Ausgeschriebene Masterarbeitsthemen

Die Betreuung von Masterarbeiten und Dissertationen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Lehrtätigkeit. Unser Anliegen ist es dabei, Studierende zu ermuntern, unseren interdisziplinären, problemorientierten Ansatz aufzugreifen und in ihre Forschungstätigkeit zu integrieren. Bei Interesse an einer Masterarbeit / Dissertation an der Schnittstelle "Umwelt und Gesellschaft" können Sie uns gerne kontaktieren. 

Kontakt: mirjam.weber@boku.ac.at

Adelige Naturwahrnehmung zur Zeit des Absolutismus (18. bis Mitte 19. Jahrhundert)

Haben Sie Interesse an Tagebüchern und Briefen aus einer längst vergangenen Zeit? Möchten Sie sich auf Spurensuche nach früheren Formen des Verhältnisses zur Natur begeben? Freut es Sie, biographische Skizzen zu schreiben?

Auf Basis von umfangreichen Arbeiten vor allem der Kommission für Neuere Geschichte der österreichischen Akademie der Wissenschaften können wichtige mentalitätsgeschichtliche Fragen über Naturwahrnehmung und Wissen über naturale Dynamiken anhand publizierter Selbstzeugnisse von Personen aus dem Adel beantwortet werden, ohne dass große Mengen handschriftlicher Dokumente gelesen werden müssten. Adelige wie Karl Graf von Zinzendorf schrieben über das heutige Österreich. Sie jagen, gehen spazieren, reiten aus, betrachten Gärten und Ausblicke, sie geben detaillierte botanische Beschreibungen ab, sind aber gelegentlich auch Zeugen naturaler Dynamik wie Hochwässern, plötzlichen Regenfällen und ähnlichem mehr. Die Rolle der Natur im Krieg gegen das Osmanische Reich, die In-Wert-Setzung von Natur durch Kultivierung, ebenso wie der Import exotischer Pflanzen sind Themen, die anhand dieser Quellen gut bearbeitet werden können. Eine Einbettung in die europäische Geistesgeschichte ist sinnvoll und nötig. Neben Tagebüchern sind vor allem Briefe eine geeignete und wichtige Quelle. Französische Sprachkenntnisse sind für diese Arbeit von Vorteil.

Übersichtsliteratur

Düselder, Heike; Weckenbrock, Olga; Westphal, Siegrid (Hg.) (2008): Adel und Umwelt. Horizonte adeliger Existenz in der Frühen Neuzeit. Böhlau Verlag, Köln

Tersch, Harald (1994), Das autobiographische Schrifttum Österreichs in der Frühen Neuzeit - ein Projektbericht, Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung:102/3-4, S. 409-413

Mögliche Quellen

Breunlich, Maria, Mader, Marieluise (Hg.) (1997): Karl Graf von Zinzendorf: Aus den Jugendtagebüchern 1747, 1752 bis 1763. Nach Vorarbeiten von Hans Wagner. Böhlau, Wien-KölnWeimar

Breunlich-Pawlik, Maria, Wagner, Hans (Hg.) (1972): Aus der Zeit Maria Theresias. Tagebuch des Fürsten Johann Josef Khevenhüller-Metsch, kaiserlichen Obersthofmeisters 1742-1776. [Bd.8.] Tagebuch des Fürsten Johann Josef und Nachträge von anderer Hand 1774-1780. Wien: Holzhausen

Gürtler, Gernot O. (1985): Impressionen einer Reise Das England-Itineraire des Grafen Karl von Zinzendorf 1768. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 93/3-4, S. 333370

Klingenstein, Grete, Eva Faber, Antonio Trampus (Hg.) (2009): Europäische Aufklärung zwischen Wien und Triest. Die Tagebücher des Gouverneurs Karl Graf von Zinzendorf 1776-1782. 4 Bände.

(1. Band: Grete Walter-Klingenstein: Karl Graf Zinzendorf - Erster Gouverneur von Triest, 1776-1782 - Einführung in seine Tagebücher.

2. Band: Die Tagebücher 31. Mai 1776 bis 31. Dezember 1778. (Text). Hg. u. bearb. von Grete Klingenstein, Eva Faber und Antonio Trampus.

3. Band: Die Tagebücher 1. Jänner 1779 bis 11. Februar 1782. (Text). Hg. u. bearb. von Grete Klingenstein, Eva Faber und Antonio Trampus.

4. Band: Index. Hg. u. bearb. von Grete Klingenstein, Eva Faber und Antonio Trampus unter Mitwirkung von Hanna Begusch, Elisabeth Fattinger, Andrea Harrich und Helmut Watzlawik). Böhlau, Wien-Köln-Weimar

Ullrichová, Maria (Hg.) (1966): Clemens Metternich - Wilhelmine von Sagan. Ein Briefwechsel 18131815. Böhlau, Graz - Köln Wagner, Hans (Hg.) (1972): Wien von Maria Theresia bis zur Franzosenzeit. Aus den Tagebüchern des Grafen Karl von Zinzendorf. Wiener Bibliophilen Ges., Wien

Wagner, Hans (1963): Historische Lektüre vor der Französischen Revolution. Ans den Tagebüchern des Grafen Karl von Zinzendorf. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 71/JG, S. 140-156

Wagner, Hans 1962, Das Salzburger Reisetagebuch des Grafen Karl von Zinzendorf vom 31. März bis zum 6. April 1764, in: Mitteilungen der Gesellschaft f. Salzburger Landeskunde 102, S. 167-190

Walter, Friedrich (Hg.) (1960): Aus dem Nachlass des Freiherrn Carl Friedrich Kübeck zu Kübau. Tagebücher, Briefe, Aktenstücke (1841-1855). Böhlau, Graz - Köln

Winiwarter, Verena, Knoll, Martin (2007): Umweltgeschichte. UTB.Voraussetzungen und fachliche Anforderungen:• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer

optimal
Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Betreuung
Univ.-Prof. Dr. Verena Winiwarter

Aspekte sozial-ökologischer Transformation

Aspekte sozial-ökologischer Transformation, u.a. konzeptionelle Fragen (z.B. integrative Betrachtung, Partizipation, transdisziplinäre Ansätze), Verbindung sozialer und ökologischer Dimensionen, Rolle von Arbeit oder Geschlechterverhältnissen in sozial-ökologischen Konflikten

Eine thematische Eingrenzung ist mit Absprache des Betreuers vorzunehmen.

Bertreuer:
Christoph Görg

Assessment of the material stocks in energy infrastructures

Today’s global energy systems depend on large-scale infrastructures. From a socioeconomic metabolism perspective, these infrastructures represent material stocks and constitute an integral part of the energy stock-flow-service nexus: They are essential for enabling the massive energy flows modern societies depend on, in order to perform various functions and ultimately provide specific energy services (such as conditioned building space, access to goods through freight transport and mobility etc.). On the other hand, the existence of energy infrastructures (with depreciation periods of several decades) is often considered as a significant barrier to transformative change.

The aim of this master thesis is twofold: 1) To provide quantitative data on material stocks in energy infrastructures (e.g. electrical grids, pipelines, petroleum refineries). 2) To gain insight into the size and relevance of energy infrastructures in the context of global societal material stocks. Particular focus should be on infrastructures that might be rendered obsolete due to transformation towards renewable energy systems.
The scope of the thesis is to be decided in agreement with the supervisors. Various sectoral and regional scopes are possible, including a focus on a specific stock type or geographical region (e.g. a global assessment of material stocks in electrical transmission grids, or a national case study regarding the various grid-bound energy carriers, i.e. electricity, fossil fuels, district heat).

The methodical approach will comprise the following steps: 1) Definition of the regional and thematic scope. 2) Identification of relevant types of energy infrastructures and definition of a suitable system of classification. 3) Literature and data research on the size and geographic distribution of infrastructures (e.g. km of electrical grids or gas pipelines). 4) Research on specific material requirements (e.g. tons of steel per km of electrical transmission grids), for example based on publicly available LCA data or literature on material stocks. 5) Performing a bottom-up quantification of material stocks, i.e. deriving estimates of total material stocks in the considered energy infrastructures, broken down by material types, geographical distribution and infrastructure type. 6) Discussion of the results in the context of global material stocks (based on previous studies by Krausmann et al. (2018).

Literature:

Bumby, S., Druzhinina, E., Feraldi, R., Werthmann, D., Geyer, R., & Sahl, J. (2010). Life Cycle Assessment of Overhead and Underground Primary Power Distribution. Environmental Science & Technology, 44(14), 5587–5593. https://doi.org/10.1021/es9037879

Haberl, H., Wiedenhofer, D., Erb, K.-H., Görg, C., Krausmann, F., 2017. The Material Stock–Flow–Service Nexus: A New Approach for Tackling the Decoupling Conundrum. Sustainability 9, 1049. https://doi.org/10.3390/su9071049

Jorge, R. S., Hawkins, T. R., & Hertwich, E. G. (2012). Life cycle assessment of electricity transmission and distribution—part 1: power lines and cables. The International Journal of Life Cycle Assessment, 17(1), 9–15. https://doi.org/10.1007/s11367-011-0335-1

Krausmann, F., Lauk, C., Haas, W., Wiedenhofer, D., 2018. From resource extraction to outflows of wastes and emissions: The socioeconomic metabolism of the global economy, 1900–2015. Global Environmental Change 52, 131–140. https://doi.org/10.1016/j.gloenvcha.2018.07.003

Kontakt und Betreuung: Gerald Kalt, Dominik Wiedenhofer

Braunkohlebergbau in Österreich: Beiträge zur Umweltgeschichte

An mehreren Orten in Österreich wurde, teils umfangreicher, Braunkohlebergbau betrieben.
Insbesondere die Region Köflach-Voitsberg in der Steiermark erfuhr dadurch eine völlige
Umgestaltung. Die ausgeschriebene Masterarbeit wird alle verfügbaren quantitativen und
qualitativen Daten zu Abbaumengen und Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft
zusammentragen, dies bedingt Arbeit in der österreichischen Nationalbibliothek und in der
Bibliothek der Geologischen Bundesanstalt. Besonders interessiert die zeitgenössische
Wahrnehmung der Umweltauswirkungen. Dafür wird der Bestand an Bild- und Textquellen im
steiermärkischen Landesarchiv in Graz zu sichten sein.
Die Arbeit ist ein wichtiger Baustein der Umweltgeschichte Österreichs.

Einführende Literatur
Hummelbrunner Ulrike, Aufstieg und Bedeutungsrückgang des Braunkohlebergbaus in der Gemeinde Ampflwang Oberösterreich: Eine sozioökonomische Studie. Dipl., Salzburg, 1999.

Weiss Alfred, Weber Leopold, Bergbaugeschichte und Geologie der österreichischen Braunkohlevorkommen. (= Archiv f. Lagerstättenforschung d. Geologischen Bundesanstalt, 4), Wien, 1983.

Roetzel Reinhard, Der Braunkohlenbergbau von Langau. In: Heimatbuch der Gemeinde Langau, 299 - 319.

Cede Peter, Landschaftsgestaltung und anthropogene Geomorphologie unter dem Einfluß des Braunkohlenbergbaues im Köflach-Voitsberger Tertiärbecken . In: Österreich in Geschichte und Literatur , 34, 1990, S. 3/164-.

Roetzel Reinhard, Vom Kohlesumpf zum Freizeitparadies: Die Geschichte des Braunkohlebergbaues Langau - Riegersburg. In: Das Waldviertel. Zeitschrift für Heimat- und Regionalkunde des Waldviertels und der Wachau, 53(4), 2004, 341 - 362. http://www.museum-joanneum.at/upload/file/Geologie/Mitteilungen/SH2_30_Weiss.pdf
(Überblick über das historische Kartenmaterial) http://de.wikipedia.org/wiki/Braunkohlentagebau_Langau-Riegersburg

Weitere Informationen und Betreuung
Verena Winiwarter

Beiträge zur Umweltgeschichte der österreichischen Wasserkraftwerke

Kaprun und Ybbs-Persenbeug sind nur zwei von vielen österreichischen Wasserkraftwerken. Neben
den bekannten gibt es viele weniger gut bekannte Anlagen, deren Geschichte sich lohnt, erforscht zu
werden. Anhand einer Auswahl von Fluss- und Speicherkraftwerken aus der Frühzeit der
Elektrifizierung wird diese Arbeit den Umweltauswirkungen von Wasserkraft zunächst in der
Einschätzung der damaligen Akteure nachgehen und diese Einschätzungen im Kontext heutiger
wissenschaftlicher Literatur bewerten. Dazu gilt es, Material von Kraftwerksbauern, Medienberichte,
administratives Schrifttum aus dem Umfeld der jeweilig zuständigen Verwaltungen und
naturwissenschaftliche Daten klug zu verknüpfen. Die Auswertung von Archivmaterial ist erwünscht.

Diese Masterarbeit ist ein Beitrag zur Umweltgeschichte Österreichs und stützt sich unter anderem auf die Einträge der EHDA www.umweltgeschichte.aau.at/index,3182,EHDA.html

Kontakt
Verena Winiwarter

Constructing contraction. The role of Turkey´s construction sector for biophysical and economic growth

Non-metallic construction minerals play a dominant role in Turkey's material and energy use: directly through the large amounts of bulk material use and indirectly through the use of other types of material related to the constructed buildings and infrastructure. The construction sector has also played a decisive role in Turkey's economic growth in the late 20th and early 21st century. Construction activity may provide jobs (wages and salaries), stimulate further (economic) activity, and provide much-needed infrastructure for public or private services (housing, transport, communication, health, education). However, many current social movements in Turkey are directly related to the lack or the unaffordability of such services. Construction activity has strong impacts on the environment through the directly and indirectly associated material and energy use and through the land use changes related to extraction of minerals and to construction activity.
In this research project, the student would compile a material and energy flow account (MEFA) for Turkey, covering the period from 1980 to 2013 (or the most recent year available). These biophysical flows would be analysed with regard to the role of the construction sector. This will require the use of auxiliary economic data on, for example, GDP composition and growth, value added, and wages and salaries. In order to be able to assess the socio-economic impact of construction activity in Turkey, the student will conduct a review of both scientific literature and press/media coverage of the subject.

Ability to work both quantitatively and qualitatively is required (although the student may of course choose to focus on one area more strongly than the other). Student must have a working knowledge of material and energy flow accounting methods, basic skills in input-output analysis may be useful but are not a prerequisite. Some familiarity with (ecological) economic theory is advantageous. Turkish language skills are an asset but not necessary. Ideally, the thesis would be written in English (but can also be written in German).

Research processCompilation of material and energy flows from international and national databases, compilation of economic data on the Turkish construction sector and analysis of the data with regard to the socio-economic and socio-economic role of the construction sector. 1 semester research stay at Boğaziçi University in Istanbul is optional (co-supervisor Begum Ozkaynak). A second thesis topic pertaining to Turkey's material and energy use has been proposed; in case both topics become active, it is strongly suggested that the two students collaborate on the MEFA of Turkey.

Contact
Anke Schaffartzik or Andreas Mayer

Der Metabolismus des Krieges - Österreich-Ungarn 1914-18

Der letzte Krieg der Habsburgermonarchie war gleichzeitig der erste industriell geführte Massenkrieg der Geschichte. Die großen Versorgungsschwierigkeiten an der Front wie im Hinterland sind bekannt: im Verlauf des Krieges kamen Ressourcenentnahme, Verarbeitung und Verteilung wiederholt an die Grenzen des "Machbaren". Das sagt über technische wie gesellschaftliche Möglichkeiten gleichermaßen etwas aus. Die k.u.k. Armee wurde zu einem wichtigsten Akteur, daneben treten die Administration und Exekutive Österreichs und Ungarns in Erscheinung.

Anhand von Sekundärliteratur (die reichlich vorhanden ist) und zeitgenössischen Quellen soll quantitatives Material zur Versorgung bzw. Produktion Österreich-Ungarns (Getreide, Kohle, Stahl etc.) gesammelt und verglichen werden. Für die Erstellung einer Vergleichsbasis von pro-Kopf Daten werden auch demographische Daten für den Zeitraum benötigt. Damit wird ein erster Schritt unternommen, die in sozialmetabolischen Langzeitbetrachtungen üblicherweise nur als Datenlücke in Erscheinung tretenden Jahre 1914-18 besser zu verstehen.

Methodik
Arbeit mit historischen Quellen und Literatur; Arbeit mit Daten aus (tlw.historischen) statistischen Publikationen, Erstellung von Zeitreihen von Verbrauchs- undProduktionsdaten mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen wie Excel.Notwendige Vorkenntnisse: Studium der Geschichte (2. Abschnitt) oder der Sozial- undHumanökologie; ggf. Besuch geeigneter Lehrveranstaltungen vor Beginn der Arbeit;Interesse an der österreichischen Geschichte des 20. Jhs.; Bereitschaft, sich mit Konzeptenund Theorien des gesellschaftlichen Stoffwechsels auseinanderzusetzen.

Kontakt
Univ.Prof. Ing. Dr. Verena Winiwarter

Diskussionen um frühere Wasserkraftprojekte im Spiegel österreichischer Printmedien

Die Versorgung Österreichs mit elektrischem Strom erfolgt heute zu etwa zwei Drittel aus Wasserkraft. Kontroversen und Konflikte um Kraftwerksprojekte an österreichischen Gewässern waren oft entscheidende Momente in der Formierung der österreichischen Umweltbewegung. Diese Masterarbeti soll auf den Zeitraum davor, vor den 1970er Jahren, fokussieren und die Diskussion um frühere Kraftwerke rekonstruieren. Als Quellenbasis bieten sich dafür Printmedien an, die die Österreichische Nationalbibliothek seit einigen Jahren sogar über Volltextsuche online erschlossen hat. Was waren öffentlich vorgebrachte Argumente pro und contra Ausbau der Wasserkraft? Wie haben einzelne Interessensgruppen argumentiert? Was lässt sich über ihren Motivationshorizont sagen? Gab es "ökologische" Argumente bevor sich eine moderne "Ökobewegung" formiert hat? Wer trat als Experte in diesen Debatten auf und woraus speiste sich ihre Autorität? Lässt sich auf Basis einer solchen Analyse plausibel erklären, warum bestimmte Projekte realisiert wurden und andere nicht?

Diese Arbeit ist eingebettet in den aktuellen Forschungsschwerpunkt zur Umweltgeschichte Österreichs und speziell zur Wasserkraft am Institut für Soziale Ökologie.

Zu bearbeitende Quelle:
Eine Auswahl aus den online verfügbaren, österreichischen (Tages)zeitungen, digital erschlossen über ANNO - Austrian Newspapers Online, anno.onb.ac.at

Voraussetzungen und fachliche Anforderungen
• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer
• optimal: Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Betreuung
Assoc. Prof. Mag. Dr. Martin Schmid

Embodied HANPP von Produkten aus Biomasse

Der "embodied HANPP"-Ansatz versucht, die Eingriffe in Ökosysteme, welche bei der Bereitstellung von verschiedenen Produkten wie Nahrungsmitteln, nachwachsenden Rohstoffen oder Bioenergie entstehen, zu bewerten. Dazu wird die Prozesskette der Produkte bis hin zum Anbau der benötigten Rohstoffe (seien es Ackerbauprodukte oder Biomasse vom Grasland oder aus dem Wald) zurückverfolgt und die Aneignung von Nettoprimärproduktion (HANPP) pro Menge Produkt ermittelt. Damit kann ein Beitrag zur ökologischen Produktbewertung geleistet werden.
Möglich sind auch mehrere parallele Arbeiten, die sich jeweils auf bestimmte Produkte bzw. Produktgruppen oder auf Regionen/Länder konzentrieren.

Betreuung
Helmut Haberl

Energy transitions in the electricity sector as new socio-metabolic regimes

The socioeconomic metabolism of virtually all modern economies is characterized by vast flows of fossil resources for energy. Transitions towards sustainable energy systems based on renewable energy technologies might imply fundamental changes in the patterns of socioeconomic metabolism: Substituting renewable technologies like wind and solar power plants for fossil-based electricity generation essentially corresponds to a shift from a flow-based (fossil fuels) to stock-based (renewable power plants) system.

The aim of master theses in this topic is to quantitatively describe energy transitions in the electricity sector (as foreseen in national and/or global energy scenarios or strategies) from a socioeconomic metabolism perspective. The work should contribute to answering the following research questions: What do energy transitions imply in terms of changes to socio-metabolic flows and stocks (e.g. with regard to transport electrification, materials for wind or solar power)? Are the potentially very large material demands for such a transformation significant enough, to become constraining factors for future decarbonisation (context & discussion, not full quantification envisaged)? To what extent can energy transitions in the electricity sector be considered as transitions to new socio-metabolic regimes?

The methodological approach will include the following steps: 1) Definition of a geographical scope and the considered energy scenario(s) or strategy/-ies (for example 2050-scenarios for Austria published by the Umweltbundesamt (see links below). This will be done in accordance with the supervisors. 2) Review of the status quo and existing long-term scenarios/strategies in literature with focus on decarbonisation/transition towards renewable energy. 3) Research on specific material and fuel requirements for central technologies in these scenarios. 4) Bottom-up assessment of material stocks. 5) Quantitative analysis of the changes in energy-related material stocks and flows according to the scenario(s)/strategy/-ies. 6) Interpretation and discussion.

Links to exemplary energy scenarios:

AT: http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/energie/energieszenarien/

Global (SSP database of the IIASA): https://tntcat.iiasa.ac.at/SspDb/

Exemplary literature:

Farfan, J., & Breyer, C. (2017b). Structural changes of global power generation capacity towards sustainability and the risk of stranded investments supported by a sustainability indicator. Journal of Cleaner Production, 141, 370–384. https://doi.org/10.1016/j.jclepro.2016.09.068

Haberl, H., Wiedenhofer, D., Erb, K.-H., Görg, C., Krausmann, F., 2017. The Material Stock–Flow–Service Nexus: A New Approach for Tackling the Decoupling Conundrum. Sustainability 9, 1049. https://doi.org/10.3390/su9071049

Kis, Z., Pandya, N., & Koppelaar, R. H. E. M. (2018). Electricity generation technologies: Comparison of materials use, energy return on investment, jobs creation and CO 2 emissions reduction. Energy Policy, 120, 144–157. https://doi.org/10.1016/j.enpol.2018.05.033

Tokimatsu, K., Höök, M., McLellan, B., Wachtmeister, H., Murakami, S., Yasuoka, R., & Nishio, M. (2018). Energy modeling approach to the global energy-mineral nexus: Exploring metal requirements and the well-below 2 °C target with 100 percent renewable energy. Applied Energy, 225, 1158–1175. https://doi.org/10.1016/j.apenergy.2018.05.047

Kontakt und Betreuung: Gerald Kalt, Dominik Wiedenhofer

Ernährung in Oberösterreich während der beginnenden Industrialisierung

Die oberösterreichische Landwirtschaft wurde deutlich später von der Industrialisierung erfasst als die verarbeitenden Sektoren: Während die Industrien Oberösterreichs schon im 19. Jahrhundert auf fossile Energieträger umstellten, arbeitete die Landwirtschaft noch unter weitgehend solarenergiebasierten Bedingungen, um die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.
Mit Zoepf, 1885 liegt eine detaillierte statistische Publikation vor, die Daten zur Produktion von pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln Berechnungen über den Bedarf der regionalen Bevölkerung gegenüberstellt. Die Masterarbeit wertet diese Arbeit sozial-ökologisch aus und kontextualisiert sie mit zeitgenössischer Literatur (hier gibt es Vorarbeiten bei Sandgruber, 1977). Die Arbeit stellt Fragen wie: Wie gut gelang es der oberösterreichischen Landwirtschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert, den regionalen Bedarf an Lebensmitteln zu decken? Wie setzte sich die Nahrungsmittelversorgung (im Vergleich zu heute) zusammen? Könnte die Verfügbarkeit von Lebensmitteln eine Grenze für weiteres Bevölkerungswachstum dargestellt haben? Die Arbeit wird innerhalb des Projekts "Sustainable Farm Systems" betreut.

Methodik
Arbeit mit historischer Literatur; Arbeit mit historischen Daten in Excel

Vorkenntnisse 
Grundkenntnisse in der Arbeit mit Daten von Vorteil; Interesse an der Arbeit mit historischer Literatur

Kontakt
Simone Gingrich

Literatur
Sandgruber, R., 1977. Lebensstandard und Ernährung in Oberösterreich im 18. und 19.Jahrhundert. Österreich in Geschichte und Literatur, XXI, 273-294.

Zoepf, F., 1885. Productions- und Consumtions- Verhältnisse der Naturproducte in OberÖsterreich. Statistischer Versuch. Statistische Monatsschrift, XI. Jahrgang, 329-359.

Erstellung einer Schätzung des lokalen BIP für die griechische Insel Samothraki

Diese Masterarbeit soll zu dem Projekt SUSAKI beitragen, in welchem versucht wird, für eine griechische Insel einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu suchen und gefährlichen tipping points auszuweichen.

Die Insel Samothraki umfaßt das Territorium einer einzelnen Gemeinde, und auf Gemeindeebene gibt es in Griechenland (ähnlich wie in anderen Ländern) keine umfassende statistische Darstellung des lokalen Einkommens. Im Rahmen des Susaki Projektes und dank studentischer Vorarbeiten wurden einzelne Komponenten des Einkommens (zB. die landwirtschaftlichen Subventionen seitens der EU) bereits ermittelt, es bedarf allerdings eines volkswirtschaftlich vorgebildeten Forschers, der die Courage hat, aus Fragmenten, mit Hilfe des (sehr kooperativen) griechischen statistischen Amtes ELSTAT und unterstützt von lokalen Experten für einen oder mehrere Zeitpunkte eine grobe Gesamtschätzung zu versuchen. Bei weitergehendem Interesse könnte diese Arbeit auch in Zukunftsszenarien führen, die unterschiedliche mögliche Entwicklungspfade (darunter einen nachhaltigen) umreißen. Günstig wäre eine Teilnahme an der summer school 2018.

Betreuung:
Marina Fischer-Kowalski, Anke Schaffartzik

Feeding the tourists sustainably from local sources (Samothraki Island)

Erkenntnisziel / Forschungsfrage
Die Idee ist, einerseits einen höheren Teil der Wertschöpfung durch Tourismus auf der Insel selbst zu lukrieren, andererseits den besonderen Status der Insel als künftiges Biosphärenreservat durch qualitativ hochwertige, lokale Nahrung zu unterstützen. Die Forschungsfrage könnte dann lauten, worin die Ernährung für Touristen auf der Insel eigentlich besteht, wieweit sie auf qualitativ hochwertigen lokalen Produkten beruht, und durch welche Maßnahmen/Veränderungen man sowohl die Qualität, als auch die Lokalität der touristischen Ernährung erhöhen könnte. Eine weitere Frage mag sein, in welcher Weise man das den Touristen und den Nahrungslieferanten auf der Insel kommunizieren könnte, und welche ökonomischen und kulturellen Vorteile dies hätte. (Stichwort: vom Verdrängungswettbewerb bedrohte traditionelle mediterrane Diät als gesundheitsfördernd, ressourcenschonend und lokale Kreisläufe stützend).

Methoden
Als Ausgangspunkt kann die Masterarbeit von Julia Huber dienen, die die Ernährungsgewohnheiten einschließlich der Bezugsquellen von Nahrung für die lokale Bevölkerung erforscht hat. Daneben gibt es zwei Surveys von Touristen (2011 und 2015), in denen nach der Inanspruchnahme der lokalen Restaurants gefragt wird. Woher diese allerdings die Nahrungsmittel beziehen, bedarf einer Erkundung durch Interviews mit Restaurantbesitzern. Diese sind allerdings nicht so schwierig zustande zu bringen, da diese Gruppe in der Regel Deutsch oder Englisch sprechen kann.

Betreuung
Panos Petridis, Marina Fischer-Kowalski

Flugsand - Der Kampf gegen die Winderosion im Marchfeld und Ungarn im 18. und 19. Jahrhundert

Diese Masterarbeit richtet sich vorzugsweise an Kolleg*innen mit guten Kenntnissen der ungarischen Sprache, es kann aber auch ohne Kenntnisse dieser Sprache ein gutes Masterarbeitsthema entwickelt werden.

Im Jahr 1807 beschloss der ungarische Reichstag ein Gesetz über die Urbarmachung des Flugsandes in Ungarn. Darauf bezieht sich eine online verfügbare Quelle, die praktische Vorschläge zur Umsetzung macht. Winderosion war bereits zu Zeiten Maria Theresias im Marchfeld, vor allem aber in Ungarn, zu einem dramatischen Problem geworden. Das Wappen der Gemeinde Strasshof an der Nordbahn zeigt die "Stolze Föhre". Dabei handelt es sich um eine Schwarzföhre, die vor rund 230 Jahren gepflanzt wurde. Diese Pflanzungen wurden damals von Kaiserin Maria Theresia veranlasst, um das Marchfeld vor der Verödung durch Flugsand zu bewahren (http://www.weinviertel-360grad.at/strasshof-an-dernordbahn/). Das Umweltbundesamt führte in seinem Bericht von 1997 ebenfalls Maria Theresia ins Treffen, doch blieben die Probleme trotz der Planzungen örtlich durchaus virulent (http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/CP025.pdf). Diese Masterarbeit soll anhand historischer Quellen mittels historischer Textanalyse nicht nur die Geschichte der Winderosion in diesem Gebiet und der gesellschaftlichen Reaktion darauf nachvollziehen und darstellen, sondern auch das Naturbild der Autoren rekonstruieren. Dabei kann auf Winiwarter & Knoll, 2007, zurückgegriffen werden.

Literatur
Eine naturwissenschaftliche aktuelle Sicht ist verfügbar: Umweltbundesamt (1999): Naturschutz im pannonischen Raum. Sanddünen als Lebensraum. Tagungsberichte Bd. 25; www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/CP025.pdf

Winiwarter, Verena, Knoll, Martin (2007): Umweltgeschichte. UTB.Deutschsprachige QuellenBlumenbach, Wenzel Carl Wolfgang (1834): Neueste Landeskunde von Oesterreich unter der Ens. Band 1, S. 235

Doll, Anton (1814):Vaterländischer Jugendfreund. Ein belehrendes und unterhaltendes Lesebuch für die Jugend des österreichischen Kaiserstaates, S. 137-140.

Hubert, Carl August (1824): Grundsätze über die Bedeckung und Urbarmachung des Flugsandes, aber vielmehr der Sandschellen, nach welchen ihre Behandlung, sowohl im Allgemeinen, als in besondererBeziehung auf die Churmark Brandenburg beurtheilt, und diese Bedeckung nach der hier beygefügten ausführlichen Anweisung am zweckmäßigsten ausgeführt werden kann. Berlin, Cawitzl.

Hubeny, Joseph (1835): Anleitung zur Bindung und Cultur des Flugsandes in Ungarn, mit Rücksicht auf die Landesverhältnisse. Mit einer lithographirten Zeichnung.

Pesth, Kilian, jun. v. Pannewitz, Julius (1832): Anleitung zum Anbau der Sandflächen im Binnen-Lande und auf den Strand-Dünen für Landwirthe, Waldbesitzer und Forstbeamte.

Marienwerder, Baumann. Witsch, Rudolph (1809): Praktischer Vorschlag wie das auf dem Reichstage 1807 zu Ofen im zwanzigsten Artikel sanctionirte Gesetz, betreffend die Urbarmachung des Flugsandes in Ungarn, auf die leichteste Art realisirt werden könne. Auf eigene Erfahrung gegründet (etc.), 2. Aufl., Ofen: königl. ungar. Universitäts-Schriften; Zitierlink: http://data.onb.ac.at/ABO/%2BZ171704501

Voraussetzungen und fachliche Anforderungen:
• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer
• optimal: Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit:
jederzeit

Betreuung:
Univ.-Prof. Dr. Verena Winiwarter

Investigating Uncertainty in Economy-wide Material Flow Accounts

Economy-wide material flow accounting (ew-MFA) is an established and harmonized methodological framework, which has been implemented into regular reporting by e.g., EUROSTAT, Statistics Austria or UNEP. Derived indicators are increasingly used in national and international policy arenas, for example in the European Union's resource efficiency and circular economy policy packages, in the Austrian resource efficiency plan and in the UN Sustainable Development Goals. Because of the growing significance of the ew-MFA method, further developing the framework by systematically assessing robustness and uncertainty of derived indicators has become an important and policy-relevant research frontier.

The topic for this master's thesis is an assessment and quantification of uncertainty for an existing ew-MFA estimation, for example for Austria or other countries of choice. The major task for this thesis will be a first step towards systematically evaluating and assessing sources of uncertainty in the underlying data sources used in ew-MFA (e.g. national production and trade statistics, assumptions in estimation procedures). For this purpose, it will be necessary to re-calculate an existing ew-MFA account and assess data quality on a sufficient level of detail. Such an assessment may also involve expert interviews and other semi-qualitative methods. The mathematical approach to quantifying uncertainty is based on known error propagation formulas.

The results of this master's thesis will have direct relevance for ongoing methodological developments and research projects in the field of Social- and Industrial Ecology. If successful, potential publication in an international peer-reviewed journal possible.

Required skills:
quantitative and analytical skills; knowledge of ew-MFA and statistics; completed courses: Sozialökologischen Methoden: Material- und Energieflussanalyse und Nachhaltige Entwicklung (814.507); introductory courses in statistics; experience with MS excel or similar software; willingness to critically engage with data sources and methodological framework.

Supervision:
Prof. Fridolin Krausmann & Dr. Dominik Wiedenhofer

Literature:

Fischer-Kowalski, M., F. Krausmann, S. Giljum, S. Lutter, A. Mayer, S. Bringezu, Y. Moriguchi, H. Schütz, H. Schandl, and H. Weisz. "Methodology and Indicators of Economy-Wide Material Flow Accounting: State of the Art and Reliability Across Sources." Journal of Industrial Ecology 15, no. 6 (December 2011): 855-76. doi.org/10.1111/j.1530-9290.2011.00366.x.

Krausmann, Fridolin, Heiz Schandl, Nina Eisenmenger, Stefan Giljum, and Tim Jackson. "Material Flow Accounting: Measuring Global Material Use for Sustainable Development." Annual Review of Environment and Resources 42, no. 1 (November 2017). doi.org/10.1146/annurev-environ-102016-060726.

Laner, David, Helmut Rechberger, and Thomas Astrup. "Systematic Evaluation of Uncertainty in Material Flow Analysis." Journal of Industrial Ecology 18, no. 6 (December 2014): 859-70. doi.org/10.1111/jiec.12143.

Konflikte um den Bau des Lobau-Tunnels aus Sicht der Politischen Ökologie

Betreuer: Christoph Görg

Kontakt: Christina Plank

Landnutzungskonflikte

Landnutzungskonflikte (z.B. Landgrabbing, Agrartreibstoffe) oder Ressourcenkonflikte (z.B. Bergbau) in verschiedenen Ländern und Regionen

Eine thematische Eingrenzung ist mit Absprache des Betreuers vorzunehmen.

Betreuung:
Christoph Görg

Marcheldkanal - ein Großprojekt im Spannungsfeld von Bewässerung, Wasserkraftnutzung und Naturschutz

Das Marchfeld bietet sich für eine umwelthistorische Arbeit als interessanter, bislang aus dieser Perspektive noch wenig erforschter Schauplatz an. Heute wird die nördlich der Donau und östlich der Stadt Wien gelegene Ebene (geologisch ein Teil des Wiener Beckens) intensiv durch Bewässerungslandwirtschaft genutzt. Der 1992 in Betrieb genommene Marchfeldkanal ist ein wichtiger Bestandteil dieses sozio-naturalen Arrangements; seine Planung und Umsetzung könnten im Zentrum einer Masterarbeit stehen, die umwelt- und technikhistorische Fragestellungen verbindet. Da das Grundwasserregime des Marchfelds untrennbar mit den Wasserständen der Donau verbunden ist, ergeben sich Interaktion mit anderen Gewässernutzungen - insbesondere den an diesem Flussabschnitt gebauten bzw. geplanten Wasserkraftwerken (Hainburg und Freudenau, aber auch weniger bekannten Projekten wie zB einem in den 1940er Jahren geplanten Kraftwerk bei Fischamend). Anhand des Quellenbestands lässt sich rekonstruieren, welche Sichtweisen und Wahrnehmungen von Natur den Argumenten technischer Experten für oder gegen bestimmte Lösungen zugrunde lag, und wie eine wachsende Sensibilität für bestimmte Umweltthemen die schlussendliche Ausgestaltung (ein künstlicher Kanal als "naturnahes" Gerinne!) entscheidend mitgeprägt haben.

Diese Arbeit ist eingebettet in den aktuellen Forschungsschwerpunkt zur Umweltgeschichte Österreichs und speziell zur Nutzung von Gewässerlandschaften am Institut für Soziale Ökologie.

Zu bearbeitende QuellenArchivbestände der Marchfeldkanal Betriebsgesellschaft (und weitere ausgewählte Archivquellen), ev. Oral-History-Methoden (Interviews mit Planern)

Voraussetzungen und fachliche Anforderungen
• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer
• optimal: Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Betreuung
Assoc. Prof. Mag. Dr. Martin Schmid

Möglichkeiten, Limitationen und Ressourcenbedarf globaler Aquakultur – Status Quo und ein Ausblick auf das Jahr 2050

Fische und andere Produkte aus Wildfang und Aquakultur sind eine wichtige Quelle für Proteine und Omega-3-Fette in der menschlichen Ernährung. Es wird erwartet, dass die hohen Wachstumsraten beim Fischkonsum sich auch in Zukunft fortsetzen (Béné et al., 2015).Gleichzeitig sind viele Fischarten überfischt und Fischerei hat negative Auswirkungen auf globale Wasser- und Landökosysteme. Zwar stellt Aquakultur eine Möglichkeit dar, den Druck auf die Weltmeere zu reduzieren, auch sie steht jedoch in der Kritik, etwa wegen übermäßigem Einsatz von Antibiotika und Pestiziden, sowie Umweltstress auf umliegende Ökosysteme (Klinger and Naylor, 2012; Ottinger et al., 2016). Zudem sind auch die meisten Aquakultursysteme auf die Zufuhr von Futtermitteln angewiesen (Pahlow et al., 2015).

Trotz dieser in Zukunft noch zunehmenden ökologischen Bedeutung ist Fisch in Studien zu Ernährungsgewohnheiten und der damit verbundenen Umweltauswirkungen (wie Landnutzung, Treibhausgasemissionen, Biodiversität) aktuell noch unterrepräsentiert. Im am Institut für Soziale Ökologie entwickelten globalen Biomasse-Bilanzmodell BioBaM (Erb et al., 2016) wird Fisch nur am Rande adressiert, eine Forschungslücke, die wir mit dieser Masterarbeit schließen möchten. Da die Befischung der Ozeane zunehmend an ihre Grenzen gelangt, stellt sich dabei insbesondere die Frage des Ressourcenbedarfs (v.a. Futtermittel) einer zukünftigen Steigerung der globalen Aquakultur unter verschiedenen Bedingungen (z.B. verschiedene Aquakultur- und Fütterungssysteme).

Die Masterarbeit sollte auf folgende zwei Teile umfassen: 1. einen umfassender Literaturüberblick über globale oder regionale Bewertungen des aktuellen Zustands der Aquakultur, mit Fokus auf Futtermittelbedarf und damit verbundene Treibhausgasemissionen, sowie eine Aufarbeitung der Aquastat-Statistiken der FAO. Darüber hinaus sollen in der wissenschaftlichen Literatur Szenarien zu zukünftiger Produktion und Konsum von Fisch und dem damit verbundenen Bedarf nach Futtermitteln, gesammelt und bewertet werden. Ziel ist es, einen strukturierten Literaturüberblick und eine Zusammenstellung verschiedener Daten und Prognosen zu Fischproduktion und –verbrauch sowie den damit verbundenen Ressourcen- und Futtermittelbedarf in den kommenden Jahrzehnten zu erstellen. 2. sollen, aufbauend auf der Literaturrecherche und Aquastat-Daten, verschiedene Szenarien zu globaler Fischproduktion und Fischkonsums berechnet bzw. modelliert werden. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit werden in das globale BioBaM-Modell einfließen.

Betreuer 
Dr. Andreas Mayer und Dr. Christian Lauk, Andreas.Mayer@boku.ac.at und Christian.Lauk@boku.ac.at

Beginn
ab sofort

Referenzen
Béné, C., Barange, M., Subasinghe, R., Pinstrup-Andersen, P., Merino, G., Hemre, G.-I., Williams, M., 2015. Feeding 9 billion by 2050 – Putting fish back on the menu. Food Sec. 7, 261–274. doi.org/10.1007/s12571-015-0427-z

Erb, K.-H., Lauk, C., Kastner, T., Mayer, A., Theurl, M.C., Haberl, H., 2016. Exploring the biophysical option space for feeding the world without deforestation. Nature Communications 7, 11382. doi.org/10.1038/ncomms11382

Klinger, D., Naylor, R., 2012. Searching for Solutions in Aquaculture: Charting a Sustainable Course. Annual Review of Environment and Resources 37, 247–276. doi.org/10.1146/annurev-environ-021111-161531

Ottinger, M., Clauss, K., Kuenzer, C., 2016. Aquaculture: Relevance, distribution, impacts and spatial assessments – A review. Ocean & Coastal Management 119, 244–266. doi.org/10.1016/j.ocecoaman.2015.10.015

Pahlow, M., van Oel, P.R., Mekonnen, M.M., Hoekstra, A.Y., 2015. Increasing pressure on freshwater resources due to terrestrial feed ingredients for aquaculture production. Science of The Total Environment 536, 847–857. doi.org/10.1016/j.scitotenv.2015.07.124

Natur und Umwelt in histographischen Gesamtdarstellungen Österreichs

Umweltgeschichte ist ein in Österreich erst seit kurzem institutionalisiertes Forschungsfeld, umwelthistorische Gesamtdarstellungen der Geschichte Österreichs gibt es bis dato nicht. Diese Masterarbeit soll wichtige Gesamtdarstellungen der Geschichte Österreichs (erschienen ab 1800, evtl. davor) aus umwelthistorischer Perspektive neu lesen. Mögliche Leitfragen dafür wären: Inwiefern spielen Natur und Umwelt in diesen Texten eine Rolle? Lassen sich dabei Muster erkennen? Lassen sich historische Zugänge identifizieren, die Natur und Umwelt eher in ihre Narrative einbauten? Gibt es Epochen, Regionen und Themen bei deren Darstellung häufiger mit naturalen Faktoren argumentiert wurde? Lassen sich Konjunkturen der Themen Natur und Umwelt in der Geschichte der österreichischen Historiographie nachvollziehen? Die Masterarbeit soll Forschungstraditionen und -ergebnisse identifizieren, an die eine zeitgemäße umwelthistorische Forschung über Österreich anknüpfen kann. Aus heutiger Sicht problematische Argumentationsmuster (wie Determinismen und Reduktionismen) sollten in der Arbeit reflektiert und kritisch diskutiert werden.


Voraussetzungen und fachliche Anforderungen
Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer

Interesse an der Geschichte der (österreichischen) Geschichtswissenschaften

Bereitschaft, sich mit Konzepten und Theorien der interdisziplinären Umweltgeschichte auseinanderzusetzen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Mögliche Kooperationen
Univ.Prof. Dr. Thomas Winkelbauer, Universität Wien

Betreuung
Univ.-Prof. Dr. Verena Winiwarter

Natur und Umwelt in Österreichs Geschichtsbüchern

Umweltgeschichte ist ein in Österreich erst seit kurzem institutionalisiertes Forschungsfeld, umwelthistorische Gesamtdarstellungen der Geschichte Österreichs gibt es bis dato nicht.

Diese Diplomarbeit soll wichtige Gesamtdarstellungen der Geschichte Österreichs (erschienen ab 1800, evtl. davor) aus umwelthistorischer Perspektive neu lesen. Mögliche Leitfragen dafür wären: Inwiefern spielen Natur und Umwelt in diesen Texten eine Rolle? Lassen sich dabei Muster erkennen? Lassen sich historische Zugänge identifizieren, die Natur und Umwelt eher in ihre Narrative einbauten? Gibt es Epochen, Regionen und Themen bei deren Darstellung häufiger mit naturalen Faktoren argumentiert wurde? Lassen sich Konjunkturen der Themen Natur und Umwelt in der Geschichte der österreichischen Historiographie nachvollziehen?

Die Diplomarbeit soll Forschungstraditionen und -ergebnisse identifizieren, an die eine zeitgemäße umwelthistorische Forschung über Österreich anknüpfen kann. Aus heutiger Sicht problematische Argumentationsmuster (wie Determinismen und Reduktionismen) sollten in der Arbeit reflektiert und kritisch diskutiert werden.

Notwendige Vorkenntnisse
Studium der Geschichte (2. Abschnitt); Interesse an der Geschichte der (österreichischen) Geschichtswissenschaften; Bereitschaft, sich mit Konzepten und Theorien der interdisziplinären Umweltgeschichte auseinanderzusetzen

Mögliche Kooperationen
Univ. Prof. Dr. Thomas Winkelbauer, Universität Wien

Kontaktperson
Univ.Prof. Ing. Dr. Verena Winiwarter

Organizing on-the-job-training and professional skill development for the Greek Island Samothraki

Erkenntnisziel / Forschungsfrage
Diese Masterarbeit soll zu dem Projekt SUSAKI beitragen, in welchem versucht wird, für eine griechische Insel einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu suchen und gefährlichen tipping points auszuweichen. Griechenland verfügt über kein duales Berufsbildungssystem, und in einer landwirtschaftlich geprägten periphären Region wie Samothraki verfügen die meisten handwerklich Arbeitenden über keine professionelle Ausbildung. Für qualifiziertere Aufgaben (zB. die Montage von Solarpanelen, Badezimmereinrichtungen oder Autoreparaturen) werden daher häufig Arbeitskräfte vom Festland in Anspruch genommen, während lokale Arbeiter kaum Einkommen erzielen. Gleichzeitig gab es einen Rückstrom von Personen, die als "Gastarbeiter" in Deutschland sehr gute Qualifikationen erworben haben, und die ihr Können weitergeben könnten, wären geeignete Voraussetzungen gegeben. Gibt es Möglichkeiten, die Qualifikationsstruktur der lokalen Arbeitskräfte zu verbessern? Gibt es dafür Ressourcen, die man in Anspruch nehmen könnte?

Methoden
Hier handelt es sich um eine explorative Studie, die Bereiche identifizieren sollte, in denen es eine hinreichende Nachfrage nach qualifizierter Arbeit auf der Insel gibt. Schön wäre wenigstens eine autorisierte Autoreparaturwerkstätte, die auch "Pickerln" vergeben kann, oder Spezialisten für elektrische und Wasserinstallationen, oder thermische Isolierung). Methodisch braucht es Gespräche mit Einheimischen (Übersetzung wird bereitgestellt), um unbefriedigten Bedarf zu identifizieren und potentielle Kandidaten zu finden und ideenreich geeignete Settings identifizieren. Dabei kann es sich um externe Unterstützungen (zB. seitens des Erasmus Programms) handeln, oder auch um lokale Kooperationen, mit denen sich Qualifizierungsprozesse gestalten lassen. Dazu gehört ein Literaturstudium ähnlich gelagerter Fälle. Man kann sich auch durchaus nur auf einen Ausschnitt konzentrieren (z.B. die Montage von Solarpanelen). Die Teilnahme an einer summer school auf der Insel ist unerlässlich.

Betreuung
Marina Fischer-Kowalski

Ökosystemleistungen

Ökosystemleistungen als Zugang zur Sozialen Ökologie in verschiedenen Ländern und Regionen

Eine thematische Eingrenzung ist mit Absprache des Betreuers vorzunehmen.

Betreuer
Christop Görg

Papierfabrikation in der k.u.k. Monarchie im Spiegel von Zeitschriften und Zeitungen

Als 1450 der Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden wurde, wurde damit die Grundlage für die "Gutenberg-Galaxis", für die moderne Wissensgesellschaft mit dem Buch als Leitmedium gelegt. Papier ist die materielle Grundlage dieser Entwicklung und damit von zentraler Bedeutung für die Modernisierung des 19. Jahrhunderts.

In der Habsburgermonarchie wurde viel Papier produziert, wobei sich die Fabrikation auf die gebirgigen Gegenden des heutigen Österreich konzentrierte. Papierfabrikation brauchte und braucht Ressourcen: Wasser, Holz, Energie, Zuschlagstoffe. In der online zugänglichen Zeitungs- und Zeitschriftendatenbank ANNO der Österr. Nationalbibliothek sind tausende Artikel zu Papierfabriken enthalten, unter anderem zu Produktinnovationen wie Wellpappe, zu neuen Herstellungsverfahren und zum internationalen Wissenstransfer (etwa mit England). Diese Masterarbeit soll auf Basis von Zeitungen und Zeitschriften wichtige Diskussionen und Innovationen in der österreichischen Papierindustrie seit dem Beginn des 19.Jahrhunderts mit einem umwelthistorischen Fokus auf Ressourcennutzung und -verbrauch verfolgen und darstellen. Sie kann eventuell in ein geplantes Forschungsprojekt eingebunden werden.

Mögliche Quellen
ANNO Volltextsuche "Papierfabrik" sowie die folgenden (teils in ANNO vorhandenen): Appeltauer, Franz (Hg.): Oesterreichisch-ungarische Papier-Zeitung techn. commerciellen Fachblatt zur Wahrung und Förderung der Interessen der heimischen Papier-Industrie. Wien: Gresser [1880 - 1888]

Bolt, Richard, Martiensen, Emil (Hrsg.): Centralblatt für die oesterr. -ungar. Papier-Industrie. Organ des Vereines des österr. - ungar. Papierfabrikanten. Wien: Ed. Musil [1. 1883 - 59. 1941. Ab 37. 1919 u.d.T.: Zentralblatt (Centralblatt) für die Papierindustrie; Ab 56. 1938. u.d.T.: Zeitschrift für Papier, Pappe, Zellulose und Holzstoff]

Dawidowsky, Ferdinand (Hrsg.): Die Papier-Industrie. Commercielles und techn. Organ für die PapierFabrication und ihre verwandten Zweige. Wien: Fromme [1. 1876 - 13. 1888]

Der österr.-ung. Papier- und Schreibwarenhandel: Organ des Verbandes österr. Papier- und Schreibwaren-Interessenten. Wien: Stern's Zeitungsverlag [3. 1893/9 - 30. 1920/10; Ab 30. 1920/12 - 33. 1923/1 u.d.T.: Papier- und Schreibwarenhandel; Ab 33. 1923/18 - 36. 1926/4 u.d.T.: Papier- und Schreibwarenanzeiger]

Gewerkschaftliche Rundschau. Organ des Reichsverbandes Deutscher Arbeiter der chemischen, der Papier- und Gummi-Industrie Oesterreichs. Dux: Gutenberg [1912 - 1913]

Gewerkschaft Druck und Papier, Österreich, Gewerkschaft der Arbeiter der Graphischen und Papierverarbeitenden Gewerbe, Freie Gewerkschaft der Arbeiter im Graphischen und Papierverarbeitenden Gewerbe, Reichsverein der Österreichischen Buchdruckerei- und Zeitungsarbeiter, und Journalismus Gewerkschaft Druck (Hg.): Vorwärts: Organ der Gewerkschaft Druck und Papier. Wien: Verl. d. Österr. Gewerkschaftsbundes, [1867 - 2006, 1934 - 1937 teils nicht erschienen; 1938 - 1944 nicht erschienen]

Papier- und Schreibwaren-Zeitung. Fachorgan für Papier- und Schreibwarenhandel und Industrie, Buchbinderei, Cartonnage-Fabrication (etc.). Wien: Kaiser [1. 1895/96 - 48. 1942, Ab 52. 1946 - 61. 1955 u.d.T.: Österreichische Papier-Zeitung]

Papier- und Schreibwaren-Zeitung: Organ für den Handel mit Papier, Papierwaren und Schreibwaren und für die gesamte Papier und Pappe verarbeitende Industrie. Wien: Papier- u. Buchgewerbl. Verl., [1895 - 1942; Ab 48./4 1942 - 50. 1944 u.d.T.: Papiergewerbe- und Schreibwarenzeitung / B; Ab 52. 1946 - 54./9,10 1948 u.d.T.: Österreichische Papierzeitung / B; Ab 54./11,12 1948 - 83. 1977 u.d.T.: Österreichische Papierzeitung]

Papierhändler-Zeitung. Fachblatt für den Papier- und Schreibwarenhandel und -Erzeugung; alleinige Zeitschrift der Wiener Papierhändler-Genossenschaft. Wien [1895 - 1906; Ab 1907 - 48./3 1942 u.d.T.: Papiergewerbe-Zeitung. Fachblatt für Papier, Schreibwaren- und Bürobedarf; Ab 48./4 1942 - 50. 1944 u.d.T.: Papiergewerbe- und Schreibwarenzeitung / A; 1945 nicht ersch.; Ab 52. 1946 - 78./13,14 1972 u.d.T.: Papierhändler-Fachblatt mit Bildpostkarten- und Büromaschinen-Rundschau ; Organ des österreichischen Fachhandels mit Papier, Büroartikeln und Schreibwaren; Ab 78./15,16 1972 - 92. 1986 u.d.T.: Papierhandelsfachblatt. PF ; das österreichische Fachmagazin für die gesamte PBS-Branche; 1987 u.d.T.: Bürobedarf, Organisation, Schreibwaren, Spiele. BOSS ; das österreichische Fachmagazin für die gesamte PBS-Branche]

Szigly, Josef (Hg.): Freie Kuenste. Fachblatt für Lithographie, Steindruckerei und Papier-Confection. Wien: Zamarski [1879-1914]


Literatur
Heidl, Erwin (1948): Die geographischen Grundlagen der österreichischen Papier-, Zellulose-, Holzstoff- und Papierindustrie und ihre Bedeutung für die österreichische Wirtschaft. Wien, Hochschule für Welthandel, Dissertation

Hromatka, Franz (1971): Strukturprobleme und Entwicklungstendenzen in der österreichischen Papierindustrie, Wien, Universität Wien, Dissertation

Jobst, Vinzenz (1988): Gewerkschaft Druck und Papier Kärnten 120 Jahre. Klagenfurt: Gewerkschaft Druck u Papier ua. Killian, Herbert (Hg.): 600 Jahre österreichisches Forstwesen im Spiegel alter Gesetze und Verordnungen : (14. - 19. Jahrhundert). Eigenverl. d. Inst. für Sozioökonomik d. Forst- u. Holzwirtschaft , Wien, 3 Bde.:
1.Bd. Kärnten, Krain, Küstenland, Lombardo-Venetien, Illyrien, Innerösterreich, FriaulKarst, Militärgrenze : Herrschaften Görz-Gradisca, Porcia, Gmünd-Sommeregg, Gotschee, Bamberg, Bleiberg, Lichtenfels. (2000);
2.Bd. Niederösterreich, Wien, Wienerwald, Eisenwurzen, Königreich Ungarn und Militärgrenze. (2001);
3.Bd. Oberösterreich, Eisenwurzen, Mühlviertel, Hausruckviertel, Innviertel, Herrschaften Frankenburg, Seisenburg und Kremsmünster Wien : Eigenverl. d. Inst. für Sozioökonomik d. Forst- u. Holzwirtschaft. (2001)

Scholz, Hermann (1932): Die österreichische Papier-, Zellulose-, Holzschliff- und Pappeindustrie. eine wirtschafts-geographische Betrachtung. Wien, Hochschule für Welthandel, Dissertation

Winiwarter, Verena, Knoll, Martin (2007): Umweltgeschichte. UTB.

Voraussetzungen und fachliche Anforderungen
• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer
• optimal: Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Betreuung
Univ.-Prof. Dr. Verena Winiwarter

Quantifizierung von Materialbeständen auf nationaler Ebene (diverse Länderstudien möglich)

Ziel der Masterarbeiten ist eine Quantifizierung der gesellschaftlichen Materialbestände eines jeweils ausgewählten Landes auf Basis vorhandener Daten aus der Materialflussrechnung (MFA) mit Hilfe des stock/flow Modells, das im laufenden MISO-Projekt entwickelt wurde. Es sind verschiedene Länderstudien denkbar, z.B. für Österreich, die USA, Japan, UK, Russland, China, Indien oder Südafrika. Auch andere Länder können je nach Interesse gewählt werden. Die Arbeiten können zudem Analysen der Zusammenhänge der berechneten Daten zu den Materialbeständen mit den jeweiligen ökonomische, sozialen, politischen oder ökologischen Besonderheiten des Landes sowie eine Interpretation ihrer Bedeutung für zukünftige Material- und/oder Energieflüsse oder Treibhausgasemissionen (Stichwort: lock-in Effekte) beinhalten. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit MISO sowie dem im Jahr 2018 beginnenden ERC-Projekt MAT_STOCKS und können bereits jetzt gestartet werden. Sie sind für Studierende mit guten Kenntnissen im Bereich gesellschaftlicher Stoffwechsel geeignet und erfordern sicheren Umgang mit großen Datenmengen sowie quantitativen Verfahren und die Bereitschaft, sich auf den Umgang mit Modellen einzulassen.

Betreuung
Dominik Wiedenhofer, Helmut Haberl, Fridolin Krausmann

Schädlinge im Forst: Naturwahrnehmung und Maßnahmen zur Bekämpfung in der ersten Hälfte des 19. Jlahrhunderts

Ausgehend von digital vorliegenden Quellenbeständen, insbesondere der von 1811-1850 erschienenen "Oekonomischen Neuigkeiten" soll untersucht werden, welche Forstschäden durch Schadorganismen in den Wäldern der k.u.k. Monarchie aufgetreten sind, wie über sie geschrieben wurde und welche Maßnahmen empfohlen bzw. auch umgesetzt wurden. Zu dieser Zeit entstandene Lehrbücher zur Forstwirtschaft bzw. andere Medien, wie die Österreichische Vierteljahresschrift für Forstwesen ab 1851 oder Österreichs Forst- und Jagdzeitung 1883-1939, sind dabei vergleichend einzubeziehen.

Als konzeptuelle Rahmensetzungen sind neben umwelthistorischen Arbeiten zum Umgang mit "Schädlingen" die Einteilung von Wissensbeständen nach Fleck und die in den letzten Jahren entwickelte Vorstellung von "Communities of Practice" zu nennen. Dieses Konzept wurde bislang nicht umwelthistorisch eingesetzt. Die Rolle der "schädlichen" Natur für die Herausbildung sozialer Zusammenhänge soll dabei untersucht werden. Die möglichst gut abgesicherte Betrachtung der Situation, auf die sie Bezug nimmt, ist dafür Voraussetzung, das heißt, Nachrichten über Schädlingskalamitäten, vor deren Hintergrund der Diskurs sich entwickelt, sind zu recherchieren. Als Methode wird die Analyse von historischen Texten verwendet. Eine kurze Einführung in die Methoden der Textanalyse finden Sie etwa hier www.thomasgransow.de/Fachmethoden/Quellen_interpretieren_1.htm (2016-11-18)

Mögliche Quellen (OENB, Digital vorhanden)
Oekonomische Neuigkeiten und Verhandlungen. Zeitschrift für alle Zweige der Land- und Hauswirthschaft, des Forst- und Jagdwesens im Oesterreichischen Kaiserthum. Hrsg. Christian Karl André u.a. Prag: Calve; 1811-1850

Österreichische Vierteljahresschrift für Forstwesen ab 1851 [z.T. frei auf archive.org, google books, google play]

Forstzeitung. 1883-1939. anno.onb.ac.at/cgi-content/anno
(Die Zeitschrift hat mehrfach den Namen gewechselt:
1883-1894: Forstzeitung. Zeitung für Forstwirthschaft und Holzhandel, Jagd und Fischerei;
1895-1920: Österreichische Forst- und Jagdzeitung;
1920-1939: Wiener allgemeine Forst- und Jagdzeitung;
1919-1941: Allgemeine Forstzeitung;
1941-1946: Der Gebirgsforst;
1946-1950: Allgemeine forst- und holzwirtschaftliche Zeitung)

Wessely, Joseph (1853): Die österreichischen Alpenländer und ihre Forste. Erster Theil: Die Natur, das Volk, seine Wirthschaft und die Forste der österreichischen Alpenländer http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10136609-2

Wessely, Joseph (1853): Die österreichischen Alpenländer und ihre Forste. Zweiter Theil: Forststatistik der österreichischen Kronländer: Kärnthen, Krain, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg. http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10136610-5

Literatur
Fleck, Ludwik (1980): Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Suhrkamp, Frankfurt am Main

Giesen, James C. (2009): 'The Truth about the Boll Weevil': The Nature of Planter Power in the Mississippi Delta. In: Environmental History 14: 683-704

Hölzl, Richard (2010): Historicizing Sustainability: German Scientific Forestry in the Eighteenth and Nineteenth Centuries. In: Science as Culture 19/4, 431 -460

Johann, Elisabeth (2004): Wald und Mensch: die Nationalparkregion Hohe Tauern (Kärnten).Verlag des Kärntner Landesarchivs; insbesondere: "Die Massenvermehrung des Borkenkäfers" S. 550ff.

Killian, Herbert (Hg.): 600 Jahre österreichisches Forstwesen im Spiegel alter Gesetze und Verordnungen : (14. - 19. Jahrhundert). Eigenverl. d. Inst. für Sozioökonomik d. Forst- u. Holzwirtschaft , Wien, 3 Bde.: 1.Bd. Kärnten, Krain, Küstenland, Lombardo-Venetien, Illyrien, Innerösterreich, FriaulKarst, Militärgrenze : Herrschaften Görz-Gradisca, Porcia, Gmünd-Sommeregg, Gotschee, Bamberg, Bleiberg, Lichtenfels. (2000); 2.Bd. Niederösterreich, Wien, Wienerwald, Eisenwurzen, Königreich Ungarn und Militärgrenze. (2001); 3.Bd. Oberösterreich, Eisenwurzen, Mühlviertel, Hausruckviertel, Innviertel, Herrschaften Frankenburg, Seisenburg und Kremsmünster Wien : Eigenverl. d. Inst. für Sozioökonomik d. Forst- u. Holzwirtschaft. (2001)

Rajan, S. Ravi (2006): Modernizing Nature. Forestry and Imperial Eco-Development 1800-1950. Oxford University Press on Demand

Schmid, Martin (1998), Magie in der Kolonie: Vom Umgang mit Schädlingen und Unkraut um 1600. In: IFF-Schriftenreihe Soziale Ökologie, 51, 89-112.

Wenger, Etienne (1998): Communities of Practice: learning, meaning and identity. Cambridge: Cambridge University Press. Vgl: wenger-trayner.com/wp-content/uploads/2012/01/09-10-27CoPs-and-systems-v2.01.pdf

Winiwarter, Verena, Knoll, Martin (2007): Umweltgeschichte. UTB.


Voraussetzungen und fachliche Anforderungen
• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer
• optimal: Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Betreuung
Univ.-Prof. Dr. Verena Winiwarter

Sustainable local income from tourism on Samothraki island?

Diese Masterarbeit soll zu dem Projekt SUSAKI beitragen, in welchem versucht wird, für eine griechische Insel einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu suchen und gefährlichen tipping points auszuweichen. Sie kann die auf SPSS gespeicherten Daten (und zum Teil Auswertungen) zweimaliger Touristenbefragungen (jeweils N=1500) nutzen und (zum Beispiel im Rahmen der summer school 2018) nach ergänzenden qualitativen Informationen Ausschau halten. Es gibt eine ausgezeichnete Masterarbeit von Nathalie Schwaiger (abgeschlossen 2016), an der man sich bezüglich Literatur und Methoden orientieren kann.

Eine der weiterführenden Fragen lautet, wie kann man erreichen, dass die vorhandenen Möglichkeiten optimal genutzt werden und den Inselbewohnern daraus ein ausreichendes Einkommen erwächst, ohne dass es zur Übernutzung der Natur und der vorhandenen Infrastrukturen kommt?

Für diese Masterarbeit bedarf es nicht nur der Fähigkeit und Bereitschaft zum Umgang mit quantitativen Daten, sondern auch Einfallsreichtum. Geboten wird Unterstützung seitens des Projektteams.

Betreuung
Marina Fischer-Kowalski, Simron J. Singh

Sustainable wastewater management on the Greek island of Samothraki

Erkenntnisziel / Forschungsfrage
Diese Masterarbeit soll zu dem Projekt SUSAKI beitragen, in welchem versucht wird, für eine griechische Insel einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu suchen und gefährlichen tipping points auszuweichen. Ein wichtiges Thema ist die geeignete Entsorgung des wastewater der beiden lokalen Campingplätze, deren Legalisierung von der Lösung dieses Problems abhängt. Die Masterarbeit sollte die bisherigen "Lösungen" qualitativ und grob quantitativ beschreiben und mögliche Alternativen (organische Klärung, Versickerungslösungen etc.) anhand von einschlägiger Literatur unter gegebenen Verhältnissen diskutieren.

Methoden
Gespräche mit Zuständigen in der Gemeindeverwaltung (Übersetzer wo nötig werden bereitgestellt) und Erkundung der Gegebenheiten durch Beobachtung sollen ein Bild der derzeitigen Verhältnisse und der Überlegungen der Beteiligten ermöglichen. In Frage kommende Alternativen sind anhand der technischen Literatur zu diesem Thema zu diskutieren und womöglich auch vor Ort einer ersten Prüfung zu unterziehen. Die Teilnahme an der summer school 2018 auf der Insel und Beteiligung am entsprechenden Modul ist unerlässlich.

Kontakt und Betreuung
Marina Fischer-Kowalski und Dominik Noll

The communal camping ground of Samothraki: preservation of a local commons or a case for private investment?

This master thesis would be part of the ongoing project SUSAKI, financed by the Austrian FWF, that seeks to find a sustainable development path for the Greek island of Samothraki,

The future character of the large camping site in a forest at the beach, home to almost 50% of Samothraki tourists, is under question. The Samothraki commune, owner of this land, has for the last three years allowed Zathay, a non-profit local socioeconomic cooperative, to take some responsibility for the camping ground and run the café. Now it considers to invite private investors to take over. Zathay stands for gradual and soft improvements while maintaining the natural, socially inclusive and liberal character of the site. A private businessman/investor will modernize the place following an economic logic securing substantial return on investment, thereby possibly harming some of the specific qualities of this site. In August 2017, we performed a survey to explore the preferences of the users of this camping ground and inform the municipal council of its results. Over 500 questionnaires have been collected, and the data are ready for analysis.

Many of the questions asked correspond to earlier tourist surveys (in 2008 and 2015); so campers can be compared with other tourist groups.

There is a broad range of alternative ways to approach the subject matter. At an early stage, though, there should be first results on campers' attitudes and preferences to be communicated to the municipality who has to take a decision about the next contract for the camping ground.

Kontakt und Betreuung
Marina Fischer-Kowalski, Dominik Noll

The ecology and economics of waste, or: The Samothraki waste story

Erkenntnisziel / Forschungsfrage
Einfache Agrargesellschaften sind durch Kreislaufwirtschaft gekennzeichnet. Die nicht für menschliche oder tierische Nahrung verwertbaren Teile der Ernte, die Exkremente von Menschen und Tieren sowie deren Kadaver werden zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt oder neben Holz als Brennmaterial verwendet. Essensreste werden Tieren verfüttert. Nicht mehr genutzte Baumaterialien werden als solche wiederverwertet. Die wenigen metallischen Gegenstände werden lange genutzt und repariert, oder gegebenenfalls anderweitig weiterverwendet. Sonstiges nicht-verrottbares Material gibt es kaum. Eine solche Gesellschaft war Samothraki bis vor wenigen Jahrzehnten, und das hat die Umgangsformen mit Abfällen noch für lange Zeit danach geprägt. Mit der schrittweisen Einbeziehung der Insel in die fossilenergetisch geprägte Industriegesellschaft und beginnenden Tourismus ab den 1960er Jahren änderte sich deren gesellschaftlicher Stoffwechsel: importierte Industrieprodukte und die Abfälle von Touristen erzeugten zunehmende Mengen an nicht-verrottbaren Abfällen, mit denen lange versucht wurde, auf die "traditionelle Art" umzugehen: Verbrennung unter freiem Himmel. Heute versucht sich die Kommune an Vorschriften der EU zu halten und exportiert zu erheblichen Kosten alle Abfälle auf das Festland in eine Deponie. Das Bemühen von Susaki richtet sich darauf, das Lernen getrennter Müllsammlung auf der Insel zu unterstützen und insbesondere organische Abfälle (ca 50% des Gesamtvolumens) auf der Insel selbst zu kompostieren uns somit die Kommune zu entlasten. Aufgabe dieser Masterarbeit ist es, diese Geschichte anhand von Interviews mit Bewohnern etwas genauer nachzuzeichnen und für die Gegenwart die zT vorliegenden Mengen- und Kostenangaben systematisch zu ergänzen.

Es wäre auch denkbar, diese Aufgabe für 2 Masterarbeiten zu vergeben, wobei eine sich stärker auf die Rekonstruktion der Geschichte und die Auseinandersetzungen um den Müll konzentriert, während die andere die Mengen und Kosten in der Gegenwart (und mögliche Alternativszenarios) fokussiert. Teilnahme an einer summer school auf der Insel ist erforderlich.

Methoden
Für die historische Rekonstruktion bedarf es neben Literaturstudiums einiger Interviews mit älteren Personen und Zuständigen in der Gemeindeverwaltung (letztere sind auch für die quantitativen Fragen erforderlich) sowie des Aufarbeitens zT. bereits vorliegender quantitativer Daten. Ein Vergleich der Mengen (Müllfraktionen pro Einwohner, und pro Übernachtung von Touristen) sowie der Kosten pro Tonne mit Erfahrungswerten aus der Literatur wäre empfehlenswert.

Betreuung
Dominik Noll, Marina Fischer-Kowalski

Umweltaspekte oder andere Aspekte der Politischen Ökologie

Fragen der Umweltgerechtigkeit oder andere Aspekte der Politischen Ökologie, z.B. Fragen der demokratischen Gestaltung, Umsetzung der SDGs, Rolle von Interessenvertretungen (z.B. Gewerkschaften), sozialen Bewegungen, NGOS, in sozial-ökologischen Konflikten

Eine thematische Eingrenzung ist mit Absprache des Betreuers vorzunehmen.

Betreuer
Christoph Görg

Umweltauswirkungen des Schienentransports in Österreich seit der Industrialisierung

Die "Industrielle Revolution" rollte - spät aber doch - auch über die k.u.k. Monarchie und danach durch die Erste Republik Österreich. Das Eisenbahnnetz und sein Ausbau waren eine wesentliche Triebkraft der Verbreitung industrieller Produktionsweisen, aber auch ihre Voraussetzung. Dabei wurden gerade in alpinen Landschaften auch große Veränderungen vorgenommen.
Das Bahnnetz ist aus wirtschafts-, technik- und sozialhistorischer Sicht gut bearbeitet, für diese Masterarbeit interessieren die zeitgenössische Wahrnehmung und heutige Einschätzung Umweltauswirkungen des Schienentransports, von der Herstellung der Schienenwege und Fahrzeuge bis zu Betrieb und Entsorgung. Dabei ist der Umstellung von Dampf auf Diesel und elektrischen Strom und deren Auswirkungen ebenso nachzugehen wie Fragen nach dem Einfluss von Tunnels und Talübergängen auf sensible alpine Ökosysteme.
Die Arbeit beruht auf der Lektüre zeitgenössischer Literatur und wird quantitative und qualitative Auswertungen beinhalten. Sie ist ein Beitrag zur Umweltgeschichte Österreichs und stützt sich unter anderem auf die Einträge der EHDA
http://www.umweltgeschichte.aau.at/index,3182,EHDA.html?value=de


Sie ist besonders für Personen mit Interesse an der Lektüre von zeitgenössischem Material zu
Eisenbahnen interessant.

Kontakt
Verena Winiwarter

Umweltgeschichte(n) des ERP-Europaen Recovery Programms ("Marshall Plan") in Österreich

Als die Alliierten Besatzungsmächte 1945 nach Österreich einmarschierten, fanden sie ein Land mit
zerstörter Infrastruktur und einer nur schwer zu versorgenden Bevölkerung vor. Engpässe an
Rohmaterialien, Nahrungsmittel, Erzen, Kohle, Elektrizität, Treibstoffen und Textilien dominierten die
unmittelbare Nachkriegszeit. Der Wiederaufbau ab 1947 blieb angesichts des Mangels an Devisen
und Ernteausfällen hinter den Erwartungen zurück. Im Juni 1947 präsentierte US-Außenminister
George C. Marshall eine Friedensvision für Europa, die mit dem Versprechen von beträchtlichen
Dollarsummen für ein "European Recovery Program" (ERP) einhergingen. In den Jahren 1948 bis
1952 wurden 711,8 Millionen US Dollar nach Österreich transferiert und von der Bundesregierung für
Wiederaufbauprojekte eingesetzt. Das ERP war von einem globalhistorisch einzigartigen Wissensund
Technologietransfer begleitet, der die Qualität und Quantität regionaler, technologischer
Machbarkeit transformierte. Insbesondere im ländlichen Raum wurde "Natur" als Ressource für
touristische-, agrarische- oder forstwirtschaftliche Wertschöpfungsprozesse wahrgenommen. Das
ERP hatte zum Ziel durch paralleles, lokales Wirtschaftswachstum in peripheren Wirtschaftsgebieten
der österreichischen Außenhandelsbilanz Devisen zuzuführen.
Eine Masterarbeit zu den lokalen, längerfristigen Wirkungen des ERPs auf Agraröko- und
Gewässersysteme in Österreich ist für Studierende zu empfehlen, die Interesse daran haben,
sozialökologische oder umwelthistorische Konzepte (Kolonisierung, sozialer Metabolismus, sozionaturaler Schauplatz) anhand zeithistorischer Quellen umzusetzen.
Im Zuge von einer Masterarbeit steht die aktenbasierte Rekonstruktion eines regionalen Projektes
aus der Land-, Forstwirtschaft oder dem Tourismus im Vordergrund. Aktenbestände dazu finden sich
im Österreichischen Staatsarchiv und/oder den betreffenden Landesarchiven. Die Einbettung der
Rekonstruktion des bearbeiteten Projektes in die zeitgenössische mediale Berichterstattung (Film,
Tageszeitung, Tourismuswerbung) wäre wünschenswert. Alternativ dazu kann in Absprache mit der
betreuenden Person auch eine quantifizierende sozialmetabolische Kontextualisierung des Projektes
erfolgen.

Vorgehensweise
1. Auf der Basis der Publikation "ERP-Aktualitäten", herausgegeben von der Economic CooperationAdministration (ECA), lagernd in der Österreichische Nationalbibliothek soll ein land-, forst-, energieodertourismuswirtschaftlicher Hotspot in Österreich identifiziert werden. Stichworte können sein:a. Traunregulierung in Ebenseeb. Land- und forstwirtschaftliche Neulandgewinnungsprojekte in Kärntenc. Versuchsgärten für Hybridpappeln in Niederösterreichd. Seilbahn- und Hotelbauten im Lechtal, Paznauntal, Ötztal oder dem Inntale. Laufkraftwerke an Enns, Drau, Salza u.a.

2. Ist das zu rekonstruierende Projekt mit der Betreuungsperson vereinbart, folgen das Studium derreichlich vorhandenen Sekundärliteratur und der Besuch des zuständigen Archives.
Der Fokus der Archivrecherche soll liegen auf:
(a) der Einbettung des Projektes in regionalplanerische und sektoraleÜberlegungen und
(b) lokalen erwünschten und unerwünschten Nebenwirkungen des Projektes (z.B.Beschäftigungseffekte, Devisenbeschaffung, Naturschutzkonflikte, Konflikte und Konvergenzenunterschiedlicher Projekte, Langzeitfolgen, etc.)

3. Die Einbettung der Rekonstruktion des bearbeiteten Projektes in die zeitgenössische medialeBerichterstattung (Film, Propagandafotografie, Tageszeitungen, Tourismuswerbung oderNaturschutzmedien) erfolgt als ergänzender Schritt der Masterarbeit. Interessierte Studierende sollten sich darüber im Klaren sein, dass regionalhistorische Schriftenreihen immer wieder geneigt sind, Zusammenfassungen gelungener Masterarbeiten abzudrucken.

Einführende Literatur
Anton Baier, Der Marshallplan unter besonderer Berücksichtigung Österreichs. Masch. Diss. Wien 1949.

Günter Bischof, Images of the Marshall Plan. Films, photographs, exhibits, posters. Innsbruck 2009.

Günter Bischof, Dieter Stiefel (Hg.), 80 Dollar. 50 Jahre ERP-Fonds und Marshall-Plan in Österreich 1948 - 1998. Wien 1999.

Ernst Langthaler, Agrarwende in den Bergen: Eine Region in den niederösterreichischen Voralpen(1880-2000). In: Bruckmüller, Ernst / Hanisch, Ernst / Sandgruber, Roman (Hg.), Geschichte derösterreichischen Land- und Forstwirtschaft im 20. Jahrhundert, Bd. 2: Regionen, Betriebe, Menschen,Wien 2003, 563-565.

Economic Cooperation Administration (Hg.), Austria Country Study, European Recovery Program. Washington 1949.

Francesca Fauri, Paolo Tedeschi (Hg.), Novel Outlooks on the Marshall Plan. American Aid andEuropean Re-Industrialization. Brüssel 2011.

Roman Fried, Marshall Plan und österreichischer Wiederaufbau. Masch. Dipl. Wien 2010. Abrufbar unter: http://othes.univie.ac.at/10266/

Robert Groß, Wie das ERP (European Recovery Program) die Entwicklung des alpinen, ländlichen Raumes in Vorarlberg prägte. IFF Social Ecology Working Papers.

John Gimbel, The Origins of the Marshall Plan. Stanford University Press, Stanford 1976.

Josef Haas, 60 Jahre Marshall Plan - eine Würdigung aus Österreichischer Sicht. In: Geldpolitik &Wirtschaft. Quartalsheft zur Geld- und Wirtschaftspolitik, 2. Wien 2007.

Alan S. Milward, The Reconstruction of Western Europe 1945-1951. Cambridge University Press,Cambridge 1984.

David S. Painter, The Marshall Plan and Oil. In: Cold War History 9/2, 2009, S. 159-175.

Johan Schot, Frank Schipper, Experts and European Transport Integration, 1945-1958. In: Journal ofEuropean Public Policy 18/2, 2011, S. 274-293.

Imanuel Wexler, The Marshall Plan Revisited. The European Recovery Program in Economic Perspective. London 1983.


Methodik
Arbeit mit historischen Quellen und Literatur; Arbeit mit Daten aus (tlw. historischen)statistischen Publikationen, Erstellung von Zeitreihen mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen wie Excel.

Notwendige Vorkenntnisse
Studium der Geschichte (idealiter mit Schwerpunksetzung auf Wirtschaft- und Sozialgeschichte oder Technikgeschichte), der Sozial- und Humanökologie (mit Schwerpunkt Umweltgeschichte) oder der Internationalen Entwicklung; ggf. Besuch geeigneter Lehrveranstaltungen vor Beginn der Arbeiten; Interesse an der österreichischen Geschichte des 20.Jahrhunderts; Bereitschaft, sich mit Konzepten und Theorien der sozial-ökologischen Umweltgeschichte auseinanderzusetzen.

Kontakt
Robert Groß

Umweltgeschichten im Traisental - Schulmaterialien

Die Erstellung von Arbeitsmaterialien für Schulen ist eine Aufgabe, die besonders Personen mit Interesse an der Didaktik interdisziplinärer Ansätze reizen wird. Auf der Basis der EHDA (Umwelthistorische Literaturdatenbank, www.umweltgeschichte.uniklu.ac.at/index,3182,EHDA.html ) und eigener Recherchen wird diese Masterarbeit die relevante Literatur zur Umweltgeschichte des Traisentals aufsuchen, kurze Zusammenfassungen
davon für ein Lehrerhandbuch erstellen und 4‐5 Umweltgeschichten auswählen, für die nach dem Muster bereits bestehender Materialien Arbeitsblätter für den fächerübergreifenden Unterricht erstellt werden. Die Muster dieser Arbeitsblätter sind unter www.umweltgeschichte.uniklu.ac.at/index,3992,Arbeitsblätter.html abrufbar. Die Suche nach Bildmaterial und Quellentexten ist dabei ebenso Bestandteil der Arbeit wie die sorgfältige Prüfung der existierenden Sekundärliteratur, die durch eigene Recherchen zu ergänzen ist.

Spezielle Vorkenntnisse
keine, didaktische Kompetenz von Vorteil (z.B. Lehramtsstudium oder Studium der Umweltpädagogik)

Betreuerin
Univ.‐Prof. Ing. Dr. Verena Winiwarter

Umweltgeschichten zum Bergbau in Österreich seit prähistorischer Zeit - Schulmaterialien

Die Erstellung von Arbeitsmaterialien für Schulen ist eine Aufgabe, die besonders Personen mit Interesse an der Didaktik interdisziplinärer Ansätze reizen wird. Auf der Basis der EHDA (Umwelthistorische Literaturdatenbank, www.umweltgeschichte.uniklu.ac.at/index,3182,EHDA.html ) und eigener Recherchen wird diese Masterarbeit die relevante Literatur zur Umweltgeschichte zum Bergbau in Österreich seit prähistorischer Zeit aufsuchen, kurze Zusammenfassungen davon für ein Lehrerhandbuch erstellen und mehrere Umweltgeschichten auswählen, für die nach dem Muster bereits bestehender Materialien Arbeitsblätter für den fächerübergreifenden Unterricht erstellt werden. Muster solcher Arbeitsblätter sind unter www.umweltgeschichte.uni-klu.ac.at/index,3992,Arbeitsblätter.html abrufbar. Dabei ist auf die Abdeckung wichtiger bergbaulich gewonnener Güter zu achten: Eisen (Erzberg), Gold (Rauris), Blei (Arnoldstein), Kupfer (Brixlegg) und Talk (Lassing) bieten sich als Beispiele an. Die Suche nach Bildmaterial und Quellentexten ist dabei ebenso Bestandteil der Arbeit wie die sorgfältige Prüfung der existierenden Sekundärliteratur, die durch eigene Recherchen zu ergänzen ist.


Spezielle Vorkenntnisse

keine, didaktische Kompetenz von Vorteil (z.B. Lehramtsstudium oder Studium der Umweltpädagogik)

Betreuerin
Univ.-Prof. Ing. Dr. Verena Winiwarter

Wie nachhaltig war Nürnberg im 15. Jahrhundert? Ein Beitrag zur Diskussion um nachhaltige Stadtentwicklung.

Städte sind zentrale Akteure einer nachhaltigen Entwicklung. Für die Abschätzung, ob sie nachhaltig sind, wird ihr Stoffwechsel, ihr Austausch mit dem Umland herangezogen. Sehr selten ist es möglich, solche Untersuchungen für Zeiten vor dem 20. Jahrhundert vorzunehmen. Durch eine gedruckt vorliegende Quelle zu Nürnberg, das "Baumeisterbuch" ist es möglich, einige Schritte in Richtung einer solchen Abschätzung zu gehen.
Diese Masterarbeit wird den Stand des Wissens über städtische Bautätigkeiten aus der verstreuten Literatur erarbeiten und dann anhand des Baumeisterbuchs eigene Abschätzungen vornehmen.
Der Stand des Wissens zur Umweltgeschichte der Städte ist gut, auch zu Nürnberg im 15. Jahrhundert existieren einige grundlegende Publikationen, die bei einer bibliographischen Recherche zu Beginn der Arbeit zu identifizieren sind.

Zu bearbeitende Quelle
Matthias Lexer, Friedrich von Weech (ed.), Endres Tuchers Baumeisterbuchder Stadt Nürnberg (1464-1475) (Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart 64, Stuttgart 1862).

Voraussetzungen und fachliche Anforderungen
• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer
• optimal: Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Betreuung
Univ.-Prof. Dr. Verena Winiwarter und Univ.-Prof. Dr. Fridolin Krausmann,
Erstbetreuung wird je nach Vorbildung und fachlichem Schwerpunkt der Arbeit festgelegt.

Zur Rolle von Frauen in der Formierung der österreichischen Umweltbewegung, ca. 1970-1190

Die Geschichte der österreichischen Umweltbewegung ist im Grunde bis heute nicht geschrieben. Das wenige, was es dazu publiziert gibt, geht wiederum auf die Rolle von Frauen in der Formierung der Umweltbewegung kaum bis gar nicht ein. Diese Masterarbeit zielt also auf das Füllen einer Forschungslücke in der Forschungslücke. Auf Basis einer Literaturrecherche zu anderen Ländern sollen Hypothesen gebildet werden, in welchen konkreten Kontexten Frauen in der österreichischen Umweltbewegung aktiv waren. Gab es Verbindungen zu anderen zeitgenössischen "Neuen sozialen Bewegungen" wie der Frauen- oder Friedensbewegung. Was hat Frauen aus unterschiedlichen sozialen und politischen Milieus dazu motiviert, sich zu engagieren? Die Hypothesen aus dem Literaturstudium sollen in der empirischen Arbeit überprüft werden. Dazu zählen nach Möglichkeit selbst geführte (halbstrukturierte) Oral-History-Interviews einerseits und anderseits die Auswertung eines bereits bestehenden, vor kurzem im Rahmen eines Forschungsprojekts erstellten Materialbestands zum Thema.

Diese Arbeit ist eingebettet in den aktuellen Forschungsschwerpunkt zur Umweltgeschichte Österreichs und speziell zur Geschichte der österreichischen Umweltbewegung am Institut für Soziale Ökologie.

Zu bearbeitende Quellen
Oral History Interviews, ein eigener Bestand am Niederösterreichischen Landesarchiv (zu verifizieren)

Voraussetzungen und fachliche Anforderungen
• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer
• optimal: Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Betreuung
Assoc. Prof. Mag. Dr. Martin Schmid

Zur Umweltgeschichte des Kleeanbaus in der Habsburgermonarchie im 18. und 19. Jahrhundert

Die stickstofffixierenden Eigenschaften von Leguminosen wie dem Klee waren schon in der römischen Antike bekannt, gerieten dann aber in Vergessenheit und wurden im 18. Jahrhundert quasi "wiederentdeckt". Klee ist für eine nachhaltige Landwirtschaft ohne chemisch hergestellten Stickstoffdünger sehr wichtig. Wir wissen sehr wenig darüber, wie der Kleeanbau sich im heutigen Österreich ausgebreitet hat, mit welchen Argumenten er empfohlen wurde und wer die ersten Kleeverwender waren.

In der Austrian Books Online - Bibliothek der Österreichischen Nationalbibliothek sind etliche Werke digital verfügbar, die sich mit dem Anbau von Klee beschäftigen. In dieser Masterarbeit soll anhand einer Recherche in der agrargeschichtlichen Forschungsliteratur zunächst dargestellt werden, was zum Kleeanbau in Österreich bekannt ist. Die genannten digital verfügbaren Quellen sind anschließend textanalytisch daraufhin auszuwerten, welche Vorschläge sie machen, wie sie diese Vorschläge begründen und welches Naturbild dadurch zum Ausdruck gebracht wird. Dazu sind, z.B. mit Hilfsmitteln wie dem online verfügbaren Personenlexikon ("Wurzbach") die Autoren zu identifizieren, durch Suche in Bibliothekskatalogen weitere Werke zu identifizieren und gegebenenfalls zu Vergleichszwecken heranzuziehen. Mit Hilfe von Literatursuche ist ferner möglichst viel verortbares Material zur Praxis des Kleeanbaus zu identifizieren und je nach Umfang desselben ganz oder in Teilen auszuwerten.

Zu bearbeitende Quellen
Bernard, Johann (1822): Skizze des Kleinstaler-Meyerhofes und des dort eingeführten regelmäßigen Klee-Anbaues verbunden mit unausgesetzter Stallfütterung.

Joseph Krauß, Prag Friese, Christianus Fridericus (1716): Trifolium fibrinum. Fieberklee. Erfordiae. Joh. Henrici Groschii königl. Ökonomisch-patriotisch Gesellschaft im Königreiche Böheim (Hg.) (1799): Abhandlungen die Verbesserung der Landwirthschaft betreffend. Für das Jahr 1799. Johann Herrlischen, Prag data.onb.ac.at/ABO/%2BZ24436805 [Weitere Erscheinungsjahre 1797 - 1808: Standort ÖNB]

N. N. (1792): Neues Noth und Hilfsbüchlein für den Bauersmann oder kurzer doch gründlicher Unterricht von der Rindviehzucht bey verbesserten Wiesen und Gräsern bey angebauten Brachen mitKlee, bey zertheilten Weiden und Stallfütterung nebst einigen Haus- und Heilmitteln wider gemeinere Viehkrankheiten. Karl. Fried. Walliser, Klagenfurt

N. N. (1789): Sehr wichtige Erinnerungen bey dem Gebrauche des Kleefutters, sammt einem Anhang über die besten Futterkräuter. Aus den besten ökonomischen Schriften und Erfahrungen zusammengezogen. Dann einer Abhandlung über die schädlichen Kräutergattungen von Joseph Arnold von Lewenau.

Heubner Sausanus, Nepomuk Caspar Pieter (1724): Der edle Scharbocks- oder Fieber-Klee, Das ist: kurtze Beschreibung Des herrlichen Nutzens und Gebrauchs dieses Krauts. Laurentius, Leipzig und Görlitz [auch als: Der edle Scharbocks-oder Fieber-Klee, das ist kurtze Beschreibung des Nutzens und Gebrauchs dieses Krauts.hrsg. von N. K. P. S., Budißin und Görlitz: Richter 1725]


Literatur
Brauneis, Lothar (1953): Zur Geschichte des Kleebaus in Niederösterreich. In: Unsere Heimat: Zeitschrift für Landeskunde von Niederösterreich, 24, S. 23-25

Schröder-Lembke, Gertrud (1978): Studien zur Agrargeschichte. Quellen und Forschungen zur Agrargeschichte Band 31. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart - New York

Winiwarter, Verena, Knoll, Martin (2007): Umweltgeschichte. UTB.


Voraussetzungen und fachliche Anforderungen
• Studium der Geschichtswissenschaft, der Sozial- und Humanökologie oder verwandter Fächer
• optimal: Kenntnisse in der Recherche/Auswertung historischer Quellen

Beginn der Arbeit
jederzeit

Betreuung
Univ.-Prof. Dr. Verena Winiwarter und Univ.-Prof. Dr. Fridolin Krausmann, Erstbetreuung wird je nach Vorbildung und fachlichem Schwerpunkt der Arbeit festgelegt. Anfragen zur Betreuung bei Verena Winiwarter oder Fridolin Krausmann