Sozio-ökonomische Forschung zu Innovationen der Bioökonomie



Innovationen brauchen technologische Lösungen und gesellschaftliche Adaption. Somit baut Bioökonomie auf das Innovationspotential von Produzenten und Konsumenten. Mit Fokus auf Holz, dem mengenmäßig bedeutendsten Rohstoff der Bioökonomie, untersuchen wir das ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Umfeld für Innovationen des waldbasierten Sektors.
 


>> Unsere Forschung zielt darauf ab, die Innovationsdiffusion zu unterstützen, zum Beispiel durch Identifikation von Barrieren und Akzeptanz für neue Technologien sowie die Wirkungen der Innovationen im Sinne von Umweltaspekten, sozialer Effekte und Marktdynamiken zu antizipieren.

>> Wir generieren Kontextwissen schon bei niedrigen Technologiereifegraden, wenn noch ausreichend Handlungsspielraum für eine zielorientierte Ausrichtung der Forschung und Entwicklung besteht. Dies ist relevant, um nicht intendierte Wirkungen von Innovationen zu vermeiden und Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen.

Entscheidungsunterstützung im Innovationsmanagement

Produktinnovationen in der Bioökonomie bedürfen der validen Abschätzung der Bedeutung einzelner Produktattribute. Nur so kann sichergestellt werden, dass Innovationen von den KonsumentInnen in der Folge auch angenommen werden. Durch den Einsatz geeigneter Forschungsmethoden, etwa experimentellen Untersuchungsdesigns wie dem Discrete Choice Modeling, kann weitgehend garantiert werden, dass aus Kundensicht die richtigen Attribute angesprochen werden. Darüber benötigen Forschung und Praxis adäquate Werkzeuge zur Entscheidungsunterstützung, sog. Decision Support Systems, zur verbesserten, transparenten und effizienten Entscheidungsfindung bei allen Fragen, die im Rahmen des Innovationsmanagements auftauchen können.


>> In unserer Forschung liefern wir der Praxis wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfen, die das betriebliche Innovationsmanagement in der Bioökonomie wirkungsvoll unterstützen können.

Trends und Produktinnovationen


Die Ernährungsgewohnheiten der KonsumentInnen sind einem ständigen Wandel unterworfen, der tiefgreifende Veränderungen dahinterliegender Werte und Konsumgewohnheiten reflektiert. Exemplarisch können hier die zunehmende Bedeutung des Tierwohls, der Anstieg der vegetarischen/veganen Ernährung, die Regionalität oder die Thematik der Allergene und Lebensmittelunverträglichkeiten genannt werden. Die Trendforschung liefert hier wichtige Hinweise über Veränderungen in der Gesellschaft, die für die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette von Bedeutung sind.


>> In unserer Forschung stellen wir uns die Frage, wie LandwirtInnen und Lebensmittelunternehmen diese Trends für die Produktinnovation und die Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ausnützen können.