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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-05-01 - 2022-04-30

Der Entwicklung von umfassenden Speicherlösungen kommt im Zuge der Energiewende besondere Bedeutung zu. Unterirdische Gasspeicher besitzen im Gegensatz zu konventionellen Lagertanks enorme Kapazitäten zur Speicherung von aus Überschüssen an erneuerbarer Energie in Form von Wasserstoff. Ziel des gegenständlichen Projektes ist die Untersuchung von möglichen unerwünschten und durch Wasserstoff angetriebenen Stoffwechselreaktionen hervorgerufen durch autochthone Mikroben in der Erdgaslagerstätte. Dazu wird die Zusammensetzung mikrobiologischer Konsortien in Formationswässern untersucht und nachfolgend ein Einlagerungsversuch mit Wasserstoff-hältigen Gasmischungen unter nachgestellten Reservoirbedingungen durchgeführt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-03-01 - 2025-02-28

Underground Sun Storage 2030 (USS 2030) ist ein Leitprojekt der FFG, in dem an der großvolumigen saisonalen Speicherung von erneuerbarer Energie geforscht wird. Dies soll durch Einlagerung von reinem Wasserstoff in ausgeförderten Erdgaslagerstätten erfolgen. Aktuelle Modellierungen des Energiesystems zeigen, dass bedingt durch den fortschreitenden Ausbau erneuerbarer Energiequellen gerade in Mitteleuropa in den Sommermonaten künftig zu viel Leistung im Stromsystem vorhanden sein wird. Im Gegenzug wird es in den Wintermonaten durch wenig Sonneneinstrahlung und Niederwasserführung zu einer signifikanten Leistungsunterdeckung kommen. Diese Leistungslücke kann dann weder durch Zuschaltung von konventionellen fossilen Kraftwerken gedeckt werden, noch ist davon auszugehen, dass Importe die Lücke decken werden, da Österreichs Nachbarländer vor ähnlichen Herausforderungen stehen werden. Energie im Ausmaß von mehreren TWh muss daher über den Sommer gespeichert werden um so Versorgungsicherheit über die Wintermonate zu garantieren. Die Universität für Bodenkultur konnte in Zusammenarbeit mit der RAG Austria AG in Vorgängerprojekten bereits umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Wasserstoffeinbringung in Erdgaslagerstätten machen. Darauf aufbauend soll nunmehr eine Speicherlösung für reinen Wasserstoff erforscht und demonstriert werden. Zudem sollen die Auswirkungen einer massiven Wasserstoffexposition auf mikrobielle Gemeinschaften im Untergrund untersucht werden. Gemeinsam mit namhaften Partnern der Industrie und prominenten Akteuren der österreichischen Forschungslandschaft werden auch verschiedene Verwertungspfade für den gespeicherten Wasserstoff untersucht: • Wasserstoffbeimischung ins Erdgasnetz • Direktverwendung in der energieintensiven Industrie (leitungsgebundene Versorgung) • Aufreinigung und Verwertung des Wasserstoffs hoher Reinheit (nicht leitungsgebundene Logistik) Das weltweit einzigartige Projekt Underground Sun Storage 2030 wird nicht zuletzt auf Grund des geplanten Feldversuchs und der angedachten Laborversuche wertvolle Erkenntnisse zur saisonalen Speicherbarkeit von erneuerbarer Energie in Form von Wasserstoff bringen. Die technisch-wissenschaftlichen Untersuchungen werden ergänzt durch die Modellierung von künftigen Energieszenarien und von techno-ökonomischen Analysen. Es handelt sich um ein interdisziplinäres Projekt, das nicht zuletzt in seinem Demonstrationsteil mehrere Technologieansätze vereint. Underground Sun Storage 2030 ist Teil der Energiemodellregion WIVA P&G und geradezu eine Grundvoraussetzung für den Aufbau einer gesicherten Wasserstoffwirtschaft. Die Nutzung unterirdischer Porenspeicher zur Wasserstoffspeicherung findet sich auch in der Langfriststrategie 2050 – Österreich gem. Verordnung (EU) 2018/1999 des Europäischen Parlaments und des Rates über das Governance-System für die Energieunion und den Klimaschutz.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-06-01 - 2024-05-31

Aufgrund seiner Ressourcenintensität hat die Europäische Kommission den Textilsektor als Priorität für die Circular Economy identifiziert. Eine wichtige Maßnahme ist die verpflichtende getrennte Sammlung von Alttextilien ab dem Jahr 2025. Geeignete Absatzmärkte für diese steigenden Mengen an gesammelten Textilien zu finden, ist eine Herausforderung. Derzeit wird der nicht wiederverwendbare Anteil meist downgecycelt oder verbrannt, weniger als 1 % der Textilabfälle werden zu neuen Textilfasern recycelt. Inzwischen setzen sich Bekleidungsmarken ehrgeizige Ziele für den Einsatz von Recyclingfasern in ihren Produkten. Leider stimmen sowohl deren Qualität als auch der Preis der aktuellen Recyclingverfahren nicht mit den Marktbedürfnissen/der Nachfrage überein. SCIRT zielt darauf ab, diese Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen, indem ein komplettes Textil-zu-Textil-Recycling-System für Post-Consumer-Textilien entwickelt und demonstriert wird. Ausgehend von den Bedürfnissen der Nachfrageseite konzentriert sich SCIRT auf das Recycling von Natur- und Synthetikfasern sowie von Fasermischungen. Dies durch die Einbeziehung aller relevanten Akteure entlang der Recycling-Wertschöpfungskette, vom Sammler bis zum Einzelhändler. Durch die Fokussierung auf das Recycling von Textilien, die heute häufig downgecycelt werden, wird der Werterhalt in der gesamten Wertschöpfungskette verbessert. Es wird nicht nur der Business Case für einzelne Akteure validiert, sondern auch die Auswirkungen auf das Gesamtsystem aus finanzieller, ökologischer und sozialer Lebenszyklusperspektive quantifiziert. Neben den erforderlichen technologischen Innovationen befasst sich SCIRT auch mit den Rahmenbedingungen und unterstützenden Maßnahmen, die den Übergang zu einem Kreislaufsystem für Bekleidung erleichtern. Es wird ein True Cost Model entwickelt und ein ökologisch moduliertes EPR-System aufgebaut, das auf eine erhöhte Transparenz der Wertschöpfungskette abzielt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Verbraucherperspektive gewidmet. Es wird eine Intervention zum Verhalten der Verbraucher entwickelt, um ihre Entscheidungsfindung beim Kauf und der Entsorgung von Textilien zu beeinflussen. Während des gesamten Projekts wird der Einbeziehung von Interessengruppen und der Validierung durch einen Beirat große Aufmerksamkeit gewidmet.

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