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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-12-01 - 2020-11-30

Die Durchführung des gegenständlichen Forschungsauftrags dient unter anderem dem Ausbau der Kernkompetenzen der BOKU bzw. des Instituts für Alpine Naturgefahren im Bereich Vulnerabilitätsforschung und Untersuchungen zu dynamischen Risikosystemen. Diesem Ziel folgend stellen sich als Motive für die Abwicklung des Projekts die folgenden Forschungsfragen: Unter Verwendung verschiedener dem BMNT zugänglicher Daten könnte die bisherige Praxis der KNU operationalisiert werden, welche wissenschaftlichen Herausforderungen existieren hierzu in Hinblick auf (a) die Analyse des Schadenpotentials, und (b) die Frage der Schadensanfälligkeit unterschiedlicher Schadenspotential-Kategorien. Darüber hinaus wird untersucht, wie sich Investitionen in Schutzmaßnahmen in der derzeitigen Niedrigzinsperiode wissenschaftlich korrekt abbilden lassen. Folgende Arbeitsschritte sind geplant: Evaluierung der bisherigen Vorgangsweise der KNU der Abteilung Schutzwasserwirtschaft und - basierend auf einem wissenschaftlichen Desktop-Review - Vorschlag von Adaptierungen; insbesondere hinsichtlich einer automatisierten Bewertung gefährdeter Objekte, einschlägigen Schadensfunktionen sowie der Frage der Höhe der Abzinsung. Weitergehende Arbeiten umfassen die Analyse gefährdeter Objekte hinsichtlich Anzahl und Art auf Basis von Geodatenbanken, sowie die Sensitivität der erzielten Ergebnisse hinsichtlich genereller und spezifischer Unsicherheiten, die immanenten Einfluss auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis haben.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-01 - 2022-10-31

Prozesse wie Hochwasser und Muren stellen extreme Ereignisse Wildbach Einzugsgebieten dar. Im Alpenraum kommt es dadurch regelmäßig zu erheblichen Schäden an Siedlungen und Infrastruktur. Derzeitige Ansätze weisen zwei große Mängel auf, die eine zuverlässigere Beurteilung der klimatischen und geomorphologischen Auslösung von Wildbach-Ereignissen in Österreich einschränken: (1) Die Faktoren, die die Verfügbarkeit von Sedimenten beeinflussen, werden nur unzureichend verstanden, und (2) die meisten Ansätze vernachlässigen den tatsächlichen Initiierungsmechanismus und seine Verbindung zu hydrometeorologischen Triggerbedingungen. In diesem Folgeprojekt wollen wir beide Aspekte untersuchen. Aufbauend auf einer außergewöhnlich reichen Zeitreihe von Wildbach-Ereignissen in Österreich und auf den Ergebnissen des DEUCALION II-Projekts (ACRP-7) zu hydrometeorologischen Triggerbedingungen auf langen Zeitskalen wollen wir die fehlende geomorphologische Komponente untersuchen und ein gekoppeltes Suszeptibilitätsmodell entwickeln.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-01 - 2021-10-31

Das Forschungsprojekt pathways untersucht die lokale Anpassungspolitik in den österreichischen Gemeinden auf den Umgang mit Hochwasserrisiko mit dem Hintergrund des Klima- und gesellschaftlichen Wandels. Politische Entscheidungen werden insbesondere durch (1) konkurrierende Interessen aus den verschiedenen Politikfeldern sowie (2) Entscheidungen der Vergangenheit, die auch häufig negative Folgewirkungen haben können, massiv beeinflusst. Um von Ad-hoc-Kosten-Nutzen-Entscheidungen zu einer strategischen Planung im Hochwassermanagement überzugehen, müssen vergangene Entscheidungen, diesich langfristig auf die lokale Entwicklung auswirken, die wiederum zukünftige Entscheidungspfade beeinflussen, genau untersucht und im Entscheidungsprozess mitberücksichtigt werden. Dabei werden politische Entscheidungen auf der lokalen Ebene durch die individuellen politischen Präferenzen, Möglichkeiten und Wahrnehmungen wie z.B. Zeit, Risiko, Unsicherheit und Gerechtigkeit sehr stark beeinflusst. Das Projekt analysiert welche Schlüsselfaktoren die vergangenen politischen Entscheidungspunkte auf der lokalen Ebene beeinflusst haben und wieso bestimmte Entwicklungspfade eingeschlagen wurden und andere Entwicklungspfade wiederum ausgeblendet wurden.

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