Diskussion mit Rotraud A. Perner

Dass es im Arbeitsfeld "Wissenschaft" epistemische Gewalt gibt, wird seit einiger Zeit erforscht. Dass es auch sexuelle Gewalt gibt, wurde erst unlängst nach wiederholtem Protest geächtet. Dass aber strukturelle Gewalt gewohnheitsmäßig als ganz normal "übersehen" wird, erstaunt doch einigermaßen - führt sie doch zu einem Potenzialverlust und damit auch zu einem externen Wettbewerbsnachteil. Deshalb sollen Inhalte und Formen, Motive und Ziele aber auch Alternativen aufgezeigt werden.

Rotraud Perner ist Juristin, Theologin und Psychotherapeutin und betreut in den vergangenen Jahren verstärkt Wissenschaftler und vor allem Wissenschaftlerinnen, die verschiedenen Formen struktureller Gewalt im universitären wie außeruniversitären Wissenschaftsbetrieb ausgesetzt sind. Im ersten Teil der Veranstaltung analysiert sie in einem Vortrag ihre Erfahrungen mit Betroffenen. Im zweiten Teil folgen eine Podiumsdiskussion mit verantwortlichen Funktionsträgern und Experten sowie eine Plenumsdiskussion. Betroffenenberichte sind erwünscht.

030616, 16:00-20:00, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien

Podium:

- Univ.Prof.in i.R. Dr.in Rotraud A. Perner

- BMin a.D. Abg.z.NR Ao.Univ.Prof.in Dr.in Beatrix Karl, Präsidentin des Vereins der StipendiatInnen und Alumni/Alumnae der ÖAW-Stipendienprogramme

- Dr.in Irene Suchy, ORF, Lektorin Uni Wien und Musikuni Wien

- Univ.Doz.in Dr.in Jutta Fiegl, Vizerektorin der Sigmund Freud Universität Wien

- Univ.Prof. Dr. Friedrich Schipper, Pan-Europäische Universität Bratislava, ehem. Betriebsrat der Uni Wien

Moderation: Mag.a Christine Tragler, Redakteurin Wissen und Gesellschaft (Der Standard)

Kontakt: Friedrich Schipper alumni(at)oeaw.ac.at

Information: http://www.oeaw.ac.at/veranstaltungen-kommunikation/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/article/strukturelle-gewalt-im-wissenschaftsbetrieb/


30.05.2016