BOKU Mobilitätsmanagement
Betriebliches Mobilitätsmanagement an der BOKU
Die BOKU gestaltet ihre Mobilität im Einklang mit ihrem Nachhaltigkeitsauftrag. Ziel des betrieblichen Mobilitätsmanagements ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die klimaverträgliche Mobilität im Alltag wie auch auf Dienstreisen erleichtern und fördern. Im Mittelpunkt steht der Umweltverbund – öffentlicher Verkehr, Radfahren und Zu-Fuß-Gehen.
Sowohl für den Arbeitsweg als auch für Dienstreisen gilt: Wo immer möglich, sollen ressourcenschonende Alternativen attraktiv und praktikabel sein. Dazu gehören klare Regelungen im Umgang mit knappen Pkw-Stellplätzen, gezielte Förderungen für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Anreize wie Challenges oder Auszeichnungen für das Radfahren zur Arbeit sowie verbindliche Vorgaben für Dienstreisen, etwa die Bevorzugung der Bahn auf kurzen und mittleren Distanzen.
Das betriebliche Mobilitätsmanagement richtet sich in erster Linie an Mitarbeiter:innen. Im universitären Kontext werden jedoch bewusst auch Maßnahmen für Studierende entwickelt und umgesetzt.
Schwerpunkte
- Förderung des Umweltverbunds: Stärkung von öffentlichem Verkehr, Radverkehr und Fußverkehr
- Alltagstaugliche Angebote: Komfortable und leistbare Mobilitätslösungen für Studierende und Mitarbeiter:innen
- Evidenzbasierte Planung: Maßnahmen entwickeln, pilotieren und evaluieren
- Zusammenarbeit stärken: Enger Austausch mit universitären Einrichtungen und Gremien
Organisation und Einbettung
Seit Juni 2025 verfügt die Universität über eine eigene Mobilitätsmanagerin, die das Thema kontinuierlich strategisch weiterentwickelt.
Unterstützt wird sie von einem Sounding Board mit Vertreter:innen aus dem Institut für Verkehrswesen, dem Bereich Dienstreisen, dem Facility Management, dem Rektorat sowie dem Zentrum für Globalen Wandel, in dem das Mobilitätsmanagement organisatorisch auch verankert ist.
Darüber hinaus ist das Mobilitätsmanagement im NUM Netzwerk (Netzwerk Umweltmanagement eingebettet. Dort findet ein regelmäßiger Austausch mit zentralen universitären Akteur:innen statt, unter anderem mit dem Rektorat, dem Betriebsrat und dem Umweltmanagement. Zusätzlich besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Allianz für nachhaltige Universitäten, insbesondere im Rahmen der Arbeitsgruppe für nachhaltige Mobilität. Ein gemeinsames Monitoring ermöglicht es, den Umsetzungsstand der teilnehmenden Universitäten vergleichend zu betrachten und weiterzuentwickeln.
Zur evidenzbasierten Steuerung wurde 2023 erneut eine umfassende Verkehrserhebung durchgeführt. Die Ergebnisse bilden eine zentrale Grundlage für die Priorisierung und Ausgestaltung aktueller Maßnahmen.
Aufbau des Mobilitätsmanagements
Mobilitätsmanagement hat an der BOKU eine lange Tradition. Bereits 2012 wurden erste Schritte hin zu einer koordinierten Vorgehensweise gesetzt. Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Mobilität“ wurden zahlreiche Maßnahmen geplant und umgesetzt. Beteiligt waren:
- Rektorat
- Facility Management
- Umweltmanagement
- Zentrum für Globalen Wandel
- Vorsitz und Mitglieder der ÖH BOKU
- Institut für Verkehrswesen
- Betriebsrat
- Stabsstelle zur Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen
- DOK-NE
Seit Mitte 2014 lag die Koordination und Umsetzung beim Institut für Verkehrswesen unter der Leitung von Ass.Prof. Michael Meschik. Die Mobilitätsbefragung 2014 bildete die strategische Grundlage für die damalige Ausrichtung. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich ein starkes Bekenntnis zur nachhaltigen Mobilität: Ein hoher Anteil von Mitarbeiter:innen und Studierenden war im Umweltverbund unterwegs.
Mit der Marke „BOKU unterwegs“ wurde das Thema sichtbar positioniert und weiterentwickelt. Einen wichtigen Meilenstein stellte 2016 die Einführung des „BOKU Bike“ im grün-weißen Design dar. Dieses Angebot machte nachhaltige Mobilität am Campus unmittelbar erlebbar und legte die Basis für den weiteren Ausbau entsprechender Maßnahmen.