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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-15 - 2020-12-31

Durch die 12 km lange Schluchtstrecke der Naarn oberhalb von Perg, welche zum Großteil sehr dicht und direkt neben dem Gerinne bewaldet ist, herrscht im Einzugsgebiet ein gewisses Wildholzpotential. Im Hochwasserfall wird durch Seitenerosion, Hangrutschungen etc. das sogenannte „Wildholz“ vom Fluss mittransportiert. An Engstellen kommt es durch das mittransportierte Holz zu Verklausungen, die im unterliegenden Siedlungsbereich die Hochwassersituationen negativ beeinflussen. Dies war anlässlich des Hochwassers 2002 an der Naarn zu beobachten. Deshalb sollte eine innovative technische Lösung gefunden werden, die einerseits den natürlichen Abflussbereich geringst möglich beeinträchtigt, andererseits eine hohe Effizienz in der Ausfilterung von Wildholz zeigt. Eine neue Bautype wurde bereits im Rahmen eines konstruktiven Projektes erarbeitet, diese sollte nun in einem physikalischen Modellversuch unter verschiedenen Annahmen getestet werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-12-01 - 2020-11-30

Die Durchführung des gegenständlichen Forschungsauftrags dient unter anderem dem Ausbau der Kernkompetenzen der BOKU bzw. des Instituts für Alpine Naturgefahren im Bereich Vulnerabilitätsforschung und Untersuchungen zu dynamischen Risikosystemen. Diesem Ziel folgend stellen sich als Motive für die Abwicklung des Projekts die folgenden Forschungsfragen: Unter Verwendung verschiedener dem BMNT zugänglicher Daten könnte die bisherige Praxis der KNU operationalisiert werden, welche wissenschaftlichen Herausforderungen existieren hierzu in Hinblick auf (a) die Analyse des Schadenpotentials, und (b) die Frage der Schadensanfälligkeit unterschiedlicher Schadenspotential-Kategorien. Darüber hinaus wird untersucht, wie sich Investitionen in Schutzmaßnahmen in der derzeitigen Niedrigzinsperiode wissenschaftlich korrekt abbilden lassen. Folgende Arbeitsschritte sind geplant: Evaluierung der bisherigen Vorgangsweise der KNU der Abteilung Schutzwasserwirtschaft und - basierend auf einem wissenschaftlichen Desktop-Review - Vorschlag von Adaptierungen; insbesondere hinsichtlich einer automatisierten Bewertung gefährdeter Objekte, einschlägigen Schadensfunktionen sowie der Frage der Höhe der Abzinsung. Weitergehende Arbeiten umfassen die Analyse gefährdeter Objekte hinsichtlich Anzahl und Art auf Basis von Geodatenbanken, sowie die Sensitivität der erzielten Ergebnisse hinsichtlich genereller und spezifischer Unsicherheiten, die immanenten Einfluss auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis haben.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-01 - 2022-10-31

Prozesse wie Hochwasser und Muren stellen extreme Ereignisse Wildbach Einzugsgebieten dar. Im Alpenraum kommt es dadurch regelmäßig zu erheblichen Schäden an Siedlungen und Infrastruktur. Derzeitige Ansätze weisen zwei große Mängel auf, die eine zuverlässigere Beurteilung der klimatischen und geomorphologischen Auslösung von Wildbach-Ereignissen in Österreich einschränken: (1) Die Faktoren, die die Verfügbarkeit von Sedimenten beeinflussen, werden nur unzureichend verstanden, und (2) die meisten Ansätze vernachlässigen den tatsächlichen Initiierungsmechanismus und seine Verbindung zu hydrometeorologischen Triggerbedingungen. In diesem Folgeprojekt wollen wir beide Aspekte untersuchen. Aufbauend auf einer außergewöhnlich reichen Zeitreihe von Wildbach-Ereignissen in Österreich und auf den Ergebnissen des DEUCALION II-Projekts (ACRP-7) zu hydrometeorologischen Triggerbedingungen auf langen Zeitskalen wollen wir die fehlende geomorphologische Komponente untersuchen und ein gekoppeltes Suszeptibilitätsmodell entwickeln.

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