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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-07-15 - 2028-01-14

Ziel des Projekts ist es, ein Verständnis für die Mechanismen zu entwickeln, durch die natürliche, anthropogene und baubedingte Trübungsfaktoren den Liesingbach beeinflussen. Zu diesem Zweck werden Datensätze zu Trübungswerten und Schwebstoffkonzentrationen entlang des Liesings sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Auflösung erhoben. Diese dienen dazu, die Bauarbeiten am Liesing im Rahmen einer wissenschaftlichen Analyse zu dokumentieren. Die räumliche Auflösung soll Aufschluss darüber geben, über welche Entfernung sich die durch Bautätigkeiten verursachte Trübung flussabwärts ausbreitet. Durch Baustellen verursachte Trübungsspitzen sollen mit Trübungsereignissen anderer Ursachen verglichen werden. Anschließend sollen die Trübungsereignisse hinsichtlich ihrer Zusammenhänge, ihrer Ursachen und ihres Hydrographen untersucht werden. Die Forschungsergebnisse sollen als Grundlage für die Optimierung künftiger Bauprojekte im Hinblick auf die Verringerung der durch Bautätigkeiten verursachten Trübung dienen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-02-01 - 2027-01-31

Das Projekt zielt darauf ab, die statische Belastung von Fassaden durch Kletterpflanzen – unter Windlasten und Zugkräften – systematisch zu untersuchen. Das geplante Projekt bildet die Sondierung für ein darauf aufbauendes, mehrjähriges Collective Research Project. In dieser einjährigen Projektphase sollen die wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Grundlagen für die Entwicklung eines standardisierten Verfahrens zur statischen Bewertung von Fassadenbegrünungen gelegt werden. Im Zentrum steht die systematische Aufarbeitung des Forschungsstandes zu Windlasten, Zugkräften und Eigengewichten bei begrünten Fassaden mit Kletterpflanzen. Internationale Studien, geltende Normen und bestehende methodische Ansätze werden analysiert und hinsichtlich ihrer Relevanz und Anwendbarkeit geprüft. Darauf aufbauend wird ein Mess- und Simulationskonzept entwickelt, das sowohl Windkanalversuche als auch Freiluftmessungen berücksichtigt. Parallel dazu erfolgt die technische und methodische Vorprüfung parametrischer Modellansätze und KI-gestützter Datenverarbeitung zur Simulation statischer Belastungen und zur Erfassung gewachsener Realstrukturen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Definition geeigneter, repräsentativer Versuchsaufbauten sowie der Auswahl relevanter Pflanzenarten, Rankhilfesysteme und Messstandorte für das Folgeprojekt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-02-01 - 2028-03-31

Gebäudebegrünungen sind eine der vielversprechendsten Maßnahmen, um im städtischen Kontext dem Klimawandel naturbasiert entgegenzuwirken. Beschattung, Verdunstungskühlung, Regenwasserrückhalt, Verringerung der sommerlichen Aufheizung und Minderung des Hitzeinseleffektes sind nur ein Teil der zugeschriebenen positiven Eigenschaften. Im Gegensatz zu statischen, anorganischen Bauteilen, ist jedoch die Quantifizierung und Normierung der dynamischen, organischen Pflanzenbauteile ungleich schwieriger. Insbesondere die erst langsame Zunahme der Funktionalität im Rahmen der ersten Wachstumsjahre stellt zeitliche begrenzte Forschungsprojekte vor große Herausforderungen. Im Rahmen der F&E Dienstleistung MARGRET (2023-2025) wurden durch das Projektkonsortium fünf verschiedene Fassadenbegrünungen und ein Dachbegrünungsteststand errichtet und bepflanzt, die an einer – mit umfassender Sensorik ausgestatteten – Fassadenprüfbox im Detail vermessen wurden. Die Innovationen in diesem Folgeprojekt liegen im Vorhandensein bereits fast ausgewachsener, großer Fassadenbegrünungselemente und einer Dachbegrünung in ausgezeichnetem Zustand, der umfassenden messtechnischen Ausstattung, und in dem bereits konzentrierten Know-how im Konsortium und dem Fokus auf innovative Fragestellungen in drei Themenbereichen: • Inwiefern wirkt Fassadenbegrünung als natürliche Fensterbeschattung? • Welche Funktionen von Dachbegrünung und in welchem Umfang werden diese als Klimaresilienzmaßnahmen messbar? • Welche mikroklimatischen Wirkungen von Fassadenbegrünungen auf den Außenraum können messbar gemacht werden? Das Projekt soll belastbare, quantitative Daten liefern, sodass in Zukunft Gebäudebegrünungen besser als CO2-neutrale, kreislauffähige bauliche Lösungen gegen die urbane Überhitzung eingesetzt und in ihrer Wirkung verstanden werden können. Dadurch wird ihr Einsatz gezielt planbar, und Kosten-Nutzen-Analysen nachvollziehbar durchführbar.

Betreute Hochschulschriften