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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-01 - 2020-11-30

Das Projekt „Enhancing Environmental Performance and Climate Proofing of Infrastructure Investments in the Western Balkan Region from an EU integration perspective “, hat das Ziel, die Handlungsfähigkeit der beteiligten Staaten in Bezug auf Infrastrukturinvestitionen unter dem Einfluss des Klimawandels zu stärken. Im ersten Teil des Projektes erabeitete das Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU-Met) an der Verbesserung der Informationsbasis für zukünftige Klima- und Wetterbedingungen in der Projektregion. Dafür wurden mittels Quantile Mapping hoch aufgelöste, bias-korrigierte lokale Klimaszenarien für relevante meteorologische Parameter sowie das ICC-OBS toll zur Integration zusätzlicher lokaler Beobachtungsdaten entwickelt (projektende 30.04.2019). Diese Projektionen dienen als Basis für die Abschätzung der Folgen des Klimawandels in der Projektregion. Aufbauend darauf sollen im zweiten Teil des Projektes Leitlinien zur Integration von Klimawandelinformationen in Umweltverträglihckeitsprüfungsverfahren (UVP-Verfahren) und Strategische Umweltprüfungen (SUP) erarbeitet werden. BOKU-Met wird hierfür relevante Inhalte beisteuern, die wissenschaftliche Fundiertheit der Leitlinien sicherstellen und sich an der Präsentation und Disseminierung der Leitlinien beteiligen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-01 - 2022-05-31

Wasser ist die wichtigste Grundlage für unsere Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmitteln. Um Wasser zu schützen, wurden bisher vor allem die Mengen und Qualität von Oberflächengewässern und Grundwasser untersucht und überwacht. Die Verfügbarkeit von Wasser in der ungesättigten Zone bleibt dabei aber oft unberücksichtigt, obwohl dieses einen Großteil der Süßwasservorräte ausmacht. Trotz der Kenntnis, dass Änderungen des Klimas einen dramatischen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Wasser haben, und folglich auch auf die Ökonomie und Ökologie, wissen wir zu wenig über Grundwasserneubildungsraten in Österreich. Fehlende Mengenangaben beruhen darauf, dass man Raten nicht messen kann oder Vorhersagen aus hydrologischen Modellen oft auf vereinfachten Annahmen bodenhydraulischer Prozesse beruhen. Letztere sind notwendig aufgrund eingeschränkter Rechenkapazitäten, Herausforderungen des Hochskalierens lokaler Prozesse oder fehlender Daten zu bodenhydraulischen Eigenschaften. Zusätzlich müssen wir anhand von Langzeitdaten besser verstehen, wie sich Modellunsicherheiten auf die Vorhersage auswirken. Deshalb beschäftigen wir uns in diesem Projekt mit einer der wichtigsten Herausforderungen zur Abschätzung der Wasserverfügbarkeit in Gebirgsräumen: der Vorhersage von Grundwasserneubildungsraten, deren Variabilität und Unsicherheiten und mögliche Auswirkungen auf eine nachhaltige Wasser- und Landnutzung. Ziel des Projektes ist, Grundwasserneubildungsraten zu bestimmen, deren zukünftige Änderungen unter Berücksichtigung von Unsicherheiten vorherzusagen, und daraus resultierende Konsequenzen für die Landnutzung und das Wassermanagement für Österreich abzuschätzen. Um diese Ziel zu erreichen, ist die Nutzung von Langzeitdaten von 14 Stationen des österreichischen Programms zum Bodenwassermonitoring vorgesehen. Mit neuen Methoden zur Modellkalibrierung und validierung werden wir für diese Stationen mit bis zu 20jährigen Datenreihen bodenhydraulische Eigenschaften, Grundwasserneubildungsraten und Unsicherheitsbereiche der Parameter bestimmen. Lokale Daten und Prozessinformationen gehen in regional hydrologische Modelle ein, um eine Modellvorhersage bezüglich der Grundwasserneubildung und den damit verbundenen Unsicherheiten zu erhalten. Zusätzlich werden wir über die integrative Analyse mit Hilfe von bio-physikalischen, ökonomischen Modellen Aussagen über den Einfluss von Klima- und sozioökonomischen Änderungen auf die Wasserverfügbarkeit, die Landnutzung und landwirtschaftliche Erträge treffen können. Die Ergebnisse des Projektes sind (1) wissenschaftlich basierte mathematische Modelle für unterschiedliche Skalen, mit denen Wasserflüsse und die Bodenwasserbilanz in Österreich bestimmt werden kann, (2) Karten mit Informationen zu Grundwasserneubildungsraten inklusive der Unsicherheiten für Zukunftsszenarien und (3) Empfehlungen für die nachhaltige Nutzung und das Management von Wasserressourcen. Dadurch lassen sich Gebiete identifizieren, in denen es zukünftig aufgrund sinkender Neubildungsraten zur Herausforderung in der Wasserverfügbarkeit und zu möglichen Folgen für die Trinkwasserversorgung und die Landwirtschaft kommen kann.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-05-30 - 2023-05-29

Das Ziel ist die Reduktion der radiologischen Konsequenzen von auslegungs- und auslegungsüberschreitenden Stör- und Unfällen (R2CA) für die Entwicklung harmonisierter Methoden sowie innovativer Managementansätze und Sicherheitsvorkehrungen für Bewertung und Reduktion von Konsequenzen von DBA- und DEC-A Unfällen beim Betrieb und bei der Planung von Kernkraftwerken in Europa. Zu beiden Zwecken wird die Entwicklung von Methoden mit dem Ziel, die Sicherheitsmargen mit weniger konservativen Ansätzen zu überprüfen und die neuen Risiken zu berücksichtigen, die sich aus den ursprünglichen Entwurfs- oder Erweiterungsphasen der Konstruktion ergeben haben, durchgeführt. Dies wird das Vertrauen in diese Sicherheitsmargen für die Bedingungen bis zum erweiterten Designbereich (DEC A) stärken, die Identifizierung neuer Maßnahmen und Maßnahmen für das Unfallmanagement ermöglichen und die Optimierung der potenziellen damit verbundenen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Notfall unterstützen. Die Verbesserung der Bewertungsinstrumente wird durch die Neubewertung der vorhandenen experimentellen und analytischen Datenbanken unterstützt. Die Effizienz des Ansatzes wird durch einen Vergleich der Ergebnisse der Bewertung zu Beginn und am Ende des Projekts anhand einer Reihe von Reaktorfällen, die von einer hochrangigen Expertengruppe aus zwei Hauptkategorien ausgewählt wurden, demonstriert. Die beiden Hauptkategorien sind: Kühlmittelverlust durch Lecks verschiedener Bruchgrößen und Dampferzeugerheizrohrlecks. Detaillierte Analysen dieser Szenarien werden die Entwicklung harmonisierter Bewertungsmethoden anregen. Das Projekt umfasst auch innovative Maßnahmen zur Abschätzung der Vor- und Nachteile potenzieller neuer Maßnahmen und Maßnahmen im Bereich des Unfallmanagements, zur Untersuchung der möglichen Umstellung von Prognosewerkzeugen auf die Diagnose eines fortlaufenden Versagens der Hüllrohre der Brennstäbe und zur Ermittlung der Möglichkeiten für diese Unfallsituationen fortschrittlicher technologischer Brennstoffe.

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