Informationen zum Thema ECTS

Begriffsbestimmung laut UG2002 §51. (2) 26.:

Der Umfang der Studien mit Ausnahme der Doktoratsstudien ist im Sinne des Europäischen Systems zur Anrechnung von Studienleistungen (European Credit Transfer System - ECTS, 53/2000/EG, Amtsblatt Nr. L 28 vom 3. Februar 2000) in ECTS-Anrechnungspunkten anzugeben.

Mit diesen Anrechnungspunkten ist der relative Anteil des mit
den einzelnen Studienleistungen verbundenen Arbeitspensums
zu
bestimmen, wobei das Arbeitspensum eines Jahres 1 500 Echtstunden zu betragen hat und diesem Arbeitspensum 60 Anrechnungspunkte zugeteilt werden.

HANDREICHUNG ECTS - Zentrale Infos auf einer Seite

Literaturtipp:

Empfehlungen der Österreichischen Bologna Follow-Up Gruppe zur Umsetzung des ECTS-Leitfadens der Europäischen Kommission (Version 2015), Mai 2017, Hg. bmwfw

Den ECTS-Leitfaden und andere unterstützende Materialien unter folgendem Link:   https://wissenschaft.bmwfw.gv.at/bmwfw/studium/der-europaeische-hochschulraum-bologna-prozess/bologna-worum-gehts/curriculumsentwicklung/ects-the-european-credit-transfer-and-accumulation-system/

Der ECTS-Leitfaden bietet Orientierungshilfen zur Umsetzung des Europäischen Systems zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS).

Link zur Bologna WERKStatt 2016: ECTS – was bringt's? https://www.bildung.erasmusplus.at/index.php?id=7592


Die ECTS-Punkte beruhen auf dem Arbeitsaufwand der Studierenden der erforderlich ist um die erwarteten Lernergebnisse zu erreichen.

Die ECTS-Punkte
- fixieren also den zeitlichen Arbeitsaufwand, welchen
- der/die durchschnittliche Studierende benötigt, um
- die definierten Studienziele, fachspezifischen und metafachlichen Kompetenzen zu erlangen.
(Die ECTS-Punkte fixieren nicht nur die Kontaktstunden der Lehre.)

Der Arbeitsaufwand gibt die Zeit an, die Lernende typischerweise für sämtliche Lernaktivitäten aufwenden müssen, um die erwarteten Lernergebnisse zu erzielen.

(Die Lernergebnisse beschreiben, was die Lernenden nach dem erfolgreichen Abschluss eines Lernprozesses wissen, verstehen und können sollten; sie beziehen sich auf Deskriptoren für die Referenzniveaus in nationalen und europäischen Qualifikationsrahmen.)

60 ECTS-Punkte werden für den Arbeitsaufwand eines Jahres formalen Vollzeitlernens (akademisches Jahr) der zugehörigen Lernergebnisse vergeben.
Der Arbeitsaufwand der Studierenden in einem akademischen Jahr ist mit 1 500 Echtstunden festgelegt (lt. UG 2002 - siehe oben), sodass ein ECTS-Punkt 25 Arbeitsechtstunden entspricht. 



Abschätzung des Arbeitsaufwandes in ECTS

Bei der Abschätzung des studentischen Arbeitsaufwands müssen Institutionen die Gesamtzeit ermessen, die von den Studierenden benötigt wird, um die gewünschten Lernergebnisse zu erzielen. Die Lernaktivitäten können zwischen einzelnen Ländern,Institutionen und Fachbereichen variieren.

Der geschätzte Arbeitsaufwand ergibt sich in der Regel aus der Summe folgender Faktoren:

• Die mit der jeweiligen Lerneinheit verbundenen Unterrichtseinheiten (Anzahl der Unterrichtsstunden pro Woche x Anzahl der Wochen),
• die in Einzel- oder Gruppenarbeit aufgewendete Zeit zur erfolgreichen Erfüllung der Lerneinheit (also Vorbereitung im Vorfeld und Vervollständigung der Aufzeichnungen im Anschluss an die Vorlesung, das Seminar oder die Labortätigkeit, Sammlung und Auswahl relevanter Materialien, erforderliche Prüfung/Durchsicht der Materialien, Anfertigung von Referaten/Projekten/Abschlussarbeiten, praktische Arbeiten beispielsweise in einem Labor),
• die Zeit, die benötigt wird, um sich auf das Beurteilungsverfahren vorzubereiten und es zu absolvieren
(beispielsweise Prüfungen),
• die erforderliche Zeit für Pflichtpraktika (siehe Abschnitt 4.1.3).


Kerninformationen zum Thema "Studierbarkeit u. ECTS-Berechnung" auf den Folien Nr. 8 - 13 von Ao.Prof. Dr. Petrakakis: Präsentation Konstantin PETRAKAKIS