Auswahl an projektspezifischen Webseiten

Eine vollständige Liste mit Kurzdarstellungen aller laufenden und abgeschlossenen Projekten finden Sie überfolgenden Link:

Forschungsinformationssystem FIS

swarm - Stärkung der Master Curricula im Bereich des Wasserressourcenmanagements für die Hochschuleinrichtungen des Westbalkans und der Interessensvertreter

Das übergeordnete Ziel des Projekts „swarm“ ist die Ausbildung von Experten im Bereich des Wasserressourcenmanagements im Westbalkan (WB) in Abstimmung mit den nationalen und EU Richtlinien.

Spezielle Ziele:
-Verbesserung der Kompetenzen und Fähigkeiten der teilnehmenden Hochschulen (HEI) durch die Entwicklung neuer und innovativer Masterprogrammen im Bereich des Wasserressourcenmanagements basierend auf den Bologna Anforderungen und den nationalen Akkreditierungsstandards bis Oktober 2021

-Planung und Implementierung von sieben neuen Laboren in teilnehmenden WB HEI in Kooperation mit EU Projektpartnern bis November 2019

-Entwicklung und Implementierung von „lebenslangen“ Lernkursen im Wassersektor in Abstimmung mit der EU Wasserrahmenrichtlinie bis Jänner 2021

Das Projekt wird co-finanziert durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union.

Weitere Informationen sind verfügbar unter:
http://www.swarm.ni.ac.rs/

HyMoCARES - HydroMorphological assessment and management at basin scale for the Conservation of Alpine Rivers and related Ecosystem Services

Die Flusskorridore sind die vom Menschen am meisten beanspruchten Landschaftselemente der Alpen. Während der Mensch seit jeher über die Nutzung von Ökosystemdienstleistungen (ÖD) Vorteile von den Flusskorridoren bezieht, gerieten viele Flusskorridore durch anthropogene Nutzungen unter Druck oder deren Zustand verschlechterte sind deutlich. Um die ÖD zu erhalten oder wiederherzustellen, müssen die Effekte der anthropogenen Nutzungen auf die ÖD verstanden und bewältigt werden. Insbesondere hydromorphologische Prozesse haben eine Schlüsselrolle in der Erhaltung von Habitaten und für die ökologische Durchgängigkeit und stehen in Zusammenhang mit strategischen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Hochwasserschutz, Energieproduktion, Artenschutz und Erholungsfunktion. Es werden daher geeignete Ansätze benötigt, um die Zusammenhänge zwischen Nutzungen, hydromorphologischen Prozessen und die Verfügbarkeit von ÖD zu klären und um ÖD der Bevölkerung transparent darzulegen, Konfliktlösungen zu unterstützen und kosteneffiziente Maßnahmen zu finden. Das Projekt wird einen bisher nicht verfügbaren konzeptionellen Rahmen erarbeiten, sowie einsatzfähige Werkzeuge mit neuen Methoden, um ÖD in die Planung und in das Management der alpinen Flussgebiete zu integrieren. Ein spezielles Augenmerk liegt auf die Hydromorphologie beeinflussende Faktoren, einschließlich der Sedimentdurchgängigkeit und unter Einbeziehung der lokalen Skalenebene wie auch jener des gesamten Einzugsgebiets. Aktuelle Prozesse der Planung und des Managements, in welche der erarbeitete Ansatz integriert werden kann, werden identifiziert. Die Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren sichert den Eingang der Projektergebnisse in zukünftige Planungs- und Managementprozesse. Um die Anwendbarkeit auf alle Staaten des Alpenraums zu gewährleisten, ist ein transnationales Netzwerk aus Entscheidungsträgern, Beamten, Praktikern mit Planungs- und Managementaufgaben auf verschiedenen Ebenen, als auch Experten eingebunden. HyMoCARES dauert von November 2016 bis Oktober 2019 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Interreg-Alpenraumprogramm mit einer Gesamt-Fördersumme von € 2.103.433,37 mitfinanziert.

Link zur Projekt-Homepage: http://www.alpine-space.eu/projects/hymocares/en/home

ResInfra@DR - Facilitating macro-regional scope and link up to socio-economic actors of Research Infrastructure in the Danube Region

Angesichts eines immer komplexeren und differenzierten Innovations- und Forschungsförderungsmixes in der Donau Makroregion, gepaart mit den gegenwärtigen Umständen der Finanzkrise, die die Investitionen des öffentlichen Sektors stark beeinträchtigen, ist das Fehlen einer adäquaten Ex-ante-Überprüfung, Programmen und speziell auf Forschungsinfrastrukturen (RI) ein ernsthafter Engpass für das gesamte STI-Finanzierungssystem und der Innovationsmanagementzyklus.

Angesichts der Bemühungen, neue Forschungsinfrastrukturen (RI) zu schaffen, bestehende zu verbessern oder ihre Funktionalität neu zu bewerten, ist es offensichtlich, dass keine spezifischen Instrumente oder Standardmethoden verfügbar sind, die die spezifische Situation in der Donauraumregion angemessen widerspiegeln. Darüber hinaus sind Anstrengungen zur Erleichterung der Nutzung von Beihilfen auf regionaler Ebene erforderlich, um die Nützlichkeit einer ordnungsgemäßen öffentlichen F&E-Förderung nachzuweisen und die privaten Akteure zur Kofinanzierung künftiger Forschungsinfrastrukturen, z. B. in privaten öffentlichen Partnerschaften, zu stimulieren.

ResInfra@DR zielt darauf ab, das Wissen der Entscheidungsträger und der an der Finanzierung beteiligten Policy Delivery Organisationen und Elternorganisationen, die den Betrieb von Forschungsinfrastrukturen organisieren, zu verbessern. Es beinhaltet in die Aktivitäten zweier Kern-Nutzergruppen durch Nutzung der breiten Öffentlichkeit der Beteiligten
Partnerschaft. ResInfra@DR entwickelt (1) einen Dialog mit Schwerpunkt auf wichtigen regionalen, nationalen und makroregionalen, aber auch auf EU-Politikfeldern, den Endnutzern von RIs. (2) bietet den Zielgruppen Sondertrainings an und trägt so zum Kapazitätsaufbau mit einem Outreach in der gesamten Makroregion und über die Partnerschaft hinaus und (3) sammelt einen Datensatz von kompetenten (und qualifizierten) Gutachtern für RI-Bewertungen. Zwei Pilotaktivitäten konzentrieren sich auf (4) Peer-Reviews von neun bestehenden RIs und (5) Ex ante-Bewertungen von drei geplanten RIs in der Makroregion. Dedizierte Verbreitungs- und Kapitalisierungsmaßnahmen tragen zur Politikgestaltung und -auswertung bei.

ResInfra@DR mit einem Gesamtbudget von € 2.154.989,34 läuft von Januar 2017 bis Juni 2019 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Interreg-Danube Transnational Programme gefördert.

Link zur Projekt-Homepage: http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/resinfra-dr

 

 

Danube Sediment Management - Restoration of the Sediment Balance in the Danube River (DanubeSediment)

Im Einzugsgebiet der Donau wird eine zunehmende Diskrepanz zwischen einem Überschuss und einem Defizit an Sedimenten beobachtet. Dies führt zu einer Zunahme der Hochwasserrisikos und einer Abnahme der Navigationsmöglichkeiten, der Energieproduktion durch Wasserkraft sowie der Biodiversität. Sedimenttransport und Sedimentmanagement sind daher bedeutende Aspekte, die nur durch einen transnationalen, einzugsgebietsbasierenden Ansatz behandelt werden können, da Sedimente keine administrativen oder politischen Grenzen achten. Das Fehlen des Sedimentmanagements wurde auch von der ICPDR im Bewirtschaftungsplan der Donau 2009 und 2015 erkannt. Das Hauptziel des Projektes ist daher das Gewässer- und Sedimentmanagement sowie die Morphologie an der Donau zu verbessern. Sedimentdaten werden erhoben, um die existierenden Wissenslücken zu schließen und um Informationen für die Sedimentdatenanalyse zur Verfügung zu stellen. Die Erkenntnisse werden zur Erstellung eines Handbuchs über anerkannte Sedimentmonitoringmethoden führen. Weiteres wird ein Basisdokument über die Sedimentbilanz der Donau erstellt, das die Probleme erklärt, die durch die Diskontinuität der Sedimente entstehen und die den Hochwasserschutz, die Inlandschifffahrt, die Ökologie sowie die Energieproduktion durch Wasserkraftwerke negativ beeinflussen. Mögliche Lösungen dieser Probleme werden in einem Maßnahmenkatalog präsentiert. Die Hauptergebnisse dieses Projekts werden die erste Richtlinie zum Sedimentmanagement inklusive umzusetzender Maßnahmen sowie ein Sedimentmanual für Stakeholder, das Ansätze zur Implementierung dieser Maßnahmen beinhaltet. Diese Dokumente liefern einen entscheidenden Beitrag zum Gewässerbewirtschaftungsplan und dem Hochwasserrisikomanagementplan der Donau. Durch ein verbessertes und nachhaltiges Sedimentmanagement im Einzugsgebiet der Donau werden verbesserte Schifffahrtsbedingungen, ein reduziertes Hochwasserrisiko, ein verbesserter ökologischer Zustand und dauerhafte Energieproduktion durch Wasserkraft erreicht. Durch die Organisation von internationalen Stakeholder Workshops werden Zielgruppen und die Nutzer der Projektergebnisse erreicht, 100 Experten geschult sowie eine effiziente Interaktion mit diesen Gruppen bewirkt.

DanubeSediment mit einem Gesamtbudget von € 3.558.581,62 läuft von Januar 2017 bis Juni 2019 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Interreg-Danube Transnational Programme gefördert.

Aktuelle Informationen unter: www.interreg-danube.eu/danubesediment

 

 

SEDECO - Sedimente, Ökosystemdienstleistungen und Wechselwirkungen mit Hochwasser und Dürre in der AT-CZ Grenzregion

Die Thaya bildet die Grenze zwischen AT und CZ und beide Länder profitieren von ihrer Nutzung (zB. Energieproduktion, Erholung, Fischerei). Dies führt jedoch zu negativen Auswirkungen auf das Flusssystem wie Kanalisierung und Abtrennung von Überflutungsflächen. Dadurch wird eine Veränderung des Sedimenttransports verursacht und z.B. Stauraumanlandungen und erhöhte Hochwassergefahr hervorgerufen. Abtrennungen von Mäandern bewirken eine Verschlechterung des Ökosystems und der aquatischen Habitate und haben negativen Einfluss auf die Biodiversität. Dies beeinträchtigt gemeinsam mit Hochwasser und Dürre, verstärkt durch den Klimawandel, die Funktionalität von Ökosystemen. Daher bezweckt SEDECO die Förderung von Ökosystemdienstleistungen und Biodiversität und die Verringerung der Folgen von Hochwasser und Dürre durch die Errichtung und Entwicklung grüner Infrastruktur (GI), wie Wiederanbindung von Mäandern, Uferrückbau initiiert durch Totholzstrukturen und Bildung von Inseln in Stauräumen. Das neue Wasserbaulabor (WBL) als offenes Forschungszentrum bildet zusammen mit gemeinsamen Messungen die Basis für optimierte GIs. Die Ziele umfassen ein verbessertes Wissen über die Thaya inkl. einer Strategie für nachhaltiges Sedimentmanagement in Stauräumen, welche die Minimierung von Hochwasser- u. Dürrerisiko unterstützt. Die Morphodynamik von grenzüberschreitenden Mäander-Abschnitten und natürlichen oder rückgebauten Flussufern wird verbessert, um Ökosystemdienstleistungen und Biodiversität, besonders in Bezug auf Fische, Makrozoobenthos (MZB) und Vögel, positiv zu beeinflussen. Die wichtigsten Ergebnisse sind das WBL, eine nachhaltige Sedimentmanagementstrategie für den Stauraum Nove Mlyny, eine umgesetzte GI sowie ein Leitfaden für eine nachhaltige Renaturierung und Erhaltung von Mäandern und Flussufern, um Ökosystemdienstleistungen zu verbessern und das Hochwasser- und Dürrerisiko in der Grenzregion zu reduzieren. Die Hauptprofiteure der Projektergebnisse sind (i) die natürliche Umwelt, die Biodiversität an der Thaya sowie in Nationalparks, (ii) Wasserwirtschaftsverwaltungen in AT (viadonau, NÖ) und CZ (PM), (iii) an Fischerei, Tier- und Pflanzenwelt interessierte Personen, (iv) ExpertInnen, StudentInnen und ForscherInnen, (v) Menschen in der Grenzregion, betroffen von Hochwasser und Dürre, (vi) die allgemeine Öffentlichkeit. Da Flüsse weder administrative noch politische Grenzen beachten und sich Hochwasser, Sedimente, Fische etc. über Grenzen bewegen, ist ein rein nationaler/regionaler/lokaler Ansatz nicht ausreichend, um fluviale Systeme zu schützen und zu verwalten. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist der einzige Weg, eine nachhaltige Lösung für die in SEDECO angesprochenen Probleme zu garantieren. Der neue Ansatz in SEDECO besteht aus einem in enger Zusammenarbeit zwischen allen Partnern entwickelten Monitoring, physikalischer und numerischer Modellierung von GI einschließlich einer Sedimentmanagementstrategie, Bau einer GI und einem Leitfaden zur Renaturierung.

SEDECO läuft von April 2016 bis Dezember 2020 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Interreg Va Österreich - Tschechien Programme kofinanziert.

Link zur Projekt-Homepage: https://www.at-cz.eu/at/ibox/pa-2/atcz28_sedeco

SEDDON II - Sedimentforschung und –management an der Donau II

Sedimente und Sedimentmanagement sind von großer Bedeutung für das Management von Flüssen und deren Qualität. So treten an der Oberen (AT) und Mittleren Donau (HU) sedimentbezogene Probleme (z.B. Sohleintiefung) auf, welche die ökologischen Bedingungen, Hochwasserschutz, Schifffahrt und Energiewirtschaft beeinflussen. Da Wasser und Sedimente keine Grenzen beachten, braucht es eine grenzüberschreitende Kooperation in den Bereichen Monitoring, numerische und physikalische Modellierung sowie praktische Flussbaumaßnahmen. SEDDON II basiert auf dem in SEDDON gewonnenen Wissen und konzentriert sich auf die Umsetzung der vorgeschlagenen Verbesserungen. Das Ziel von SEDDON II ist der Wissenszuwachs und der Wissenstransfer von Forschung zu Gewässermanagement. Studien basierend auf Langzeitprogrammen führen zu zielgerichteten und effizienten Maßnahmen, die den ökologischen Zustand und das Hochwassermanagement verbessern. Kernoutputs des Projekts sind i) ein modernes Wasserbaulabor (WBL), welches eine einzigartige Forschungsinfrastruktur mit einem Durchfluss von bis zu 10 m³/s darstellt und Versuche von grundlegenden Prozessen und deren Interaktion mit Maßnahmen erlaubt; ii) eine gemeinsame Monitoring- und Modellierungsstrategie, inkl. die Errichtung von neuen Sedimentmessstationen im HU Abschnitt der Donau, ähnlich der bereits in AT existierenden Station, sowie eine umfassende Modellierung von Nieder-, Mittel- und Hochwassersituationen während der Projektlaufzeit; iii) Arbeitsbehelf für abgestimmte Flussbaumaßnahmen basierend auf der Verknüpfung von großmaßstäblichen Modellversuchen mit neuen numerischen Modellen unter Verwendung von Feldmessdaten. Durch das neue WBL steht eine innovative Infrastruktur zur Verfügung, die einen Wissenstransfer zwischen AT und HU einschl. ExpertInnen, StudentenInnen und der Öffentlichkeit (auch im Rahmen des EUSDR flagship Projekts DREAM) ermöglicht. Von den Ergebnissen von SEDDON II profitiert die gesamte Bevölkerung entlang der Donau.

SEDDON II läuft von April 2016 bis Dezember 2020 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Interreg Va Österreich - Ungarn Programme kofinanziert.

Link zur Projekt-Homepage: http://www.interreg-athu.eu/seddon2

DREAM RRMC VIENNA (Wasserbaulabor)

Ziel des Projekts ist die Errichtung einer Forschungsinfrastruktur bestehend aus einem modernen Wasserbaulabor (RRMC) in Wien mit einem in Europa einzigartigen Labordurchfluss von bis zu 10 m³/s ohne Pumpen. Diese Maßnahme stellt die erfolgreiche teilweise Implementierung der Aktivität 1 des EUSDR Flagship-Projekts DREAM (Danube River REsearch And Management) dar.

Das RRMC soll dazu beitragen, ablaufende Prozesse in Flüssen besser zu verstehen, mathematische Modelle zur Prozessbeschreibung zu entwickeln, die Auswirklungen von flussbaulichen Maßnahmen zu prognostizieren sowie innovative wasserbauliche Methoden zur Verbesserung von Schifffahrt, Energiewirtschaft, Hochwasserschutz und Ökologie zu entwickeln. Außerdem sollen im neuen Labor Maßnahmen zur Problemlösung in verschiedenen wasserbaulichen Themenbereichen entwickelt werden (z.B. Stauraumverlandung, Fahrwassertiefe, Uferrückbau, Sohlstabilisierung, Gewässervernetzung).

Das Wasserbaulabor soll zwischen Donau und Donaukanal errichtet werden, ist 100m lang und 25m breit. Der „Main Channel“ im Untergeschoss stellt die Basis des Wasserbaulabors dar. Der große Durchfluss (bis zu 10 m³/s) ermöglicht praxisorientierte Modellversuche, da ein sehr großer Modellmaßstab bis 1:1 möglich ist, der gerade bei Versuchen mit Sedimenttransport entscheidend ist, um gemäß den Modellgesetzen eine Abbildung der Natur zu erhalten.


Das Projekt läuft von April 2016 bis Dezember 2020 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Programm "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" kofinanziert.
Weitere Informationen unter: Neues Forschungslabor an der Donau

DREAM SK-AT Danube River Research and Management in Slovakia and Austria

Die Ziele des Projekts DREAM SK-AT sind gemeinsame Forschungseinrichtungen zu etablieren, den Wissenstransfer zu fördern und innovative Monitoring- und Modellierungstools im SK-AT Grenzgebiet zu entwickeln. Durch die Förderung des Wissenstransfers und des Kapazitätsaufbaus zwischen Forschungseinrichtungen und Universitäten wird das Projekt zu einer verbesserten Zusammenarbeit und zum Austausch von Fachwissen zwischen Forschungs- und InnovationsakteurInnen führen, indem neu gebaute und aufgerüstete Forschungsinfrastrukturen (RI) genutzt werden. Neue Messstellen sowie innovative Messmethoden (z.B. einsatzbereites Boot) und Modellierungsinstrumente für Hydrodynamik, Sedimenttransport, Morphodynamik, ökologische Parameter und Fernerkundungstechnologien in der Forschung der Fließgewässer und Feuchtgebiete werden zu qualitativ hochwertigen, vergleichbaren Daten in den Projektabschnitten an der Donau (Grenzstrecke und angrenzende Abschnitte) führen. Richtlinien für Feldmessungen und Modellierung werden veröffentlicht und für die Zielgruppen verfügbar sein. In SK (VÚVH) wird das Wasserbaulabor (Durchfluss 500 l/s) zusammen mit dem Labor für angewandte Geoinformatik und Fernerkundung (ÚKE SAV) modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. In AT wird ein Wasserbaulabor mit 10 m³/s freifließendem Durchfluss errichtet. Mit Hilfe dieser Forschungsinfrastrukturen werden wissenschaftliche Grundlagen für die Verbesserung des Managements an der Donau zwischen Wien und Bratislava entwickelt, die für Zielgruppen in den Bereichen Schifffahrt, Hochwasserrisikomanagement, Ökologie, Wasserkraft und Trinkwasserversorgung zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird ein enger Austausch von StudentInnen und DoktorandInnen sowie Lehrenden zwischen BOKU, VÚVH und ÚKE SAV initiiert und die Forschungseinrichtungen für gemeinsame Lehr- und Forschungsaktivitäten, auch über die Laufzeit des Projekts hinaus, genutzt.

 

 

Reducing the flood risk through floodplain restoration along the Danube River and tributaries (Danube Floodplain)

Der erste Danube Flood Risk Management Plan, sowie die rechtlichen Grundlagen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie und der Vogelschutzrichtlinie führen – unter der Berücksichtigung der Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte – dazu, dass ein donauweites integratives Hochwasserrisikomanagement eingeführt werden soll.

Das Ziel von Danube Floodplain ist es eine einzugsgebietsübergreifende Strategie und eine Roadmap zu erstellen, die den Schutz bzw. die optimale Nutzung bestehender und auch die Wiederanbindung abgeschnittener bzw. verlorener Retentionsräume/Überflutungsflächen fördern.

Zu diesem Zweck werden umfangreiche Untersuchungen der Retentionsräume der Donau mit hydraulischen Modellen unter Anwendung der FEM (Flood Evaluation Matrix) durchgeführt, um eine Bestandsaufnahme zu bekommen. Die vorhandenen und ehemals vorhandenen Retentionsräume werden mit Hilfe der FEM gereiht werden. An ausgewählten Pilotabschnitten wird die FEM in Bezug auf Biodiversität und Kosten-Nutzen-Analysen weiterentwickelt und angewandt, um den involvierten Stakeholdern eine Basis für ihr weiteres handeln zu liefern.

Danube Floodplain mit einem Gesamtbudget von € 3.672.655,88 läuft von Juni 2018 bis November 2020 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Interreg-Danube Transnational Programme gefördert.

Aktuelle Informationen unter: http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/danube-floodplain

Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-05-15 - 2019-11-14

Der rechtsufrig, flussauf der Straßenbrücke in Steinegg gelegene Jägerbach liefert als einer der wenigen Zubringer im Kampsystem kontinuierlich Geschiebe in den Vorfluter. Je nach Intensität und Dauer der Niederschläge im Einzugsgebiet des Jägerbachs, kann dies mehr oder weniger deutlich ausgeprägte Geschiebeeinstöße des ausgewiesenen Wildbachs in den Kamp nach sich ziehen. Die Geschiebeeinstöße führen bei geringen Transportkapazitäten des Vorfluters zur Ausbildung von Schwemmkegeln, die in ihrer Höhe und flächenmäßigen Ausdehnung variieren. Linksufrig auf Höhe des Jägerbachs befindet sich das Areal des ehemaligen Ghf. Dunkler. Für diese Liegenschaft könnten die Geschiebeablagerungen, durch die Reduktion des Durchflussquerschnitts, den Hochwasserschutz mitunter vermindern. Dies könnte durch aufkommende Vegetation auf den Ablagerung und dadurch erhöhte Rauigkeit im Hochwasserfall die Wasserspiegellagen bei charakteristischen Hochwasserwerten (z.B. HQ30) zusätzlich anheben und die Hochwassersituation verschärfen. Ziel des vorliegenden Projekts ist es die Auswirkungen der Ablagerungen des Jägerbachs auf den Hochwasserabfluss im Bereich Steinegg wissenschaftlich zu analysieren bzw. zu bewerten und ein wissenschaftliches Managementkonzept für eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung in diesem Flussabschnitt wissenschaftlich abzuleiten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-12-11 - 2021-06-10

Da das Thema Auffindbarkeit nach wie vor eine Reihe unbeantworteter Forschungsfragen hinsichtlich der Instinktbewegung von Fischen, ausgelöst durch Schlüsselreize, aufwirft, ist eine systematische wissenschaftliche Abklärung zielführend. Inhalt des Forschungsprojektes ist die wissenschaftliche Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Auffindbarkeit bzw. der Aufstiegshäufigkeit von Fischen in FAH und der Wirkung von Schlüsselreizen. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird ein adaptiver, empirischer Ansatz zur Entwicklung, Anwendung und Evaluierung neuer Methoden verfolgt, um den Zusammenhang zwischen der Auffindbarkeit einer FAH und alternativen Schlüsselreizen wie Phonotaxis, Thermotaxis und Phototaxis zu erforschen. Die Bearbeitung des Themas erfolgt primär im Rahmen von Bakkalaureats- und Masterarbeiten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2021-08-31

Die Gail und ihre Zubringer sind stark geschiebeführend, weshalb bereits seit dem Jahr 1907 Maßnahmen in Bezug auf den Geschieberückhalt gesetzt wurden. Im Moment gibt es vor allem zwei Problemzonen an der Gail. Die erste umfasst den Bereich um den Geschiebeablagerungsplatz (GAP) in Dellach im Gailtal aus dem bis zum Jahr 2007 Sediment entnommen wurde. In diesem Bereich kommt es zu Eintiefungen von ungefähr 2 m über eine Strecke von 10 km. Die zweite Problemzone befindet sich im Bereich des Presseggersees bis Nötsch kam es in den letzten 40 Jahren zu Anlandungen an den Uferböschungen, dadurch resultiert eine Querschnittsverengung und daraus kommt es wiederum zu einer Erhöhung der Wasserspiegellagen. Im Zuge eines LIFE-Projekts wurden drei 400 m lange Modellstrecken umgesetzt, in denen verschiedene Lösungsansätze zur Verringerung der Anlandungen getestet werden. Die Problematik der Eintiefung am GAP, sowie die der Anlandungen zwischen Presseggersee und Nötsch sind weitestgehend noch unklar. Ein Feststoffmanagementkonzept an der Gail soll das Prozessverständnis verbessern und die Ursachen der vorhandenen Feststoffproblematik identifizieren und interpretieren. Hierfür werden Grundlagendaten wie Sedimenteintrag aus den Zubringern, hydrologische Grundlagen, Sedimentdurchgängigkeit von Bauwerken, Kornverteilungen entlang der Gail und Hydromorphologische Daten analysiert und beurteilt. Weiters wird ein umfangreiches Monitoring durchgeführt, das eine Tracerstudie, Analysen der Deck- und Unterschicht der Flusssohle, direkte und indirekte Messungen des Geschiebetransports beinhaltet. Die dadurch entstehende Geschiebebilanz soll als Grundlage für die Erstellung eines Managementkonzeptes dienen und soll helfen Schlüsselbereiche für prioritär zu setzende Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren.

Betreute Hochschulschriften