Auf dem Bio-Betrieb Rutzendorf (150 ha; Marchfeld Niederösterreich), einem Teilbetrieb der Landwirtschaftlichen Bundesversuchswirtschaften (BVW) GmbH, wurde im Jahr 2003 eine umfassende Langzeituntersuchung zur Dokumentation, Entwicklung und Optimierung des biologischen Ackerbaus und von agrarökologischen Begleitmaßnahmen angelegt. Ziel der Untersuchung war die Frage zu beantworten, wie sich eine Umstellung der biologischen Bewirtschaftung und deren Begleitbiotope auf Bodenkennwerte, den Nährstoff-, Humus- und Wasserhaushalt, die Pflanzengesellschaften, das Ertragspotential und die Qualität der Kulturpflanzen, die Fauna sowie die Wirtschaftlichkeit auswirken.

Zur Bewertung der Nachhaltigkeit von viehlosen Bio-Ackerbausystemen wird im Vergleich zu einem Kontrollsystem mit Tierhaltung vom IFÖL seit dem Jahr 2003 ein Langzeitversuch durchgeführt. Dabei werden vier Düngungsvarianten (DV1: nur Gründüngung, DV2: Gründüngung + Biotonnenkompost, DV3: Luzerne abgeführt + Stallmist, DV4: Luzerne abgeführt + Agrogasgülle) unter anderem hinsichtlich Ihrer Auswirkung auf Bodeneigenschaften (Humus- und Nährstoffgehalte, Bodenstruktur), Erträge und Qualitäten der Ernteprodukte untersucht. 

Dieser Langzeitversuch in Rutzendorf ist der einzige biologische bewirtschaftete Dauerversuch in Österreich. Dementsprechend haben die daraus gewonnenen Ergebnisse eine hohe Bedeutung, sowohl für die landwirtschaftliche Praxis als auch für wissenschaftliche Erkenntnisse. Außerdem wurde der Bio-Langzeitversuch von der LTER-Austria–Gesellschaft für ökologische Langzeitforschung als „Regular Site“ eingestuft und ist zusammen mit anderen agrarischen Dauerversuchen Teil des agrarökologischen eLTER Clusters Marchfeld.


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Zusammenfassung MUBIL 2018
Abschlussbericht MUBIL