Forschung
Forschung
Entsprechend dem Drei-Säulen-Prinzip der BOKU (Verbindung von Technik, Naturwissenschaften und Wirtschafts-, Sozial- und Rechtwissenschaften) entwickeln wir innovative Konzepte, Methoden und Verfahren
• zur Planung und Evaluierung von Abfallvermeidungsmaßnahmen,
• zur Schließung von natürlichen und anthropogenen Stoffkreisläufen,
• zur emissionsarmen Abfallbehandlung sowie
• zur Nachsorge und Monitoring von Deponien und Altablagerungen.
Die weltweite Verflechtung von Wirtschaft und Stoffströmen erfordert es, Abfallströme in einem umfassenden Zusammenhang zu analysieren und länderübergreifend Lösungen zu finden.
Unsere aktuellen Forschungsbereiche sind:
Neueste SCI Publikationen
Neueste Projekte
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-10-01 - 2027-04-30
Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer rechtskonformen und praxisnah umsetzbaren Methodik zur qualitativen und quantitativen Bestimmung des Störstoffanteils in Altpapiermischungen zur Sicherstellung der Einhaltung der Anforderungen der Norm EN 643 für die Sorten 1-4. Die Methodik soll auf einer Kombination aus optischen und manuellen Analyseverfahren nach repräsentativer Probenahme von Altpapiermischungen nach Sortenreinheit in Form von Schüttgut oder Ballen basieren und mit einfachen betrieblichen Mitteln durchführbar sein. Auf Grundlage statistischer Varianz- und Stichprobenansätze werden Probenahme- und Analysestrategien, Auswerteparameter sowie Prüfintervalle definiert, die auf bestehenden Industriestandards, Normen und gesetzlichen Grundlagen (z.B. bestehende nationale Abfallende-Verordnungen zu anderen Abfallarten) aufbauen. Probenahme- und Analysestrategien sind nach konkreten Anwendungsfällen und Genauigkeitsansprüchen auszurichten, um den Analyseaufwand und (Informations-) Nutzen zu optimieren.
Projektziele umfassen (1) die Erarbeitung einer standardisierten Vorgehensweise zur Störstoffbestimmung, (2) die Entwicklung eines Analysekonzepts, (3) die Ableitung statistisch fundierter Probenahmefrequenzen, und (4) die Validierung unter realen Betriebsbedingungen.
Die Methodik basiert auf (1) auf der Analyse von Literatur, Normen (EN 643, Sortierstandards) und gesetzlicher Vorgaben (für vergleichbare Abfallarten mit Abfallendeverordnungen), (2) der Entwicklung eines Stichprobendesigns auf Varianzbasis, (3) der Kombination manueller Sortieranalyse mit optischen Hilfsmitteln, (4) Feldtests in Modellbetrieben, und (4) dem Vergleich der Ergebnisse mit Normgrenzwerten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-10-01 - 2027-02-28
Die Ergebnisse eines bestehenden Modells zur Abschätzung eines Kostenteilungsschlüssels betreffend Mitsammlung von Verpackungen als Anteil der Originalsammelware ist nun nicht mehr vollumfänglich gültig, da die PPK-VP-Anteile in der Zwischenzeit, u.a. wegen vermehrtem Online-Handel und Rückgang der NVP-PPK-Anteile, sehr deutlich gestiegen sind. Das bestehende Modell inkl. Modellparameter ist daher anhand von realen Daten zu evaluieren und zu kalibrieren, um eine Neuermittlung des Kostenteilungsschlüssels durchführen zu können.
Ziel des Projekts ist die Validierung und Kalibrierung der Modellparameter, um (1) den Kostenanteil der Verpackungssammlung an der PPK-Sammlung bei variierendem Massenanteil unter realen (d.h. nicht nur modellhaft angenommenen) Rahmenbedingungen und Optionen zur Tourengestaltung und -optimierung (z.B. Abfuhrintervalle) zu ermitteln und weiters (2) die Tourenplanung bei der PPK-Sammlung zu optimieren.
Als Grundprinzip der Methodik sollen Sammeltouren begleitet und mittels Sortieranalysen und Pressversuchen beprobt werden, für die auf Basis der sozioökonomischen Struktur ein besonders niedriger bzw. hoher Verpackungsanteil in der Größenordnung von 25 bis 45 Masse-% Verpackungsanteil erwartet werden kann. Die Begleitung der Sammeltouren umfasst im Wesentlichen die Weg-Zeit-Dokumentation (GPS-unterstützt) und Erhebung von Behältervolumen, -anzahl und -füllgrad. Sortieranalysen umfassen repräsentativ gezogene Behälter die kurz vor der jeweiligen Sammeltour mittels Umleerverfahren gezogen und anschließend mittels manueller Sortierung nach wenigen, relevanten Fraktionen analysiert werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-10-06 - 2026-12-05
Die Produktion von Lebensmitteln erfordert einen hohen Aufwand an Ressourcen und Energie, was zur Freisetzung von Emissionen führt, insbesondere von Treibhausgasen (THG) in Form von Methan und Lachgas aus der Tierhaltung und dem Einsatz von Düngemitteln. Diese Emissionen sind umsonst, wenn die Lebensmittel nicht verzehrt, sondern stattdessen verschwendet werden. Es liegt auf der Hand, dass eine Verringerung der Lebensmittelverschwendung die Emissionen senken und somit unsere Umwelt schonen kann.
Im Rahmen der Plattform Lebensmittel-Drehscheibe Kostbar Markt sollen Lebensmittel aus Landwirtschaft und Produktion an mildtätige Einrichtungen vermittelt werden und so zur Vermeidung von Lebensmittelabfall beigetragen werden. Es ist wesentlich die Umwelteinsparungen, die durch die Nutzung von Lebensmitteln aus der Landwirtschaft, die ursprünglich entsorgt wurden, generiert werden, entsprechend auch sichtbar zu machen. Für das Reporting soll neben den vermittelten Mengen auch der daraus resultierenden CO₂-Impact abgebildet werden.
Ziel des angebotenen Projektes ist daher eine Datenbasis zur Verfügung zu stellen, die diese Umrechnung der vermiedenen Abfallmengen in eingesparte Treibhausgasemissionen ermöglicht.