6. ONLINE ZUG-Minisymposium, 20.1.2022

6. ONLINE ZUG-Minisymposium, 20.1.2022


Das „1950er Syndrom“ anders denken. Zur Geschichte des erdölbasierten Energieregimes in Westeuropa

Präsentation:
Mag. Dr. Robert Groß
Zentrum für Umweltgeschichte
Institut für Soziale Ökologie, BOKU

Moderation:
Priv.-Doz. Mag. Dr. Gertrud Haidvogl
Zentrum für Umweltgeschichte
Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, BOKU

Time / Zeit: Donnerstag, 20. Jänner 2022, 18:15 - 19:15 Uhr
Place / Ort: online via Zoom

Wir ersuchen um Anmeldung unter umweltgeschichte[at]boku.ac.at. Die Zugangsdaten werden Ihnen vor der Veranstaltung zugesandt.


Abstract:
Die langfristige relative Verbilligung fossiler Energieträger seit den 1950er Jahren stellt die wichtigste Ursache für den verschwenderischen Umgang mit Rohstoffen und Energie dar, so die Kernaussage der These des „1950er Syndroms“. Kritiker merkten bereits früh an, dass die These zu kurz greife, immerhin würde das billige Erdöl ja nicht von selbst fließen. Man könnte aber noch einen Schritt weiter gehen: Selbst wenn das Erdöl von selbst fließen würde, ließen sich mit Rohöl weder Autos noch Fabriken antreiben und auch keine Kunststoffe oder Düngemittel produzieren. Erst der Aufbau einer westeuropäisch vernetzten Raffinerieindustrie ermöglichte den Umbau der kohlebasierten Energiesysteme, die relative Verbilligung von Treibstoffen an den Zapfsäulen und führte zu veränderten Konsummustern und den damit verbundenen Umweltproblemen.
Dieser Vortrag berichtet aus einem laufenden Forschungsvorhaben und widmet sich neben den Erdölraffinerien, dem Marshall Plan und der Etablierung internationaler Organisationen auch der Frage der historischen Ursachen gegenwärtiger ökologischer Herausforderungen.

Download Ankündigung [pdf, 245 KB]

5. ONLINE ZUG-Minisymposium / 14th Rachel Carson Center Lecture, 9.12.2021

5. ONLINE ZUG-Minisymposium / 14th Rachel Carson Center Lecture, 9.12.2021


The rivers of Rio de Janeiro: urban nature at work in the early 20th century

Presentation:
Prof. Lise Sedrez, Ph.D.
Instituto de História
Universidade Federal do Rio de Janeiro

Moderation:
Assoc. Prof. Mag. Dr. Martin Schmid
Centre for Environmental History, Institute of Social Ecology (SEC)
University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna

Time / Zeit: Thursday, December 9th,  2021, 18:15 - 19:15 Uhr
Place / Ort: online - please zoom in https://bokuvienna.zoom.us/j/92334054146
Meeting-ID: 923 3405 4146


Abstract:
Rio de Janeiro's rivers are more than just part of the city's scenery. They work endlessly to bring nutrients, make industrial and domestic life viable, and they often hide, buried underground or repressed by rigid canal walls. And sometimes they remind us of their existence, in floods or droughts. Studies of the city of Rio de Janeiro in the 20th century should uncover these multiple roles of urban rivers, organic machines that are important arteries of urban nature. (This research is a partnership with Dr. Bruno Capilé, and is also part of the new ImagineRio narratives / Rice University).

Download Ankündigung [pdf, 400 KB]


SAVE THE DATE: 20.1.2022, 18.15 Uhr
Robert Groß: Das „1950er Syndrom“ anders denken. Zur Geschichte des erdölbasierten Energieregimes in Westeuropa

4. ONLINE ZUG-Minisymposium / Umweltgeschichte im Dialog, 6.5.2021

4. ONLINE ZUG-Minisymposium / Umweltgeschichte im Dialog, 6.5.2021


Die Aschacher Mautprotokolle. Die Donau in der Handels-, Konsum-, Verkehrs- und Umweltgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts

Präsentation:
PD Mag. Dr. Peter Rauscher
Mag. Andrea Serles

Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien

Moderation:
Assoc. Prof. Mag. Dr. Martin Schmid
Zentrum für Umweltgeschichte
Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien

Time / Zeit: Donnerstag, 6. Mai 2021, 18:15 - 19:15 Uhr
Place / Ort: online via Zoom. Bitte verwenden Sie diesen Link https://bokuvienna.zoom.us/j/99331957972


Abstract:
Mit einem Einzugsgebiet von ca. 817.000 km2 und einer Länge von 2.850 km bilden die Donau und ihre Nebenflüsse das zweitgrößte Flusssystem Europas. Wegen der wesentlich besseren Energieeffizienz der Binnenschifffahrt gegenüber dem Landtransport und der dichten Städte- und Gewerbelandschaften spielte besonders die Obere Donau zwischen Ulm und Wien eine zentrale Rolle für den Güterverkehr vor der Eisenbahnära. Die Bearbeitung von seriell überlieferten Quellen ermöglicht einen detaillierten Blick unter anderem auf Handelskonjunkturen, Veränderungen im Konsumverhalten, das Transportaufkommen sowie auf die Akteure des Güteraustausches (Händler und Schiffmeister). Mit den im Oberösterreichischen Landesarchiv überlieferten „Protokollen der Maut zu Aschach“ (1627–1775) werden seit 2013 am Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien die umfangreich erhaltenen Rechnungsbücher einer Donaumaut mithilfe von Online-Datenbanken erschlossen. Sie bilden die quantitativ umfangreichste und qualitativ aussagekräftigste Quelle zur Erforschung von Handel und Transport zwischen Österreich und seinen westlichen Nachbarländern im 17. und 18. Jahrhundert.
Vorgestellt werden neben dem Wirtschaftsraum der Oberen Donau und dem Projekt „Der Donauhandel“ vor allem unterschiedliche Möglichkeiten der Auswertung der Aschacher Mautprotokolle. Diese gehen weit über den engeren wirtschaftsgeschichtlichen Kontext hinaus und berühren auch Themen der Migrations-, Militär- und Umweltgeschichte der Frühen Neuzeit.

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