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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-02-01 - 2028-06-30
Das Alpenkonventionsbüro fördert mit seinen Aktivitäten die Vernetzung und Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteur:innen auf horizontaler und vertikaler Ebene und zielt damit auf eine ressourcenschonende Nutzung des Alpenraums unter Berücksichtigung der Interessen der Bevölkerung sowie der Sensibilität des Alpenraumes ab. Der Klimawandel und die Biodiversitätskrise stellen besondere Herausforderungen dar, die bei allen Maßnahmen entsprechend mitzuberücksichtigen sind. Die kulturellen und gesellschaftlichen Besonderheiten des Alpen-raums sind in den Erwägungen zu beachten sowie die vielfältigen Lebensräume zu erhalten als auch zu fördern.
Im Bereich Tourismus und Freizeitaktivitäten wird das Ziel verfolgt, neue Ansätze für Nachhal-tigkeitsindikatoren zu suchen, die zu einem Ausgleich zwischen den touristischen und Freizei-taktivitäten und den ökologischen und sozialen Erfordernissen beitragen und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt entsprechend reduzieren. Auch wird das Ziel verfolgt, eine Perspektive für einen sozial verträglichen und umweltschonenden Tourismus unter Miteinbezie-hung der Bedürfnisse der Zivilgesellschaft zu entwickeln.
Ziel für den Bereich Energie ist es, unter Berücksichtigung aktueller Rechtsgrundlagen wie der RED III, eine natur- und landschaftsschonende Erzeugung, Verteilung und Nutzung der Ener-gie einschließlich der Förderung von energiesparenden Maßnahmen zu fördern, in dem auf die alpenspezifischen Herausforderungen eingegangen wird und eine sektorenübergreifende par-tizipative Energieraumplanung gefördert wird. Insgesamt wird damit auch das Ziel verfolgt, einen Beitrag zur Schaffung fachlicher Grundlagen zu schaffen.
Die Aktivitäten zur Alpinen Raumordnung als Querschnittsmaterie zielen auf eine umwelt-schonende Planung, in der ein Ausgleich der vielfältigen Nutzungsansprüche der verschiede-nen Bereiche unter Einbeziehung der Öffentlichkeit, insbesondere der Zivilgesellschaft erfolgt. Damit soll entsprechend dem Alpinen Klimazielsystem 2050 ein klimaneutraler und klimaresilienter Alpenraum unterstützt werden.
Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes und entsprechend den Zielen der Alpenkonvention werden durch die Teilnahme an alpenrelevan-ten nationalen und internationalen Veranstaltungen sowie Gremiensitzungen, wie etwa Ar-beitsgruppen der Alpenkonvention und/oder EUSALP, der ÖROK AG Alpenraum oder dem ÖNK, das Ziel verfolgt, nachhaltige Entwicklungskonzepte für den Alpenraum voranzutreiben. Dazu wird auf den langjährigen Erfahrungen des Alpenkonventionsbüros von CIPRA Öster-reich aufgebaut und Synergien mit den Kooperationspartnern genutzt.
Fostering Systemic Societal Transformation for Biodiversity Conservation through Nature Reconnection
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-03-01 - 2029-02-28
Die Verbundenheit mit der Natur wird zunehmend als ein zentraler Treiber gesellschaftlicher Transformation hin zum Schutz der biologischen Vielfalt anerkannt. In Übereinstimmung mit den Zielen des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF) – insbesondere Ziel 12, das auf die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Biodiversität abzielt, sowie Ziel 19, das den Aufbau von Kapazitäten und Wissensgrundlagen in der gesamten Bevölkerung durch erhöhte Sensibilisierung, Bildung und Beteiligung an Biodiversitätsschutzmaßnahmen fördert – hebt das Projekt die synergetische Rolle von Naturerfahrung und Naturverbundenheit als Motor für tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen zum Schutz der Biodiversität hervor.
Dieses Projekt zielt darauf ab, transformative Wirkungen für die Biodiversität und sozio-ökologische Systeme durch das Societal Transformation Laboratory for Nature Reconnection Advocacy zu erzielen, das in drei Pilotregionen in Mitteleuropa umgesetzt wird. Durch die Generierung handlungsrelevanten Wissens möchten wir die Entwicklung einer nachhaltigen Strategie zur Förderung von Naturerfahrung und Naturverbundenheit sowie eines integrierten Landschaftsmanagement-Rahmens unterstützen. Im Zentrum dieses Ansatzes steht das Verständnis und die Berücksichtigung vielfältiger Werte und Weltanschauungen in Bezug auf die Wechselwirkungen zwischen Biodiversität, menschlichem Verhalten und Einstellungen. Dies ermöglicht die co-kreative Entwicklung naturpositiver Visionen, Ziele und Maßnahmen gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteur:innen.
Das Projekt wird das Verständnis dafür vertiefen, wie Gerechtigkeitsfragen, Machtverhältnisse und ökonomische Beziehungen die Nutzung natürlicher Ressourcen beeinflussen, einschließlich Muster nachhaltigen Konsums. Unsere Arbeit wird transformative Maßnahmen in verschiedenen Bereichen der Raum- und Landschaftsplanung, der Forstwirtschaft, der Landschaftsökonomie und der Gesellschaft ausweiten, innovative Community-Science-Praktiken fördern und die sozio-ökologische Kompetenz sowohl in Entscheidungsprozessen als auch in der öffentlichen Beteiligung stärken. Auf diese Weise sollen Bürger:innen und Stakeholder befähigt werden, aktiv zu naturpositiven Zukünften beizutragen.
Die Metropolregionen / Urban Functional Areas (UFA) von Warschau (PL), Wien (AT) und Stuttgart (DE) dienen als Beispiele für eingeschränkte Naturerfahrung infolge von Urbanisierungsprozessen und hoher Freizeitnutzung. Diese Faktoren führen zu Übernutzung, Verschmutzung, der Ausbreitung invasiver Arten und Habitatverlusten. In Kombination mit einer durch die Klimakrise verringerten Resilienz resultieren diese Prozesse in einem Rückgang der Biodiversität. Eine geeignete, partizipative Planung kann die Naturerfahrung und Naturverbundenheit erhöhen und damit naturpositive Einstellungen und Praktiken fördern. Wir verfolgen einen systemischen Ansatz, um die vielschichtigen Herausforderungen des Biodiversitätsverlusts in urbanen Metropolregionen anzugehen, die wir als komplexe, dynamische und adaptive sozial-ökologische Systeme verstehen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-12-01 - 2027-11-30
Der Nationalpark Donau-Auen liegt eingebettet in einem dynamischen Entwicklungsraum zwischen den Großstädten Wien und Bratislava. Die Zunahme der Siedlungstätigkeit und das damit verbundene Wachstum der Bevölkerung erhöht den Druck auf die noch verbliebenen Naturräume. Der Nationalpark Donau-Auen, teilweise auf Wiener Stadtgebiet (Lobau) gelegen ist davon in besonderem Maße betroffen.
Mit der Zunahme des Besucherdrucks bzw. der Anzahl der BesucherInnen müssen somit Lenkungsmaßnahmen evaluiert und gegeben falls angepasst bzw. geändert werden. Die letzte systematische Besuchererhebung im Nationalpark fand von 1998 – 2001 statt.
In Anlehnung an die Besuchermonitoringstudie der Jahre 1998-2001 sollen an ca. 30 Standorten im Wiener- und niederösterreichischen Teil des Nationalpark Donau-Auen Zählungen und Befragungen von Besucher*innen durchgeführt werden.
Mittels eines kombinierten Einsatzes von Dauerzählgeräten und periodischen Zählungen durch Zählpersonen an vorab definierten Standorten sollen die zeitlich-räumlichen Besucherströme im Nationalpark Donau-Auen über ein Jahr hinweg erfasst werden.