102. ZUG-Minisymposium, 18.1.2024

102. ZUG-Minisymposium, 18.1.2024

Buchpräsentation: Stop Nagymaros! Die Geschichte einer Grenzüberschreitung

Präsentation:
Dr. Daniela Apaydin
Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM)

Moderation:
Assoc. Prof. Dr. Martin Schmid
Zentrum für Umweltgeschichte, Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien

Time / Zeit: Donnerstag, 18.1.2024, 18:00 c.t.
Place / Ort: Universität für Bodenkultur Wien | Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien | Ilse Wallentin Haus | SR 21

Die Ökologiebewegung der 1980er Jahre und mit ihr die Herausbildung neuer Sozialer Bewegungen machten auch vor den Grenzen der Ungarischen Volksrepublik nicht Halt. Als am 12. September 1988 mehrere zehntausend Menschen vor dem ungarischen Parlamentsgebäude gegen das bilaterale Staustufenprojekt an der Donau Gabčíkovo–Nagymaros Vízlépcsőrendszer (GNV) demonstrierten, lagen bereits mehrere Jahre des illegalen Protests auf den Schultern der sogenannten Donaubewegung. Zu Beginn waren es noch vereinzelte Wissenschafter:innen und Intellektuelle, die sich in der Untergrundpresse und in privaten Zirkeln kritisch gegen das kommunistische Megaprojekt äußerten. Doch schon bald entwickelte sich der Fall GNV zu einem Kristallisationspunkt für breitgefächerte Systemkritik. Es war kein Zufall, dass sich unter den Demonstrant:innen auch zahlreiche Österreicher:innen befanden. Vielmehr zeugte ihre Anwesenheit von einem sichtbaren Meilenstein grenzübergreifender Kooperation über den Eisernen Vorhang hinweg. Denn spätestens mit der Beteiligung Österreichs am Kraftwerksbau in Nagymaros geriet der lokale Protest zu einer mitteleuropäischen Angelegenheit.

Daniela Apaydin studierte Journalismus und Unternehmenskommunikation in Graz und Sankt Petersburg und arbeitete daraufhin mehrere Jahre für Medien, NGOs sowie im Bereich Wissenschaftskommunikation. 2013 führte sie das Masterstudium Mitteleuropäische Studien an die Andrássy Universität nach Budapest, wo sie neben ihrer Arbeit als freie Journalistin auch promovierte. Seit 2018 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) tätig.

Download Ankündigung [pdf, 1.174 KB]

>Link zum Buch

101. ZUG-Minisymposium, 23.11.2023

101. ZUG-Minisymposium, 23.11.2023

Just Transition? Energiegeschichte und gesellschaftlicher Wandel

Präsentation:
Univ.-Prof. Dr. Patrick Kupper
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck

Moderation:
Dr. Robert Groß
Zentrum für Umweltgeschichte, Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien

Time / Zeit: Donnerstag, 23.11.2023, 18:00 c.t.
Place / Ort: Universität für Bodenkultur Wien | Standort Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, SR 3a

Die Energiewende bzw. Energy Transition ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Gegenwart. In der politischen Debatte wird sie vorwiegend als technische und ökonomische Problemstellung behandelt. Dies greift viel zu kurz. Vielmehr handelt es sich um eine zutiefst gesellschaftliche Frage und betrifft damit auch die Geistes- und Sozialwissenschaften. Die historisch arbeitenden Wissenschaften haben sich insbesondere zu fragen, ob sich dieser angelaufene, aber noch weitgehend ausstehende Gesellschaftswandel durch eine Analyse der Vergangenheit besser verstehen und bewusster gestalten lässt. Worum geht es: um eine weitere gesellschaftliche Transition oder um einen historisch singulären Richtungswechsel? Wie hängen Energie und Wohlstand, Macht und soziale Gleichheit zusammen? Im Vortrag wird zum einen diskutiert, welche Antworten die energiehistorische Forschung auf diese Fragen bereithält und wo weiterer Forschungsbedarf besteht, und zum anderen, welche Herangehensweisen analytisch gewinnbringend sind und welche Perspektiven sie eröffnen.

Download Ankündigung [pdf, 712 KB]

SAVE THE DATE: 18.1.2024: Daniela Apaydin: Buchpräsentation „Stop Nagymaros! Die Geschichte einer Grenzüberschreitung“

Archive ZUG-Minismyposia