Forschung
Forschung
Entsprechend dem Drei-Säulen-Prinzip der BOKU (Verbindung von Technik, Naturwissenschaften und Wirtschafts-, Sozial- und Rechtwissenschaften) entwickeln wir innovative Konzepte, Methoden und Verfahren
• zur Planung und Evaluierung von Abfallvermeidungsmaßnahmen,
• zur Schließung von natürlichen und anthropogenen Stoffkreisläufen,
• zur emissionsarmen Abfallbehandlung sowie
• zur Nachsorge und Monitoring von Deponien und Altablagerungen.
Die weltweite Verflechtung von Wirtschaft und Stoffströmen erfordert es, Abfallströme in einem umfassenden Zusammenhang zu analysieren und länderübergreifend Lösungen zu finden.
Unsere aktuellen Forschungsbereiche sind:
Neueste SCI Publikationen
Neueste Projekte
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-09-01 - 2028-08-31
Die Wanderausstellung „Power on! - Elektrogeräte im Kreislauf“ vermittelt anschaulich, wie Elektrogeräte nachhaltiger genutzt werden können. Im Mittelpunkt stehen die Themen Ressourcenschonung, Reparatur, Wiederverwendung und Recycling. Besucherinnen und Besucher erfahren, welche wertvollen Rohstoffe in Alltagsgeräten wie Smartphones, Laptops oder Haushaltsgeräten stecken und welche ökologischen Folgen eine kurze Nutzungsdauer hat.
Anhand interaktiver Stationen, anschaulicher Beispiele und verständlicher Informationen zeigt die Ausstellung den Lebenszyklus von Elektrogeräten – von der Rohstoffgewinnung über Produktion und Nutzung bis zur Wiederverwendung und zum Recycling. Gleichzeitig werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für Konsumentinnen und Konsumenten aufgezeigt, etwa Reparieren statt Wegwerfen, Nutzung von Refurbished-Geräten, Weitergeben gebrauchter Geräte oder korrektes Entsorgen von Elektroaltgeräten. Die Wanderausstellung wird primär für Schulen mit Fokus auf Sekundarstufe 1 konzipiert kann aber flexibel in Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Bibliotheken oder bei Veranstaltungen eingesetzt werden. Ziel ist es, Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft zu schaffen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Elektrogeräten zu fördern.
Die Wanderausstellung wird in erster Linie für Schulen konzipiert (Altersgruppe ab 12 Jahren), wird darüber hinaus aber auch an anderen Standorten / Events angeboten (z.B. Wiener Mistfest). Es erfolgt eine Bewertung des Erfolgs der Ausstellung
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-09-01 - 2028-02-29
Das Projekt AVÖL zielt darauf ab, die Datengrundlage zu vermeidbaren Lebensmittelabfällen in der österreichischen Lebensmittelindustrie und im Lebensmittelgewerbe umfassend zu aktualisieren und daraus wirksame Maßnahmen zur Abfallvermeidung abzuleiten. Ausgangspunkt ist, dass die derzeit verfügbaren branchenspezifischen Daten auf Erhebungen aus den Jahren 2015/2016 beruhen und damit für aktuelle politische, betriebliche und ökologische Anforderungen nur noch eingeschränkt aussagekräftig sind. Im Projekt sollen daher durch branchenweite Befragungen ausgewählter Unternehmen der österreichischen Lebensmittelindustrie, qualitative Interviews und Abfallsortieranalysen aktuelle Mengen, Ursachen, Zusammensetzung und Entsorgungswege von Lebensmittelabfällen sowie ergänzend auch Verpackungsabfälle erhoben werden. Darauf aufbauend werden bestehende Abfallvermeidungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Effizienz bewertet und mindestens fünf konkrete Maßnahmen in Partnerbetrieben umgesetzt, begleitet und evaluiert. Neben der Erarbeitung belastbarer Daten und praxisnaher Handlungsempfehlungen soll zudem ein Netzwerk zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Lebensmittelindustrie aufgebaut werden, um den Wissenstransfer und die langfristige Umsetzung in der Branche sicherzustellen. Damit leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zur Ressourcenschonung, Kostensenkung und Reduktion von Umweltbelastungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-09-01 - 2026-11-30
Untersuchungen zeigen, dass bei vielen Schulen in Wien regelmäßig große Mengen an Lebensmittelüberschüssen beim Mittagessen entstehen. Trotz Bemühungen die Bestellmengen zu optimieren, bleibt das Abfallaufkommen hoch. Bereits ausgegebene Speisen dürfen aus hygienischen Gründen nicht weiterverwendet werden. Auch ungeöffnete, aber erwärmte Speisen wären grundsätzlich noch genießbar, können jedoch mangels geeigneter Kühlmöglichkeiten nicht weitergegeben werden und müssen entsorgt werden. Gleichzeitig besteht bei sozialen Einrichtungen ein laufender Bedarf an Lebensmitteln, der derzeit aufgrund logistischer und rechtlicher Hürden nicht ausreichend gedeckt werden kann. Dadurch bleibt ein großes Potenzial zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung ungenutzt. Erst kürzlich wurden rechtliche und hygienische Bedenken seitens MA56 (Schulen) und MA 59 (Marktamt) geklärt und einer Weitergabe von Lebensmitteln aus dem Schulcatering steht bei entsprechender Kühlung der Lebensmittel nichts mehr im Wege.
Ziel des Projekts ist die Anschaffung und Implementierung von fünf Schnellkühler/ Schockfrostern an ausgewählten Schulstandorten. Diese ermöglichen eine schnelle und hygienisch sichere Abkühlung von überschüssigen, originalverschlossenen Speisen (z. B. von +65 °C auf +3 °C), sodass diese gesetzeskonform an soziale Einrichtungen weitergegeben werden können.
Das Projekt umfasst die Auswahl, Beschaffung und Installation der Geräte für im Vorfeld identifizierte Schulen und gemeinnützige Einrichtungen. Durch die Zusammenarbeit zwischen Schulen und sozialen Einrichtungen sollen langfristige regionale Kooperationen aufgebaut und Lebensmittelabfälle reduziert werden.