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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2011-01-01 - 2012-02-21

Verschiedene Pseudomonadenstämme werden als Pflanzenschutzmittel bei der Lagerung von Kartoffeln eingesetzt. Bevor die Bakterien als Pflanzenschutzmittel zugelassen werden, müssen sie toxikologisch untersucht werden. Um Tiertest zu vermeiden, werden die Bakterien in geeigneten in vitro Testsystemen analysiert, welche auf toxikologische Untersuchungen mit humanen Lungenepithelzellen basieren. Dazu werden die menschlichen Zellen auf transwell Platten kultiviert bis sie sogenannten tight junctions bilden. Für die Evaluierung der toxikologischen Eigenschaften werden die Pseudomonaden auf den Zellschichten inkubiert und anschließend die Integrität der tight junctions zur Beurteilung herangezogen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2009-08-01 - 2012-07-31

Am Department für Biotechnologie wurden HIV-1 spezifische Antikörper entwickelt, die in verschiedenen in vitro Studien aber auch bereits in der Klinik getestet wurden. Neben anderen neutralisierenden Antikörpern zeigte der mAb 4B3 vielversprechende Resultate bei in vitro Versuchen mit HIV-1 infizierten Macrophagen. Um diese Eigenschaften näher zu untersuchen, müssen die IgG Antikörper zu IgA Antikörpern rekloniert werden. Natürlich vorkommende IgAs passieren epitheliale Barrieren durch Rezeptor-mediierte Endozytose, wobei ein Teil des Rezeptors abgespalten wird und am IgA Molekül verbleibt. Daher muss man für die Applikation in der Mukosa diese sekretorische Komponente des IgAs koexprimieren. Die Herausforderung in diesem Projekt ist, den heteropolymeren Komplex aus zwei spezifischen leichten und schweren Antikörperkettten gemeinsam mit der J-Kette und der sekretorischen Komponente zu exprimieren zu reinigen und in verschiedenen Modellen zu charakterisieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2008-05-01 - 2012-09-30

Targeting der humoralen und zellulären Immunantwort durch Modulierung eines anti-idiotypischen Antikörpers, der HIV-1 gp41 nachahmt “Internal image“ Antikörper sind eine Unterklasse von anti-idiotypischen Antikörpern, die ein Antigen funktionell oder sogar strukturell nachahmen können. Basierend auf diesem Mechanismus wurde ein anti-idiotypischer Antikörper (Ab2/3H6) gegen den vielversprechenden humanen monoklonalen Antikörper 2F5 generiert, der in der Lage ist eine Anzahl von primären HIV-1 Isolaten zu neutralisieren. Weil die Entwicklung von 2F5-ähnlichen Antikörpern bis jetzt fehlgeschlagen ist und die Expression und passive Verabreichung von monoklonalen Antikörpern (mAb) generell sehr teuer ist, wird immer noch intensiv nach einer aktiven Immunisierung gesucht. Ab2/3H6 ist ein solcher potentiellen Impfstoff-Kandidaten, welcher leicht sowohl HIV-infizierten Patienten als auch gesunden Individuen verabreicht werden kann. Im Rahmen dieses FWF-Projektes wird der chimäre Ab2/3H6 vollständig humanisiert um (1) die unspezifische Immunreaktion gegen den Maus-Antikörper (HAMA) zu minimieren und (2) die spezifische Immunantwort gegen die Antigenbindungsstelle von Ab2/3H6 zu erhöhen. Zusätzlich fokussieren wir uns auf die zelluläre Immunantwort da diese Art von Immunreaktion eine wichtige Rolle in der Entwicklung eines aktiven Impfstoffs gegen HIV-1 spielt. Das wird mit Hilfe eines neuen humanen Ab2/3H6/Interleukin-15 Fusionsproteins durchgeführt welches weiter in vitro und zuletzt in vivo untersucht wird. Wir wollen auch den Nutzen einer spezifischen Tetanus Toxinsequenz untersuchen, welche die spezifische Immunogenität von Ab2/3H6 erhöht. Die in vivo Studien werden in einem Kaninchen Tiermodell durchgeführt da diese Spezies in der Lage ist, humanähnliche CDRs (complementarity determining regions) zu generieren, die für eine 2F5-ähnlichen Immunantwort wichtig sind. Schlussendlich wollen wir eine Kristallstruktur vom 2F5/Ab2/3H6 Komplex erstellen um die genaue Interaktion der beiden Moleküle und essentielle Interaktionen für eine weitere Impfstoffentwicklung zu ergründen.