Call for Abstracts

Das Symposium möchte einen Beitrag zur Verbraucher:innenforschung im Zusammenhang mit (ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher) Nachhaltigkeit und suffizienten Lebensstilen, sowie Ansätze für Wirtschaftsformen und Geschäftsmodelle, die zu suffizienten Lebensstilen beitragen,  leisten. Hierfür laden wir zur Einreichung von Beiträgen zu folgenden Themenbereichen ein: Reduktion und Suffizienz, suffizienz-ähnliche Lebensstile wie Voluntary Simplicity, Minimalismus und andere, sowie Degrowth und Postgrowth. Erwünscht sind ebenso verwandte Aspekte aus verschiedenen Fachrichtungen und Perspektiven. Neben Beiträgen zu den untenstehenden exemplarischen Fragestellungen sind auch Beiträge zu nicht explizit genannten Aspekten und Themen herzlich willkommen.  

Bitte reichen Sie wissenschaftliche Beiträge in Form von Extended Abstracts (Länge max. 2 A4-Seiten, inkl. Angabe von Kontaktdaten, dem Titel der Arbeit und Inhaltsbeschreibung) zu diesen und verwandten Themen bis spätestens 15. Mai 2022 per E-Mail ein. Doktoratstudierende und Nachwuchswissenschaftler:innen sind ausdrücklich zur Einreichung von Beiträgen eingeladen.

Bitte reichen Sie Abstracts in Form von Word- oder PDF-Dokumenten zusammen mit Ihren Kontaktdaten (Name, E-Mail-Adresse) per E-Mail unter suffizienz-symposium@boku.ac.at ein.

Mögliche Fragestellungen:

  1. Welche (historische, aktuelle und zukünftige) Bedeutung hat Konsumreduktion als gesellschaftliches Phänomen?
  2. Welche Voraussetzungen sind für suffiziente Lebensstile notwendig (wie bspw. Einkommensverteilung, gesellschaftliche Werte, persönliche Einstellungen, institutionelle Unterstützung u.a.)? Welche institutionellen Rahmenbedingungen sowie individuelle und soziale Faktoren unterstützen die Etablierung von suffizienten Lebensstilen?
  3. Wie gestaltet sich der Alltag von Menschen, die bereits suffiziente Lebensstile wählen? Welche Barrieren und Hindernisse gibt es bei der Umsetzung von suffizienten Lebensweisen? 
  4. In welchem Zusammenhang stehen suffiziente Lebensstile mit Lebensqualität und Well-Being?
  5. Welchen Beitrag kann Suffizienz für den Umwelt- und Klimaschutz, individuelle Lebensqualität und eine gerechte Gesellschaft bzw. Welt leisten?
  6. Gibt es innovative Unternehmens- oder Marketingmodelle zur Förderung von suffizientem Konsum bzw. suffizienter Nutzung? Welche Problemfelder existieren?
  7. Was sind mögliche Kommunikationsstrategien, um Menschen für Suffizienz zu sensibilisieren? Was sind Grundlagen für Suffizienzkommunikation?
  8. Welche volkswirtschaftlichen Folgen ergeben sich durch die Etablierung von suffizienten Lebensweisen in der Gesellschaft? Was bedeutet Suffizienz für Märkte sowie für die Messung von volkswirtschaftlicher Leistung und Wachstum? Welche Degrowth-Konzepte sind zukunftsfähig?
  9. Ist Suffizienz ökonomisch in einem globalen Wirtschaftssystem umsetzbar? Unter welchen Bedingungen? In welchem Zeithorizont?
  10. Was sind nützliche und sinnvolle Indikatoren, um Suffizienz zu messen?
  11. Welche problematischen Konsequenzen bringen suffiziente Konsumgesellschaften mit sich? Welche Schattenseiten, Rebound Effekte, und Gegenbewegungen sind erwartbar?
  12. Ist Suffizienz ein global anwendbares Konzept? Welche ethischen und moralischen Bedenken und Hindernisse gibt es?
  13. Welchen Beitrag kann eine plurale, schüler:innen- und lebensweltorientierte Wirtschafts- und Verbraucher:innenbildung zum Themenfeld Suffizienz und suffiziente Lebensstile in schulischen Kontexten leisten?
  14. Wie können Lehrende und Lernende für dieses Themenfeld sensibilisiert werden, ohne zu moralisieren, und wie können sie von einer entsprechenden ökonomischen Bildung bei selbst gewählten suffizienten Lebensformen unterstützt werden?