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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-09-01 - 2021-08-31

Das Projekt „Aufreinigungskaskade“ erforscht über einen Zeitraum von 2 Jahren kombinierte Bodensanierungsmöglichkeiten mit innovativen (bio)chemisch/physikalischen in-situ Verfahren für persistente Kohlenwasserstoffschäden (MKW, aber auch PAK) am Beispiel der Altlast N77 „Petroleumfabrik Drösing“. Der Großteil der Arbeiten wird in den Labors der wissenschaftlichen Partner mitkontaminiertem Material aus Drösing durchgeführt und dient der Entwicklung neuartiger Verfahren, die durch Einsatz von Pflanzenöl-Mikroemulsionen und Vliesen die Schadstoffe bergen und mittels Enzymen den Abbau von gealterten Kohlenwasserstoff-Gemischen unterschiedlicher Konzentration in-situ ermöglichen und signifikant beschleunigen sollen wodurch eine erhebliche Verkürzung von Sanierungszeit und -kosten zu erzielen ist.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-01 - 2022-05-31

In Europa werden die meisten weggeworfenen und nicht tragbaren Textilien verbrannt oder deponiert. Abgesehen von den wirtschaftlichen und ökologischen Belangen der Gesellschaft stellt dies auch eine Verschwendung von Ressourcen dar, da die meisten synthetischen Fasern wertvolle chemische Bausteine ​​enthalten. Aufgrund der zunehmenden Menge an Textilabfällen werden neuartige Recyclingmethoden benötigt, die in Zukunft dazu beitragen werden, den Bedarf an Deponien zu verringern, die Umwelt und die aquatischen Ressourcen zu schonen, die globale Erwärmung zu verringern und die Rohstoffressourcen zu schonen. Das Institut für Umweltbiotechnologie entwickelt gemeinsam mit lokalen Unternehmen (innerhalb von PlasTexTron / EcoPlus Niederösterreich) und internationalen Partnern neuartige „Textilabfall-Raffinerie“ -Verfahren. Dieser umweltfreundliche Ansatz zum Abbau von Abfallfasern zu Zwischenprodukten basiert auf Enzymen als Biokatalysatoren. Trotz einiger vielversprechender Ergebnisse mit Enzymen z. B. in der Lebensmittelindustrie, muss der perfekte Biokatalysator erst noch identifiziert und entwickelt werden. Für die industrielle Anwendung in der Textilabfallindustrie werden daher effiziente Enzyme benötigt, die hier nach zwei verschiedenen Ansätzen entwickelt werden: Identifizierung neuer Enzyme zum Abbau textiler Mikroplastiken in Gewässern und Entwicklung verfügbarer polymerhydrolysierender Enzyme zur Verbesserung des Recycling von Textilien. Umfassende Untersuchungen von Aktivitäten im Bereich Abfalltextilien in Zusammenarbeit mit Unternehmen werden das Anwendungspotential für das Recycling von Textilabfällen belegen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-01 - 2022-09-30

Das Projekt beschäftigt sich mit der Aufklärung der Mechanismen von Enzymen die Zellulose abbauen mit dem Ziel des Totalabbaus der Zellulose, die in Prozessströmen oder als Abfall anfallen. Dabei soll die daraus gewonnene Glucose, die aus Verbundmaterialien und Abfällen gewonnen wird in einer Bioraffinerie zu wertvollen Chemikalien und Detergenzien umgewandelt werden. Zellulose ist das meistverbreitete biologisch abbaubare Polymer mit einer jährlichen Produktion von ca. 1.5 · 1011 Tonnen. Neben dem Einsatz von Zellulose als Baumaterial werden Zellulosefasern auch als Rohmaterial für die Zellstoff- und Papierindustrie sowie der Textilindustrie genutzt. Ein großer Teil von Abfall wie z.B. Verpackungen oder Textilien enthält noch Zellulose, die in einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Art verarbeitet werden muss. Besonders Verbundmaterialien wie Getränkeverpackungen (enthalten Papier, Aluminium und synthetische Polymere) oder Textilien (Mischungen aus Baumwolle/Polyester) sind eine Herausforderung für das klassische Recycling. Daher ist es von höchster Bedeutung die Funktion und die Mechanismen der Enzyme, die Zellulose von industriellen Nebenströmen zu Glucose abbauen können, zu verstehen und dadurch das Recycling wettbewerbsfähig zur klassischen Verbrennung zu machen. Besonders die Rolle der nicht-spezifischen Bindung von Enzymen sowie inhibierender Begleitstoffe muss untersucht werden. Zellulasen und Polysaccharid-Monooxygenasen können zum kompletten Abbau von Zellulosefasern zu deren monomeren Bestandteilen verwendet werden und sind deshalb vom besonderen Interesse. All diese Enzyme haben Bindungsmodule, die die Enzyme an die Zellulose binden, aber auch zu nicht-spezifischen Bindungen an andere Komponenten in Verbundmaterialien führen können. Die gewonnene Glucose kann wieder für die Produktion neuer Produkte genutzt werden wie z.B. für Chemikalien, Medikamente oder Bioethanol. Am Ende soll eine voll-integrierte Bioraffinerie etabliert werden, die keine Abfallströme mehr aufweist.

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