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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-04-01 - 2023-03-31

Die Textilindustrie ist eine der vielfältigsten und am schnellsten wachsenden Branchen weltweit. Angesichts der starken Nachfrage in der biobasierten Wirtschaft und der nachhaltigen Entwicklung wird davon ausgegangen, dass die Verwendung von Naturfasern einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Ökoeffizienz leistet. Die Entwicklung eines auf Basis von Enzymen biotechnologischen Modifizierungsverfahrens für natürliche Lignocellulosefasern stellt daher die Entwicklung einer umweltfreundlichen Modifizierungsmethode für europäische biobasierte natürliche Fasern dar. Die Technologie wird erheblich dazu beitragen, das Problem mit der Faserweichheit und Verarbeitbarkeit von Lignocellulosefasern zu lösen. Das Projekt wird einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Wachstum des europäischen Marktes für biobasierte Naturfasern leisten und die Wettbewerbsfähigkeit von Lignocellulosefasern gegenüber synthetischen Fasern auf Baumwoll- und Petro-Basis erhöhen. Es wird dazu beitragen, die Umweltbelastung zu verringern, die Kosten zu senken, die natürlichen Ressourcen zu schonen und maßgeschneiderte Produkte bereitzustellen, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-06-01 - 2023-05-31

Die Bioökonomie stützt sich derzeit vor allem auf zuckerbasierte Transformationsprozesse, die – insbesondere bei der Verarbeitung von Rohstoffen der 2. Generation (second generation) – komplexe Vorbehandlungsmethoden erfordern. Zudem sind die Verwertungsmöglichkeiten für biobasierte Abfallströme, die im urbanen Bereich sowie in der Landwirtschaft anfallen, nach wie vor begrenzt, weshalb die Nutzung als Rohstoff sehr gering ist. Um den Einsatz biobasierter Abfälle als Inputmaterial für die Bioökonomie zu erhöhen, ist ein völlig neuer Ansatz für die Vorbehandlung erforderlich. In diesem Projekt wird eine innovative Vorbehandlungsplattform entwickelt, um die Verwendung von biobasierten Abfallströmen als Input für die Carboxylat-Plattform – als Alternative zur Zucker-Plattform, sowie für eine faserbasierte Plattform zu ermöglichen. Im Rahmen der Carboxylat-Plattform sind kurz- und mittelkettige Carbonsäuren, die aus leicht zugänglicher Biomasse hergestellt werden, das Zielzwischenprodukt und der Schlüssel zur Entwicklung neuer biobasierter Wertschöpfungsketten mit Produktanwendungen als Chemikalien, Biomaterialien und Futtermittel. Die zusätzliche Valorisierung der faserhaltigen Biomasse minimiert die Bildung von Nebenströmen und erweitert die Produktpalette. Insgesamt soll die Vorbehandlung der Biomasse zur Einspeisung in die Carboxylat- und Faserplattform einen ökologischen und ökonomischen Mehrwert schaffen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2020-12-31

Aufgrund der zulässigen Nährstofffrachten auf landwirtschaftlichen Flächen pro ha und Jahr setzten Biogasanlagen vermehrt auf Gärrestaufbereitung zur Reduktion des auszubringenden Volumens bei gleichzeitiger Aufkonzentration der wichtigsten Nährstoffe. Um die Feinpartikeln des Gärrest abzutrennen, wird wie bei Klärschlamm in der Regel das Flockungsmittel Polyacrylamid eingesetzt. Da Polyacrylamid synthetisch hergestellt wird und biologisch nicht bis schwer abbaubar ist, führt dessen Verwendung, aktuell vor allem in Deutschland, zu großen Diskussionen bezogen auf dessen Einflüsse auf Mensch und Umwelt. Biogasanlagenbetreiber sind bestrebt durch Gärrestaufbereitung einen hochwertigen, markfähigen Dünger zu produzieren. Deshalb wollen viele Anlagenbetreiber den Einsatz von Polyacrylamid als Flockungsmittel generell vermeiden bzw. minimieren und auf alternative, natürliche Flockungsmittel wie bspw. Stärke oder Chitosan zurückgreifen. Aufgrund der Einflüsse auf Mensch und Umwelt hat der vorliegende Projektantrag die Substitution synthetischer (Polyacrylamid) durch natürliche biologisch abbaubare Polymere (Stärke, Chitosan) und die generelle Optimierung der „Flockung“ zur Reduktion des Polymerverbrauchs zum Ziel.

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