BioBrick

Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden biobasierte Ziegel entwickelt, deren Bindemittel aus Nebenströmen der Holzwertschöpfungskette gewonnen werden. Diese Rohstoffe wurden bislang überwiegend thermisch verwertet, wodurch das darin gebundene CO₂ wieder freigesetzt wurde. Ziel des Projekts ist es, dieses CO₂ langfristig zu binden und die eingesetzten Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wiederholt als Baustoff nutzbar zu machen.

Herausforderung: Das Paradox der Lösbarkeit

Kreislauffähige Baustoffe stellen spezifische Anforderungen entlang ihres gesamten Lebenszyklus, von der Verarbeitung bis zur Rückführung. Dabei ergibt sich ein zentrales Spannungsfeld: Während der Nutzung müssen die Ziegel eine hohe mechanische Leistungsfähigkeit gewährleisten, gleichzeitig ist am Ende des Lebenszyklus eine gezielte Lösbarkeit der Bindung erforderlich, um eine sortenreine Aufbereitung und Wiederverwendung der Materialien zu ermöglichen.

Projektziele

Im Projekt werden unterschiedliche biogene Rohstoffe sowie Bindemittelsysteme systematisch untersucht und charakterisiert. Neben der Bestimmung mechanischer Kennwerte erfolgt eine ganzheitliche Analyse des Energieeinsatzes entlang des Produktionsprozesses. Darauf aufbauend werden Aussagen zur Skalierbarkeit, Energieeffizienz sowie zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit des entwickelten Verfahrens getroffen.

Aktueller Forschungsstand

Die bisher erzielten Ergebnisse zeigen mechanische Eigenschaften, die mit konventionellen mineralischen Ziegeln vergleichbar sind. Dies stellt eine vielversprechende Grundlage für die weitere Optimierung und Entwicklung des Materials dar.

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