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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-02-01 - 2019-12-31

Zahlreiche Studien und Strategien auf nationaler und EU-Ebene zeigen die Bedeutung sekundärer biogener Rohstoffe für die Transformation zu einer fossilrohstoffunabhängigen Kreislaufwirtschaft. Durch die beschränkte Verfügbarkeit primärer Ressourcen und der Konkurrenz biobasierter Produkte zu Nahrungs- und Futtermitteln, ist die Nutzung sekundärer Rohstoffe, z.B. aus der Lebensmittel¬produktion und biogenem Abfall ein wichtiges Thema geworden Logistische Besonderheiten und wirtschaftliche Nachteile biogener Rohstoffe gegenüber fossilen Rohstoffen liegen unter anderem in der begrenzten Lagerbarkeit, der dezentralen Gewinnung und dem geringen Energie- bzw. hohen Wassergehalt der nachwachsenden Rohstoffe. Um die Ansprüche der Kreislaufwirtschaft zu erfüllen und negative ökologische Auswirkungen einzuschränken, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Bioraffinerie-Konzepte entwickelt, die eine möglichst flexible Verarbeitung unterschiedlicher Biomassen zu einer weiten Palette an Produkten unter Ausnutzung des gesamten Potenzials – ohne Produktion von „Restmassen“ oder „Abfällen“ – zu ermöglichen. Tatsächlich wurden allerdings bisher nur wenige Bioraffinerien, vor allem in den Bereichen Holz, Papier und Lebensmittel im kommerziellen Maßstab in Betrieb genommen Die anfallende sekundäre Biomasse wird in einem detaillierten Mengengerüst erhoben und durch die Einbeziehung spezifischer Konversionstechnologien das theoretische Substitutionspotenzial herausgearbeitet, wobei viel auf bereits erfolgter Arbeit in Vorprojekten zurückgegriffen werden kann. Außerdem erfolgt ein Vergleich der in Österreich und der EU anfallenden sekundären biogenen Rohstoffe. Nach der Erhebung vorhandener Infrastrukturen für potenzielle Bioraffinerien wird ein Logistikkonzept für ein integriertes Bioraffinerienetzwerk in Österreich entwickelt und in einer Karte dargestellt. Es werden Bioraffinerie-Konzepte für eine kreislaufwirtschaftsfähige Produktion biobasierter Produkte mit diversen Nutzungswegen inklusive Rentabilitäts¬abschätzungen erarbeitet und ökonomische und ökologische Auswirkungen unter verschiedenen Rahmenbedingungen eruiert. In einer Gegenüberstellung werden herkömmliche Produktionswege biobasierter Materialien und integrierte Bioraffinerie-Kaskaden verglichen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-03-01 - 2022-02-28

Hauptziel des Projektes GreenLane ist es, ein Modell einer virtuellen Supply Chain Holz weiterzuentwickeln, das für verschiedene Klimawandelszenarien die Wert- bzw. Qualitätsentwicklung von Holzsortimenten aufgrund der prognostizierten Witterung bestimmen kann und das Testen unterschiedlicher Ernte- und Transportentscheidungen ermöglicht. Der Fokus der Studie liegt auf der Implementierung witterungsbasierter Modelle für Holzqualität und Holzverfügbarkeit und dem Vergleich dreier europäischer Fallstudien unter kontinentalen, subarktischen und ozeanischen Bedingungen. Ein Hauptaugenmerk des Projektes liegt auf der Identifizierung und Quantifizierung der Auswirkungen von Logistikentscheidungen, die die prognostizierte Wertentwicklung der zu transportierenden Holzsortimente berücksichtigen, hinsichtlich Holzqualität, Versorgungssicherheit und Logistikkosten. Im Projekt GreenLane werden erstmalig die Auswirkungen der Dauer der Lieferzeit auf die Holzqualität im Speziellem und auf die Resilienz des Versorgungsnetzwerkes Holz im Allgemeinen anhand innovativer quantitativer Methoden untersucht. Mithilfe empirischer Modelle zur Bestimmung der Entwicklung der Holzqualität von im Wald gelagertem Sortimenten basierend auf regionale Wetterprognosen werden in einem Simulationsmodell der Lieferkette die wesentlichen Performanceindikatoren der Supply Chain Holz erstmalig evaluiert. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Ableitung von Strategien und Maßnahmen zur Erhöhung der Wertschöpfung in der Forstwirtschaft geleistet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-02-01 - 2021-01-31

Die Blockchain oder besser die Distributed Ledger Technologie (DLT) ist aktuell ein omnipräsentes Thema. Gerade im Bereich der FinTech (Financial Technology) oder InsureTech (Insurance Technology) finden sich immer mehr Realisierungen und viel-versprechende Anwendungen. Jedoch beschränkt sich diese Technologie nicht nur auf die Finanz‐ oder Versicherungsbranche, sondern kann in vielen weiteren Anwendungsfällen eingesetzt werden. Einer dieser Bereiche ist die Lebensmittelindustrie. Durch Digitalisierung und den Einsatz effizienter Verfahren konnte die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette kontinuierlich optimiert werden. Ziel des bilateralen Projekts „NutriSafe“ ist es, Potentiale, Risiken und Auswirkung der DLT Technologie auf die Resilienz von Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelindustrie und auf die Versorgungssicherheit zu erforschen. Vermehrt hervorgerufene Naturkatastrophen, technische Unfälle, Kriminalität und Terrorismus sowie Sicherheitslücken bei Informations- und Kommunikationstechnologien gefährden die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturen und somit die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Aufgrund der hohen Bedeutung des Lebensmittelsektors ist eine weitgehende Betrachtung der Auswirkung neuer Technologien in diesem Bereich von besonderer Bedeutung. Dabei ist ein Aspekt die Nachvollziehbarkeit von Warenflüssen in einem komplexen Supply Chain Network, welches bereits von Konzernen wie Walmart oder Maersk erfolgreich in Pilotprojekten getestet wurde: Die Herkunft von Endprodukten lässt sich mit Hilfe der DLT schnell ermitteln. Diese Schnelligkeit ist gerade in Krisenfällen von maßgeblicher Bedeutung. Zusätzlich kann diese Technologie helfen eine Supply Chain abzusichern, wenn die Informationssicherheit in Produktionsanlagen oder betrieblichen Informationssystemen wie ERP-Systemen nicht gegeben ist. Hierfür ist das Entwickeln eines Verfahrens für die Bewertung der DLT in der Lebensmittelindustrie, besonders für Krisenfälle, unabdingbar. Im Zuge des Projekts werden mehrere Use Cases über den Einsatz von DLT in der Lebensmittelindustrie untersucht (z.B.: IT-Angriff auf Melkroboter, Beeinträchtigung von Produkten, Transportunterbrechungen), welche eine direkte Auswirkung auf die Nahrungsmittelversorgungssicherheit in Österreich haben. Entwickelte Verfahren werden in Zusammenarbeit mit PraxispartnerInnen und EntscheidungsträgerInnen getestet, beurteilt und im Rahmen eines Serious Games für Schulungsmaßnahmen aufbereitet. So entstehen innovative Methoden und Modelle um die Lebensmittelsicherheit zu verbessern und die Versorgung im Notfall zu sichern.

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