Forschung

Entsprechend dem Drei-Säulen-Prinzip der BOKU (Verbindung von Technik, Naturwissenschaften und Wirtschafts-, Sozial- und Rechtwissenschaften) entwickeln wir innovative Konzepte, Methoden und Verfahren

• zur Planung und Evaluierung von Abfallvermeidungsmaßnahmen,
• zur Schließung von natürlichen und anthropogenen Stoffkreisläufen,
• zur emissionsarmen Abfallbehandlung sowie
• zur Nachsorge und Monitoring von Deponien und Altablagerungen.

Die weltweite Verflechtung von Wirtschaft und Stoffströmen erfordert es, Abfallströme in einem umfassenden Zusammenhang zu analysieren und länderübergreifend Lösungen zu finden.

Unsere aktuellen Forschungsbereiche sind:

Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2025-08-19 - 2025-11-18

Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket schreibt deutlich höhere Recyclingquoten vor, als sie derzeit in Österreich erreicht werden – insbesondere in städtischen Gebieten stellt dies eine große Herausforderung dar. Es wurden bereits in unterschiedlichen Studien wesentliche Parameter identifiziert, die signifikante Unterschiede bezüglich sowohl Menge und Zusammensetzung als auch Erfassungsgrade erklären. Dazu zählen landesgesetzliche Rahmenbedingungen, die abfallwirtschaftliche Situation vor Ort, sozio-ökonomische Faktoren und die Struktur des Entsorgungsgebietes. Ziel der Untersuchung ist es, Zusammenhänge zwischen städtischen Siedlungsstrukturen und den erzielbaren Erfassungsgraden von Altstoffen zu analysieren, diesbezüglich erklärende Faktoren für Unterschiede zwischen (groß-)städtischen und sonstigen Siedlungsstrukturen zu identifizieren und, wenn möglich, zu quantifizieren, und wissenschaftlich fundierte, verständliche Aussagen dazu zusammen zu stellen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2025-03-12 - 2025-10-11

Auf Basis des entwickelten Leitfadens zur Erhebung des Lebensmittelabfallaufkommens in Südtirol entsprechend der EU-Berichtspflicht liegt nun eine Grundlage für mögliche, anzuwendende EU-konforme Methoden vor. Das methodische Spektrum auf Basis der EU-Vorgaben reicht von direkten Messungen, Massenbilanzen, Fragebögen, Koeffizienten und Abfallsortieranalysen. Besonders bei den Stufen 1) Gaststätten und Verpflegungsdienstleistungen sowie 2) privaten Haushalten besteht die Herausforderung, dass der Anteil der Lebensmittelabfälle nur mit aufwendigen Methoden bestimmbar ist, da Lebensmittelabfälle mit anderen (Nicht-Lebensmittel-)Abfällen vermischt ist sowie da die Herkunft nach Branchen nicht direkt erhebbar ist. Das Ziel des Projekts besteht darin, ein Erhebungstool für die effiziente Planung und Auswertung von Analysen des Lebensmittelabfallaufkommens bei Gaststätten, Tourismus und privaten Haushalten zu entwickeln. Dieses Tool soll es erlauben, Verwiegungen und Sortieranalysen von gemischtem Siedlungsabfall (Restmüll) und Biotonnenmaterial effizient zu planen, wobei Ansprüche an die Repräsentativität und ausreichenden, zu erwartenden Genauigkeit der Ergebnisse erfüllt werden sollen und dabei die Probenanzahl und -masse im Sinne der Analysekosten so gering wie möglich auszulegen ist. Als erwartetes Ergebnis soll ein MS Excel ©-basiertes Erhebungstool vorliegen, das die Voruntersuchung (d.h. Eingabe der regionalen Grundlagendaten), die Ermittlung des erforderlichen Probemasse und Einzelprobenanzahl, die repräsentative Ziehung der Einzelproben, Eingabe bzw. Übertragung der Analysedaten und die Auswertung ermöglichen soll.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2024-12-10 - 2025-12-09

Im Jahr 2023 wurde vom Institut für Abfall-und Kreislauftwirtschaft der Universität für Bodenkultur in Wien in Zusammenarbeit mit der Tafel Österreich die Wanderausstellung „GewissensBISS - geerntet.gekauft.gekübelt“ zur Lebensmit-telabfallvermeidung entwickelt. In ihrem ersten Einsatzjahr erreichte sie mehr als 5.000 Schüler*innen. Die Wanderausstellung zeigte bereits in einer ersten Evaluation große Erfolge und konnte erwiesenermaßen das Wissen der Besucher*innen erweitern sowie das Interesse am Thema von Schüler*innen zwischen 11 und 17 Jahren wecken. Eine Evaluierung von durchgeführten Unterrichtseinheiten (Arbeitsblätter und Workshops) durch das Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft zeigt, dass die eigenen Eltern für die Schüler*innen die wichtigsten Ansprechpartner*innen darstellen, allerdings ist nicht bekannt, wie diese am effektivsten im Sinne von Reichweite und Wissenstransfer erreicht werden können. Folgende Forschungsfragen sollen im Rahmen des Projektes behandelt werden. 1) Wie viele Eltern werden von ihren Kindern über die Ausstellung informiert und welche Informationen erhalten sie? Kann die Reichweite des Wissenstransfers durch den Einsatz gezielten Information der Eltern im Vorfeld erhöht werden? 2) Wie kann eine Verhaltensänderung in Haushalten nach der Durchführung von bewusstseinsbildender Unterrichtsgestaltung in Zukunft forciert und verbessert werden? Gibt es Wege die Familien der Kinder aktiv miteinzubeziehen?

Betreute Hochschulschriften