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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-01 - 2022-10-31

Prozesse wie Hochwasser und Muren stellen extreme Ereignisse Wildbach Einzugsgebieten dar. Im Alpenraum kommt es dadurch regelmäßig zu erheblichen Schäden an Siedlungen und Infrastruktur. Derzeitige Ansätze weisen zwei große Mängel auf, die eine zuverlässigere Beurteilung der klimatischen und geomorphologischen Auslösung von Wildbach-Ereignissen in Österreich einschränken: (1) Die Faktoren, die die Verfügbarkeit von Sedimenten beeinflussen, werden nur unzureichend verstanden, und (2) die meisten Ansätze vernachlässigen den tatsächlichen Initiierungsmechanismus und seine Verbindung zu hydrometeorologischen Triggerbedingungen. In diesem Folgeprojekt wollen wir beide Aspekte untersuchen. Aufbauend auf einer außergewöhnlich reichen Zeitreihe von Wildbach-Ereignissen in Österreich und auf den Ergebnissen des DEUCALION II-Projekts (ACRP-7) zu hydrometeorologischen Triggerbedingungen auf langen Zeitskalen wollen wir die fehlende geomorphologische Komponente untersuchen und ein gekoppeltes Suszeptibilitätsmodell entwickeln.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2020-03-31

Lawinenprognose besteht aus vielen verschiedenen Faktoren, beginnend bei Wettervorhersage, über Schneehöhen, Schneehöhenverteilungen und Schneedeckenaufbau bis letztendlich Auslauflängen von einzelnen Lawinen. All diese Faktoren können modelliert und somit eine Modellkette zusammengesetzt werden, welche mit den Eingangsdaten Ergebnisse von Wettermodellen sowie bestehenden Schneedeckendaten als Endergebnis mögliche Auslauflängen liefert. Schneedeckenstabilität und Schneedeckenmodellierung sowie die Modellierung von Auslauflängen von Lawinen gehören zum Kernforschungsinteresse der Abteilung Lawinen am Institut für Alpine Naturgefahren an der Universität für Bodenkultur. Die Weiterentwicklung und vor allem auch die Zusammenfügung der einzelnen Modelle, welche dann in Summe die Modellkette bilden, ist demnach von größtem wissenschaftlichen Interesse. Der Zusammenschluss und die Verifizierung einzelner Modellelemente ermöglicht es uns außerdem, unsere Modellannahmen zu verbessern sowie unser Prozessverständnis zu erhöhen. Ebenfalls ist es in unserem Interesse, in Zusammenarbeit mit Praktikern und Praktikerinnen Instrumente zu entwickeln, welche tatsächlich von der Lawinenwarnung sowie zur Berechnung von Lawinenrisiko seitens der Behörden eingesetzt werden können.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-08-01 - 2018-12-31

Machbarkeitsstudie zur Verringerung des Wildholzeintrages aus dem Ferchenbach mit forstlichen und technischen Maßnahmen. Ausgangssituation: Beim Ereignis vom 12. Juni 2018 wurden mehrere 100 fm Wildholz im Einzugsgebiet des Ferchenbaches mobilisiert und in die Partnach transportiert, wobei es zu Schäden und Verklausungen in der touristisch genutzten Klammstrecke kam. Wissenschaftliche Fragestellung: Das Institut für Alpine Naturgefahren ist im Rahmen des ÖWAV-Arbeitsausschusses „Ingenieurbiologische Maßnahmen in der Wasserwirtschaft“ aktiv an der Erstellung des ÖWAV Arbeitsbehelfes „Wildholzmanagement als ingenieurbiologische Herausforderung“ beteiligt. Die Arbeit des Ausschusses soll nun an Hand des Beispiels „Ferchenbach“ nachgeprüft und verifiziert werden. Im speziellen wird die Frage - Mit welchen forstlichen und technischen Maßnahmen kann der Wildholzeintrag am Beispiel des Ferchenbaches reduziert werden? – betrachtet. Ziel: Ausarbeitung von Varianten (ingenieurbiologisch/forstlich/technisch) zur Reduktion des Wildholzeintrages in die Partnach an der Gerinnestrecke von der Mündung des Ferchenbaches in die Partnach bis zur Mündung des Drüsselgrabens in den Ferchenbach.

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