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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-01 - 2022-10-31

Obwohl viele Pflanzen Silizium (Si) stark in ihrer Biomasse anreichern, ist Si kein essentieller Pflanzennährstoff, sondern ist nützlich, um die Auswirkungen von Umweltstressfaktoren (Pflanzenkrankheiten, Schädlingsfraß, Trockenheit, Schwermetalltoxizität) abzumildern. Nach der Aufnahme von Si und seiner Verlagerung in den Sproß wird Si in den Blättern durch Transpiration aufkonzentriert, fällt aus und bildet amorphe SiO2 Körper, sogenannte Phytolithe. Diese Phytolithe werden in abgestorbenem Pflanzenmaterial und Ernterückständen in den Boden zurückgebracht, wo sie zusammen mit amorphem, aus der Bodenlösung gefälltem SiO2 den Hauptteil des pflanzenverfügbaren Si bilden. Durch den Export von Phytolithen vom Feld mit der Ernte und Ernterückständen (Stroh), und durch erhöhte Erosionsraten, hat die Landwirtschaft einen starken Einfluss auf pflanzenverfügbares Si im Boden und auf den terrestrischen Si-Zyklus. Obwohl es momentan einen starken Forschungsschwerpunkt am Si-Zyklus im Boden gibt (z.B. globaler biogeochemischer Si Kreislauf, landwirtschaftlicher Einfluss auf pflanzenverfügbares Si), sind viele Aspekte der Interaktion von Boden und Pflanzen hinsichtlich Si unzureichend erforscht. Das gilt besonders für die Si Biogeochemie in Böden der temperaten Region, und für den Einfluss von Lebewesen wie Pflanzen(wurzeln) und Regenwürmern auf lösliches Si in Böden. Es ist von immenser Bedeutung, diese Wissenslücken zu schließen um sinkende Erträge und Erntequalität zu verhindern, um die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion in zu Zukunft zu erhöhen, und um den terrestrischen und globalen Si-Kreislauf zu schliessen. Deshalb zielt dieses Projekt darauf ab, (1) innovative, Senken-basierte Extraktionsmethoden in Kombination mit Element- und Isotopenfingerprinting zu verwenden, um die pflanzenverfügbare Si-Fraktion und ihre Quelle im Boden, und (2) die Effekte von Wurzelexudaten und (3) Regenwürmer auf die Löslichkeit und Pflanzenverfügbarkeit von Si im Boden zu bestimmen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-01 - 2023-05-31

Die europäische Nahrungsproduktion hat großes Potential, ihre Abhängigkeit von importierten P Düngern und ihren fossilen Energiekonsum für die Produktion von N-Düngern durch die Nutzung von nährstoffreichen Reststoffströmen zu verringern. Dieses Vorhaben setzt gemeinsamen Anstrengungen im Rahmen der EU vorraus. Das Lex4Bio Projekt zielt darauf ab, den Übergang und Stystemwechsel von Mineraldüngung zu bio-basierten Düngemitteln durch die Erhebung von Nährstoffvorräten, -flüssen, und -bedarfsdaten, die Analyse der technischen Umsetzung und der wirtschaftlichen und sozialen Vorteile und Limitierungen zu unterstützen. Momentan hat Westeuropa eine positive und Osteuropa einen negative P-Bilanz. In Lex4Bio werden die aktuellen Nährstoffströme und regionalen Bedürfnisse mit harmonisierten Methoden abgeschätzt, um einen Datenbasis für die Lenkung von Nährstoffströmen zu schaffen. Weiters werden die vorteilhaftesten Technologie zur Produktion von bio-basierten Düngern, mit Fokus auf Umweltschutz, Nahrungsmittelsicherheit, und menschliche Gesundheit, identifiziert. In Lex4Bio, wird gemeinsam mit Stakeholdern die Datenbasis und Empfehlungen geschaffen, um die Abhängigkeit von importierten Düngemitteln zu reduzieren und die landwirtschaftlichen Nährstoffkreisläufe zu schließen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2021-03-31

Pflanzenwachstumsmodelle sind Hilfsmittel für das "Digital Farming" und helfen bei der Entscheidungsunterstützung. Sie bilden die Pflanzenreaktionen in Wachstum, Entwicklung auf Wetter, Boden, genetische Faktoren und Managementmaßnahmen ab und ermöglichen so Stickstoff(N)-Düngungsempfehlungen, Ertragsvorhersage und Evaluierung von Klimawandel-Effekten.

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