Hintergrund
Der internationale Forschungs- und Innovationssektor hat in den vergangenen Jahren eine neue geopolitische Bedeutung erlangt. Wissenschaftliche Erkenntnisse, Schlüsseltechnologien, Daten und kritische Rohstoffe sind zu strategischen Ressourcen geworden.
Zahlreiche Technologien – insbesondere in den Lebens-, Umwelt-, Klima-, Energie- und Materialwissenschaften – besitzen Dual-Use-Potenzial: Sie können sowohl zivil als auch militärisch oder sicherheitsrelevant genutzt werden.
Einzelne Staaten nutzen internationale Kooperationen gezielt, um technologisches Know-how zu erwerben, strategische Abhängigkeiten aufzubauen oder Einfluss auf wissenschaftliche Diskurse zu nehmen.
Für Universitäten entstehen daraus neue Herausforderungen. Neben klassischen Fragen wissenschaftlicher Qualität und Integrität rücken Aspekte wie ungewollter Wissenstransfer, ausländische Einflussnahme und Schutz sensibler Infrastrukturen in den Fokus und tragen so zur Entstehung einer neuen querschnittlichen Disziplin bei: Forschungs- und Wissenssicherheit.