• Waldbäume durch die Sonnenlicht scheint

    Unsere Wälder nützen und schützen...

  • Klimafitter Mischwald

    ...klimafit machen

  • Keimling Fichte

    ...umsichtig bewirtschaften

  • Verbauch Wildbach

    ...Schutzfunktionen schaffen und erhalten

  • Salamander auf Pilz im Wald

    ...diverse Lebensräume erhalten

Warum Forstwirtschaft?

Der Wald erfüllt eine Vielzahl an wichtigen Funktionen. Er liefert unter anderem nachhaltig den Werk- und Energiestoff Holz und spielt bei der Verminderung klimaverändernder Treibhausgase sowie als Kohlenstoff-Speicher eine wichtige Rolle. Darüber hinaus bietet der Wald Lebensraum für viele, oft seltene, Pflanzen- und Tierarten und steht den Menschen als Erholungsraum zur Verfügung. Insbesondere Bergwälder schützen Siedlungen und Verkehrswege vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Wald wirkt ausgleichend auf das lokale Klima, stellt hochwertiges Trinkwasser bereit und kann mit seiner riesigen Blattmasse der Luft Schadstoffe entziehen. Um die vielfältigen Aufgaben und Funktionen des Waldes unter sich zunehmend verändernden Klimabedingungen für kommende Generationen zu sichern, sind umfassend ausgebildete Forstwirt*innen von besonderer Bedeutung. Das Studium vermittelt dazu, neben breiten forstwirtschaftlichen und ökologischen Grundlagen und Fähigkeiten, vielseitige Kenntnisse aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Projektmanagement für Vorhaben in freier Natur

  • Hältst du dich gerne viel in der Natur auf – und das nicht nur bei Sonnenschein?
  • Reizt es dich, Projekte und Vorhaben akribisch und mit langfristigem Horizont voranzutreiben und dabei viele unterschiedliche ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ansprüche mitzubedenken?
  • Du interessierst dich für Naturwissenschaften und Technik, bist aber auch bereit, sehr anwendungsorientiert an waldbezogenen Projekten zu arbeiten?

    Dann bist du beim Studium der Forstwirtschaft richtig!

Studienplan, LV-Angebot: UH 033 225 Bachelorstudium Forstwirtschaft

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Unsere Wälder nützen & schützen und divers & klimafit machen

Wer heute auf Erholungssuche durch einen Wald spaziert, entdeckt stellenweise ganze Gruppen frisch abgestorbener Bäume. Der Wald leidet besonders unter den Folgen des menschengemachten Klimawandels wie Trockenheit, Sturm oder Waldbränden. Insbesondere in mittleren und tieferen Lagen ist es dringend notwendig, die noch vielerorts dominierenden Fichtenwälder in naturnahe und standortangepasste Mischwälder umzuwandeln und somit auch die Wirtschaftsgrundlage der 214.000 Waldbesitzer*innen in Österreich für die Zukunft zu sichern.Die zahlreichen Schutzwälder in Bergregionen bewahren Siedlungen und Verkehrswege vor Lawinen, Muren, Steinschlag und Rutschungen und sind essentiell für das Zurückhalten von Hochwässern und Bodenerosion. Die Planung und Umsetzung solcher Schutzstrategien erfordert vielfältige technische und waldbezogene Kenntnisse.

Intakte und möglichst naturnahe Wälder oder besondere Schutzgebiete wie Nationalparks stellen wertvolle Lebensräume für viele seltene Arten dar. Weltweit ist ein dramatischer Verlust von Tier- und Pflanzenarten zu beklagen ist – auch darum gilt es, Wälder standortangepasst und artenreich zu erhalten bzw. nachhaltig zu entwickeln. Immerhin ist Österreich fast zur Hälfte von Wald bedeckt und Deutschland zu fast einem Drittel. Nur wenn es gelingt, unsere Wälder zu schützen, intakt und funktionsfähig zu erhalten, steht uns der Rohstoff Holz als klimaschonendes und Kohlenstoff-speicherndes Material für Gebäude, Einrichtungsgegenstände, als stabiler Leichtbaustoff sowie für Papier und innovative Textilien zur Verfügung. Dafür müssen Wälder schonend, umsichtig und auch mit modernsten Geräten und Techniken bewirtschaftet werden. Dafür braucht es gut ausgebildete Menschen, die sich diesen vielfältigen Aufgaben aus unterschiedlichen Blickwinkeln widmen.

Kompetenzen: Naturwissenschaften, Technik und Sozioökonomie

Die Universität für Bodenkultur Wien hat ihre Studien nach einem „3-Säulen-Prinzip“ aufgebaut und vereint Naturwissenschaften, Technik und Sozioökonomie. Im Bachelorstudium „Forstwirtschaft“ erwirbst du dementsprechend Grundlagen aus allen drei Bereichen – was vernetztes Denken und einen lösungsorientierten Blick auf ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Problemstellungen schärft. Du erwirbst Wissen über die Funktionsweise des Ökosystems Wald z.B. aus Botanik, Bodenkunde, Waldklimatologie und Waldökologie. Du erhältst ebenso Kenntnisse aus Waldbau, Ertragslehre und Forstschutz. Dazu kommt ein breites technisches Wissen beispielsweise über Vermessung, Geoinformation, Holzernte, Ingenieurwesen & Baustatik sowie über Wildbach- und Lawinenverbauung. Betriebswirtschaftslehre, Fachplanung zur Waldbewirtschaftung (genannt Forsteinrichtung), die Kenntnis der Holzmärkte und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen aus Recht und Politik runden das Studium ab. In zahlreichen Übungen, bei Exkursionen und während eines vierwöchigen Praktikums setzt du das erworbene Wissen in die Praxis um. Neben den notwendigen Kernveranstaltungen kann das Studium durch Wahlveranstaltungen individuell an deine Interessen und Zukunftspläne angepasst werden.

Waldweg

Verwaltung & Verbände

Baumstamm

Holzindustrie & Handel

Baum Keimling

Forstbetriebe

Salamander auf Pilz

Waldschutz & Schutzwald

Förster im Wald

Forschung & Entwicklung

Karrierechancen: Forstbetriebe, Industrie, Behörden und Verbände

Das Studium qualifiziert für ein berufliches Engagement rund um Wald, Holz und Natur beziehungsweise für einen weiterführenden Masterstudiengang. Rund 300.000 Menschen in Österreich sind in der Forst- und Holzwirtschaft beschäftigt. Als Forstwirt*in bist du als Führungskraft für diesen Bereich ausgebildet und wirst zum Beispiel in einem Forstbetrieb tätig. Das Studium ist jedoch nicht mehr ausschließlich mit dem Berufsbild „Förster*in“ verbunden. Karrierechancen bieten sich auch in der holzverarbeitenden Industrie und im Holzhandel. Die vielseitigen Lehrinhalte mit Praxisbezug qualifizieren dich darüber hinaus für die Planung, Durchführung und Überwachung von ökologischen und technischen Projekten in der Wildbach- und Lawinenverbauung, in Forst-, Natur- und Umweltschutzbehörden oder bei Verbänden und NGOs. National- und Biosphärenparks kommen ebenso als potentielle Arbeitgeber*innen in Frage wie technische Büros. Forstwirt*innen braucht es aber auch an Hochschulen, Universitäten (wie der BOKU) und Forschungseinrichtungen (wie dem Bundesforschungszentrum für Wald), in europäischen und internationalen Organisationen und in der Entwicklungszusammenarbeit. Durch die breite Fächerung der Ausbildung und besonders mit facheinschlägigen Masterstudien eröffnet sich also für die Absolvent*innen ein vielfältiges Tätigkeitsspektrum.

Tätigkeitsfelder

  • Managementaufgaben in Forstbetrieben bzw. Arbeit als Förster:in
  • Tätigkeiten und Leitung in der Wildbach- und Lawinenverbauung
  • Management von Schutzgebieten wie Naturparks, Nationalparks
  • Forst-, Natur- und Umweltschutzbehörden in Bund und Ländern
  • Forstpolitik bzw. Tätigkeit in Verbänden und Interessensvertretungen
  • Planung, Durchführung und Überwachung von Projekten in technischen Büros
  • Arbeit in der holzverarbeitende Industrie oder im Holzhandel
  • Forschung an Universitäten, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen
  • Tätigkeit in europäischen und internationalen Organisationen oder in der Entwicklungszusammenarbeit

Absolventinnen und Absolventen

Studierende erzählen

Weiterführende Masterstudien an der BOKU:

  • Forstwissenschaften
  • Mountain Forestry
  • European Forestry
  • Alpine Naturgefahren / Wildbach- und Lawinenverbauung
  • Phytomedizin (Behandlung von Schäden an Pflanzen)
  • Wildtierökologie und Wildtiermanagement
  • Holztechnologie und Management*
  • Stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe (NAWARO)*
  • Water Management and Environmental Engineering*
  • Natural Resources Management and Ecological Engineering*

*Voraussetzungen laut Studienordnung beachten

WEITSICHT Podcast - Studieren für die Zukunft

Mit: Barbara Öllerer (Studentin), Harald Vacik (Professor), Dagmar Karisch-Gierer (Forstwirtin), Gottfried Kenda (Forstwirt), Stefan Spinka (Forstwirt)