Das TTE hat ihre Wurzeln in den Agrarwissenschaften und stellt dort in Form der Tierernährung eine unverzichtbare Kernkompetenz bereit. Im Zentrum der Tierernährung steht die sachgemäße Tierfütterung (Nährstoffbedarf des Organismus – Nährstofflieferung durch die Nahrung – Beurteilung von Bioverfügbarkeit bzw. antinutritiven Inhaltsstoffen der Nahrung). Darüber hinaus ist die Tierernährung einer der quantitativ bedeutsamsten Einflussfaktoren der Emissionen umweltrelevanter Stoffe (CO2, CH4, N2O, NOx, NH3, P, usw.) und des Wasserverbrauchs bei der Primärproduktion von Lebensmitteln.

Die Steigerung der Ressourceneffizienz entlang der Prozesskette von der Erzeugung bis hin zum Verbraucher muss daher im Fokus einer zukunftsorientierten Nutztierforschung stehen. Die Tierernährung nimmt in dieser Kette durch die quantitative Erfassung des Energie- und Nährstofftransfers vom Futtermittel in tierische Leistung und Lebensmittel tierischer Herkunft eine zentrale Rolle ein.

FORSCHUNGSTHEMEN:

  • Aminosäurebedarf (Tryptophan, Lysin, Threonin, Valin)
  • Einsatz von heimischen Futtermitteln (z.B. Vollfett-Sojabohnen, Hirse ) bei Monogastriern
  • Charakterisierung von heimischen Proteinträgern in der Wiederkäuerernährung, Eignung landwirtschaftlicher und industrieller Nebenprodukte (z.B. Trockenschlempe, Weizenkleie) als hochwertige Futtermittel
  • Verarbeitung von Futtermittelnund Auswirkungen auf die Futterqualität und Tierleistung
  • Optimierung der Nährstoffnutzungseffizienz zur Reduktion umweltrelevanter Emissionen mittels  z.B. Benzoesäure, Tonmineralien, Phytase, Silierung, usw.
  • Einsatz zootechnischer Futtermittelzusatzstoffe (Organische Säuren, Enzyme, Probiotika, Prebiotika, Phytobiotika, seltene Erden, etc.)
  • Einfluss von unerwünschten Stoffen (z.B. Mykotoxine) auf die Mast- und Schlachtleistung