Umgang bei Meldung zum außerordentlichen Zivildienst/Präsenzdienst, Bezahlung/Rückzahlung der Studiengebühren, etc. Diese Fragen können leider noch nicht beantwortet werden, weil das COVID-19-Hochschulgesetz und die Verordnung(en) des Bundesministers abzuwarten sind. Noch offene studienrechtliche und organisatorische Themen werden in den nächsten Wochen mit dem Bundesministerium besprochen. Es ist zu erwarten, dass bis nach Ostern eine Klärung der offenen Punkte erfolgt und die angekündigten Regelungen erlassen werden.

Selbstverständlich versuchen wir den Studierenden durch Fristerstreckungen z.B. bei der Beantragung der Studienbeitragsbefreiung oder des Studienabschlussstipendiums entgegenzukommen. 

Lehrveranstaltungen

Da aus heutiger Sicht nicht absehbar ist, ab wann Präsenzlehre wieder möglich sein wird, hat die BOKU Wien nach derzeitiger Einschätzung der Lage beschlossen, dass bis Ende Juni 2020 keine Lehrveranstaltungen mit physischer Präsenz abgehalten werden. Deshalb ist es dringend erforderlich, alle noch nicht umgestellten Lehrveranstaltungen auf digitale Lehr- und Lernformen umzustellen. Auch für Mai und Juni geplante Blocklehrveranstaltungen sind unbedingt auf eine digitale Form umzustellen.

Der Senat hat auf Grund der momentanen Situation zur Unterstützung der Durchführung der Lehre und der Prüfungen den Beschluss gefasst, dass für Juli und September 2020 die prüfungs- und lehrveranstaltungsfreie Zeit ausgesetzt wird. Für Lehrveranstaltungen, die keinesfalls umgestellt werden können wie z.B. Laborübungen und für die auch keine Ersatzleistungen festgelegt werden, ergeben sich dadurch erweiterte Abhaltungsmöglichkeiten.

Für eine bessere Planbarkeit und Kommunikation mit Ihren Studierenden ist es dringend notwendig alle Änderungen im Rahmen der Lehrveranstaltungen und Prüfungen in BOKUonline einzutragen und die Studierenden über die Änderungen zu informieren.

Es freut uns sehr, dass der Einsatz von BOKU-Studierenden als „COVID-Helfer*innen“ so großes Interesse weckt. Dieser Einsatz soll, wie bereits von Herrn Rektor Hasenauer informiert, seinen Niederschlag auch in der Berücksichtigung als Lehrleistungen finden. Diese können sein: 

1.  Pflichtpraktika oder Teile eines Pflichtpraktikums: können durch die zuständigen Lehrveranstaltungsleiter*innen bei der Beurteilung der Lehrveranstaltung Berücksichtigung finden. Die Entscheidung darüber trifft der/die Lehrveranstaltungsleiter*in des Pflichtpraxisseminars.

2.  Freie Wahllehrveranstaltung: es kann eine Lehrveranstaltung „Coronahelfer*innen I“ mit 4 ECTS (4 Wochen) absolviert werden. Für eine Beschäftigung von 2 Wochen gibt es die Lehrveranstaltung „Coronahelfer*innen II“ (2 ECTS), bei mehr als 4 Wochen kann eine Anmeldung für beide Lehrveranstaltungen erfolgen. D.h. Studierende melden sich zur entsprechenden Lehrveranstaltung in BOKUonline an und weisen den Studienservices eine firmenmäßige Bestätigung über ihre Tätigkeit und die Dauer der Beschäftigung vor. Die Studienservices werden dann nach Überprüfung der Angaben ein Zeugnis „mit Erfolg teilgenommen“ ausstellen. 

Welche Tätigkeiten werden berücksichtigt: 

•  Erntehelfer*innen

•  praktische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie (freiwillige Helfer*in bei einer Blaulichteinrichtung, Mitarbeit in einem Lebensmittel produzierenden Betrieb, usw.)

IT-Informationen & Maßnahmen

Tagesaktuelle Änderungen und Ergänzungen finden Sie auf der BOKU-IT-Infoseite:
https://short.boku.ac.at/it-corona