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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-10-01 - 2027-02-28
Klimawandelbedingt nehmen in den Alpen extreme Starkregenereignisse zu, was zusammen mit veränderten Landnutzungen und der Verdichtung von Siedlungen in gefährdeten Räumen die Anforderungen an das Naturgefahrenmanagement deutlich erhöht. Konkret führt die Erderwärmung und ihre Folgen zu einer erhöhten Mobilisierung von Lockermaterial in alpinen Einzugsgebieten, verstärkt durch Starkniederschläge, tauenden Permafrost und Gletscherrückgang. Dadurch steigen bei Wildbachereignissen die Feststofffrachten teils massiv an, mit Schätzungen einer Verdoppelung der transportierten Massen und Veränderungen im Feststoffregime. Zusätzlich entstehen erhebliche organisatorische und finanzielle Herausforderungen bei der Verwendung und Verwertung der anfallenden Sedimente, bedingt durch komplexe rechtliche Rahmenbedingungen (AWG, WRG, MinROG, NatSchG), hohen Flächenbedarf und den Bedarf an Verwaltungsvereinfachungen.
Es besteht daher die Notwendigkeit einer konsistenten Zusammenstellung des aktuellen Wissens zur Feststoff- und Sedimentbilanzierung in alpinen Einzugsgebieten. Dabei ist der vorhandene Wissensstand systematisch aufzubereiten, um Schutz- und Managemententscheidungen künftig belastbar zu unterstützen. Das Weißbuch soll einen fundierten Überblick geben und einen Fragekatalog für zukünftige Schwerpunkte und Programme ableiten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-03-01 - 2029-02-28
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, neue Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Planung dezentraler Retentionsmaßnahmen im Wald zu gewinnen. Dies umfasst die systematische Erhebung bestehender dezentraler technischer Retentionsmaßnahmen in bewaldeten Einzugsgebieten, die Entwicklung einer Methodik zur systematischen Bewertung und Bemessung dezentraler Retentionsmaßnahmen und Modellansätzen zur Bemessung und Simulation der Maßnahmen, die modell- und monitoringbasierte Wirksamkeitsabschätzung sowie die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens und eines umfassenden Maßnahmenkatalogs. Zu den angewandten Methoden zählen die systematische Datenerhebung und -auswertung, die Weiterentwicklung und Anwendung von Modellen wie Zemokost und Raven, die Durchführung von Sensitivitätsanalysen sowie die Integration von Monitoring- und Modellierungsansätzen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-31 - 2028-01-30
Die kartographischen und geographischen Kernbereiche der Risikokommunikation umfassen jene Methoden und Grundlagen, mit denen räumliche Gefahren und daraus resultierende Risiken verständlich, präzise und handlungsorientiert vermittelt werden. Kartographisch stehen dabei die verständliche Visualisierung von Gefahrenräumen, die Reduktion komplexer Modelle auf klare Darstellungen, die Nutzung interaktiver und digitaler Karten sowie die zielgruppenorientierte Gestaltung im Mittelpunkt. Im Fokus der Risikokommunikation im kartographisch-geographischen Kontext steht daher die technologie- und datenbasierte Vermittlung räumlicher Risiko- und Gefahreninformationen, die darauf abzielt, komplexe geographische Zusammenhänge nachvollziehbar darzustellen, Unsicherheiten transparent zu machen und betroffene Akteure zu informierten, präventions- und entscheidungsorientierten Handlungen zu befähigen. Das Projekt RISKCOMM wird hierzu die Grundlagen liefern.