Aktuell wird an einer Empfehlung für den allgemeinen Sprach- und Bildgebrauch an der BOKU gearbeitet. Geschlechterbewusste, diversitätssensible und inklusive Aspekte werden dabei berücksichtigt und praktische Beispiele für den Universitätsalltag ausgearbeitet. Ab Herbst wird allen BOKU Angehörigen eine englische und deutsche Version zur Verfügung stehen.

Sprache ist – und war immer schon – in Bewegung. Sie ist Ausdruck von gesellschaftlichen Entwicklungen und repräsentiert in weiten Teilen unsere Wirklichkeit. 

Unser Anliegen ist es, Sprache möglichst gewaltfrei, inklusiv und diskriminierungskritisch zu verwenden.

An der BOKU hat sich in den letzten Jahren der Stern als Form einer geschlechterbewussteren Schreibweise etabliert. Bei dem Begriff Professor*innen etwa wird sowohl die maskuline als auch die feminine Form sichtbar. Der Stern (auch: Asterisk) macht auf die Konstruiertheit von Geschlecht aufmerksam und schafft einen Raum, der vielfältige Geschlechteridentitäten inkludiert und denkbar macht.

Inklusiver ist Sprache dann, wenn sie möglichst viele Perspektiven, Lebensrealitäten, Personengruppen und Erfahrungswelten in den Blick nimmt, benennt und sichtbar macht. So ist es immer besser, präzise Aufzählungen zu machen anstatt mit einem einzigen Begriff alle* mitzumeinen. Die Verwendung von diskriminierenden Begriffen ist immer zu vermeiden.

Inhalte sind dann inklusiver, wenn Dokumente barrierearmer gestaltet und dadurch etwa für Personen, die assistierende Technologien verwenden, zugänglicher sind.

Ein vielfaltssensibler Sprachgebrauch ermöglicht gleichwertige Repräsentation von allen und schafft Sichtbarkeit für alle Geschlechter. Hier wollen wir Beispiele für die geschriebene Sprache herausgreifen, die im Universitätsalltag nützlich sein können.

Durch die Verwendung von geschlechtsneutralen Begriffen können sich Menschen mit vielfältigen Geschlechtern angesprochen fühlen.

Studierende // Lehrende // Mitarbeitende // Leitung // ...

Ebenso ist die Verwendung von Begriffen mit Stern oder Unterstrich / Gender-Gap für die Wahrnehmung von geschlechtlicher Vielfalt zuträglich:

Kolleg*innen // Vorsitzende*r // Forscher_innen // Leser_innen // ...

Bei direktem schriftlichem Kontakt kann eine geschlechtsneutrale Anrede verwendet werden:

Guten Tag Vorname Nachname // Sehr geehrte*r Vorname Nachname // Liebe*r Vorname // Hallo Vorname

Richtet sich eine E-Mail an mehrere Personen, kann eine geschlechtsneutrale Anrede im Plural verwendet werden:

Sehr geehrte Teilnehmende // Sehr geehrte Interessierte // Sehr geehrte Leitungspersonen // ...

Weitere Informationen und Beispiele können unter folgenden Links abgerufen werden.

Links zu Leitfäden

Warum Kommunikation geschlechtersensibel sein soll, welcher rechtliche Rahmen dafür vorgesehen ist und welche Rolle Barrierefreiheit und technische Infrastruktur spielen, wird in Geschlechtssensible Sprache - Dialog auf Augenhöhe, einem Leitfaden der Gleichbehandlungsanwaltschaft (2021) erklärt.

Eine einfache und leicht zugängliche Aufbereitung von inklusiver und gerechter Sprache bietet der Sprachleitfaden Inklusive Sprache – Was bedeutet das kurz erklärt? der JKU.

Leitfaden geschlechtergerechtes Formulieren und geschlechtersensible Kommunikation, Akademie der bildenden Künste Wien (2019)

Bente Knoll / Elke Szalai, Blickpunkt Gender, Ein Leitfaden zur Mediengestaltung

Gender-inclusive language in English

Guidelines for gender-inclusive language in English, United Nations

Toolbox for gender-inclusive language in English, United Nations

In der TOOLBOX Gender und Diversity in der Lehre stellt die Freie Universität Berlin hilfreiche Informationen zu Gender- und diversitätsbewusster Sprache in der Lehre  

sowie Gender- und diversitätsbewusste Verwendung von Bildern in der Lehre zur Verfügung. 

English Version – Gender Sensitivity in English

English Version – Gender- and Diversity-Conscious Use of Images in Teaching

Tipps zum Gebrauch einer geschlechtergerechteren Sprache

Artikelserie im BOKU Magazin (2016) zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch: Die Artikelserie stellt die verschiedenen kreativen Möglichkeiten zum geschlechtergerechten Formulieren vor, erklärt wie auch akademische Titel und deren Abkürzungen geschlechtergerecht formuliert werden können und gibt Tipps zum Formulieren in englischer Sprache und für eine geschlechtergerechte Bildgestaltung. Download Artikelserie